Carsharing-Start vorm Chinesen mit Bauer und WHU-Flagge

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Ein Auto, eine Flagge und 10 Menschen: Die ersten vier Personen von links: Anja Hampel, Wilhelm Dahmen, Verena Grützbach und Uwe-Köhlmann-Thater (alle WHU), dann Jamel Otmane von Greenwheels, die weiße WHU-Flagge im Hintergrund, der rote VW Up, ganz hinten Wolfgang Sievers vom Mühlenverein, Karin Honerlah und Katrin Iwersen (WHU), Rathauschef Stefan Bauer und Cihan Özen (Real).

Fix was los heute Mittag vorm Chinesen in Ulzburg-Mitte. Ein großes Medienaufgebot begleitete dort den Carsharing-Start in der Großgemeinde. Die Firma Greenwheels platzierte auf einem Stellplatz einen VW Up, der ab sofort für Carsharing zur Verfügung steht. Beim Carsharing nutzen Menschen Autos gemeinsam.

Möglich gemacht hat das Autoteilen-Projekt die WHU mithilfe von Sponsoren. Unter anderem „Real“ war einem Spenden-Aufruf der Wählervereinigung gefolgt. Großsupermarkt-Chef Cihan Özen zu den HU-Nachrichten: „Ich wohne in Norderstedt, kenne Carsharing von dort. Halte das für eine kostengünstige und unterstützenswerte Variante um mobil zu sein.“

Die WHU hat das Carsharing-Projekt im Alleingang durchgesetzt, nachdem die übrigen Ratsfraktionen nicht bereit waren, Greenwheels einen Monatsumsatz von 300 Euro zu garantieren. So hat allerdings auch Norderstedt die Firma in die Stadt gelockt. Dort gibt es bereits fünf Standorte. Und mittlerweile funktioniere Carsharing in der Nachbarkommune ganz ohne Umsatzgarantie, berichtete Jamel Otmane von Greenwheels.

Mitmachen beim Carsharing will übrigens auch Bürgermeister Stefan Bauer. Er kündigte an, dass sich auch die Verwaltung bei Greenwheels anmelden werde.

Zur Webseite des Unternehmens geht es hier: https://www.greenwheels.com/de/

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4. Januar 2017

15 thoughts on "Carsharing-Start vorm Chinesen mit Bauer und WHU-Flagge"

  1. Solche Mietradstation, wie es sie übrigens auch in Norderstedt gibt, haben auch eine Signalwirkung. Henstedt-Ulzburg fördert den Radverkehr.
    Durch die Vernetzung auch mit Norderstedt bekommt eine hohe Fahrrad Verfügbarkeit entlang der Nord Süd Achse mit der Möglichkeit auch Lastenräder zu mieten.
    Für die Kritiker des Radverkehr sei dieser link empfohlen
    https://nationaler-radverkehrsplan.de/de/bund/nationaler-radverkehrsplan-nrvp-2020

    1. Sind ja zum Glück Wahlen dieses Jahr. Und viele Bürger haben auch keine Lust mehr sich bevormunden zu lassen von der Regierung. Ich hoffe das dann gewisse Lobbyvereine wir der ADFC endlich mal Einhalt geboten wird. Weil es reicht.

  2. Das Carsharing Auto ist nun da.Ein Teil des Verkehrskonzeptes angefasst und in Erprobung.

    2 Teil.Mietfahrräder wie Nextbike mit Standorten wie Bahnhof und Gewerbegebiet Nord ist wünschenswert und nicht einmal als Erprobenswert erachtet worden weil es so etwas nicht zum Nulltarif gibt. Gleiches Spiel wie Carsharing ist eine Mietstation für Fahrräder auch nur mit Sponsoren möglich? Auch hier ist die Politik gefragt. Förderung des Radverkehrs ist nicht zum Nulltarif zu bekommen im Vergleich zum MIef aber deutlich billiger zu haben.

    oder geht es hier bei den Leihrädern wie mit den Rüttelschwellen? Ablehnende Haltung weil kein Unfallschwerpunkt und zu teuer. Hier sind die CDU UND die BFB gefragt eine Lösung zu finden um die Rüttelpisten Fahrradfreundlich zu gestalten. Aus unserer Sicht reicht als einfachste Lösung je Richtung und Schwelle ein Belagwechsel in 1m Breite ohne Tiefbaumaßnahmen..

