Nach 35 Jahren: Ordnungsamt erteilt Anwohnern Parkverbot und empfiehlt ihnen die Nachbarstraßen vollzuparken | Henstedt-Ulzburger

Nach 35 Jahren: Ordnungsamt erteilt Anwohnern Parkverbot und empfiehlt ihnen die Nachbarstraßen vollzuparken

Grünberger Straße: Der Smart steht laut Verwaltung im Parkverbot, ein Hinweisschild gibt es nicht

Riesenärger in der Grünberger Straße Straße im Ortsteil Henstedt. Dort hat die Verwaltung den Anwohnern unvermittelt das Parken am Fahrbahnrand untersagt. Anwohner Günther Vollmert zu den HU-Nachrichten:: Vergangene Woche hatten die Autos alle einen Zettel unter dem Scheibenwischer kleben. Darauf stand, dass das Parken verboten sei und im Wiederholungsfall ein Bußgeld fällig ist. Seit Montag hagelt es nun tatsächlich Strafmandate. Dabei parken wir in der Straße seit 1986.“ Nachfrage der HU-Nachrichten: seit 1986? Vollmert: “ Ja, seitdem das Wohngebiet hier gebaut wurde.“ Und was ist der Grund für die Abzettelaktion? Vollmert: „Angeblich ist die Straße auf einmal zu schmal, dabei hat es hier noch nie Probleme gegeben.“

Nachfrage der HU-Nachrichten im Rathaus: Was ist jetzt anders als in den Jahrzehnten zuvor – Warum jetzt auf einmal dieses Parkverbot?

Die sinngemäße Antwort in Kurzform geht so: Schuld hat die Autoindustrie, weil die zu große Autos baut. Die Langfassung im O-Ton von der Gemeindeverwaltung: „Es gibt in Henstedt-Ulzburg Straßen und auch Parkplätze, die in früheren Jahren entsprechend „schmal“ gebaut wurden und nicht unbedingt für Fahrzeuge der heutigen Zeit ausgelegt sind. Fakt ist, dass die Fahrzeugindustrie immer größere Fahrzeuge baut. So kommt es vor, dass die Parklücke für das eigene Fahrzeug zu klein ist, die Größe der Lücke jedoch den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Durch die größeren Fahrzeuge kann es also heutzutage dazu kommen, dass sich die Verkehrssituation in Straßen wie der Grünberger Straße über die Jahre hinweg ändert.“

Weiter heißt es, das ganz konkret in der Straße mittlerweile die vorgeschriebene Restfahrbahnbreite von 3,05 nicht mehr eingehalten werden könne – wenn ein Auto am Straßenrand parkt. Wiederum der Verwaltungs–O-Ton: „Entsprechend des Kommentars zur Straßenverkehrsordnung ist eine Straßenstelle in der Regel eng, wenn der zur Durchfahrt insgesamt freibleibende Raum für ein Fahrzeug höchstzulässiger Breite zuzüglich 50cm Seitenabstand bei vorsichtiger Fahrweise nicht ausreichen würde. Die höchstzulässige Breite eines PKW beträgt laut § 32 Abs. 1 Nr. 1 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung 2,55m. Hieraus ergibt sich die erforderliche Restfahrbahnbreite von 3,05m. Da die Restfahrbahnbreite der Grünberger Straße lediglich knapp 2,65 m ist, ist die Einhaltung der erforderlichen Restfahrbahnbreite von 3,05 m bei Abstellen eines PKW eindeutig nicht gegeben. Somit besteht hier ein gesetzliches Haltverbot, eine entsprechende Beschilderung ist seitens der StVO nicht erforderlich … Auch wenn die Anwohner seit 1986 dort parken und Abfallsammel-, Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge vermeintlich ohne Probleme die Grünberger Straße passieren konnten, ändert dies leider nichts an der Tatsache, dass in der Grünberger Straße ein gesetzliches Haltverbot nach der Straßenverkehrs-Ordnung besteht. “

