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Jahreswechsel in Henstedt-Ulzburg – stark geböllert, aber schwach gekehrt | Henstedt-Ulzburger
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Jahreswechsel in Henstedt-Ulzburg – stark geböllert, aber schwach gekehrt

Ernüchternde Hinterlassenschaft der Sylvesternacht auf einem öffentlichen Parkplatz im Beckersbergring

Ernüchternde Hinterlassenschaft der Silvesternacht auf einem öffentlichen Parkplatz in einer zentral gelegenen Ulzburger Reihenhaussiedlung

Trotz des schlechten Silvesterwetters haben Henstedt-Ulzburgs Bürger auch in diesem Jahr wieder kräftig in die Tasche gegriffen und für ein grandioses Feuerwerk zur Jahreswende gesorgt.

Noch im letzten Jahr kam es zu Silvester durch Feuerwerkskörper und roher Gewalteinwirkung zu vielen Sachbeschädigungen. So wurden z.B. Hundkotbeutelspender regelrecht gesprengt und Mülleimer aus ihren Verankerungen getreten. Ein unrühmliches Highlight erlebte die Gemeinde dabei noch vor drei Jahren: damals wurde sogar eine Telefonzelle im Ortszentrum durch illegale Sprengkörper völlig zerstört.

In diesem Jahr scheint die Gemeinde jedoch deutlich schadfreier ins Neue Jahr gekommen zu sein. Zwar sind die üblichen böllerzündenden Grüppchen durch die Gemeinde gezogen, aber mehr als Müll und Schwarzpulvergeruch hinterließen sie offensichtlich nicht: Im Lagebericht der Kreis-Polizei zur Neujahrsnacht wird die Großgemeinde mit keinem Wort erwähnt.

Ganz ohne Folgen bleibt die Böllerei aber trotzdem nicht. Bleiben dem sogenannten Kehraus doch manche Verursacher gern fern. So müssen neben zum Teil unbeteiligten Anwohnern auch die Mitarbeiter des Bauhofes die Hinterlassenschaften der Silvesternacht beseitigen.

Einen ruhigen Jahreswechsel erlebten auch die Kameraden der Henstedt-Ulzburger Freiwilligen Feuerwehr, die sich zur üblichen Silvesterbereitschaft im Gerätehaus in der Maurepasstraße einfanden. Sie mussten zu nur vier kleineren Einsätzen ausrücken, die im Wesentlichen auch nur vorbeugenden Charakter hatten.

gw

  1. Januar 2018

4 Kommentare zu "Jahreswechsel in Henstedt-Ulzburg – stark geböllert, aber schwach gekehrt"

  1. Westermann sagt:

    Schade, das es Menschen gibt, die rücksichtslos den Dreck einfach liegen lassen… Am Ende sind das diejenigen, die sich am meisten darüber aufregen, wenn die Müllgebühren oder andere Abgaben erhöht werden, um solche Reinigungsarbeiten durch Dritte durchführen zu lassen. Aber soweit scheinen einige hier im Ort nicht denken zu können. Daher ein Dank an alle Mitbürger, die sich heute früh wieder darum gekümmert haben, die Silvesterhinterlassenschaften zu besetigen.

  2. Rolf Michelsen sagt:

    Das mit den Müll ist ja leider ein Dauerproblem hier im Ort. Überall findet man Müllberge, besonders auf den Wanderwegen im Ort und außerhalb. Da wird unredlich Gartenabfall „entsorgt“ in der wärmeren Jahreszeit.
    Auch im Bereich „Suhrrehm“ auf dem Fußweg Richtung Pinnau-Quelle wird an einer Wegbiegung immer wieder Sperrmüll entsorgt oder nach Saufgelagen Berge von leeren Glasflaschen.
    Zerstörte Hundekotbeutel und beschädigte Müllsammelbehälter – z.Zt. auch mehrfach sichtbar auf dem Rundweg Pinnau-Wiesen (an der Werbetafel für den ADFC und am Bolzplatz).
    Übeltäter sieht man tagsüber leider nicht. Nur morgens die „Spuren der Nacht“.
    Ob man das als Bürger ein wenig den Gemeinearbeitern Arbeit abnimmt muss jeder selbst wissen und entscheiden. Aber saubere Wege wollen alle Bürger.
    Die Frühjahrsaktion „saubere Landschaft“ ist da schon eine gute Gewohnheit, leider notwendig.

  3. Oliver Blau sagt:

    Den Dreck.auf den Straßen bekommt man letztlich weggefegt, wohingegen der Unrat in den Köpfen vieler Menschen sich eben dort festgesetzt hat.

    Habe mit meiner Frau am Neujahrstag einen sehr langen Mittag-Spaziergang getätigt, als wir in der Beckersbergstraße einen größeren Polizeieinsatz sehen konnten. Die Straße wurde vollständig abgesperrt, und es waren einige Polizisten in ein Haus direkt an der Straße gestürmt. Ich habe keine Ahnung, was da vorgefallen war, aber ein Notarzt ist schließlich auch noch gekommen.

    Wir standen also an der Absperrung, um uns herum „ganz normale“ Mitbürger verschiedensten Alters und Geschlechts. Es wurde diskutiert, und schließlich meinte eine offensichtliche Anwohnerin, dass in dem betreffenden Haus Flüchtilinge untergebracht seien. Daraufhin entwickelte sich ein Gesprächsklima, dass mich fassungslos hinterließ.

    Es begann noch mit dem üblichen Kram wie „wer hier herpassst, und wer nicht“ etc. Als dann aber die Diskussionen mit den daraus zu erschließenden Maßnahmen in abartige Vorschläge überging, wurde es sehr, sehr hässlich. Der Gipfel war ein Vorschlag, die KZs wiederzubeleben, aber nur, um die Menschen dort vor Ihrer Ausweisung unterzubringen.

    Ich bin normalerweise ein Mensch mit spontanem Aktionismus, wenn es um Bürgercourage geht. Aber als ich in den Gesichtern der Umherstehenden eine totale Gleichgültigkeit sah, und sich gleichzeitig hinter uns offensichtlich ein Drama abspielte, war ich schlichtweg zu einer Salzsäure erstarrt. Kurz danach ging jeder seines Wegs, und hofft vermutlich auf ein gutes Neues Jahr.

    Ich kann nur an alle Bürger appellieren, sich in Bezug auf Meinungsäußerungen, egal ob in Foren, auf der Straße oder auch Daheim, verdammt nochmal zusammenzureißen! Überlegen Sie sich bitte, was in Köpfen mit „rausgeblasenen“ Worten passiert! Am besten, zweimal vor jeder einzelnen Äußerung!!!

  4. Linus Haferkemper sagt:

    Dankeschön an die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die sich in Bereitschaft gehalten haben und nicht bei Familien oder Freunden waren!!!
    Ihr seit spitze, nicht nur am 31.12…..

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