Holowaty: Dranbleiben bei der Eingliederung Henstedt-Ulzburgs in den HVV-Hamburg-Tarif!

Henstedt-Ulzburg liegt knapp außerhalb des günstigen HVV-Großbereichs Hamburg
Henstedt-Ulzburg liegt knapp außerhalb des günstigen HVV-Großbereichs Hamburg

Mit 27 Kilometer Entfernung zum Hamburger Stadtzentrum liegt Henstedt-Ulzburg nach Ansicht von Matthias Wiarda, Leiter des Bereichs Tarif und Vertrieb beim HVV, zu weit weg von der Hansestadt, um in den günstigen Hamburg-Tarif aufgenommen werden zu können.

Ein Angebot über die Eingliederung Henstedt-Ulzburgs in den Großbereich Hamburg werde deswegen  nicht unterbreitet, so der HVV-Mann in einem Schreiben an Ordnungsamtsleiter Joachim Gädigk. Aktuell liegt die Tarifgrenze unmittelbar vor den Toren Henstedt-Ulzburgs am Bahnhof Meeschensee (Linie A2) auf Norderstedter Gebiet, bzw. an der AKN-Haltestelle Tanneneck (A1) in Ellerau.

Oberamtsrat Gädigk und seine Verwaltungskollegen im Rathaus hat Wiarda mit seinem Statement schon mal überzeugt. Sie finden, dass Henstedt-Ulzburgs Kommunalpolitiker zur Kenntnis nehmen sollen, „dass eine Einbindung der Gemeinde in den Großbereich Hamburg aus tariflichen Gründen nicht möglich ist.“ So steht es in einem von Elisabeth von Bressensdorf unterschriebenen Beschlussvorschlag, den Horst Ostwald, Michael Meschede und Co. heute Abend im Umwelt- und Planungsausschuss absegnen sollen.

Kopfschütteln darüber bei Stephan Holowaty. Der FDP-Vertreter am Sonntag zu den HU-Nachrichten: „Es kann nicht sein, daß die Gemeinde einfach ‚zur Kenntnis nehmen soll‘, daß der HVV kein Angebot für eine Einbeziehung Henstedt-Ulzburgs in den Großbereich Hamburg abgeben will. Die Begründungen sind konstruiert und nicht nachvollziehbar. Dies wird eine wichtige Aufgabe auch für den neuen Bürgermeister Stefan Bauer sein – gemeinsam mit Kreis, Land und auch der Nordgate-Gemeinschaft für eine leistungsstarke und finanziell attraktive ÖPNV-Anbindung nach Hamburg zu arbeiten und zu kämpfen.“

Die Liberalen werden am Abend im Ratssaal beantragen, dass Henstedt-Ulzburg dranbleiben soll in Sachen Tarifverbesserung für Henstedt-Ulzburgs ÖPNV-Nutzer.

cm

26. Mai 2014

25 thoughts on "Holowaty: Dranbleiben bei der Eingliederung Henstedt-Ulzburgs in den HVV-Hamburg-Tarif!"

  1. Unabhängig von allen Diskussionen hier … Egal ob Einzelkarte, Abo o.ä. Für einen Auszubildenden ist diese lächerliche eine Zone mehr ein Haufen Holz der vom Gehalt abgeht. 16,- mehr find ich schon nicht ohne.

    1. Das steht außer Frage. Nur: Sie (falls es um Sie geht) könnten umziehen, um in den Genuß der günstigeren Zone zu kommen. Allerdings zahlen Sie dann evtl mehr Miete, da Sie dichter an Hamburg wohnen, das steht dem halt entgegen. Was sollen denn die Kaltenkirchener sagen, wenn es eine Zonenverschiebung gibt? Die könnten dann das Gleiche sagen, wie Sie jetzt. Und dann wäre es nicht fair, wenn Sie dann sagen würden „ja nee, die wohnen doch aber noch weiter weg von Hamburg, das müssen die schon verstehen, irgendwo muß die Tarifgrenze ja verlaufen“. 😉

      1. Über den Preis als solchen kann man sicher diskutieren.

        Dass es ab einer gewissen Entfernung teurer wird, wird nicht diskutabel sein. Das akzeptieren die meisten nun implizit auch. Ich habe noch nicht lesen können, dass auch Kaltenkirchen und Nahe und… in den Großbereich sollen.

