Pommernstraße: Anwohner warnen vor massiver Innenverdichtung | Henstedt-Ulzburger

Pommernstraße: Anwohner warnen vor massiver Innenverdichtung

Mitteilung der Initiative Pommernstraße

Seit fast zwei Jahren hat sich der Anwohner*innen-Arbeitskreis stets konstruktiv an den Planungen für unser Wohngebiet beteiligt, nachdem die Anwohner*innen mehrheitlich erschrocken über die im April 2019 veröffentlichten Nachverdichtungspläne und die vorgestellten Bebauungsvarianten für das sogenannte zentrale Mittelgrundstück waren.

Wir haben den Kontakt zu den Fraktionen gesucht und auf Einladung besuchten uns alle an sechs Einzelterminen in der Pommernstraße. Gemeinsam liefen wir durch das zu überplanende Gebiet und anschließend sprachen wir sehr ausführlich über Befürchtungen, aber auch Ideen und Vorschläge der Anwohner*innen, insbesondere über den Wunsch nach einer grünen Begegnungsstätte im Herzen des zentralen Mittelgrundstücks mit Wiese/Bolzplatz für Kinder, Parkbänken, solar-beleuchteten Boule-Bahnen, Naturlehrpfad, gemeinschaftlichem Gärtnern, Wildblumenbereich und Anpflanzung von heimischen Laubbäumen. Dafür waren wir bereit, einer moderaten, sich einfügenden MFH-Bebauung an der Kisdorfer Straße und an der Pommernstraße zuzustimmen.

Auf Einladung besuchte uns auch Frau Bennert vom Bauverein Kaltenkirchen, der Eigentümer eines an die Pommernstraße angrenzenden Teils des zentralen Mittelgrundstücks ist. Sie signalisierte Verständnis für eine maximale Bebauungshöhe von 9,50m und eine moderate Bebauung.

Es folgte eine intensive Zeit mit immer wiederkehrenden Kontakten zu Verwaltung und Politik. Die Grünen besuchten uns mehrfach und stellten einen alternativen Bebauungsvorschlag für das zentrale Mittelgrundstück vor, der viele Ideen, Wünsche und Anregungen der Anwohner*innen beinhaltete. Hierauf setzten wir unsere ganze Hoffnung.

Im Juni fand ein erster runder Tisch zwischen Politik und Anwohner*innen-Arbeitskreis statt. Das Ergebnis war für das umgebende EFH-Gebiet äußerst positiv: Keine extreme Verdichtung im umgebenden Einfamilienhausgebiet, keine Dreiteilung der „Altgrundstücke“, für Neubauten nunmehr eingezeichnete Baufenster mit ausreichend Abstand zur Nachbarbebauung, Bau von zwei Vollgeschossen zukünftig möglich, u.v.m.

Die Politik konnte uns in vielen Punkten folgen, auch weil wir immer zu Kompromissen bereit waren, und sprach mit uns auf Augenhöhe. Die Aussprache zum zentralen Mittelstück musste vertagt werden, da noch keine Aussagen der Grundstückseigentümer*innen zu ihren Bebauungsabsichten vorlagen. Deswegen konnten die Grünen, vertreten durch Kurt Göttsch und Uwe Köhlmann-Thater, ihren Alternativvorschlag nur kurz erläutern, diskutiert wurde darüber nicht mehr.

Seitdem warteten wir auf einen zweiten runden Tisch, dieses Mal mit Politik, Verwaltung und den Eigentümer*innen des zentralen Mittelgrundstücks. Wir blieben vorsorglich stets in Kontakt zur Politik. Nach dem Ausscheiden von Kurt Göttsch und Uwe Köhlmann-Thater aus der aktiven Politik erhalten wir leider- trotz mehrfacher Bitten – nicht mehr die bisher gewohnte Unterstützung von Seiten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Wie uns zwischenzeitlich bekannt wurde, fand eine nicht-öffentliche Arbeitskreissitzung statt, zu der auch der Bauverein Kaltenkirchen eingeladen war.

Doch anstelle des vereinbarten zweiten runden Tisches, geschieht etwas völlig Unerwartetes: Unter Tagesordnungspunkt Ö7 der Sitzung des Planungs- und Bauausschusseses am 22.02.2021 legt die Verwaltung der Politik den Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Träger öffentlicher Belange zum B-Plan 148 „Pommernstraße / Kisdorfer Staße“ vor.

