Altbürger raus, Neuankömmlinge rein – so einfach wollte Bürgermeisterin Ulrike Schmidt Platz für Flüchtlinge schaffen. Dass aus dem Plan nichts wird, hat mit einem Umdenken der gewählten Ortspolitiker zu tun. Die hatten zunächst im Hauptausschuss mit breiter Mehrheit einem entsprechenden Antrag der Bürgermeisterin zugestimmt, vergangene Woche dann aber in der entscheidenden Sitzung im Gemeindeparlament doch noch kalte Füße bekommen – und den Antrag mehrheitlich abgelehnt.

Was hatte Schmidt beantragt?

Konkret wollte die Verwaltungschefin ein derzeit voll belegtes Rhener Seniorenheim anmieten, war sich mit dem Eigentümer bereits handelseinig geworden. Die Idee: Die rund 30 betagten Bewohner sollten das Heim räumen und in andere Einrichtungen umziehen. Anschließend wollte die Bürgermeisterin dort dann 60 Flüchtlinge einquartieren.

Sowohl die Beratungen im Hauptausschuss als auch in der Gemeindevertretung zur geplanten Anmietung fanden im Geheimen statt. Zuhörer hatten in beiden Fällen den Sitzungssaal verlassen müssen.

Vor Publikum und damit ganz ohne Geheimniskrämerei, haben die Ortsentscheider bekräftigt, an der Norderstedter Straße vier in Henstedt-Rhen, Flüchtlingswohnraum zu schaffen. Der Bauausschuss hat dafür 100.000 Euro Planungskosten freigegeben. Mit dem Geld kann die Verwaltung nun unter anderem Architekten für die geplante Unterkunft engagieren. Über die Pläne an der Stelle hatten die Henstedt-Ulzburger Nachrichten bereits berichtet: bisher angedacht hatte die Verwaltung ein Gebäude mit bis zu 50 Bettplätzen, jetzt sollen es aber nur noch 30 werden. Der Grund: die Rathausführung will sich nun an die Vorgaben des geltenden Bebauungsplans halten – und die lassen nur ein kleineres Gebäude zu. Die Gemeinde könne sich auf diese Weise ein langes und umfangreiches Bebauungsplanverfahren sparen und mit dem Bau der Unterkunft viel früher loslegen, erklärte Lars Möller im Ratssaal. Möller ist in der Gemeindeverwaltung für das Gebäudemanagement zuständig.

Gibt es weitere Pläne für Flüchtlingsunterkünfte in der Großgemeinde?

Ja, im Rathaus zirkuliert eine Liste mit 15 möglichen Standorten. Zuletzt wurde im Bauausschuss etwa über ein Grundstück im Kirchweg neun abgestimmt. Zustimmung für ein Flüchtlingsheim an dieser Stelle kam von SPD, Grünen und WHU (zusammen 6 Stimmen), CDU, BFB und FDP (zusammen 7 Stimmen) lehnten ab. Das Grundstück sei zu wertvoll für ein Wohnheim, hieß es von Christ- und Freidemokraten.

Christian Meeder
1. Oktober 2023

Schlechte Nachrichten für alle Wasserratten. Henstedt-Ulzburgs Badeanstalt ist in Gefahr. Bauamtsleiter Volker Duda erklärte vergangene Woche im Ratssaal, dass das Freibad Wasser verliere. Das Rathaus-Schwergewicht: “ Der Wasserstand im Beckersbergbad ist niedrig und sinkt immer weiter ab“. Gleichzeitig kündigte er an, den Grund dafür herausfinden zu wollen. Duda: “ So eine Untersuchung ist natürlich aufwendig, deswegen haben wir uns da lange zurückgehalten.“ Konkret will der Verwaltungsmann Taucher auf den Seegrund schicken und dafür ordentlich Euros in die Hand nehmen. Duda kündigte an Gelder in den nächsten Haushalt einstellen zu wollen, um die Quellen des Sees zu untersuchen. Der Verwaltungsmann: Das ist längst überfällig, zu schauen, ob dort überhaupt noch Wasser zuströmen kann.“

Die Haushaltsberatungen dürften im Oktober beginnen, ob die Ortspolitiker dann für eine „aufwendige Untersuchung“, Gelder bewilligen ist mehr als unsicher. Karin Hohnerlah, machte klar, dass sie davon wenig hält. Der niedrige Pegel des Sees liege am sinkenden Grundwasserspiegel, dafür brauche man kein teures Gutachten. Schwer vorstellbar sei, dass Quellen verstopfen können, sagte die WHU-Politikerin.