    Wir stellen uns die Frage wie will Politik und Verwaltung den Radverkehr steigern wenn nicht einmal einfachste Dinge Umgesetzt werden. Es scheitert sogar an Bordsteinabsenkungen an Radwegen.(Beispiel Krumpeterweg)

    1. Herr Daberkow, wieder wollen Sie uns Ihr geliebtes Hobby aufdrängen. Sie merken doch schon an den von Ihnen beschriebenen und zum Glück abgelehnten Vorschlägen, dass dies keiner will in der Verwaltung.
      Es war schon ein Fehler von Real die komischen Fahrradständerhäuschen mit Ihrem Mitwirken aufstellen zu lassen. Ich selbst habe diese bis heute nicht genutzt.
      Carsharing werde ich aber sehr oft nutzen, da man mit dem Auto meist schneller ist, z.B. in Norderstedt oder Kaki.

    2. Beim Fahrrad ist es aber doch so, daß man mehrere Abstellstandorte bräuchte. Und in HH sieht man oft Serviceleute, die Fahrräder vor Ort reparieren und die Stückzahlen durch LKW-Transporte regulieren, damit diese überall bedarfsgerecht bereit stehen. Ganz so simpel wie aussieht ist es also vermutlich nicht. Und in einer von Einzel-/Reihenhäusern dominierten Ortschaft werden wohl viele ein Fahrrad haben. In Eimsbüttel oder Winterhude müsste man das Fahrrad in verwinkelte Keller oder auf den Balkon bugsieren, das macht sicherlich den Charme der Mieträder aus. Eher kein Massenproblem in HU.

      1. Nö, in Eppendorf z.B. werden die Fahrräder draußen bei Wind und Wetter incl. Anhänger abgestellt, weil fast niemand sie in den Keller oder Boden tragen möchte und wieder zurück. Die Sicherung erfolgt mittels Ketten und Schlössern, die man ja grundsätzlich auch „knacken“ kann mit Bolzenschneidern.
        Der „Nachteil“ ist: dunkle Gestalten fahren ab und zu die Straßen ab und „knipsen“ diese Fahrräder dann einfach ab um verladen sie sofort.
        Wie ich hörte, Sammeltransport mit LKW Richtung Osten ohne Grenzkontrollen.
        Dabei muß man wissen, daß in diesen Stadtteilen nachts mehr Betrieb ist als hier in HU.
        Fahrräder in HU werden habe ich mehrfach dem Fundbüro übergeben, gefunden an einsamen Stellen, meist am Wochenende.
        Wie soll dann eine Sicherung der Mietfahrräder im Ortskern erfolgen, wenn dort nachts im Dunkeln still und heimlich böse Menschen am Werk sind ?

        1. Das kommt hinzu. Man mag sein Fahrrad ja schon nicht am Bhf. oder bei den weiterführenden Schulen im Fahrradständer abstellen, weil da ständig wer rumlungert. Und man auch immer wieder an Fahrradruinen vorbeiläuft, die morgens noch nicht da waren. Scheint die Ordnungsmacht aber nicht zu interessieren, ebenso wie Lärmentfaltung mit tragbaren Stereoanlagen. Im CCU haben sie nun die rückwärtige Tür dicht gemacht ab 20 Uhr: Weil da sonst jugendliche im Gang kampieren mit allen Nebenerscheinungen…

  3. Ja, das neue Jahr fängt mit dem Erfolg der WHU gut an und lässt auf eine bessere Zusammenarbeit zwischen dem Bürgermeister und der WHU zum Wohle der gesamten Gemeinde hoffen, wenn ich das gemeinsame Auftreten entsprechend dem Artikel und dem Foto so interpretieren darf.
    Im alten Jahr sah das noch ganz anders aus, als in einem Interview des Bürgermeisters mit dem Hamburger Abendblatt die WHU als die Verwaltung störend und herabsetzend dargestellt wurde. Aber das ist nun hoffentlich abgearbeitete und ausdiskutierte Geschichte.
    Die HUN, aus bestimmten Richtungen manchmal als unsachliches „Kampfblatt“ tituliert, hat die vom Bürgermeister öffentlich ausgetragenen Unstimmigkeiten mit der WHU mit journalistischer Noblesse nicht nur nicht „ausgeschlachtet“ , sondern gar nicht erwähnt. Das ist hoch anzuerkennen.
    Bei so viel Lob für die WHU und die HUN könnte manch kritischer Mitbürger auf den Gedanken kommen, dass ich ein bestellter Lobredenschreiber wäre. Ich versichere, dass solche Einschätzungen haltlos sind.