Keine Antwort gibt es von der Verwaltung auf die Frage, wo die Anwohner denn stattdessen nun ihre Fahrzeuge abstellen können – jedenfalls gegenüber den HU-Nachrichten. “ Ein Anspruch auf ausreichend Parkmöglichkeiten im öffentlichen Verkehrsraum besteht seitens der Anlieger grundsätzlich nicht“, heißt es nur lapidar in der Stellungnahme. Dafür haben aber betroffene Bürger telefonisch einen Tipp für das ordnungsgemäße Parken erhalten. Anlieger Uwe Rhode: „Ordnungsamtsleiter Peglow hat mir gesagt: da wo es in den umliegenden Straßen erlaubt ist, da könnten wir dann ja parken.“

Das Parken vor der heimischen Tür wird verboten und stattdessen wird empfohlen, die Nachbarstraßen in der Umgebung zuzuparken? Kann das die Lösung sein? Anlieger Vollmert: „Das geht gar nicht, viele Leute sind hier mit ihren Häusern alt geworden, bei manchem kommt der Pflegedienst. Soll der sein Auto etwa in 300 Meter Entfernung abstellen?“ Vollmert weiter: „Das Parken ist ja auch ohne Probleme möglich. Wenn hier wirklich einmal Fahrzeuge in Überbreite auftauchen, haben auch die ausreichend Platz, Kantsteine gibt es hier nämlich extra nicht.“

Tatsächlich sind die Bordsteine abgesenkt – und ein Überfahren so problemlos möglich. Und wer sich in dem Wohnquartier umschaut, erkennt, dass die Grünberger Straße in dem Sinne kein Einzelfall darstellt, sondern typisch ist. In der Schlesienstraße gleich um die Ecke ist der Gehweg zum Beispiel ebenfalls abgesenkt. Kommen sich dort zwei LKWs entgegen, kann ausgewichen werden. Uwe Rhode: „Ich hab Peglow gesagt, dass die Situation in der Schlesienstraße ähnlich ist wie hier in der Grünberger Straße mit einem abgesenkten Gehweg. “ Und was hat er geantwortet: „Er hat gesagt: ‚Na dann müssen wir da auch mal hin‘.“

Ganz offenbar scheint der Leiter des Ordnungsamtes in Konfliktstimmung zu sein. Die Anwohner haben sich deswegen an Peglows Vorgesetzte gewandt – und Ulrike Schmidt einen Brief geschrieben. Darin appellieren sie an die studierte Konfliktmanagerin: „Frau Bürgermeisterin, wir bitten Sie eindringlich das Parken in der Grünbergerstraße weiterhin zu ermöglichen. Wir, unsere berufstätigen Partner, Besucher, Pflegedienste, etc, sind auf den Parkraum angewiesen.“

Christian Meeder

5. Mai 2021

24 Kommentare zu "Nach 35 Jahren: Ordnungsamt erteilt Anwohnern Parkverbot und empfiehlt ihnen die Nachbarstraßen vollzuparken"

  1. Thomas Joost sagt:

    Tja, bei der Haushaltslage war es zu erwarten… da kommen bestimmt noch mehr so lustige Sachen…aber irgendwie vollkommen daneben !!!

  2. Bernd Schneider sagt:

    Lösung für den Pflegedienst:
    einen Teil der Schrägparkplätze auf Gemeindegrund am Anfang der Straße und in der parallelen Breslauer Straße auf Kurzzeitparken umstellen. 8-20 Uhr max. 2 h Parken mit Parkscheibe. Voilá.

    Langfristlösung:
    Prüfen, ob der Gehweg westseitig aufgegeben werden kann oder die Grünberger in einen verkehrsberuhigten Bereich umgebaut werden kann.
    Dann sind die Vorschriften erfüllt.

    Pragmatikermeinung:
    Die Grünberger Straße hat eine 4 Meter breite Fahrbahn. Ein Passat ist heute 1,85 m breit, Tuareg & Co 2 m und nicht mehr ungewöhnlich. Dass die Straße zu eng geworden ist zum Parken, wenn Autos auf den Geh(!)weg ausweichen müssen, sollte klar sein. Gehweg heißt Gehweg, weil er ein geschützter Raum ist für Fußgänger.

