A-7-Ausbau: Bürgermeister prophezeit Verkehrskollaps | Henstedt-Ulzburger

A-7-Ausbau: Bürgermeister prophezeit Verkehrskollaps

Verwaltungschef Torsten Thormählen hatte eingeladen: Rundfahrt durch die Gemeinde mit Bürgermeister und Bürgervorsteher unter dem Motto: Was tut sich Neues in der Gemeinde? In erster Linie geht es um Henstedt-Ulzburgs Infrastruktur: Ort und Planung des neuen Bauhofs werden vorgestellt, die neue Gemeinschaftsschule in Henstedt, in der nun Haupt-und Realschüler gemeinsam unterrichtet werden, bekommt neue Fachräume und einen neuen Schulhof, die Sporthalle beim Alstergymnasium einen neuen Fußboden.

Auch das Gewerbegebiet entwickelt sich gut, deutlich mehr Firmen als in den vorangegangen Jahren wollen sich dort niederlassen. Richtig interessant wird es nach der Tour beim zwanglosen Gespräch während des gemeinsamen Mittagessens. Dabei prophezeit Bürgermeister Thormählen Henstedt-Ulzburg den vorübergehenden Verkehrsinfarkt während der Bauphase für den sechsspurigen Ausbau der A7: „Ich rechne mit Dauerstau.“ Viele Autofahrer würden dann auf die B4 (Kieler Strasse) und die B433 (Hamburger Strasse) ausweichen, so die Prognose des Bürgermeisters.

Auch Bürgervorsteher Carsten Schäfer teilt die Einschätzung des Bürgermeisters. So könne man bei Stau auf der Autobahn schon jetzt an den Nummernschildern der Autos auf Henstedt-Ulzburgs Hauptverkehrsader ablesen, wie versucht wird, auf Alternativstrecken auszuweichen. Konzepte oder Ideen, wie dem möglichen Verkehrskollaps vorgebeugt werden könnte, existieren nicht. „Wir werden das nicht verhindern können“, so der Bürgermeister.

Die Planungen für den sechsspurigen Ausbau der Autobahn zwischem dem Bordesholmer Dreieck nördlich von Neumünster und Hamburg sind in vollem Gange und sollen noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Start der vierjährigen Bauzeit ist 2013.

Henstedt-Ulzburgs Autofahrer bleibt während des etwa 48 Monate andauernden Autobahnausbaus nur die Hoffnung auf die Zeit danach: Bei einer ausgebauten und dann staufreien A7 wird hoffentlich auch Henstedt-Ulzburgs Hauptverkehrsachse entlastet werden.

Im Gespräch mit den Henstedt-Ulzburger Nachrichten äußerten sich die beiden Spitzen von Gemeindeverwaltung und Gemeindevertretung auch über das geplante neue Einkaufszentrum. Dazu mehr in den nächsten Tagen.

Christian Meeder

29.6.2011

6 Kommentare zu "A-7-Ausbau: Bürgermeister prophezeit Verkehrskollaps"

  1. Sazmann sagt:

    „„Ich rechne mit Dauerstau.” Viele Autofahrer würden dann auf die B4 (Kieler Strasse) und die B433 (Hamburger Strasse) ausweichen, so die Prognose des Bürgermeisters.“

    Damit steht er nicht allein. 🙂

    „Henstedt-Ulzburgs Autofahrer bleibt während des etwa 24 Monate andauernden Autobahnausbaus nur die Hoffnung auf die Zeit danach: Bei einer ausgebauten und dann staufreien A7 wird hoffentlich auch Henstedt-Ulzburgs Hauptverkehrsachse entlastet werden.“

    Warten wir mal ab… und ich glaube, die „Staufreiheit“ ist eher etwas für den Traum.

  2. Torsten Reimers sagt:

    Tja, und das alles nur, weil die dringend notwendige Umgehungsstraße durch ein paar Querköpfe totgeredet worden ist. Hätten wir diese vor ca. 10 Jahren „beerdigte“ Umgehung, könnten wir dem Ausbau der A7 jetzt entspannt entgegensehen! Wer zu spät kommt…

    • Welche Querköpfe sollen das denn gewesen sein? Die CDU wollte rechts rum, die SPD links rum. Man konnte sich nicht einigen und still ruhte dann der See bis sich Jahre später die Landesplanung aus Kiel meldete und die Ostumgehung aus dem Rennen nahm. Ökologisch zu wertvolle Trasse…. Im neuen Flächennutzungsplan war die Gemeinde dann (vor ca. 10 Jahren)gehalten, die Westumgehung als Freihaltetrasse darzustellen.
      Keiner hat etwas totgeredet, jedenfalls keiner aus HU.

  3. Sazmann sagt:

    Sehe ich nicht so. Wo soll denn der Verkehr von der Umgehungsstraße hin münden? Wenn die neue Straße so eine Art Autobahnersatz werden soll, dann wäre das Problem damit kaum gelöst. Denn die Autos müssten auch hinter bzw. vor H-U ja irgendwie weiterkommen. Kaltenkirchen hat keine Umgehungsstraße, dort wäre der nächste Engpaß. Ergebnis: Rückstau und das bei der kurzen Entfernung selbstverständlich bis nach H-U rein.

  4. Kurt Göttsch sagt:

    ich kann mich erinnern , dass das schon vor fast 30 Jahren ein Thema war.
    Die CDU wollte die Umgehung im Osten, die SPD im Westen.
    War das nicht so, und dann haben sie sich damit gegenseitig blockiert.

    Wer erinnert sich noch daran… solange ist dann bzgl. Verkehrsplanung nichts geschehen.

    Nur die Bahn wurde unter die Erde gelegt: jetzt wird alles gut… so klang es.

    Und es wurde ein enormer Einwohnerwachstum und eine enorme Ansiedlungspolitik eingeleitet.

    Daran haben übrigens einige Bewohner/Firmen durch massive Grundstücksgeschäfte sehr gut verdient.

    Das Ergebnis sehen wir heute.

    Erst mal Fakten schaffen und hinterher jammern… das ist qualitative Ortsentwicklungsplanung mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit ( Satireende )

  5. Christian Hagen sagt:

    …und aus Erzählungen der älteren Generation ist zu hören „…und wer nicht an die Gemeinde verkaufen wollte, stand kurz vor der Zwangsenteignung.“.
    Soviel zur Ortspolitik.

    Zum Thema AKN unterirdisch: Herr Göttsch und ich haben dazu mal einen interessanten Beitrag eine Städteplaners/Architekten gehört, der da nämlich Sinn gemäß sagte: „…hätte man das nicht Hals über Kopf entschieden, wären gute Möglichkeiten zur Gestaltung von Ortsumgehung, Stadtkern-Planung und Gewerbeansiedlung drin gewesen…“.

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