        Wenn der Preis zu teuer ist, könnte die Gemeinde die Monatskarten auch direkt bezuschussen. Das machen nun etliche Kommunen seit vielen Jahren für bestimmte Gruppen, Hamburg zum Beispiel gab mehrere Jahre 5 €/Monat Rabatt für jede Monatskarte von Familien, mit mindestens einem Kind. Ginge.

      1. Studierende an den staatlichen Hamburger Hochschulen haben schon das Semesterticket, das immer im Gesamtbereich gilt, also im Norden bis kurz vor Neumünster. Das kostet nur 150 €/Semester, ist also extrem günstig. Im Gegenzug muss es jeder eingeschriebene Student abnehmen, auch der, der es vielleicht mit dem Auto zur Uni kommt oder 1 km entfernt wohnt.

        1. Stimmt, das kam kurz nach meinem Abschluss auf… Mit studenten-typischen Grundsatzdiskussionen. Ich finds gut. Das sollte es aber auch für Azubis geben. Gut, die verdienen meist schon etwas Geld, aber faktisch jobben die Studenten auch fast alle… Am Ende des Tages will man die Leute ja in die Bahn bekommen, und auch für später für den ÖPNV begeistern, auch wenn sie sich das Auto dann grundsätzlich leisten können.

  2. Meine „Energieverschwendung“ geht sogar in 2 Richtungen: Qualität und Quantität.

    Meine Idealvorstellung ist zunächst eine Verlängerung der Flughafen-S-Bahn nach Norden über Norderstedt in die Nordgate-Gemeinden HU, Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Neumünster.

    Gleichzeitig erfordert dies auch eine grundlegende Tarifreform. Und da braucht HU als eine sehr stark in Richtung Hamburg orientierte Gemeinde eben auch preislich ein attraktives ÖPNV-Angebot.

    Dies ist sowohl für Pendler als auch für Gelegenheitsfahrer wichtig. Wer eine Bahncard hat, kann davon ein Lied singen: Bahncard mit City-Ticket heißt, ich komme eben nicht mit dem ICE nach Hamburg und dem HVV nach Henstedt-Ulzburg. Vielmehr muß ich ein volles Ticket Hamburg – Henstedt-Ulzburg lösen, denn unterwegs in Meeschensee aussteigen und ein neues Ticket lösen geht ja nicht …

    Natürlich wird ein solches Projekt nicht von heut auf morgen realisiert werden (ähnlich wie eine Umgehungsstrasse). Der politische Wille der Nachbargemeinden und auch von Kreis und Land müssen hier mitspielen. Genau deshalb muß die Gemeinde mit Beharrlichkeit an diesen Themen dranbleiben und sich nicht abspeisen lassen. Sonst wird das Thema still und leise begraben.

    1. „Meine Idealvorstellung ist zunächst eine Verlängerung der Flughafen-S-Bahn nach Norden über Norderstedt in die Nordgate-Gemeinden HU, Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Neumünster.“

      Wie Sie sicher wissen, wurde vor fünf Jahren ein Nutzen-Kosten-Gutachten zu dieser Frage bei Intraplan in Auftrag gegeben. Es kam zu dem eindeutigen Ergebnis für jeden der betrachteten Fälle, dass die Kosten der Nordverlängerung des Flughafen-S-Bahn-Tunnels und die weitere Trassierung zur bestehenden AKN bzw. ANB den volkswirtschaften Nutzen übersteigen. Es war anschließend einhellige Meinung, dieses Projekt nicht weiter zu verfolgen.

      Gleichzeitig erfordert dies auch eine grundlegende Tarifreform. Und da braucht HU als eine sehr stark in Richtung Hamburg orientierte Gemeinde eben auch preislich ein attraktives ÖPNV-Angebot. “

      Für Pendler hat H-U das bereits. Schon für 25 km angenommene einfache Entfernung und 20 Arbeitstage ergibt sich für die Monatskarte ein Preis von 12,6 Ct/km. Das ist deutlich billiger als der Preis, den Hamburger pro Kilometer zahlen.

      Eingeschränkt gilt das auch für Gelegenheitsnutzer: € 4,90 für 25 km sind zwar 20 Ct/km. Aber behalten Sie doch bitte die Relationen im Kopf: Von Langenhorn in die Innenstadt sind es 14 km und die Einzelkarte kostet € 3,00. Oder von Winterhude in die Innenstadt: 4 km für € 3,00. Ähm. Es ist klar, dass Henstedt-Ulzburgs € 4,90 nicht herausragend teuer sind, vielmehr sogar eher den unteren Rand der Kilometerpreise im HVV darstellen.

