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Jetzt doch: Trampelfad wird für 250.000 € asphaltiert | Henstedt-Ulzburger

Jetzt doch: Trampelfad wird für 250.000 € asphaltiert

Zukünftig soll es an beiden Seiten der Straße 'Am Bahnbogen' einen Geh- und Radweg geben. Das haben CDU, SPD und eine von zwei BFB-Stimmen durchgesetzt

Zukünftig soll es an beiden Seiten der Straße ‚Am Bahnbogen‘ einen Geh- und Radweg geben. Das haben CDU, SPD und eine von zwei BFB-Stimmen durchgesetzt

Ja ist denn heut schon Weihnachten? Der Trampelpfad gegenüber von Kentucky Fried Chicken an der AKN soll für rund 250.000 Euro asphaltiert werden. Das hat der Umwelt- und Naturausschuss vergangene Woche beschlossen.

Die Entscheidung war äußerst knapp. Zunächst hatte es eine Abstimmung gegeben, die Entscheidung über eine Pflasterung des Trampelpfads erneut zu vertagen – erst einmal müsse ein Radwegkonzept erstellt werden, forderte ein Teil der Ausschussmitglieder. Dabei kam es zu einem Patt, sechs Politiker waren fürs Vertagen plus Konzepterstellung, sechs dagegen, ein Politiker enthielt sich.

Anschließend dann die Abstimmung aus dem Trampelpfad so schnell es geht einen ordentlichen Geh- und Radweg zu machen. Diesmal dasselbe Abstimmungsbild mit einem einzigen Unterschied. Dirk Rohlfing (BFB), der sich vorher enthalten hatte, sagte diesmal Ja und die Mehrheit war da.

Die Trampelpfad-Asphaltierung stand nicht zum ersten Mal auf der Tagesordnung – zuletzt war eine Entscheidung darüber im Februar gekippt worden – wegen der dort im Gleisdreieck lebenden Bienen, Hummeln und Grashüpfer. Die Insekten waren auch diesmal insbesondere für die Grünen der Grund, den Geh- und Radwegbau an der Stelle abzulehnen. Es gebe keinen Grund wegen der Bequemlichkeit neue Wege zu bauen, sagte Gemeindevertreterin Doreen Müller von der Öko-Partei.

Für die CDU hingegen, die gemeinsam mit der SPD und Rohlfing für den Radwegbau stimmte, sorgt der neue Fuß- und Radweg für mehr Sicherheit – und die Partei hält den Grünen auch ein Umweltschutzargument entgegen. Die Christdemokraten in einer Pressemitteilung: „Wer den Klimawandel aufhalten will, sollte gerade für den Bau sicherer Geh- und Radwege sein. Nur wenn die Menschen sich auf diesen Wegen sicher fühlen, können wir den Umstieg vom Auto aufs Rad erreichen. Der Bau des neuen Radweges ‚Am Bahnbogen‘ ist ein solches Angebot. Nach der Fertigstellung ist eine Begrünung an den Wegen außerdem möglich.“

Die Skizze oben zeigt die geplante Maßnahme, die zum einen die Pflasterung des Trampelpfads umfasst, darüber hinaus ist vor der Einmündung Richtung Toom/Real auch eine Querungshilfe vorgesehen. Die war bereits vor einem Jahr beschlossen worden, bisher aber wegen der fehlenden Fuß- und Radweg-Entscheidung nicht verwirklicht worden.

cm

8. Dezember 2019

14 Kommentare zu "Jetzt doch: Trampelfad wird für 250.000 € asphaltiert"

  1. Axel Grimm sagt:

    Wenn gleichzeitig beschlossen worden wäre, diese Maßnahme unmittelbar im Anschluss an die Sanierung der Wilstedter Str. durchzuführen, hätte ich noch einen geringen Rest von Vertrauen in die GV behalten. So kann ich nur wieder zum x. Mal den Kopf schütteln…

    • Christian Schäfer sagt:

      Hallo Herr Grimm,

      dass es bei der Wilstedter Straße nicht weiter geht, liegt nicht an der GV, wir müssen derzeit darauf warten, dass der Kreis eine Planung vorliegt, der WZV ist dafür zuständig. Wenn die vorliegt, können wir entscheiden, wie wir es denn nun gerne hätten. Vorher passiert da leider gar nichts. Insofern besteht zwischen beiden Sachen kein Zusammenhang.