    • Bernd Schneider sagt:

      Übrigens sind in der Grünberger Strae etwa 130 Parkplätze und Garagen vorhanden. Bei Bedarf könnte man die Eigentümer der Breslauer Str. 3 fragen, ob sie die Grünfläche an der Ecke Breslauer/Grünberger vielleicht zum Parkplatz asphaltieren würden. Da ist Platz für 50 zusätzliche Parkplätze.

  3. Rolf Michelsen sagt:

    …..die Straßen haben sich in Jahrzehnten in dem Bereich nicht geändert.
    Die StVO auch nicht……warum auf einmal jetzt diese Eile ?
    Ganz klar: die Summer der Buss- und Verwarngelder soll jetzt von p.a. € 110.000,00 auf € 150.000,00 – so war hier unlängst im Zusammenhang mit der schlechten Finanzlage der Gemeinde (Fehlbedarf ca. 7 Mio – zu lesen – Abhilfe durch Verkauf Baugrundstücksgelände auf dem Rhen) „verbessert“werden.
    Wenn hier neu gebaut wird – z.B. im Kirchweg – dann bleiben die Fuß- und ggf. Radwege so schmal wie eh und je…..

  4. G. Willsch sagt:

    Grundsätzlich pflichte ich zunächst Herrn Peglow bei.
    Doch in der Verwaltung wird immer wieder ein grundsätzlicher Fehler begangen: es wird NICHT ganzheitlich betrachtet. D.h. wenn solche Maßnahmen ergriffen werden, sollte man grundsätzlich auch die Auswirkungen auf die umliegenden Straßenzüge und im konkreten Fall auf ihr Parkplatzpotential genau überprüfen.
    Letztlich ist es eine Welle, die Herr Peglow dort erzeugt, deren Ausläufer aufgrund der Gesamtsituation westlich bis an die Hamburger Straße und östlich bis an die Kisdorfer Straße spürbar sein könnten: es ist ihm offensichtlich nicht klar, dass schlichtweg viel zu wenig Parkraum im gesamten Bereich östlich der Hamburger Straße bis hin zu Kisdorfer Straße existiert.
    .
    Dennoch dürfte der in seinem Amt noch recht junge Herr Peglow insgesamt einen schweren Stand haben. Hat er schließlich ein Erbe angetreten, dass von Jahrzehnten der Kurzsichtigkeit geprägt wurde.
    .
    Am Beispiel der Planung und Bebauung der Grünberger Straße drückt sich die ‚Kurzsichtigkeit‘ wie folgt aus:
    Die dort 1980 erstellte Reihenhaussiedlung ist so eng konzipiert, dass im Nachhinein keine zusätzlichen Parkflächen innerhalb der Siedlung geschaffen werden können.
    Als dann einige Jahre später die Einzel- und Doppelhausbebauung auf der gegenüberliegenden Seite der Grünberger Straße vorgenommen wurde, hat man in der Planung übergangen, die Grünberger Straße nebst Fuß- und Radweg auf ein zumindest akzeptables Maß zu verbreitern. Auch die Alternative eines zentral gelegenen, öffentlichen Parkplatzes hat man offensichtlich nicht ins Auge gefasst.
    Nun wird so mancher wahrscheinlich anmerken, dass man die heutige Situation nicht hätte voraussehen können. Das ist auch grundsätzlich richtig. Deshalb gibt es auch die alt her gebrachte Maxime, grundsätzlich Platz für unvorhersehbare, in der Zukunft liegende Vorhaben vorzuhalten. Alles andere ist ‚Einwegbauweise‘: denn der heutige Konflikt wurde somit seinerzeit schon billigend in die Grünberger Straße mit eingebaut.
    .
    Es sind auch andere Konflikte, die in der Grünberger Straße teilweise noch unentdeckt vor sich her schwelen. Ich bin der Meinung, dass der nun offen zu Tage getreten Konflikt eine Art Spitze des Eisberges darstellt. Und alles nur, weil ein Wohngebiet mit spitzestem Bleistift und somit auf engstem Raum geplant wurde.
    Ein Fehler, der heutzutage leider sogar zum Standardrepertoire in der Erstellung von Bebauungsplänen gehört.
    .
    In Anbetracht meiner Ausführungen werfe ich Herrn Peglow nun folgendes vor:
    Einfach ein Verbot auszusprechen, dafür aber keine ausreichenden Alternativen in Zusammenarbeit mit dem Verwaltungs-Fachbereich 4 (Planen, Bauen, Umwelt) zu schaffen, ist nicht mehr und auch nicht weniger, als Schikane der Bürgerinnen und Bürger. Obendrein trägt seine Agitation durch die Ausläufer sogar zu Unfrieden zwischen den Einwohnern untereinander bei.
    .
    Das mittlerweile der Henstedt-Ulzburger Verwaltungs-Fachbereich 3 (Ordnungsamt) vor großen Herausforderungen steht, ist zweifelsfrei zu erkennen. Schließlich wurden die Voraussetzungen dafür in der Vergangenheit durch Politik und dem Fachbereich 4 (Bauamt) in der Vergangenheit fleißig geschaffen.
    Dem nun angemessen zu begegnen, geht nicht mehr nur durch kleine tröpfchenartige Korrekturen à la Parkverbot. Mittlerweile brauchen wir ziemlich groß angelegte Konzepte. Zur Bewältigung solcher Konzepte dürfte allerdings unsere immer noch recht einseitig und dörflich ausgerichtete Verwaltung nicht in der Lage sein.