Aus der in den Vorlagen veröffentlichten Planungszeichnung entnehmen wir, dass auf dem zentralen Mittelgrundstück nach wie vor eine von der Pommernstraße bis zur Kisdorfer Straße durchgehende, massive Bebauung mit zwingend (!) 11m hohen Mehrfamilienhäusern vorgesehen ist.

Die Pommernstraße soll lt. Planungsunterlagen zukünftig verkehrsberuhigter Bereich werden – eine unserer Forderungen, da allein durch die Neubauten des Bauvereins mit voraussichtlich 1/3 mehr PKW-Aufkommen in unserer wirklich sehr schmalen Straße zu rechnen ist. Doch eine vorsorgliche Nachfrage unsererseits in der Verwaltung ergab, dass dies wohl nicht vor 2033/34 im Rahmen der Kanalsanierung verwirklicht werden wird. Hier muss eine sofortige, kostengünstige Lösung gefunden werden, damit der einseitig vorhandene Bürgersteig beseitigt werden kann, um so die Straße sofort als verkehrsberuhigten Bereich ausweisen zu können.

Wir treten dafür ein, dass ein gelungener und für alle Seiten akzeptabler B-Plan nur ein Kompromiss zwischen der Verwirklichung von städtebaulichen Zielen der Gemeinde und den Wünschen der Anwohner*innen sein kann und bitten, noch VOR Beschlussfassung die Alternative für das zentrale Mittelgrundstück zu diskutieren, zumal die Planung von Göttsch/Köhlmann-Thater

• Ergebnisse aus dem IGEK aufnimmt

Bei der Bürgerbeteiligung in Henstedt, beim Bürger*innen-Workshop im Alstergymnasium sowie bei der Veranstaltung „Wie viel Dorf steckt in Henstedt“ wurde u.a. immer wieder der Wunsch nach Begegnungsstätten in den einzelnen Ortsteilen geäußert.

• der Innenentwicklungspotentialanalyse folgt

Diese schlussfolgert, dass die weitere Entwicklung der Gemeinde an ihre Grenzen kommt, wenn nicht die bereits vorhandenen Verkehrsprobleme gelöst werden (vgl. Innenentwicklungspotentialanalyse, S.91), und dass bei der Umstrukturierung und Nachverdichtung von Quartieren öffentliche Grün- und Ausgleichsflächen integraler Bestandteil sein müssen (vgl. Innenentwicklungspotentialanalyse, S. 90).

Hierbei denkt der Anwohner*innen-AK besonders an die entstehende Mehrbelastung der Kisdorfer Straße, die mit dem Alternativvorschlag geringer ausfallen würde, und an eine notwendige Grünfläche innerhalb des zukünftig nachverdichteten Wohngebietes.

Dass die Verwaltung uns nicht weiter helfen kann, ergab ein Telefonat mit Frau Schmidt. Sie informierte uns, dass man auf Seiten der Verwaltung an die gesetzlichen Vorgaben im Ablauf von B-Planverfahren gebunden ist. Die Politik jedoch kann den positiven Dialog mit dem Anwohner*innen-Arbeitskreis fortführen, zumindest aber sollte sie die alternative Nutzung des Mittelgrundstücks in Erwägung ziehen.

pm

21. Februar 2021

26 Kommentare zu "Pommernstraße: Anwohner warnen vor massiver Innenverdichtung"

  1. Angela Jacob sagt:

    Ich habe den Eindruck, dass der B-Plan 148 „Pommernstraße/Kisdorfer Straße“ erst der Startschuss für eine Nachverdichtung in ganz Henstedt-Ulzburg ist. Was Politik und Verwaltung hier, im noch immer dörflich geprägten Henstedt fast in Ortsrandlage durchsetzen können, ist dann überall in unserer Gemeinde machbar und zu rechtfertigen.
    Die vom B-Plan betroffenen Anwohner*innen der Pommernstraße und der Kisdorfer Straße schlagen, aus meiner Sicht, eine sehr gelungenen Alternative für die Bebauung des zentralen Mittelgrundstücks vor – so wird man allen gerecht: Eine moderate, sich einfügende Mehrfamilienhausbebauung und eine grüne Lunge als Begegnungsstätte innerhalb eines in naher Zukunft komplett bebauten Wohngebiets. Ich hoffe sehr, dass die für die Entwicklung unserer Gemeinde zuständigen und entscheidenden Personen erkennen, wie gut dieser Vorschlag ist und noch heute Abend eine Änderung der Planungsunterlagen in genau dieser Richtung beschließen, um danach erst in die Öffentliche Beteiligung zu gehen.
    Alle Bürger*innen Henstedt-Ulzburgs sollten diese Initiative unterstützen – im eigenen Interesse. Denn: Heute die Pommernstraße, morgen das gleiche in der eigenen, direkten Nachbarschaft…