In der Tat dürfte die Trockenheit der letzten Jahre und die höhere Verdunstung durch hohe Temperaturen der entscheidende Grund für sinkende Wasserstände sein – ganz ähnlich wie bei der Alsterquelle, die auch in diesem Sommer wieder trockengefallen war. Wo eine Eisenplatte den Ursprungsort der Alster markiert, waren während der Dürre im Juni nur noch einzelne Pfützen zu sehen, das Flussbett war ab der Quelle auf mehreren hundert Metern völlig ausgetrocknet.

Im Freibad hat der sinkende Wasserstand bereits erste Konsequenzen. Eine neu eingekaufte Wasserrutsche kann laut Verwaltung den Badegästen nicht zur Verfügung gestellt werden. Weil das Wasser nicht tief genug sei, herrsche Verletzungsgefahr. Bauamtsleiter Duda; “ Wir können diese Rutsche zurzeit nicht unfallfrei einsetzen.

Christian Meeder

27.09.2023

Der Übergang soll unter anderem Menschen mit Handicap die sichere Querung der Hamburger Straße ermöglichen, lockt sie aber stattdessen in die Falle. Denn wer die Querungshilfe benutzt und nicht rechtzeitig den Gully auf der westlichen Seite bemerkt, hat gute Chancen von einem Auto erfasst zu werden – wenn die Räder des Rollstuhls oder des Rollators im Gully steckenbleiben und man sich nicht schnell genug wieder befreien kann.

Der Gully im Rinnstein ist das gefährlichste, aber nicht das einzige Hindernis für Menschen mit Handicap. Rollstuhlfahrerin Helga Bebensee, die für die Henstedt-Ulzburger Nachrichten den Praxistest der Querungshilfe gemacht hat, schafft es aus eigener Kraft nicht, die quer verlaufenden Rillen , die blinde und sehbehinderten Menschen die Orientierung erleichtern sollen, sowie den nicht vollständig abgesenkten Kantstein, mit dem Rollstuhl zu überwinden. „Ich kann die Querungshilfe aus eigener Kraft nicht nutzen“, sagt Bebensee. Allerdings: Nur zehn Meter weiter, an der Einmündung ‚Neuer Damm‘ , hat die Gemeinde ebenfalls sogenannte taktile Elemente eingelassen, diesmal verlaufen die Rillen aber nicht horizontal, sondern vertikal, also in Fahrtrichtung. Darüber hinaus ist der Kantstein fast vollständig abgesenkt. „Hier würde ich rüberkommen, wenn ich keine Angst haben müsste, von abbiegenden Autos übersehen zu werden“, sagt Bebensee. Und weiter: „Einmal waagerechte, einmal senkrechte Rillen – an einer der beiden Querungen müssen die Dinger falsch verbaut sein.“

Rillen in Fahrtrichtung – hier klappt die Querung

Die HU-Nachrichten haben die Verwaltung um eine Stellungnahme zur Querungshilfe gebeten, eine Antwort lag bis Redaktionsschluss nicht vor. Telefonisch geäußert hat sich die gemeindliche ehrenamtliche Behindertenbeauftragte Uta Herrnring-Vollmer. Ihre Antwort überrascht. Die Blindenhilfen seien nicht falsch eingebaut, sagt sie. Die quer verlaufenden Rillen sollen vielmehr verhindern, dass blinde Personen die Querungshilfe über die Hamburger Straße nutzen. Herrnring-Vollmer: „Die taktilen Elemente sind ja wie eine Informationstafel für Blinde, die in diesem Fall sagt: ‚Gehe bitte nicht hier lang, vermeide das, nehme lieber die Seitenstraße, die ist nicht so gefährlich und führt dich möglichst bis zu einer Ampel.“ Das Problem an der Ecke ist allerdings. Eine Ampel ist weit und breit nicht in Sicht, und Sehbeeinträchtigte, die den Hinweisen der „Informationstafel für Blinde“ Glauben schenken, landen schlimmstenfalls direkt auf Henstedt-Ulzburgs Hauptverkehrsachse. Denn der nach Süden verlaufende Gehweg endet direkt an der Hamburger Straße – ohne irgendeine Barriere vor der Fahrbahn.