    Was bleibt ist die nüchterne Tatsache, dass Henstedt-Ulzburg ein Pendlerort ist und auch bleiben wird. Dabei ist das Auto das mit Abstand effektivste Hilfsmittel um Arbeitsplatz, wie auch dezentrale Einkaufsmöglichkeiten zeitnah und gefahrlos zu erreichen.

    • Bernd Schneider sagt:

      1) Wenn die Straße zugeparkt ist, ist zugeparkt. Da kann man nicht verhandeln.

      2) An der Grünberger Straße gibt es – ohne Fahrbahnparkplätze – etwa 130 Stellplätze, bei 75 Wohneinheiten. Auf der Grünfläche südlich der Breslauer Str. 1-7 lassen sich weitere etwa 50-60 Stellplätze bauen. Die Verhältnisse lassen – notfalls mit B-Plan-Änderung – auch eine Parkpalette zu, dann sind es zusammen mit einer weiteren Anlage südlich der Grünberger Straße 100 Stellplätze mehr. Insgesamt ist Platz, um jeder Wohneinheit mindestens 2 Stellplätze in max. 200 Meter Distanz zu geben. Für Pflegedienste oder zum Ein-/Ausladen können Kurzzeitparkplätze am oberen Ende der Straße eingerichtet werden, wenn die 200 Meter als zu lang empfunden werden.

  5. Wilfried Entlinger sagt:

    Es gibt da eine ganz pragmatische Lösung.
    In der Grünbergerstraße ist eine Bordsteinseite abgesenkt und durch Poller abgesichert.
    Poller abbauen, dann ist Platz zum Ausweichen.
    Der Fußweg wird dadurch nicht zur Fahrstraße.
    Da die Grünbergerstraße Sackgasse ist, gibt es nur Anwohnerverkehr.
    Es ist also nicht besonders viel los.

    • G. Willsch sagt:

      Hallo Herr Entlinger,
      die Poller stehen dort nicht ohne Grund. Das hat schon alles seine (Sicherheits-)Richtigkeit.
      Ihrer Aussage, dass die Grünberger Straße eine Sackgasse ist, und es nur Anwohnerverkehr gibt, halte ich folgendes dagegen:
      Die Grünberger Straße ist NUR für den motorisierten Fahrzeugverkehr eine Sackgasse. Für Fußgänger und Radfahrer hingegen nicht. Ganz besonders für Kinder, die aus den Bereichen der Breslauer Straße, Schlesienstraße und auch Liegnitzer Straße kommen, ist die Grünberger Straße eine wichtige und zugleich relativ sichere Verbindung vom und in den Bürgerpark.
      Deshalb ’nur‘ von Anwohnerverkehr zu sprechen, wird der Realität m.E. nach nicht gerecht.