    • G. Willsch sagt:

      Hallo Frau Jacob,
      Der Startschuss für eine Nachverdichtung in ganz Henstedt-Ulzburg ist noch zu D-Mark-Zeiten gefallen. Seinerzeit hieß es noch ‚Hinterlandbebauung‘ und bezog sich im Wesentlichen auf die Erstellung von Einzelhäusern. In der Form war das auch noch in Ordnung.

      Pervers wurde es jedoch, als der bereits lange existierende B-Plan 86 mit der Bebauung des Grundstückes Hamburger Str. 45 in Ulzburg seine erste Umsetzung fand. Innenverdichtung in dieser Form ist purer Sadismus und hat rein Garnichts mit Vernunft zu tun. Aber das haben wir in H-U danach auch noch öfter erlebt, und werden es wohl auch noch öfter erleben müssen. 🙁

  2. Westermann sagt:

    Die Politik im Ort setzt sich weiterhin auch für die Umwelt ein, dass finde ich wirklich gut! Immerhin sind Einfamilienhäuser Flächenfresser… ! Also wenn wir weiterhin in einer grünen Gemeinde leben wollen, dann sollten wir schnellstens anfangen in die Höhe zu bauen!!! Bitte nicht unter 6 Stockwerke! Der Hamburger Bezirk Nord geht bereits mit guten Beispiel voran. Dort ist eine Bebauung mit platz verschwenderischen Einfamilienhäuser bereits verboten!
    Nur so wird auch die Gemeinde Henstedt Ulzburg zukünftig auch wirtschaftlich konkurrenzfähig bleiben, damit wir auch in der Zukunft noch genug Flächen für ökologisch gebaute Logistikzentren zur Verfügung stellen können!

    • Rolf Michelsen sagt:

      Ach, Her Westermann – sie leben nicht in Hamburg sondern in H-U – einst eine grüne Gemeinde und noch ein Dorf aber noch keine Stadt. – einstweilen. Das Thema ist in HH ja noch nicht beschlossen. Wollen Sie da evtl. hin umziehen weil ein Super-ÖPNV-Netz interessant ist ? Andere Orte, andere Situationen.
      Sie sollten einfach mal nachdenken ! Höhere Bebauung und noch mehr Bewohner generiert noch mehr Individualverkehr. Unser ÖPNV ist auf einer untersten Stufe, besonders im OT Henstedt. Geschwafelt, daß sich das ändert passiert ja nun schon jahrelang. Ganz zu schweigen von der Situation der Fuß- und Radwege sowie den Straßen.
      Eines muss man da unseren Bürgerverstehern zu Gute halten: viel reden, nicht sichtbar gestalten – außer für Investoren a la REWE und div. Baufürsten. Die neue Feuerwache auf dem Rhen – wann der Grundstein gelegt wird mit Presssefoto samt der Bgm-in und gebaut wird ist weiterhin noch unbekannt.
      Wie hier seitens eines FDP-Mannes zu lesen war wäre ein Fußweg auf dem Korl-Barmstedt (auch in Hinblick auf das mögliche Neubaugebiet am Ortsrand von Henstedt beim Friedhof) zu allen Jahreszeiten und Wetterlagen zuzumuten, denn bis zum Bahnhof sind es ja nur ca. 800 m. Das Gebiet dort solte man gedanklich nicht vergessen, genau wie die Politiker. Thema Beckershof wird ja auch gern alle Jahre wieder aus der Schublade geholt….wenn es mal an Themen mangelt und kein gutes Hintergrundwissen hat, insbesondere wegen Finanzierung der Tieferlegung des Bahnhof in Süd. Träume von Zuschüssen überregional inclusive kasnn man gerne aber nicht realistisch.
      Den Anwohnern wäre zu empfehlen schnellstens eine Bürger-Intiative anzukurbeln a la Pinnau-Wiesen. Sonst winken das wie üblich CDU, FDP und BfW garantiert durch.
      Aktuelles Beispiel ist auch der Neubau mit ca. 12 m Höhe und TG in der Lindenstraße – sehr profitabel für den Investor.
      Und hier ? S 21 – still ruht der See. Dafür scheint das Thema der S-Bahn ab HH Richtung Ahrensburg langsam zu beginnen.