      Ganz im Gegensatz zum bereits beschriebenen ÖV-Preis innerorts: Die Busfahrt von Henstedt nach Ulzburg kostet 1 €/km. Hierfür hatte der HVV wie gesagt ein Angebot zur Vergünstigung unterbreitet, das die Gemeinde ausschlug.

      1. Wir wird so ein volkswirtschaftlicher Nutzen eigentlich berechnet? Hoffentlich nicht mit volkswirtschaftlichen Modellrechnungen (die mit dem allgegenwärtigen c.p. für ceteris paribus für „unter der Annahme, dass ansonsten alles konstant bleibt“), die sich spätestens in der Banken- und Schuldenkrise als praxisferne Sandkastenspiele entlarvt haben.
        Würde man die Kosten der S-Bahn-Verlängerung bis an die A1 mit Anbindung auch an die U2 nur gegen die dann zusätzlich verkauften Tickets aufrechnen, mag es sein, dass dies ein Minusgeschäft bleibt. Aber geht da auch so etwas mit rein wie CO2-Reduktion und dadurch (langfristig) ersparte Folgekosten? Gesparte Abnutzung der Straßen? Weniger Spritverbrauch und damit weitere Reduktion der strategischen Abhängigkeit von den Russen und Saudis? Wird da auch goutiert, dass insgesamt das politische Ziel einer stärkeren ÖPNV-Nutzung gefördert würde?
        Es klingt immer so wie: Der HVV macht alles suuper, nur der doofe Kunde / Bürger hat es noch nicht kapiert. Aber der Kunde hat immer recht, wie jeder Verkäufer weiss. Und die 9% Potentialausschöpfung bei uns im Nordast sprechen eine eindeutige Sprache…

        1. „Wir wird so ein volkswirtschaftlicher Nutzen eigentlich berechnet?“

          Bei ÖPNV-Projekten auf Basis der Standardisierten Bewertung. Wie der Name schon sagt, ist das ein umfangreiches Rahmenpaket, was bei der Berechnung alles berücksichtigt werden soll. Externalitäten werden weitgehend berücksichtigt, eventuell einmal mögliche Änderungen in der Zukunft natürlich nicht unbedingt. Ein großer Faktor des volkswirtschaftlichen Nutzens ist zum Beispiel die von einer Strecke zum Flughafen bediente Verkehrsnachfrage. Je mehr Menschen im Einzugsgebiet der Strecke leben, desto höher ist die, desto höher der Nutzen. Und jetzt sagen Sie mal voraus, wieviel Einwohner, welche Gewerbestruktur etc. Ihr Wohnort Henstedt-Ulzburg in 20 Jahren haben wird. Das ist die Schwierigkeit 😉

          1. Das ist es ja: Wenn man das politische Ziel verfolgen will, die Nordachse zu stärken (und damit den Speckgürtel für SH, für HH weniger KFZ in der Stadt und Entlastung der Wohnungsnot), dann wäre ja ein besseres ÖPNV-Angebot essentiell. Baut man reaktiv nur dort Bahnverbindungen, wo sich die Siedlungsdynamik schon verwirklicht hat, kann sich die Gemengelage als ungünstig erweisen (dann stehen schon Engstellen wie in Ellerau oder Ausgleichsflächen wie an der U1 im Wege, die man bei einer ganzheitlicheren Wohn- Gewerbe- und Verkehrsplanung sicherlich anderweitig/gar nicht vorgesehen hätte).
            Pinneberg ist ein Beispiel: In den 60ern kam die S-Bahn, in den 70ern die A23 statt der Landstraße. Meine Eltern wissen zu berichten, dass das alles längere Zeit recht moderat ausgelastet war (man munkelte schon was von Fehlinvestition, insbesondere wegen der A23). Davon ist heute keine Rede mehr. Die gute Anbindung hat auf der Achse eine hohe Siedlungsdynamik entfesselt (wenn auch weniger dynamische Gewerbeansiedlung).
            Die S1 von z.B. Burgwedel über Niendorf-Wendlohe zum Airport bis nach Ohlsdorf und in die City HH würde viel Umsteigerei nahe HH-City ersparen. Kommt die S21 nach KaKi, wäre sogar eine S22 (KaKi – Airport – Hbf – ggf. Harburg) denkbar, ohne Umsteigen. Und das bei einem relativ kleinen Stück, das noch zu bauen wäre (OK, sagt der Bahnbau- und Betriebslaie mal so locker…). So wundert mich irgendwie, dass ausgerechnet diese Trassenidee so schnell durchgefallen ist. Aber da rechnet man wohl dann nur den Zugewinn an ÖPNV-Nutzern aus dem eh schon vorhandenen Bewohnerpotential mit ein, statt auch konzertiert mit den Anliegergemeinden mitzuplanen, wo man künftige Baugebiete an eben der Trasse ausweisen könnte, statt wieder irgendwo in Dorfrandlage neue P+R-Engpässe zu generieren.