      Grüße

      Christian Schäfer

      • Christoph Abel sagt:

        Danke für die sachdienliche Ergänzung 🙂

      • Peter Borchert sagt:

        Hallo Herr Schäfer, Sie bringen da wohl etwas durcheinander, der Kreis hat mit dieser Gemeindestraße 1.Klasse gar nichts zu tun. Hauptzuständig gemäß Straßen- und Wegegesetz S.-H. als Planungsträger ist die Gemeinde, die den WZV mit der Planung beauftragt hat bzw. die Planung an den WZV delegiert hat. Was dort grundsätzlich geplant wird entscheidet die Gemeinde im Rahmen der verkehrsrechtlichen Vorgaben des Landesamtes für Straßenbau und-verkehr, die schon vor ca. 5 Jahren klar der Gemeinde auferlegt wurden, also keine Einbeziehung in die Tempo-30-Zonen-Regelung, da die Wilstedter Straße in verkehrlicher Hinsicht eine herausgehobene Bedeutung (Haupterschließung mit Durchgangsverkehr) hat und nicht mit den diversen Nebenstraßen geringer Verkehrsbedeutung eine gleichartige Zonenregelung beinhalten kann. Die Gemeinde versucht mit der 30-Beschränkung wegen Straßenschäden schon seit ca. 5 Jahren sich vor einer Planungsentscheidung zu „drücken“.

        • Christian Schäfer sagt:

          Hallo Herr Borchert,

          stimmt, sie haben Recht, der Kreis hat hier nichts zu suchen, mein Fehler, da bin ich nur froh, dass ich wenigstens den WZV wegen der Planung erwähnt hatte. Richtig ist aber auch, dass wir auf dessen Planung warten, der Bürgermeister ist hier auch bereits vor geraumer Zeit beauftragt worden nachzuhaken, so auch nachzulesen in den Protokollen des zuständigen Ausschusses. Momentan heißt es für uns also abwarten.

          Das andere ist eine Unterstellung, die ich wenigstens für mich und meine Fraktion zurückweise. Ich halte rein gar nichts von der bestehenden Regelung Tempo 30 wegen Straßenschäden und empfinde diesen Zustand als vielmehr als höchst ärgerlich.

          Hier drückt sich auch niemand vor der Planung. Was mich ärgert ist, dass Sie das besser wissen sollten. Wobei ich sehr wohl weiß, dass es manche Anwohner gibt, die die bisherige Regelung im Zweifel lieber noch länger hätten, da, wie sie richtig schreiben, die kurzzeitige 30-Zonen Regel rechtsmissbräuchlich gestellt wurde und dieser Zustand nach dem Ausbau der Straße auch nicht wiederhergestellt werden darf. Ich sage bewusst „manche Anwohner“ , weil auch hier durchaus sehr unterschiedliche Meinungen und Interessen vertreten werden.
          Das Geld für die Maßnahme ist im Übrigen Jahr für Jahr im Haushalt eingestellt.
          Sobald die Planung des WZV vorliegt, werden wir sehen, ob wir daran etwas geändert haben wollen und welche Konsequenzen dies hätte (z.B. Verlust des Status als Gemeindeverbindungsweges und die sich daraus ergebende Möglichkeit eine Kostenträgerwechsels zu Lasten der Gemeinde, Radwege, Parkplätze usw.) und natürlich sind Gespräche mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern auf dieser Planungsgrundlage zu führen.
          Ich gehe allerdings davon aus, dass dies dann einen überschaubaren Zeitraum in Anspruch nimmt. Hier herrscht seit langem Handlungsbedarf und alle Argumente liegen auf dem Tisch.