    • G. Willsch sagt:

      Eine gute Ironie, Herr Westermann. 😉

  3. Ina Krause sagt:

    Ein wichtiges Ergebnis der Veranstaltung „Wie viel Dorf steckt in Henstedt“ war, dass der dörfliche Charakter in Henstedt erhalten bleiben soll. Bei der geplanten Bebauung vermag ich nicht zu erkennen, wie dem entsprochen wird.

  4. I. Pohlmann sagt:

    Als Bewohnerin der Pommernstraße kann ich das oben Gesagte nur unterstützen. Es ist schwer nachvollziehbar, dass, obwohl in verschiedenen Gremien immer betont wurde Henstedt solle seinen dörflichen Charakter behalten, jetzt solch eine massive Bebauung des zentralen Mittelgrundstückes vorgesehen ist. Dies unter Inkaufnahme aller negativen Folgen, wie Vernichtung wertvoller Grünflächen, stark zunehmender Verkehrsbelastung, möglicher Überlastung der Ver- und Entsorgungssysteme etc..
    Die Pommernstraße ist ein über die Jahrzehnte gewachsenes Wohngebiet, das vor allem aus Einfamilienhäusern besteht, deren Firsthöhe nicht über neun Meter reicht. Ebenso verhält es sich mit dem einzigen (!) Mehrfamilienhaus. Dieses einzelne Mehrfamilienhaus jetzt durch eine massive Bebauung mit mehreren dieser Haustypen zu ersetzen, deren Firsthöhe 11 Me-ter betragen soll, ist vollkommen unpassend.
    Es bleibt zu hoffen, dass die Politik Ihren Dialog mit den Bewohnern wieder aufnimmt, da-mit ein für alle Seiten akzeptabler Kompromiss gefunden werden kann.

  5. Britta de Camp-Zang sagt:

    Hallo Herr Michelsen, auf Herrn Westermann wäre ich auch beinahe hereingefallen …. bis ich las: Platz schaffen für die Ansiedlung von weiteren Logistikzentren…. 🙂
    Der Anwohner*innen-Arbeitskreis B-Plan 148 ist eine Bürgerinitiative. Wir vertreten eine überwältigende Mehrheit der vom B-Plan 148 betroffenen Anwohner*innen. Bisher war der Austausch mit Politik und Verwaltung überwiegend positiv, auch weil wir rechtzeitig mit der Kontaktaufnahme begonnen haben. Wir hoffen, dass nicht alle Brücken abgebrochen werden und wir weiter an den Planungen beteiligt werden.

  6. R. Finsterbusch sagt:

    Hierzu `mal einige Fragen:
    > Wie sieht der alternativen Bebauungsvorschlag vom Bündnis 90/ Die Grünen für das zentrale Mittelgrundstück aus, der viele Ideen, Wünsche und Anregungen der Anwohner*innen beinhaltet?
    > Liegt dieser zur Beratung nicht vor (ggf. Tischvorlage)?
    > Warum setzt man den Tagungspunkt nicht ab (stellt dazu den Antrag) und führt zunächst das weitere – avisierte – Gespräch mit der „Initiative Pommernstraße“?
    (Die „Initiative Pommernstraße“ wartetet – wie sie schreibt – auf einen zweiten runden Tisch, dieses Mal mit Politik, Verwaltung und den Eigentümer*innen des zentralen Mittelgrundstücks).

  7. Britta de Camp-Zang sagt:

    Hallo Ronald,
    grob umrissen sieht der Alternativvorschlag je drei kleine MFH an der Pommernstraße (3×5 WE) und an der Kisdorfer Straße (3×6 WE) mit einer Höhe von 9,50m vor. Das zentrale Mittelgrundstück reicht von der Pommernstraße bis zur Kisdorfer Straße.
    Mittig läge dann ein fußläufig erreichbare Grünfläche / Begegnungsstätte.
    Wir wissen nichts von einer Tischvorlage.
    Ich gehe davon aus, dass nicht vertagt wird: Die zweijährige Veränderungssperre läuft demnächst ab, davor sollte der B-Plan stehen.
    Die Ausschussitzung heute Abend findet digital statt, jede/r kann dabei sein. Weitere Infos dazu auf der Internetseite der Gemeinde.