            1. In der Theorie ist das eine sinnvolle Kombination.

              In der Praxis sieht es manchmal anders aus. Im ganz speziellen Fall „Nordachse Hamburg“ sieht es so aus, dass das Gutachten das Pferd von hinten aufzäumte. Es wurde errechnet, welche Invesititonskosten für jeden der geprüften Fälle anfallen dürfen, um volkswirtschaftlich rentabel zu sein.

              Die Werte waren meilenweit von den zu erwartenden Kosten für einen Tunnel am Flughafen und ggf. in Nroderstedt entfernt, nämlich, soweit ich mich erinnere, bei höchstens 130 Mio. €. Da schon die 1 Station von Ohlsdorf zum Flughafen knapp 300 Mio. € kostete, war klar, dass das Projekt „S1 nach Kaltenkirchen“ nicht kommt, weil es volkswirtschaftlich betrachtet Geldverbrennung wäre.

              Zum Thema Siedlungsdynamik kann ich nur sagen: Dorf Henstedt-Ulzburg?

  3. Sehr geehrter Herr Gädigk, sehr geehrter Herr Bauer,

    bitte bleiden Sie am Ball!

    Die kleine Lösung, den Knotenpunkt „Ulzburg Süd“ in die Zone 503 einzugliedern erachte ich für sehr sinnvoll.
    Wenn selbst Fahrkartenkontrolleure das „überfahren der Tarifgrenze“ zum Wechsel von A1 auf A2 tolerieren, nenne ich das ein klares Indiz.

    Ja, ich persönlich empfinde 4,90 Euro für eine Fahrt von 37 min bis zu meiner Arbeitsstelle als zu teuer.
    Da beobachte ich lieber den Neubau der Langenfelder Brücke (A7) aus nächster Nähe, spare pro Tag trotz Stau 45 min Fahrtzeit, bei Spritkosten hin und zurück: 4,90 Euro.

    1. Liebe Frau Delion,

      wie ich bereits im anderen Thema schrieb, gibt es für Pendler seit 1966 die Monatskarte.

      Die kostet für Großbereich + Henstedt-Ulzburg heute € 125,70 für den ganzen Monat oder, auf den Arbeitstag (angenommen: 22) umgerechnet: € 5,70.

      Nehmen Sie die Monatskarte im Abo für 12 Monate, erhalten Sie nochmal Rabatt. Dann zahlen Sie bei 230 Arbeitstagen im Jahr noch € 5,30 pro Arbeitstag, dürfen am Wochenende im gesamten HVV, bis runter nach Lüneburg, gratis fahren und dabei sogar noch eine 1 Erwachsenen und 3 Kinder gratis mitnehmen.

      Was konkret spricht für Sie gegen diese bestehenden Angebote?

      1. Und 5,30 € HVV ./. 4,90 € Sprit = 0,40 € Mehrkosten pro Tag. Nicht nur, dass man dann gemütlich was lesen kann, statt über den Vordermann zu fluchen. Man spart auch noch die sonstigen Betriebskosten des KFZ zzgl. Wertverlust. Der Sprit ist ja nur die halbe Wahrheit, wie jeder weiß (von Milchmädchen mal abgesehen…).

        1. Das ist ja so nur richtig, wenn Sie das Auto komplett abschaffen.
          Ein Auto, was in der Garage steht verursacht die gleichen Nebenkosten, als wenn es gefahren wird und hat nebenbei bemerkt ebenfalls den größten Teil des Wertverlustes wenn es nicht in die Kategorie Oldtimer fällt.