    • Wilfried Entlinger sagt:

      Bei allem was ich bisher erfahren habe, scheint die Straßenbreite nicht das Problem zu sein.
      2 Anwohner können nicht bequem genug Ausparken, zum Nachteil aller Anderen.

  6. Taruttis sagt:

    Die Parkplatznot in der Straße wird zusätzlich verschärft durch ein in der Grünberger Straße ansässiges Taxiunternehmen! Es parken täglich Taxen an der Straße. Dadurch wird das Parken für die Anwohner noch schwieriger. Taxen und ebenso die Privat-PKWs der Mitarbeiter des Taxiunternehmens, so wie auch die Mitarbeiter der beiden Pflegeheime in der Breslauer, blockieren die wenigen vorhandenen Parkmöglichkeiten.

  7. J.Neubauer sagt:

    Die erzwungene und rechtlich durchaus fragwürdige Fahrzeugräumung einer ganzen Straße, ohne im gleichen Zuge plausible Alternativen geboten zu haben, ist eine übermäßig kurzsichtige Handlungsweise der Gemeinde.
    Offensichtlich wurde hier im Vorwege weder zwischen den Folgen für die Gemeinschaft, inbegriffen den angrenzenden Wohngebieten, noch über die Verhältnismäßigkeit vermeintlicher Beschwerden einzelner Anwohner, sinnhaft abgewogen.
    Wir hoffen auf eine kurzfristige, dem Gemeinwohl zugutekommenden, Konfliktlösung durch unsere Bürgermeisterin.

  8. Rolf Michelsen sagt:

    ….wo bleibt dann der übliche Satz: wir müssen auf das Rad umsteigen….? Und das bei dem meist maroden Zustand der Fuß- und Radwege ?
    In vielen Straßen ist die Breite der Fußwege sowie der Radverkehrswege weder angepaßt an die Entwicklung der Einwohner bzw. innerörtlichen Verdichtung. Siehe Kirchweg wenn sich zwei Mütter mitr Kinderwagen begegnen.
    Auf der Hamburger Straße – Ostseite ab Pinnau-Brücke sausen Radler in beide Richtungen und teilen sich den Weg mit Fußgängern. Unsere Ordnugnshüter sieht man dort nicht.
    In Höhe der JET-Tankstelle stehen seit über 40 Jahren rot-weiße Poller, die den Verkehrsrtaum um 1/3 sperren. Ja, es gibt Verrehrsschilder, als Deko.
    Thema ÖPNV erwähnte ich mal nicht….einstweilen.
    Wie gedenkt die Verwaltung hier aktiv einzugreifen und die Breite der Verkehrswege für Fuß- und Radverkehtrsteilnherm auf dem aktuellm gültigen Stand zu bringen ?
    Ob alle Politiker wissen wann wieder Kommunalwahlen sind – also Wahltag ist Zahltag – weiß ich nicht.
    Ein ähnliches Problem „tobt“ derzeit in Hamburg-Eppendorf in der Neumünsterschen Straße.
    Die wird Einbahnstraße und parken nur noch einseitig erlaubt – auf Wunsch und Idee eines grünen Bezirksamtschefs – mit der Aussage: niemand hat Anspruch auf einen Parkplatz. Der Weg zuur Arbeit beginnt zu Fuß und kann auch ab Haustür erfolgen…
    Die Anzahl der Parkplätze dort wird also mehr als halbiert. Wo die Anwohner dort parken können ist für den guten Mann aber keine Idee oder Vorschlag wert. Ersatzflächen sind allerdings nicht möglich, seit 1910.