  8. Benno Colmorgen sagt:

    Es entsteht der Eindruck, daß die Wünsche der Bürger*innen nicht sonderlich ernst genommen werden. Bei den IGEK-Ortsteilveranstaltungen war sehr deutlich der Wunsch, den dörflichen Charakter des OT Henstedt zu bewahren.
    Die grundsätzliche Frage, ob HU generell Zuwachs an Einwohnern mit der dazu notwendigen Neubebauung anstrebt, wurde entweder nicht gestellt oder im IGEK-Prozeß nicht beachtet; bitte um Korrektur, wenn ich hier falsch informiert bin.
    Diese Frage sollte aber beantwortet werden, bevor in irgendeiner Weise weitere B-Pläne erstellt werden.

    • Christian Schäfer sagt:

      Hallo Herr Colmorgen,

      ich antworte einmal Ihnen stellvertretend und hoffe, auch ihre Frage damit zu beantworten. Zunächst einmal steht es jedem Grundstückseigentümer zu, einen Antrag auf B-Plan Änderung zu stellen. Völlig egal wie Politik und Verwaltung dazu stehen, muss das ohnehin beraten werden. Beraten heißt aber eben nicht automatisch zustimmen. In diesem Fall ist dann schnell entschieden worden, den Weg über ein frühzeitiges Bürgerbeteiligungsverfahren zu gehen, um auszuloten, was sich die betroffenen Anwohner dort vorstellen können. Die Bürgerinitiative berichtete ja auch von Gesprächen mit allen Fraktionen. Weshalb hier die Grünen so herausgehoben werden erschließt sich mir nicht, aber es ist ja auch nicht meine Presseerklärung.
      Es ist daher auch nicht notwendig, weitere Gesprächskreise abzuwarten, denn die vorliegende Vorlage zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung beinhaltet genau das.
      Frau de Camp-Zang wies auf die ablaufende Veränderungssperre hin, genau deswegen muss der Prozess jetzt eingeleitet werden, denn auch Eigentümer von Grundstücken haben Rechte.
      Dieser Beschluss ist daher keine Vorwegnahme einer Innenverdichtung, sondern der Beginn, aus informellen Gesprächen ein B-Plan Verfahren zu machen. Ausgang offen.
      Wer also meint – und hier meine ich explizit nicht Sie – hier seien finstere Mächte der Politik oder Verwaltung am Werk, die Hochhäuser in Henstedt bauen wollen, um andere Henstedter zu ärgern, den muss ich enttäuschen. Wer Eigentum hat, hat ein Recht darauf, dieses entwickeln zu wollen und eine Änderung des B-Planes zu beantragen. Das gilt auch für Eigentümer oder Investoren derzeit unbebauter Grundstücke.

      • Benno Colmorgen sagt:

        Danke, Herr Schäfer, für Ihre schnelle Information.

      • Britta de Camp-Zang sagt:

        Hallo Herr Schäfer,
        Kurt Göttsch und Uwe Köhlmann-Thater kamen nach dem Fraktionsbesuch von Bündnis 90/Die Grünen in der Pommernstraße aktiv auf den Anwohner*innen-Arbeitskreis zu und stellten einen zu den von der SWUP entworfenen Planungsvarianten abweichenden Bebauungsvorschlag vor, in welchem viele Anregungen und Ideen der Anwohner*innen umgesetzt wurden. Das kann man doch gern lobend erwähnen. Überlesen haben Sie wohl, dass es trotz mehrfacher Bitten keine Unterstützung mehr von Seiten der Grünen gibt. Wen heben wir da hervor?
        Dafür meinen wir, eine Begründung gefunden zu haben: Das Ausscheiden von Kurt Göttsch und Uwe Köhlmann-Thater aus dem aktiven Politikgeschehen. Was viele Anwohner*innen sehr bedauern.
        Sollte die Planzeichnung keine Änderung mehr vor der öffentlichen Beteiligung erfahren, können wir nur hoffen, dass unsere Einwände und Vorschläge wirklich eine Chance im Verfahren haben und nicht mit der Begründung abgelehnt werden, sie würden nicht in das städtebauliche Konzept (Innenverdichtung) passen.
        Und ja, Grundstückseigentümer*innen haben das Recht, endlich bauen zu können. Wir wehren uns jedoch dagegen, wenn Bebauungspläne für Investoren gestaltet werden (nur ein Eindruck). Hier sollte immer der Kompromiss zwischen den berechtigten Interessen der vielen betroffenen Anwohner*innen und denen, einiger wenigen Investoren gefunden werden. Aus diesem Grund stimmt die Anwohner*innen-Initiative ja auch einer moderaten MFH-Bebauung zu und fordert nicht, dass lediglich EFH und DH, passend zur vorhandenen Bebauung, geplant werden.
        Wir sehen gleichzeitig aber den Bedarf für eine Begegnungsstätte im Grünen für alle Anwohner*innen – die gegenwärtigen und die zukünftigen – sowie andere Henstedter*innen und bitten daher, eine solche in den Planungen zu berücksichtigen.
        Von den anderen Fraktionen kam hinsichtlich überarbeiteter Planungsvarianten oder eigener, in der Fraktion entwickelter Vorschläge so gar nichts, deswegen konnten wir sie, bis auf die wirklich guten Gespräche am ersten runden Tisch, nicht weiter erwähnen.