          1. Für Verschleiß und Wertverlust ist es nicht ganz unerheblich, ob das Auto 10.000 oder 20.000km im Jahr gefahren wird!

            1. Herrje!
              Ich möchte doch gern mal wissen, ob Herr Sazmann und Herr Krimse auch nur ein Auto in der dreiköpfigen Familie haben, so wie wir. Aus umweltpolitischen Gründen übrigens.

              Ganz konkret arbeite ich nur an drei Tagen die Woche, wovon wir an zwei Tagen das Auto sogar zu zweit nutzen.
              Liebe Milchbuben, ich freue ich auf Ihre Rechnung (ach so: die übrigen Tage fährt mein Mann Zug. Dennoch lohnt die Monatskarte für ihn nicht, 9,80- pro Bahnarbeitstag sind günstiger).

              Was treibt Sie an, nahezu sämtliche Beiträge der Ulzburger Nachrichten so destruktiv zu kommentieren? Mal ganz konkret gefragt?

              Mir ist damit leider die Lust vergangen, mich über diesen Kanal politisch zu engagieren. Ich schätze die Arbeit von Herrn Meeder und seinen Kollegen sehr, und lese mit Freuden besonders die Kommentare der örtlichen Politiker, die sich hier höchstselbst zu Wort melden. Ein Medium zum Austausch, ganz toll! Meckern und Erbsenzählerei ist der Sache nicht dienlich.

              1. Ja, dreiköpfige Familie, ein Auto. In unserem Fall nicht aus umweltpolitischen Gründen, sondern aus Geldmangel. Enormer Wertverlust, dank 30.000km im Jahr, aber bei Steuern, Versicherung und Unterhalt gespart. Ob eine Monatskarte sich rechnet oder nicht, hat hier niemand pauschal unterstellt, das muß schon jeder individuell ausrechnen (nur sollte man dabei eben die Gesamtkosten eines Kfz mit einbeziehen, das wird wohl erwähnt werden dürfen?!). Bei uns wäre sie günstiger, allerdings würde meine Frau dann an jedem Arbeitstag nochmal 2 Stunden mehr Arbeitsweg haben (also 3,5 Stunden anstatt 1,5 Stunden mit dem Auto).

                Sie schreiben: „Was treibt Sie an, sämtliche Beiträge der Ulzburger Nachrichten so destruktiv zu kommentieren?“
                Gegenfrage: was treibt die Ulzburger Nachrichten an, über sämtliche Geschehnisse in der Gemeinde so destruktiv zu berichten?
                Und meine eigentliche Antwort auf Ihre Frage: meine Beiträge sind nicht so destruktiv, wie Sie es anscheinend interpretieren. Und speziell von Herrn Sazmann habe ich wirklich noch nie meckern oder Erbsenzählerei gelesen, das erstaunt mich doch sehr, daß Sie das unterstellen.

                P.S.: da Sie nicht die Erste sind: ist mein Nachname wirklich so kompliziert, daß ihn jeder Zweite falsch schreiben muß?

              2. Ich habe weder dreiköpfige Familie noch Auto.

                Wenn Sie nur einmal die Woche mit der AKN fahren, lohnt sich die Monatskarte natürlich nicht.

    2. Hallo Frau Delion,
      dann zahlen Sie bei EUR 4,90 meiner Schätzung nach pro gefahrene Haltestelle ca. 0,29 EUR.
      Es geht aber auch durchaus teurer: Monatskarte EUR 39,20. Genutzt an 21 Arbeitstagen im Monat für die Überbrückung einer(!) Haltestelle. Das entspricht ca. EUR 0,93 pro gefahrener Haltestelle.

      Insgesamt halte ich das Tarifmodell des HVV für verbesserungswürdig. Vielleicht sollte man sogar Abstand von dem bisherigen Zonen-Modell nehmen, dafür ein gerechteres, linear orientiertes Tarifsystem einführen.

      1. Das HVV-Tarifmodell stammt in seinen Grundzügen aus den 1950ern/1960ern und wurde seither mehrfach erweitert. Es hat einen stark degressiven Preisverlauf, das heißt: je länger die Strecke, desto niedriger der Preis pro Kilometer. Dieses Modell findet man in vielen Tarifen in Deutschland, vom kleinen Nahverkehrsmodell bis hin zum ICE-(Normal-)preis der DB.