  9. Uwe Hinrichs sagt:

    Bisher gab es in der Straße gar kein wirkliches Problem. Jetzt greift die Gemeinde plötzlich ein (Warum eigentlich?) und schafft damit Probleme.
    Es wäre prima, wenn sich die Verwaltung mit den wirkliches Problemen befasst.

    • Rolf Michelsen sagt:

      ….bisher war von politischerSeite, also unsere ehrenamtlichen Bürgerverstehern, noch keine Meinung zu hören….
      Die sind ja da Probleme zu lösen……jahrzehntelang. Das „Ergebnis“ kennen wir gut…..

  10. M. Hüning sagt:

    Da scheint mir etwas nicht ganz zu stimmen. Ich erinnere mich an die Regel aus meiner Führerscheinprüfung. Allerdings erinnere ich mich so, dass in der konkreten Situation, mit einem gegebenen Fahrzeug und so, wie geparkt wurde, noch 3m Platz sein müssen. Deshalb braucht das auch nicht ausgeschildert zu werden, weil es nämlich überall gilt.
    Woran ich mich aber nicht erinnern kann, ist ein pauschales Parkverbot, sobald ein durchschnittliches Fahrzeug nicht mehr passt. Ich kann also nachvollziehen, wenn die Gemeinde in engen Straßen verstärkt kontrolliert, ich halte es aber für nicht rechtens, unabhängig von der tatsächlichen Fahrzeugbreite Strafzettel an alle Parker zu verteilen. Ich bezweifle stark, dass der gezeigte Smart mehr Platz einnimmt als z.B. ein Ford Escort Bj. ’86 (ich habe nachgeschlagen, der Smart ist schmaler). Bei einem Tuareg sieht es wahrscheinlich anders aus.
    Abgesehen davon, dürfte die Situation in vielen Wohnstraßen der Gemeinde ähnlich sein.

    • Bernd Schneider sagt:

      Die Fahrbahn der Grünberger Straße ist etwa 4,40 Meter breit. Da durfte nie ein Auto parken. Der Polo war seinerzeit 1,55 m breit, das konnte man noch machen. Bei einem geparkten Tuareg (2,00 m breit) wird es schwierig. Da kommt die Feuerwehr auch nicht mehr ohne Ausweichen auf den Gehweg vorbei – deren Fahrzeuge sind 2,50 m breit.

      Vielleicht können die Anwohner der Gemeinde eine eigene StVO (StVO-HU) entwerfen, damit die Gemeinde weiß, wie schmal die Gasse werden darf.

      • J. Neubauer sagt:

        Sehr geehrter Herr Schneider,
        sicher ist dies ein zwischen Gemeinde und direkten Anwohnern kurzfristig zu klärendes Thema.
        Sollten Sie ernsthafte, konstruktive Ideen oder Lösungsvorschläge zur Entschärfung der Situation haben, finden diese sicher gerne Gehör.

        • Bernd Schneider sagt:

          Die Straße ist so schmal, dass nach StVO keiner parken dürfte.

          Die Anwohner würden gern weiter auf der Fahrbahn parken (nachvollziehbar) und möchten mit Verweis auf den jahrzehntelangen Pragmatismus, dass die Gemeinde auf die Durchsetzung der StVO verzichtet.

          Die Straße ist jedoch so schmal, dass bei einem breiteren Parker die Feuerwehr schon rechnerisch arge Schwierigkeiten mit dem Durchkommen hat. Besonders, wenn der Gehweg (aus Gründen) auch noch abgepollert ist, sieht es schlecht aus. Und ss gibt immer mehr immer breitere Autos.

          Ohne Baumaßnahmen oder sehr viel Augen zudrücken gibt es keine „Lösung“ in dem Sinne, dass die Stellplätze erhalten bleiben.