Und wie beurteilt die Behindertenbeauftragte den Gully? Der sei eine „blöde Sache“. Sie werde deswegen die Querungshilfe zum Thema im Inklusionsbeirat machen, kündigt Herrnring-Vollmer an. Die HU-Nachrichten sagen: Ein Gully, der zur gefährlichen Falle werden kann, ein Blindenleitsystem, das keine Orientierung bietet, sondern in die Irre führt – diese Querungshilfe ist gefährlicher Murks. Die Bürgermeisterin muss sofort handeln, bevor noch ein Unglück geschieht.

Christian Meeder

5. September 2022

Dieser Bericht ist zuerst in der Druckausgabe vom 1. September erschienen.

Mitteilung aus dem Rathaus

Die Gemeindeverwaltung versteigert regelmäßig Fundsachen, die im Rathaus abgegeben wurden. Im Jahr 2021 sind fast ausschließlich Fahrräder angefallen, daher beschränkt sich die öffentliche Fundsachenversteigerung abermals auf Zweiräder. Wie bereits im vergangenen Jahr, erfolgt die diesjährige Versteigerung von Fundfahrrädern online auf einer Auktionsplattform. Die Versteigerung findet im Zeitraum

vom 19.05.2021 (20 Uhr) bis zum 29.05.2021 (20 Uhr)

über das Portal

www.sonderauktionen.net

statt.

Finderinnen und Finder, die Eigentumsrechte bei Abgabe einer Fundsache geltend gemacht haben, können letztmalig bis zum 02.05.2022 während der Geschäftszeiten der Gemeindeverwaltung Henstedt-Ulzburg die Fundsache nach vorheriger telefonischer Vereinbarung abholen.

Versteigert werden Fahrräder, deren Fund bis zum 03.08.2021 angezeigt wurde.

Die zur Versteigerung stehenden Zweiräder stehen online ab dem 21.04.2022 in einer Vorschau auf der o.g. Plattform zur Verfügung.

Fragen zur Fundsachenversteigerung beantwortet Frau Müller unter der Telefonnummer 04193/963-313 während der Geschäftszeiten der Gemeindeverwaltung.

pm

5. April 2022

Es sollte eine Meisterfeier werden. Das letzte Spiel nach einer großartigen Leistung über die ganze Saison hinweg,  sollte der krönende Abschluss der jetzigen Spielzeit werden. Jedoch sah das anders aus. Am Samstagabend spielten die Frogs Ladies gegen den Buxtehuder SV 2 in einem Spiel in der dritten Liga. Sollten sie dieses Spiel gewinnen, so sind die Frogs sofort Meister. Verlieren sie das Spiel, könnte der BV Garrel noch Meister werden, indem sie die letzten zwei Spiele, die sie noch offen haben, gewinnen.

Gleich zu Anfang merkte man die Spannung, die in der Halle lag. Trotz der Nervosität spielten die Frogs sicher. Das Spiel blieb bis zum Ende der ersten Halbzeit auf Augenhöhe, jedoch konnten sich die Ulzburgerinnen langsam von Buxtehude abheben. Mit einem Halbzeitstand von 15:14 ging es in die Kabinen. Die zweite Halbzeit begann und die Frogs machten klar, wer dieses Spiel gewinnen möchte. Vor allem durch die starken Rückraumwürfe von Jule Meisner, konnte man sich auf eine 3 Tore Führung hinarbeiten. Doch dann die Wende. Eine Spielerin von Buxtehude verletzt sich nach einem Wurf am Knie und bleibt am Boden. Sorge macht sich breit, da schwere Verletzungen, wie ein Kreuzbandriss leider keine Seltenheit beim Handball sind. Die Spielerin wird mit Applaus vom Feld getragen und das Spiel kann weitergehen. Buxtehude scheint auf einmal einen viel größeren Kampfgeist zu haben und nutzt die klar erkennbare Unsicherheit der Frogs gekonnt aus. Schnell steht es 22:22 und bevor man sich versieht auch schon 23:26. Das Spiel der Ulzburgerinnen bleibt hektisch und unüberlegt. Viel zu häufig wählt man den falschen Abschluss und wirft das Spiel förmlich weg. Auch die starke Leistung der Torhüterin Sophia Kohn kann dem Buxtehuder Willen nichts mehr entgegensetzen. Am Ende steht es dann verdient 26:31 für den Buxtehuder SV 2. Enttäuschte Gesichter machen sich breit und Unruhe auf den Rängen.