        • Christian Schäfer sagt:

          Hallo Frau de Camp-Zang,

          das war auch gar nicht als Kritik an Ihrer Pressemitteilung zu verstehen, wenn die von Ihnen genannten Herren Göttsch und Köhlmann-Thater sich aus Ihrer SIcht besonders für Ihre Interessen eingesetzt haben, warum dann dies nicht schreiben? In der Segeberger – die Ihre PM allerdings auch gekürzt bzw. redaktionell bearbeitet hat – las sich das einfach anders.
          Ich glaube, dass alle Fraktionen gleichermaßen an einer konsensualen Lösung interessiert sind und das der beschrittene Weg, jetzt ins Verfahren einzusteigen und in diesem Verfahren genau diesen Runden Tisch erneut einzurichten, der richtige Weg ist.
          Und Fraktionen sind eben keine besseren Städteplaner, sondern legen Grundlagen der Planung fest. Städt planen sollte man dann im gesetzten Rahmen lieber den Städteplanern überlassen.Wobei natürlich Grundsätze wie Gebäudehöhe usw. eben diesen Planungsrahmen definieren.

      • G. Willsch sagt:

        Hallo Herr Schneider,
        auch ich danke für Ihre erläuternden und gut verständlichen Zeilen.
        Eine Sache habe ich allerdings dabei zu bemäkeln.
        So schreiben Sie: „Wer Eigentum hat, hat ein Recht darauf, dieses entwickeln zu wollen und eine Änderung des B-Planes zu beantragen. Das gilt auch für Eigentümer oder Investoren derzeit unbebauter Grundstücke.“
        Dieses Recht will ich auch grundsätzlich nicht in Frage stellen. Doch ist es nicht so, dass das Vorhaben, welches sich aus diesem Recht ergibt, nicht zu Lasten anderer (z.B. Nachbarn, Allgemeinheit) gegründet werden darf?
        Beispiele dafür gibt es genug, wie z.B. die Hamburger Straße 45 … .

        • Stefan Schneider sagt:

          Die Antwort kam von Herrn Schäfer, nicht von mir.

          • G. Willsch sagt:

            Oh sorry, ich meinte natürlich Herrn Schäfer.

            • Christian Schäfer sagt:

              Hallo Herr Wilsch,

              ich habe mich doch hier inhaltlich gar nicht positioniert. Wenn hier jemand beantragt, auf diese Art und Weise bauen zu wollen, dann kann er das zunächst tun. Er hätte auch beantragen können, dort einen Wolkenkratzer bauen zu wollen. Auch dann hätte sich damit beschäftigt werden müssen, weil es eben ein Antrag ist. Das sagt doch zunächst einmal nch gar nichts, was denn dort seitens der Einwohner und Politik für akzeptabel gehalten wird. Ich erinnere an die ersten Entwürfe zum Wagenhubergelände mit bis zu 14? Geschossen. Es ist eben nur ein Antrag. Die Fraktionen haben sicherlich inzwischen alle intern und mit den Einwohnerinnen und Einwohnern diskutiert, was sie sich dort vorstellen könnten und jetzt geht es im Verfahren weiter – frühzeitig und mit Bürgerbeteiligung. Dank der BI gibt es ja auch einen konkreten Ansprechpartner, der für die Mehrheit der Anwohnerinnen und Anwohner und deren Interessen spricht.