          Liebe Grüße und noch einmal vielen Dank für den Hinweis auf meinen Irrtum

          Christian Schäfer

          • Peter Borchert sagt:

            Hallo Herr Schäfer, ich habe aufgrund von Telefonaten mit dem WZV auch Hintergrundwissen über den Planungssachstand der Wilstedter Straße. Ich will das hier nicht weiter im Detail ausführen, aber vereinfacht gesagt, hat sich die Gemeinde nicht mit „Ruhm bekleckert“.
            Diese Nichtentscheidung/Falschentscheidung der Gemeinde dauert eigentlich sogar seit über 10 Jahren an. Dazu gehören auch die wechselseitigen Verkehrsinseln, ohne daran zu denken, wenn der Verkehr beider Richtungen im Bereich der Inseln nur über eine Fahrspur geführt wird, dass sich die Verkehrsbelastung verdoppelt und eine Verstärkung der Fahrbahnbefestigung zwingend erfordert und außerdem der öffentliche Busverkehr und der Schwerverkehr der Para-Klinik der ohnehin eine Fahrbahnverstärkung erfordert hätte. Diese sachliche und fachliche Unbedachtheit der Gemeinde hat zu den massiven Straßenschäden geführt. Ich kann die Anlieger verstehen, dass sie für diese Fehlentscheidungen nicht mit Anliegerbeiträgen haften wollten. Nun soll die Allgemeinheit bezahlen, also der Steuerbürger, für diese Fehler, falls eine rechtsstaatliche Überprüfung einer Veranlagung nach Erschließungsrecht (Baugesetzbuch) nicht noch zu einem anderen Resultat gelangt.

  2. G.Brauns sagt:

    Moin Axel
    Da bin ich ganz deiner Meinung

  3. R. Finsterbusch sagt:

    Ja ist denn heut schon Weihnachten? Nein, nur eine „schöne Bescherung“.
    „Was mit Händen aufgebaut, wird mit dem Hintern umgerissen.“
    Ein hier angelegter „Blühstreifen“ wird durch einen „illegalen Trampelpfad“ zerstört. Statt zu schützen soll nun „legalisiert“ werden.
    “Wenn das Schule macht … dann macht jeder was er will, keiner was er soll und alle machen mit“. 🙁
    – – –
    Der „Blühstreifen“ wurde doch nicht alleine wegen der „Optik“ angelegt, sondern wegen des „Nutzens“, den man daraus zieht. Aktiven Umweltschützern ist dieses bewusst, offenbar einigen Ausschussmitgliedern nicht. Oder warum ist es MitbürgerInnen nicht zumutbar, den vorhandenen und sicheren gegenüberliegenden Geh- und Radweg zu nutzen? Eine Querungshilfe Höhe „Kirchweg“ wäre da von Nutzen.
    – – –
    Im übrigen hätten zunächst die „sanierungsbedürftigen“ Geh/Radwege „Priorität“. Hier sollte unbedingt investiert werden! Die 250 TSD Euro wären da ein kleiner Anfang.

  4. Ingo Rieger sagt:

    Sehr geehrte Diskussionsteilnehmer, Henstedt-Ulzburger Mandatsträger und in der Sache interessierte Mitbürger,

    die Bürgerinitiative Wilstedter Straße liest die vielseitigen Meinungen, wie sie in regelmäßigen Abständen hier in den „Ulzburger Nachrichten (HUN)“ geäußert werden, mit großem Interesse mit.
    Leider hat uns unsere Erfahrung bisher gezeigt, dass es trotz intensiver Bemühungen vieler Stellen, der WZV nicht in der Lage war irgendwas planerisch Brauchbares, über das es sich lohnt zu streiten, auf den Tisch zu legen. Die immer wieder neu aufflammenden Diskussionen in der HUN um die Wilstedter Straße haben weder eine dringend nötige Sachdiskussion zum Inhalt noch haben sie die Arbeit des WZV beschleunigt. Deshalb versuchen wir uns auch weiterhin nicht aktiv daran zu beteiligen. Die HUN ist dafür, weil es einfach zu viele wichtige Aspekte zu bedenken gibt, wahrscheinlich auch nicht die richtige Plattform.
    Das Ziel unserer Bürgerinitiative Wilstedter Straße hat sich seit ihrer Gründung 2011 nicht verändert. Die Anwohner dieser Straße kämpfen für eine nachhaltige Verkehrsberuhigung u.a. durch Tempo 30 und weitere geeignete Maßnahmen.
    Wir freuen uns über jeden Henstedt Ulzburg Mitbürger, der mit uns darüber sachlich diskutieren möchte und laden ihn gerne ein, sich mit uns darüber auseinander zu setzen.