Es ist definitiv nicht der Saisonabschluss, den man sich erhofft hatte, jedoch können die Mädels sehr stolz darauf sein, was sie diese Saison erreicht haben. Denn wenn Garrel eines der letzten beiden Spiele nicht gewinnen sollte, ist Henstedt-Ulzburg, wenn auch nicht so schön wie erhofft, Meister der 3. Bundesliga.

Moritz Fischer

5. April 2022

Real im Gewerbepark

Diese Kuh ist vom Eis. Kaufland wird nicht den Real-Standort im Gewerbepark übernehmen. Das stellte heute CCU-Centermanager Erich Lawrenz klar und nahm so im Ort kursierenden Gerüchten den Wind aus den Segeln. Er zu den HU-Nachrichten: „Kaufland ist es nicht. Die sind fest im Center etabliert und haben noch einen langfristigen Mietvertrag.“

Hintergrund: Zu Beginn der Woche war der eigentlich schon eingetütete Real-Edeka-Deal in spektakulärer Weise geplatzt. Nachdem Real zum Jahreswechsel die Schließung des Marktes und die Übergabe an Edeka angekündigt und gleichzeitig einen großen „Alles muss raus“- Ausverkauf gestartet hatte, kam über Nacht die abrupte Kehrtwende. Real gab bekannt, dass die eigene Schließung und die Übernahme durch Edeka abgeblasen sei und setzte mir nichts dir nichts die Preise wieder rauf.

Fest steht aber trotzdem: Reals Tage im Gewerbegebiet sind gezählt. „Der Real-Markt wird irgendwann schließen, weil er übergeben wird, aber halt nicht an Edeka“, hatte Real-Pressesprecher Markus Jablonski zu Beginn der Woche  erklärt.

Doch was ist da passiert? Ist in letzer Sekunde ein neuer Spieler auf der Bildfläche erschienen und hat Edeka noch ausgestochen?

Edeka – größter Lebensmittelhändler der Bundesrepublik – wurde jedenfalls von der neuen Lage kalt erwischt: „Wir haben weiterhin einen bestehenden Vertrag mit real. Über die aktuelle Entwicklung sind wir sehr verwundert. Derzeit führen wir aktiv Gespräche mit dem Vermieter sowie mit real, um die Situation zeitnah zu klären“, heißt es in einer Stellungnahme von Edeka-Nord.

Beim Eigentümer der Real-Immobilie, der Redos-Gruppe, heißt es, dass sich ein Mieterwechsel nur um wenige Wochen verzögere. Es sei noch keine finale Entscheidung gefallen, so ein Sprecher zu den HU-Nachrichten.

cm

20. Januar 2022

Real-Eingang in Ulzburg

Einzelhandelskrimi in der Großgemeinde. Die Übernahme des Real-Standorts im Gewerbepark ist geplatzt. Wer dort heute einen Schnapper beim „Alles muss raus“- Ausverkauf machen wollte, schaute in die Röhre. Nix war es mehr mit Schnäppchen.

Nachfrage deswegen am Mittag bei Real-Pressesprecher Markus Jablonski. Ist der Edeka-Deal etwa geplatzt? Seine Antwort: „Ja, das kann ich bestätigen.“

Der Supermarkt hatte erst zu Jahresbeginn die Schließung des Marktes und die Übergabe an Edeka angekündigt und gleichzeitig einen großen Ausverkauf gestartet. Nun gelten über Nacht wieder die alten Preise. Jablonski: „Um es salopp zu sagen: die Schließung ist erstmal abgeblasen.“

Mindestens bis Mai, so der Sprecher weiter, werde Real wohl weitermachen, Gespräche mit einem weiteren Übernahmekandidaten liefen. Jablonski: „Der Real-Markt wird irgendwann schließen, weil er übergeben wird, aber halt nicht an Edeka.“

Aber warum wird es nichts mit Edeka? „Jablonski: „Dazu möchte ich nichts sagen.“

Und was sagt Edeka? Bis jetzt noch nichts. Das Unternehmen hat eine schriftliche Erklärung angekündigt, bis Redaktionsschluss aber noch keine geliefert. Die Supermarktkette grübelt offenbar noch darüber, ob und was es der Öffentlichkeit mitteilen möchte.