  9. Uwe Köhlmann-Thater sagt:

    Moin,

    1. Innenentwicklung ist nicht das gleiche wie Innenverdichtung!!

    2. laut Innenentwicklungspotentialanalyse vom Oktober 2017 sind hier Einfamilienhäuser vorgesehen!!

    3. Wurde das schon mit IGEK abgeglichen???

    4. Hat mal jemand über die Infrastrukturfragen nachgedacht, Abwasserleitungen, Verkehr usw.

  10. Vivian Steinorth sagt:

    Weshalb werden die Wünsche der Leute, die dort bereits wohnen, überhaupt nicht Ernst genommen.
    Vor 15 Jahren durfte keiner von uns Zweigeschossig bauen.
    Jetzt sollen auf die Südseite der Grundstücke 11 m hohe Bauten kommen?
    Wo bleibt da unser Schutz.
    Der Vorschlag des Arbeitskreises Pommernstr. eine maximale Höhe von 9,50 m fest zu schreiben und zusätzlich Grünflächen anzulegen, sehen wir als Minimalforderung an.
    An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für Eure Arbeit und Euren Einsatz.

  11. Jörg Mühlenberg sagt:

    Wir als ehemalige Bewohner der Pommernstraße waren erschrocken, als wir die ersten Entwürfe des Bauvereins gesehen haben. So etwas in der Größenordnung passt unserer Meinung nach überhaupt nicht in die Pommernstraße.
    Es geht ja nicht nur um die Gebäude, hinzu kommt ja auch noch der zusätzliche Autoverkehr.
    Wir hoffen, dass auf die Bedenken, Ideen, Vorschläge der Anwohner und Anwohnerinnen eingegangen wird und ein für alle tragbarer Kompromiss gefunden wird.

  12. Britta de Camp-Zang sagt:

    Leider klappte heute so gar nichts in der digitalen Videokonferenz des Planungs- und Bauausschusses. Gut, dass der Tagesordnungspunkt abgesetzt wurde, weil es nicht möglich war, die Öffentlichkeit digital teilnehmen zu lassen.
    Aber bitte jetzt nicht (wieder) dem Anwohner*innen-Arbeitskreis die Verzögerung des Verfahrens vorwerfen – es stimmt, wir waren VIELE, aber es war nicht unsere Absicht, die Sitzung lahmzulegen. 🙂

  13. Spannend die „Historie“ zu diesem exemplarischen Thema im Rückblick zu lesen.
    Da kann man allen Beteiligten ja nur eine glückliche Hand wünschen😌!
    Gleichzeitig kann man feststellen, wie enorm wichtig das IGEK-Verfahren ist.
    So ist auch in etwa die Einstellung einer professionellen, fundiert ausgebildeten Städteplanerin nachzuvollziehen; hoffentlich bringt sie auch die dringend notwendige soziale Kompetenz mit.
    Dann, wie der Bergmann wünscht: Glück auf, Henstedt-Ulzburg!
    Gratulation noch einmal an Herrn Westermann für seinen originellen, köstlichen Beitrag!
    Fazit: hoffentlich verliert möglichst niemand dabei den Humor!

    • Leider mußte aus nachvollziehbaren Gründen die Kommentarfunktion zu dem Artikel: „Kik räumt Fläche im City Center“ vor ca. 1 Woche jäh unterbunden werden.
      Daher bitte ich mir nachzusehen, hier unter einem verwandten, vorübergehend ausdiskutierten Thema den Faden Zentrumsgestaltung nochmals aufzunehmen.
      Sicher handelt es sich um einen großen „vergossenes Milchsee“,
      jedoch halte ich das Thema keineswegs für ausdiskutiert und es besteht die Möglichkeit,
      für die Zukunft daraus ausnahmsweise zu lernen.
      Der Komplex CCU sollte doch ebenfalls für alle Beteiligten von Vorteil sein und den Eigentümer verpflichtet sein Eigentum, wie weit, ist rechtlich und moralisch auslegungsbedürftig.
      So wäre z.B. der Bestand des Objektes Hamburger Straße 6, obwohl es sich um ein Mietshaus zu hinterfragen.
      Gleichzeitig wäre von kommunaler Seite Einfluss auf die Zukunft des seit wieviel Jahren(?) brachliegenden „BeckmannGrundstücks“ schräg gegenüber zu nehmen.

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