Dornquast: Kommunalpolitik ist für mich vorbei!

Volker Dornquast, langjähriger Bürgermeister von Henstedt-Ulzburg und jetzt Staatssekretär im Kieler Innenministerium, hat in einem Exclusiv-Interview mit den Henstedt-Ulzburger Nachrichten eine Information aus dem Landeshaus dementiert, wonach er auf einen Listenplatz der CDU für die kommende Landtagswahl verzichten wolle. Er werde auf der Liste lediglich Dr. Axel Bernstein, dem Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion und Kandidaten im Wahlkreis Segeberg-Ost, und Katja Rathje-Hoffmann, Abgeordnete für den Wahlbezirk Norderstedt und Landesvorsitzende der Frauen-Union, den Vortritt lassen.

Dornquast selbst, der kürzlich in Henstedt-Ulzburg von seiner Partei zum Kandidaten im Wahlkreis 26 (Segeberg-West) gewählt worden war, sieht sich in etwa auf Platz 25 der CDU-Landesliste. Auf ihr nehmen erfahrungsgemäß Landesvorsitzender, Minister und Parlamentspräsident sowie Ausschussvorsitzende die vorderen Plätze ein. Der Jurist hatte sich gegen den amtierenden Landtagsabgeordneten Wilfried Wengler durchgesetzt.

Für den neuen Bewerber um die Wählergunst hat der Wahlkampf bereits begonnen, obwohl es bis zur Wahl noch acht Monate dauert: Volker Dornquast, der lange Zeit mit Computern und Internet auf Kriegsfuß stand, kann sich derzeit von seinem Rechner kaum trennen: Er bastelt an der Fertigstellung seiner Homepage, will sie fit machen für den Wahlkampf. Daneben stehen Besuche von Veranstaltungen im Wahlkreis auf seinem Programm.

Beurlauben lassen will sich der Kandidat allerdings nicht. Bei einer durchschnittlichen 60-Stunden-Arbeitswoche ließen sich solche Termine auch so in den Kalender einbauen. Allerdings: Für die heiße Phase des Landtagswahlkampfes wird Volker Dornquast dann doch Urlaub nehmen. Seine Chancen, im Bezirk Segeberg-West direkt gewählt zu werden, sieht der Nachfolger von Wilfried Wengler als „sehr hoch“ an. Und was, wenn er scheitert? „Darüber habe ich noch nicht nachgedacht“, so Dornquast voller Optimismus zu den Henstedt-Ulzburger Nachrichten, zu deren Lesern auch er gehört. Ganz entschieden trat der Staatssekretär Gerüchten entgegen, er werde nach einer Wahlniederlage in die Kommunalpolitik „seiner“ Gemeinde zurückkehren: „Das werde ich ganz bestimmt nicht tun. Jemand, der so lange Bürgermeister in einer Kommune gewesen ist, sollte sich davor hüten, in die Kommunalpolitik zu gehen.“

Jörg Schlömann

10.10.2011

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