Eigentümer der Real-Immobilie ist übrigens nicht die Supermarktkette selber, sondern die in Hamburg ansässige Redos-Gruppe. Real hat den Laden also nur gemietet. Möglicherweise hat Redos ja in allerletzter Sekunde ein besseres Angebot bekommen – und Edeka den Laufpass gegeben.

cm

17. Januar 2022

Mitteilung aus dem Rathaus

Aufgrund der rasant steigenden Corona-Fallzahlen finden die Sitzungen der Ausschüsse sowie der Gemeindevertretung der Gemeinde Henstedt-Ulzburg ab sofort wieder als Videokonferenzen statt. Darauf haben sich Bürgermeisterin Ulrike Schmidt, Bürgervorsteher Henry Danielski und die Fraktionsvorsitzenden verständigt.

„Vor dem Hintergrund der sich rasant verbreitenden Omikron-Variante ist es geboten, wieder ein Stück weit auf Distanz zu gehen“, begründet Bürgermeisterin Ulrike Schmidt die gemeinsame Entscheidung von Politik und Verwaltung. „Das gilt auch für die Arbeit unserer gemeindlichen Gremien, die ab sofort wieder digital per Videokonferenz stattfindet.“

Darüber hinaus hat der Ausschussvorsitzende Dr. Dietmar Kahle nach Rücksprache mit Bürgermeisterin Schmidt beschlossen, die Sitzung des Hauptausschusses am 18. Januar 2022 abzusagen. Eine nachträgliche Änderung der erfolgten Einladung von einer Präsenz- in eine Onlinesitzung wäre rechtlich nicht zulässig gewesen.

„Nach erneuter Beratung zur aktuellen pandemischen Situation, zu den zur Beratung vorgesehenen Tagesordnungspunkten und nach einigen Rückmeldungen von Seiten der Fraktionen haben Frau Schmidt und ich die Entscheidung zur Absage der Sitzung getroffen. Die zu behandelnden Tagesordnungspunkte können ohne zeitliche Nachteile auch in der Februarsitzung des Hauptausschusses – dann per Videokonferenz – beraten werden“, so der Ausschussvorsitzende.

Die für den 25. Januar 2022 vorgesehene Sitzung der Gemeindevertretung findet unabhängig von der pandemischen Lage, mangels zwingend zu behandelnder Tagesordnungspunkte, nicht statt und wird nach Rücksprache mit Bürgervorsteher Henry Danielski ebenfalls abgesagt.

Wie laufen die Sitzungen der Ausschüsse und der Gemeindevertretung nun genau ab? „Im Endeffekt so, wie dies bereits im vergangenen Jahr bis zur Sitzungspause im Sommer praktiziert wurde“, sagt Malte Pohlmann, Pressesprecher der Gemeinde Henstedt-Ulzburg. „Im Ratssaal werden wieder die oder der Ausschussvorsitzende, die Bürgermeisterin, die Protokollführung sowie eine verantwortliche Person für die Technik anwesend sein. Außerdem können bis zu 20 Gäste die Videokonferenz im Ratssaal unter Einhaltung der 3G-Regel sowie der Regelung zum Tragen einer qualifizierten Mund-Nasen-Bedeckung verfolgen.“

Lediglich beim Livestream gibt es eine Änderung gegenüber dem Verfahren im Vorjahr: „Da wir bereits technisch auf die geplante Übertragung von Präsenzsitzungen umgerüstet haben, wird im Livestream nun die Perspektive der Gäste im Ratssaal eingenommen und nicht mehr die einer bzw. eines Teilnehmenden der Videokonferenz“, so Pressesprecher Pohlmann. „Die Kamera für den Livestream ist an der Empore des Ratssaals befestigt und auf Ausschussvorsitz und Bürgermeisterin sowie die dahinter befindliche Leinwand ausgerichtet, auf der die Ausschussmitglieder in der Videokonferenz übertragen werden.“

pm

14. Januar 2022

Nachfolgend ein Aufruf des Henstedt-Ulzburger Bündnis für Demokratie und Vielfalt

Das Henstedt-Ulzburger Bündnis für Demokratie und Vielfalt ruft für Freitag, 14.01.2022, um 19 Uhr zur Bildung einer Menschenkette unter dem Motto „Zusammenhalten statt spalten!“ auf.