    Über unsere Website (BI Wilstedter Strasse) und unsere Mailadresse (bi@wilstedter-strasse.de) sind wir immer erreichbar.

    für die BI Wilstedter Straße

    Ingo Rieger

    • Rolf Michelsen sagt:

      …….“kämpfen für nachhaltige Vekehrsberuhigung u.a. durch Tempo 30 und weitere geeignete Maßnahmen…..“.
      In der Straße ist (und bleibt einstweilen) die Klinik, die Verkehrströme erzeugt durch Ver- und Entsorgungsverkehr, Rettungsdienst, Taxi, Besucher, Patienten, ein stark eingeschränkter ÖPNV-Bus sowie Anwohner aus den neuerem Baugebiet hinter der Klinik in Richtung Kringelkrugweg. Auch diese Bewohner erzeugen Individualverkehr durch Anwohner, Besucher, Handwerker etc. Ganz zu schweigen von den Verkehrsmengen, die den Stau auf der S-H-Straße umfahren. Bewohner zu Fuß zum Bus bis zum Marktplatz bei jedem Wetterund zu allen Jahreszeiten, wenn der ÖPNV zur Klinik nur sehr eingeschränkt fährt ?
      Wie soll das gehen ? Ich kenne keine Klinik, die nur über eine verkehrsberuhigte Straße erreichbar ist. Und was es anderenorts nicht gibt soll hier erfolgen ?
      Das verstehe ich nicht. Wie stellen sich das denn die Anwohner vor ? Alleine die „Inseln“ für die Ausweichstellen strapazieren die Fahrbahn durch einseitige Belastung mehr und durch Neubauten ebenfalls. Wer hatte denn diese „tolle Idee“ mit den Parkbuchten sich gewünscht ? Wartende SUV-Diesel oder LKW/Bus bei Gegenverkehr sind ja nicht als
      umweltfreundlich zu betrachten.
      Wir Bewohner im Bereich der Hamburger Straße haben als Linksabbieger oder Überquerer zu Fuß in den Hauptverkehrszeiten auch so unsere Probleme oder mit dem Lärm der Fahrzeuge. Wir haben uns hier Logistik auch nicht gewünscht. Einige Befürworter davon wohnen im Bereich Birkenau und bekommen davon nichts mit.
      Ganz abgesehen von den Radwegen die nicht als super zu bezeichnen sind.
      Die Gemeinde ist durch Zuzug und Baugebiete gewachsen. Die damit entstandenen Probleme tragen alle hier im Ort, jeder hat da so seine Sorgen. Komfortzonen sind hier knapp und zu bewundern im Bereich „Immbarg“ und „An der Alsterquelle“ (Radfahrsituation alles andere als optimal) – aber da wohnt Prominenz von CDU und FDP.

      • Jan Kirmse sagt:

        Da Herr Rieger darum bat, sachliche Diskussionen über das Thema nicht an dieser Stelle zu führen, bleibt für Ihren Beitrag ja nur eine Schlußfolgerung… 😀

    • G. Willsch sagt:

      Ich kann mich mit der Art der Diskussionsbereitschaft der ‚Bürgerinitiative Wilstedter Straße‘ nicht anfreunden. Eine sachlich betonte, offene und ehrliche Diskussion zu diesem Thema wird m.E. öffentlich oder zumindest in einem zugänglichen Forum geführt.
      Offensichtlich hat die BI jedoch kein Interesse daran: Denn auf der einen Seite schließt sie die Teilnahme an Diskussionen hier aus, und auf der anderen Seite gibt sie auf ihrer Homepage aktuell keine Möglichkeit dazu.
      Das finde ich traurig.

    • R. Märtens sagt:

      Sehr geehrter Herr Rieger,

      …„Die Anwohner dieser Straße kämpfen für eine nachhaltige Verkehrsberuhigung u.a. durch Tempo 30 und weitere geeignete Maßnahmen.“
      Woher nehmen Sie denn Ihr Wissen, dass ALLE Bürger dieser Straße mit den Wünschen dieser „Bürgerinitiative“ einverstanden sind? Sie mögen vielleicht ein Sprecher dieser Interessengemeinschaft sein, doch Sie sind auf keinen Fall der Sprecher für ALLE Anwohner der Wilstedter Straße.

  5. M. Daub sagt:

    Ich verstehe jetzt nur eines nicht, es wird fast nur über die Willstedter Straße geredet, aber das Thema sollte doch den neuen Fuß/Radweg betreffen.

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