        Für Henstedt-Ulzburger Pendler ist diese Eigenschaft eigentlich sehr positiv, zahlen sie doch pro Kilometer oft deutlich weniger als zum Beispiel Hamburger, die viel näher an ihrem Arbeitsplatz leben. In Ihrem Fall ist es negativ, weil die Degression überhaupt nicht zum Tragen kommt.

        Mit dem aufkommenden E-Ticketing wäre ein „echter“ Kilometerpreis einfacher umzusetzen. In den Niederlanden gibt es das auch bereits (leicht verkompliziert, aber der Grundsatz ist erkennbar). Vorgesehen ist er nicht, aber wer weiß, was die Zukunft bringt. Warten wir ab!

  4. Bei einem öffentlich nicht unwesentlich bezuschussten ÖPNV-Monopolisten wie dem HVV würde ich doch denken, dass die im Zweifel in der Kontrahierungspflicht stehen und gezwungen werden könnten, ein entsprechendes Angebot abzugeben, welches zudem nicht irgendeinen „Abwehrpreis“ darstellen darf, sondern nachrechenbare Selbstkosten abbilden müsste. Finde ich schon richtig, da am Ball zu bleiben. Zumal dann für alle sichtbar wird, ob sich damit die ersehnte Ticketersparnis einstellt oder nicht (wenn man hinzurechnet, dass die Kosten für die Gemeinde ja irgendwann mal irgendwer zahlen muss, z.B. wir alle via Grundsteuer- oder Wasserpreiserhöhung).

    Mein Startup-Arbeitgeber gehörte vor einem Jahr noch keinem Konzern an, weshalb aus eigener Kraft keine Proficard möglich war. Deshalb schloss man sich einem kleinen Arbeitgeberverband an, der dann auch auf der Proficard aufgestempelt war.
    Evtl. könnte H-U auch so einen Sammel-Vertragspartner gegenüber dem HVV bilden, und interessierten Bürgern dann die Proficard zugänglich machen. 3 Ringe für 76,30 € sind doch OK. Wenn das dann zu mehr Zuspruch für Bus&Bahn führt und die Straßen entlastet, wären die damit zusammenhängenden Verwaltungskosten ggf. dennoch gut investiert. Oder H-U schlägt 2-3 €/Karte/Monat drauf. Bei diesem Arbeitgeberverband hat das die Empfangskraft nebenher gemacht (wobei mir nicht bekannt ist, für wie viele Karten).

    1. „Evtl. könnte H-U auch so einen Sammel-Vertragspartner gegenüber dem HVV bilden, und interessierten Bürgern dann die Proficard zugänglich machen.“

      Die Bedingungen des GKA/Proficard sehen genau das ausdrücklich nicht vor 🙂

      Aber natürlich gibt es bereits heute auch die Möglichkeit der ProfiCard, wenn der Arbeitgeber etwas mithilft und sich mindestens 20 Kollegen für das Angebot entscheiden.

      Der Preis für die Monatskarte 3 Ringe (also Großbereich inkl. Henstedt-Ulzburg) bei diesem Tarif (GKA Extra): etwa € 65 (€ 3,40 pro Arbeitstag aufs Jahr gerechnet).

  5. Herrn Holowaty Prinzipientreue in allen Ehren – ich halte die Ressourcen für vergeudet. Es ist natürlich nicht ok, wenn der HVV kein Angebot abgeben möchte und es so fadenscheinig begründet. Absehbar ist aber auch, dass das Angebot, würde es denn erstellt, teuer ausfällt. Und bis heute nicht begründet, welchen Sinn diese Ausgabe haben sollte.

    Zur Erinnerung: Der Großteil des Verkehrsproblems in H-U ist hausgemacht, es ist Verkehr innerhalb H-Us.

    Jede Fahrt innerhalb Henstedt-Ulzburgs kostet heute 2,00 €.

    Für eine günstigere „Stadtkarte“ (oder in H-U meinetwegen: Dorfkarte) zu 1,40 €, wie es sie in Lüneburg, Oldesloe, Bramstedt, Segeberg, Elmshorn oder auch Mölln gibt, lag ein Angebot des HVV vor.

    Das empfand man als zu teuer und lehnte ab. Stattdessen soll Energie investiert werden, um unbedingt von Ulzburg Süd in die 30 km entfernte Hamburger Innenstadt für 3,00 € zu kommen, weil 4,90 € als zu teuer empfunden wird?

    Was soll damit bezweckt werden?!

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