Treffpunkt ist der Platz an der Hamburger Straße in Höhe des Rathauses Henstedt-Ulzburg. Hier beginnend wird die Menschenkette entlang der Straße in Richtung Kaltenkirchen sowie in Richtung Norderstedt gebildet.
Lang genug haben wir schweigend zugesehen, wie sich auch in unserer Gemeinde Menschen zu sogenannten Spaziergängen treffen, um gegen die Corona-Schutzmaßnahmen und gegen eine mögliche Impfpflicht zu demonstrieren.

Mit einer Menschenkette wollen wir diesen unangemeldeten „Spaziergängen“ nun endlich ein sichtbares und positives Zeichen der Solidarität entgegensetzen, denn wir sind sicher, dass wir die Corona-Pandemie nur gemeinsam besiegen können. Wir rufen deshalb alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme auf und bitten die Verwaltung Henstedt-Ulzburg, die ortsansässigen Kirchen und Vereine sowie die Parteien und Wählergemeinschaften um ihre Unterstützung und Teilnahme.

Bitte kommen Sie und bringen Sie einen Schal mit, der zwischen Ihnen und dem nächsten Teilnehmenden zu einem verbindenden Element wird und der außerdem den notwendigen Abstand in Zeiten der Pandemie sichert.
Bitte bringen Sie außerdem eine Kerze (ein Windlicht) mit, im Gedenken an die vielen an Covid19 verstorbenen Menschen.

Selbstgestaltete Plakate, Banner, Flaggen – alles ist erlaubt und gern gesehen, damit wir zeigen, dass die Breite der Gesellschaft nicht länger schweigt. Wer sich impfen lässt, wer einen Mund-Nasenschutz trägt und wer Abstände einhält, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch seine Mitmenschen.

Wer die Pandemie als Vorwand nutzt, um Unruhe zu stiften und unsere Gesellschaft zu spalten, hat nur ein Ziel: Die Gefährdung unserer demokratischen Grundordnung – bis hin zur Abschaffung!
Schon längst ist bekannt ist, dass die Organisatoren im Hintergrund dieser „Spaziergänge“ oftmals dem rechten bis rechtsextremen Spektrum angehören. So mobilisieren beispielsweise die AfD, die Basis und der III. Weg zu diesen gesetzeswidrigen Protestmärschen, indem sie die Treffpunkte mit den Uhrzeiten in den sozialen Medien verbreiten und zur Teilnahme aufrufen.

Wir haben Verständnis, wenn sich Menschen wegen der Impfungen ehrliche Sorgen machen, aber wir appellieren an sie: Bitte suchen Sie das Gespräch mit uns, einem Arzt Ihres Vertrauens oder bereits geimpften Menschen in Ihrem Umfeld! Lassen Sie sich nicht instrumentalisieren und nehmen Sie nicht mehr an den „Spaziergängen“ teil, denn Sie unterstützen damit die rechten Kräfte in unserem Land!

Für alle an der Menschenkette beteiligten Menschen besteht Maskenpflicht, im besten Fall wird eine FFP2-Maske getragen. Außerdem besteht ein Alkoholverbot.

Wir bitten alle Teilnehmenden, sich auch auf dem Weg zur Kundgebung sowie auf dem Heimweg an die geltenden Hygieneregeln zu halten und auf ausreichenden Abstand zu achten.

pm

11. Januar 2022

Kaventsmann gegenüber dem AKN-Bahnhof

Trockene Aussichten für Passanten an einem kleinen Teilstück der Hamburger Straße. Dort soll das im Bau befindliche Bürohaus einen Wetterschutz verpasst bekommen. Einen entsprechenden Antrag des Eigentümers genehmigten im Dezember die Mitglieder des Bauausschusses. CDU-Ratsmann Michael Meschede: „Wir wollen unsere Bürger nicht im Regen stehen lassen, stimmen zu.“

Hintergrund: Der an der Gebäudefassade auf rund drei Meter Höhe angebrachte Regen- und Sonnenschutz soll bis zu 1,50 Meter in den Gehweg hineinragen, deswegen brauchte der Bauherr dafür eine Extra-Erlaubnis. Die hätte die Rathausführung um Bürgermeisterin Schmidt auch im Alleingang erteilen können, hat sich das aber nicht getraut und den Antrag deswegen dem Ausschuss zur Entscheidung vorgelegt.

