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VHS hilft bei Homeschooling | Henstedt-Ulzburger

VHS hilft bei Homeschooling

Jetzt gibt’s Hilfe beim Lernen ohne Lehrer. Die Volkshochschule  Henstedt-Ulzburg bietet ab dem 1. Juni kostenlose Unterstützungskurse für Schüler/innen der 3., 4. und 5. Klassen an. Begleitet werden die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch mit jeweils 1,5 Std. pro Woche und Klassenstufe. Interessierte Eltern und Schüler können sich ab sofort für maximal 2. Kurse über die Homepage der Volkshochschule (www.vhs-henstedt-ulzburg.de) unter der Kursrubrik „Junge VHS“ anmelden. Die maximale Gruppengröße beträgt vier Schüler/innen.

Es ist angedacht, die Lerngruppen auch in den kommenden Sommerferien weiterzuführen, um den Lernstoff in Ruhe weiter vertiefen zu können. VHS-Leiter Brems: „Uns geht es vor allem darum, diejenigen Familien zu unterstützen, die schon aus Zeitgründen kaum Möglichkeiten haben, das Lernen ihrer Kinder, insbesondere auch beim Umgang mit digitalen Hilfsmitteln zu unterstützen.“ 

H-UN

28. Mai 2020

5 Kommentare zu "VHS hilft bei Homeschooling"

  1. Oliver Blau sagt:

    Die Schulen und Schüler stehen vor einem wirklichen Dilemma. Ich frage mich ernsthaft, wie man das lösen will? Die Schulen leiden ohnehin an Kapazitätsunterhängen, die Lehrmittel sind längst nicht mehr zeitgemäß usw. Auf den Gymnasien muss man z. B. sowieso schon dieses ganze G8 / G9 – Gezerre, dass von der Politik zu verantworten ist, in langfristige Lehrpläne zwängen. Und jetzt der Totalausfall von Unterricht wegen Covid19. Das wird Verwirbelungen ohne Ende bringen, unter denen schlussendlich die Schüler sehr leiden werden. Insbesondere diejenigen mit Lernschwierigkeiten darunter laufen Gefahr, lebensbedeutende Entwicklungsmöglichkeiten komplett zu versammeln! Ich habe bis heute noch nicht eine einzige gute Aufarbeitung, Priorisierung und Konzeption seitens der Politik vernommen, wie man den ausgefallenen Lehrplan, und damit Schüler wie Lehrer auffangen will! Es wird vorrangig nur darum diskutiert, Schüler wieder in die Schule zu lassen, um die Eltern wieder arbeiten gehen lassen zu können.
    Tolles Engagement der VHS. Die Pflichten der Politik sind damit nicht genommen, nicht mal ansatzweise.

    • G. Willsch sagt:

      Chapeau, Herr Blau!
      Punktuell alles richtig. Der Nachwuchs und dessen Bildungsgrad sind m.E. der sensibelste und zugleich wichtigste Ansatzpunkt für eine zukünftig stabile Gesellschaft.
      Das fortwährende und politisch verursachte Dilemma um unser Schulsystem, zeigt sich in Krisenzeiten – wie aktuell – leider von seiner hässlichsten Seite.
      .
      Dem Kultusministerium in Kiel nun ein gutes Zeugnis auszustellen, fällt mir mehr als nur schwer.

      • Thomas Joost sagt:

        Hallo Gernold, bei uns ist es Gr so, das meine Tochter, 11 Klasse jetzt sage und schreibe 2,5 Stunden am Freitag in der Schule ist, unsere Kleine bis dato keine Kita und auch ab Juni nix, da Personal fehlt… wenn ein Lehrer und die Schüler noch nicht mal eine Mailadresse Schulintern haben, kein einheitliches Programm zur Übermittlung der Daten haben, geschweige einen Administrator für den gesicherten Betrieb eines Netzwerkes mit den entsprechenden Serverleistungen und derer Software, kann es nicht funktionieren, also glatte 6 für das Kultusministerium in Kiel!!! Die Lehrkräfte können nicht umsetzen, wenn das entsprechende Werkzeug nicht zur Verfügung gestellt wird…….Netter Gruß an die VHS…ihr versucht es wenigstens, etwas Aufzufangen….