  4. „Mitmachen beim Carsharing will übrigens auch Bürgermeister Stefan Bauer. Er kündigte an, dass sich auch die Verwaltung bei Greenwheels anmelden werde.“
    —-
    Könnte ggf. das eine Auto zeitweise komplett „blockieren“ für kleine Erledigungen (im Dienst)…aber dann muss schnell ein zweites Auto her. +1

    1. Der Schwerpunkt der Nutzung lag in Norderstedt erkennbar auf dem Abend und besonders auf Wochenenden & Feiertagen. Das sollte sich also nicht allzu stark überlappen. Sicherlich sollten man vermeiden, das Auto „auf Verdacht“ zu reservieren und das dann häufig gar nicht zu nutzen. Wird zwar nach einer Karenzzeit wieder freigegeben, erzeugt dann aber die Wahrnehmung: Ständig besetzt, obwohl das Auto immer zu sehen ist… Evtl. kann die Gemeinde mit Greenwheels zum Nutzungsverhalten in HU Statistiken austauschen (anonymisiert natürlich)… dann sieht man ja, welche Tage/Zeiten/Ortsteile Nachfrage haben. Und kann das Thema etwas progressiver treiben.

    1. Carsharing setzt eine gewisse Dichte an Zielpersonen für so ein Konzept schon voraus (weshalb es in den größeren Innenstädten wirklich zu einem kompletten Umdenken bei den Menschen, aber auch Fahrzeugherstellern geführt hat)…. und ein Auto kann nur der Anfang sein, denn sonst versuchen 20 Leute im Laufe des Tages an das Auto zu kommen, aber 2-3 „blockieren“ es gerade.

      Wenn Sie von Henstedt-Rhen nach Bilsen wollen…. dann entweder öffentliche Verkehrsmittel 293/A1/294 oder Bus 293 + Carsharing.
      Oder Oma vom Flughafen abholen….. Taxi hin-zurück, öffentliche hin-zurück….oder 293 + Carsharing…..

      Es ging und geht ohne Carsharing….es ist eine neue Alternative.

    2. 293er Bus. Wenn Sie und andere das häufig genug tun, und sich für Greenwheels dadurch ein Bedarf auf dem Rhen offenbart, steht sicherlich bald auch ein Auto dort. Wenn man natürlich häufig ein Auto braucht, wird Carsharing nicht das Richtige sein. Wenn Sie aber 1x/Woche den Familieneinkauf bei CCU/Edeka/Rewe erledigen: Auto reservieren, kaufen und im Auto verstauen, nach Hause bringen und Auto retournieren. Noch ’n Käffchen beim Bäcker oder ein Bier bei Zobi’s und mit einem passenden 293er nach Hause.

      Einige 100€/Monat für ein eigenes Auto gespart, geringer Mehraufwand. Quasi einen guten Stundenlohn erzielt.

  5. Super! Haben wir 3 Jahre lang genutzt, müssten aber immer nach Norderstedt fahren und erst dort einsteigen. Jetzt in HU, wie bequem. Das System funktioniert sehr einfach, man bekommt eine Magnetkarte, hält diese an der Windschutzscheibe an den Leser und das Auto geht auf ( oder zu). Im Handschuhfach ist ein Gerät, wo man seine PIN eingibt und den Autoschlüssel entnimmt. Schon geht’s los.
    Leider steht in dem Artikel nicht, wo man die Magnetkarte bekommt ?!?
    Eine Anlaufstelle in HU wäre schön.

    1. Hallo Herr Schneider,

      heutzutage braucht man wohl bei Greenwheels keine lokale Anlaufstelle mehr, läuft alles über das Internet und die Post. Beste Grüsse

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