Was soll in das Riesengebäude einziehen?

Während Ortsplaner Duda von einem „Wohn- und Geschäftsgebäude“ spricht, schließt der Bauherr selber Wohnungen aus. Vorgesehen seien alleine Büros und Praxen, sagte er den HU-Nachrichten.

cm

9. Januar 2022

Quelle: Polizeidirektion Bad Segeberg

Am Sonntag (02.01.2022) haben Beamte der Polizeistation Henstedt-Ulzburg ein Fahrrad sichergestellt.

Um 01:26 Uhr stellten die Beamten ein schwarz, silbernes Fahrrad der Marke Falter während eines polizeilichen Einsatzes in der Hamburger Straße sicher.

Nach derzeitigem Sachstand gehen die Ermittler davon aus, dass es sich bei dem Fahrrad um Stehlgut handelt.

Die Polizeistation Henstedt-Ulzburg bittet um Mithilfe bei der Zuordnung des Fahrrades. Wer vermisst dieses Fahrrad? Wer kennt den Eigentümer?

Hinweise nehmen die Ermittler unter der Rufnummer 04193 – 9913 – 0 entgegen.

pm

9. Januar 2022

Mitteilung aus dem Rathaus

Die nächsten Sprechzeiten der Beauftragten für Menschen mit Behinderung finden am Donnerstag, 13. Januar 2022, 16 – 18 Uhr (Frau Brünn) Freitag, 28. Januar 2022, 10 – 12 Uhr (Frau Herrnring-Vollmer) im Rathaus, Raum 1.01 (1. Obergeschoss), statt.

Die Sprechzeiten finden ab sofort nur noch mit vorheriger Terminvereinbarung (telefonisch über den Anrufbeantworter 04193/963-178 oder per Mail behindertenbeauftragte@h-u.de) statt. Zur Vorbereitung für das Gespräch ist es hilfreich, den ausgefüllten Anmeldebogen als Anhang mitzusenden oder diesen im Rathaus am Empfang abzugeben oder in den Briefkasten zu werfen. Der Anmeldebogen kann unter auf der Gemeindehompage unter https://www.henstedt-ulzburg.de/bmb_sprechzeiten.html abgerufen werden.

Aktuelle Informationen über unsere Tätigkeit und nützliche Hinweise für Menschen mit Behinderung finden Sie auf der Gemeindehomepage unter: https://www.henstedt-ulzburg.de/bmb_home.html

H-UN

9. Januar 2022

Neue Brücke über die Pinnau

Mitteilung aus dem Rathaus

Durch den Grünzug an der Weedentwiete führt ein stark genutzter Wanderweg, der mehrfach den Lauf der Pinnau überquert. Nachdem in den zurückliegenden Jahren in diesem Gebiet schon zwei Holzbrücken erneuert bzw. saniert wurden, hat der gemeindliche Baubetriebshof nun die dritte und letzte Überquerung fertiggestellt. Letzte Restarbeiten an der Brücke wurden kürzlich abgeschlossen.

Nachdem die jährlich durchzuführenden Brückenprüfungen schon in den Vorjahren erkennen ließen, dass an dieser Brücke demnächst umfangreiche Reparatur- und Sanierungsarbeiten durchzuführen sein würden, fiel zu Beginn des Jahres die Entscheidung, sie komplett zu erneuern. Der erforderliche Reparaturumfang an dem vorhandenen Bauwerk hätte einen kompletten Abbau und anschließenden Neuaufbau erfordert.

Zimmerer Kurt Möller, Mitarbeiter des Baubetriebshofes, der für zahlreiche Brücken entlang der Wanderwege im Gemeindegebiet verantwortlich zeichnet, hat das Bauwerk geplant und die Konstruktion in Einzelteilen auf dem Betriebsgelände des Baubetriebshofes vorgefertigt. Nach dem Abriss der Altkonstruktion vor Ort wurden die Einzelteile der neuen Brücke in transportablen Stücken zum Aufbauort gebracht. Die Absicherung des Transportes durch das Gemeindegebiet erfolgte durch freundliche Unterstützung der Polizei.

Der eigentliche Aufbau erfolgte durch ein erfahrenes und eingespieltes Team des Baubetriebshofes innerhalb einer Arbeitswoche. Bei dem verwendeten Baumaterial für die sogenannten Unterzüge, also das Holz auf dem die Gesamtkonstruktion ruht und den Belagsbohlen, handelt es sich um Bongossi, die Geländer wurden aus Bankirai gefertigt.