  2. Rolf Michelsen sagt:

    Ja, wir erleben alle – jeder aus seiner Situation und Sicht – sehr schwierige Zeiten. Der Ausfall von Schulstunden gehört auch dazu. Was ausfallen musste, daß muß irgendwie auch aufgeholt werden. Die Initiative der VHS finde super.
    Das soll ja auch mit in die Ferienzeit fortgesetzt werden. Doch wie groß ist denn das Interesse seitens der Schüler selbst und der Eltern in Sachen Urlaub im Sommer ?
    Die Resonanz würde mich doch sehr interessieren ! Was nützen Aktionen ohne die gewünschte Resonanz ? Vieleicht liest man da ja mal was hier…….
    In der Presse war mal die Idee zu lesen die Schulferien zu verkürzen. Keine Begeisterung der Lehrerorganisation – verbeamtet und ohne Einkommensverlusten durch Kurzarbeit oder Homeoffice. Die „Fraktion“ der Schüler „Fridays for Future“ war nicht hörbar – da hatte man ja auch Unterrichtsausfälle in Sachen Demo ohne Probleme akzeptiert.
    Der „Frontaluntericht“ der Lehrer ist immer besser wie „homeschooling“. Ob auch alle Haushalte der Schüler technisch das nutzen können – da habe ich Zweifel.
    Besonders wenn ein oder beide Eltern ebafalls zu Hause am Notebook arbeiten müssen.
    Und wie fit sind eigentlich die Lehrer in Sachen „homeschooling“ gerüstet ?

  3. Stefan Schneider sagt:

    Es gibt aber auch positive Beispiele: Die Lehrerinnen meiner Tochter (5. Klasse) haben eigeninitiativ ein kleines Webportal gebaut, mit dem die Aufgaben übermittelt werden können, ebenso wie Videokonferenztermine. Ein Videokonferenzsystem wurde vom Alstergymnasium bereitgestellt (einmal mehr zeigt unser Gymnasium, was es kann, TOP und herzlichen Dank an den dortigen Arbeitsbereich Informatik). Aber etliche Schüler wurden weder in den Onlinemedien wie Anton.app (ebenfalls durch die Lehrerinnen dezentral organisiert) oder dem Videounterricht konstant gesehen (ein Zusammenhang mit ohnehin vorhandenen Fördersachverhalten deutet sich dabei an). Eine Rückgabe erledigter Aufgaben scheint auch kaum stattzufinden. Das ginge auch nur durch einscannen und Weiterverarbeitung zu einer lesbaren Datei. Hier wäre es gut, wenn Kiel Lernsysteme ähnlich wie Anton.app bereitstellen würde, wo selbst während der Aufgabenbearbeitung noch der Lösungsweg schrittweise aufgezeigt wird.
    Die Gemeinschaftsschulen in Henstedt-Ulzburg erhalten 2020 ein neues Schulinformationssystem, welches leider nicht plangemäß in den Osterferien bereitgestellt wurde (warum auch immer, IT ist sehr geeignet für die Bearbeitung vom Homeoffice). Im Fachausschuss war der Verwaltung nicht bekannt, wie hier der Projektstatus überhaupt ist; mal sehen, wann sich das klärt. Das System wird nun dringend gebraucht, damit keine Abhängigkeit mehr zu den IT-Kenntnissen einzelner Lehrkräfte besteht.
    Das Thema „Controlling“ für die Abarbeitung von Beschlüssen krankt leider aktuell noch im Rathaus. Ansonsten scheinen mir aber viele hier lokal beteiligte Institutionen und Personen das ihnen mögliche zu tun, um in der Situation zu retten, was noch zu retten ist. Was wird nun in Bezug auf Versetzung/Benotung daraus? Hängt vom Leistungsstand bis zur Schulschließung ab, plus adjustierende Bewertung der Heimleistung durch die Lehrer (https://schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Erlasse/200429_leistungsbewertung.html). Das wird wohl auf eine Seitwärtsentwicklung plus den einen oder anderen Fleißigkeits-Smiley hinauslaufen. Der Stoff, der nun nicht bei den Schülern ankam, wird aber nachgearbeitet werden müssen, da kommt noch was… Einmal wird man das irgendwie verdauen können, danach muss das Schulwesen die Fähigkeit zur Fernbeschulung ausgeprägt haben und Mittel und Wege finden, speziell die ohnehin benachteiligten Kinder im Boot zu halten. Sonst werden wir zeitversetzt massive Wohlstandsverluste erleiden, die Schüler dann im Arbeitsleben ()
    überholt durch beflissenere Systeme in der ganzen Welt) und die Eltern von heute als Rentenempfänger einer endgültig ausgebluteten Rentenkasse. Deutschland war in der jüngsten Vergangenheit sehr wandlungsfähig und gilt als die Lokomotive in Europa. Hoffentlich schaffen wir nun auch im Schulwesen endlich mal den Turnaround. Der Wille ist vielfach da, und der Weckruf „Corona“ ist schallend laut. Hoffentlich reicht es.

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