  11. Rolf Michelsen sagt:

    HIer mal eine „Ausflugstour“ zum Donnerstag der besonderen Art:
    Besuch mit dem Auto in Hamburg – Straßenzüge Curschmannstr., Husumer Str. Heider Str. u.a. mehr.
    Die Polizei und die Feuerwehr haben da auch ihre Probleme,….aber geparkt wird im Winkel von 45 Gr., bis in die Kreuzug / Einmündung. Auch dort gilt die StVO – und es gibt Polizei und Ordnugnsamt….die nur gezielt aktiv werden, aber nicht in den genannten Straßen.
    Allerdings wohnen dort viele Prominente aus Kultur, Gesundheit, Politik Wirtschaft….
    Abgezettelt wird gnadenlos vor dem UKE in der Martinistr. – werktags – montags bis samstags – bis 18 h……zum Leidwesen der meist auswärtigen Besucher im Krankenhaus….sofern pandemiebedingt möglich. Tja, ein Super-Busnetz mit zahlreichen Linien im 5 – 10 Minuten-Takt gibt es auch….dagegen sind wir hier stolz auf unsere Geisterbuslinie überWakendorf…..oder auch eine Dazu noch eine Geisterstrecke durch die Gutenbergstraße – Kirchweg und….andere Linie tagsüber im 40-Minuten-Takt….seit Jahrzehnten.
    Gewiß, es wird darüber diskutiert, beraten, begutachtet…..doch geändert hat sich nichts….und was es besser wird….exakt….bleibt streng geheim…..

  12. Robert Switalla sagt:

    Der im Bild gezeigte Smart hatte heute Morgen schon um 9.20 Uhr ein Knöllchen. Wenn Verwaltung immer so schnell und gründlich funktionieren würde …
    Im Ernst, Ich wohne auch schon fast 33 Jahre in dieser Straße. Die Art und Weise, wie hier vorgegangen wird, halte ich für problematisch. Warum nimmt man die betroffenen Einwohner nicht mit und versucht, eine Lösung zu finden, die akzeptabel erscheint. So gewinnt man kein Vertrauen in öffentliches Handeln, man verspielt es ohne Not.
    Man stelle sich vor, ein Ordnungsbewegter oder ein Querulant, der nicht weiß, wohin er mit seiner Wut hinsoll., fängt an, in der Gemeinde zu messen. wie viele Parkpöätze könnten dann betroffen sein?

  13. Jens Daberkow sagt:

    Ich sehe da kein Problem ,viele haben Parkplätze auf den eigenen Grundstücken.
    Wenn die anderen das ebenfalls so machen ist das Problem gelöst.

    • Rolf Michelsen sagt:

      ….auch bitte mal daran denken, daß Besucher, Handwerker, Pflegedienste, Lieferdienste (die immer mehr werden) und Zweitautos dort Parkfläche länger oder kürzer brauchen.
      In Hamburg lehnen es Handwerker im verkehrsberuhigten Straßen ab dort zu arbeiten sofern nicht Parkflächen zur Verfügung stehen, undzwar kostenlos. Ggf. wird es ärgerlich wenn diese Kosten an die Kunden weitergereichgt werden…
      Es ist zwar möglich individuelle Sonderregelungen zu finden, die meist kostenpflicntig gehalten werden, z.B. Umzugsdienste.Die Bürokratie lässt herzlich grüßen und Bearbeitungszeiten von Amtswegen sind zu berücksichtigen.
      Ansonsten: wir sind Gemeinde oder einfach ausgedrückt Dorf und keine Großstadt.
      Die Gegend dort ist sehr ruhig gelegen….in vielfacher Hinsicht.
      Komisch, in der Lindenstraße, wo dicht gedrängt geparkt wird passiert nichts……
      Wenn sich da 2 LKWs begegnen u.a. Entsorgung wird es eng…da war das Oednungsamt wohl noch nicht…zumal dort ja gebäudemässig verdichtet wird durch Abriss alter Häuser.
      Gewiss, darüber wurde (auch) in den Gremien beraten…..Lösung steht aus evtl. durch Einbahnstraßenregelung.
      Das Thema aus 2003 nochmals aufzuwärmen lässt Wissens- und Erfahrungslücken in der Verwaltung vermuten….

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