Diese Tropenhölzer werden aufgrund ihrer langjährigen Haltbarkeit auch in Wassernähe oder bei Wasserkontakt verwendet, die man bei einheimischen Holzarten so nicht findet. Grundsätzlich werden von der Gemeinde ausschließlich Bau- und Konstruktionshölzer verwendet, deren Herkunft aus zertifiziertem, also umweltschonendem Anbau, lückenlos nachgewiesen ist.

Man kann davon ausgehen, dass die neue Brücke, die übrigens für das Befahren mit Kommunalfahrzeugen bis zu einem Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen ausgelegt ist, mindestens 25 Jahre ihren Dienst erfüllen wird.

pm

11. November 2021

Mitteilung der WHU

Die Wählergemeinschaft für Bürgermitbestimmung WHU hat in der Planungs- und Bauausschusssitzung am 18.10.2021 der Änderung des B-Planes Nr. 77 Kruhnskoppel nicht zugestimmt.

Sie hält vielmehr an der Siedlungsentwicklung, wie sie die Innenentwicklungspotenzialanalyse vorsieht, fest. Die Fläche östlich der ehemaligen Stromtrasse ist kein Bestandteil dieser Untersuchung und würde die aufwändige und teure Arbeit bei einer dennoch stattfindenden Bebauung ad absurdum führen. 

Weitere Baugebiete oder Entwicklungen „auf der grünen Wiese“ wird es mit der WHU nicht geben – das hatten wir unseren Wähler/innen versprochen. Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg soll maximal eine Einwohnergröße von 30.000 anstreben, aber nicht wesentlich darüber hinauswachsen.

Es entsteht ohnehin innerorts an vielen Stellen neuer Wohnraum, weil die schon lange bestehenden Bebauungspläne dies hergeben. Auch werden bestehende Bebauungspläne und Wohnbauflächen überarbeitet, damit Wildwuchs verhindert wird und eine verträgliche Innenentwicklung stattfinden kann. Nicht verträglich ist für die WHU die aktuell im Kirchweg anzutreffende Neubauung, die zu große Höhe und zu starke Versiegelung aufweist. Auf eine unserer Infrastruktur angepasste und angemessene Siedlungsentwicklung wird die WHU auch weiterhin ihr Augenmerk richten.

pm

26. Oktober 2021

Diese Wiese soll bebaut werden

Ganz schön hastig. Die Ortsentscheider haben es ganz schön eilig mit der Bebauung einer Wiese am Wohngebiet Kruhnskoppel. Nur einen Monat nach dem Grundsatzbeschluss, die Wiese bei Dammstücken zu bebauen, wurde jetzt der sogenannte Bebauungsplan-Aufstellungsbeschluss gefasst. Wie vor vier Wochen stimmte auch jetzt wieder eine deutliche Mehrheit im 11-köpfigen Bauausschuss für Häuser statt grüner Wiese. CDU (3 Stimmen), SPD (2), BFB (2) und FDP (1) stimmten mit Ja, WHU (2) und Grüne (1) mit Nein.

Nicht durchsetzen konnte sich  Ortsplaner Volker Duda, mit seiner Forderung die Wiese dort so eng wie möglich vollzupflastern. Michael Meschede (CDU)  beantragte erfolgreich, dass sich die Grundstücksgrößen an den angrenzenden Wohngebieten orientieren müssen. BFB-Fraktionsschef Jens Iversen dazu: „Wir unterstützen die CDU, sollten an der Stelle großzügig sein.“ Duda wollte Doppelhäuser auf 400 Quadratmeter kleinen Grundstücken quetschen, in der Nachbarschaft stehen Doppelhäuser auf etwa 600 Quadratmeter Grundstücksfläche.

Unklar ist zur Zeit noch, wie das Wohngebiet angebunden wird. Geprüft werde, ob der Verkehr über die Norderstedter Straße oder über die Straßen der umliegenden Wohngebiete wie Kruhnskoppel und Spatzenwinkel abgewickelt wird, sagte Ortsplaner Duda.

Aktuell verläuft bis zur Norderstedter Straße nur ein „Bauernweg“, der landwirtschaftlichem Verkehr vorbehalten ist.

cm

24. Oktober 2021