BFB informiert: In Henstedt Ulzburg gibt es Notstrom nur auf dem Papier | Henstedt-Ulzburger

BFB informiert: In Henstedt Ulzburg gibt es Notstrom nur auf dem Papier

Mitteilung der BFB-Wählervereinigung

Am 6. März 2020 fragte die BFB die Verwaltung nach dem Sachstand zum Thema „Gefährdungsanalyse, Notfallpläne und Notstromversorgung.“
Nach mehrfacher Nachfrage wurde am 15.09.2020 vom Leiter des Fachbereichs 3 „Bürgerservice und öffentliche Sicherheit“ den Gemeindevertretern erklärt, dass nach den Unterlagen der Verwaltung, mehrere öffentliche Einrichtungen mit Notstrom versorgt seien.
Eine Begehung, zusammen mit der Feuerwehr, hätte jedoch ergeben, dass keines dieser Gebäude tatsächlich versorgt sei.

Außer in der Feuerwache gäbe es auch in keinem anderen Gebäude der Gemeinde die Möglichkeit, Notstrom einzuspeisen. Einen Grund für diese Unstimmigkeiten konnte nicht genannt werden. Man kündigte jedoch an, dass die Verwaltung zusammen mit der Feuerwehr eine Bedarfsanalyse erstellen wird.

Seitens der Verwaltung wird es für erforderlich gehalten, neben der Feuerwache auch das Rathaus und weitere öffentliche Gebäude mit einer Notstromversorgung auszustatten, um für die Bevölkerung im Falle einer Großschadenslage Anlaufpunkte vorzuhalten und um im Falle eines „Black-Out“ handlungsfähig zu bleiben (Rettungskräfte, Krisenstab).“
Zu den Gefährdungsanalysen und Notfallplänen äußerte sich die Verwaltung noch nicht, aber die BFB erwartet, dass auch diese Punkte jetzt mit abgearbeitet werden, und die Anfrage dann irgendwann zufriedenstellen beantwortet wird.

pm

23. September 2020

15 Kommentare zu "BFB informiert: In Henstedt Ulzburg gibt es Notstrom nur auf dem Papier"

  1. R. Finsterbusch sagt:

    Die Mitteilung aus dem Rathaus lautete vollständig:
    „Die Feuerwache in der Maurepasstraße kann im Falle eines „Black-Out“ mit Notstrom versorgt werden, wobei das Gebäude allerdings lediglich über die erforderliche Elektroinstallation zur Einspeisung von Notstrom verfügt, nicht jedoch über das dafür erforderliche Notstromaggregat.“

  2. G. Willsch sagt:

    Danke für die Agitation aus den Reihen der BfB. Eine Information, die für alle Bürger m.E. sehr wichtig ist.

    Wem also seine Sicherheit in möglichen Krisenfällen wichtig ist, und auf solche Szenarien auch vorbereitet sein möchte, für den gilt: „Hilf dir selbst, so hilft dir Gott.“

  3. Rolf Michelsen sagt:

    ….bleibt doch schon mal die Frage ob die neue Feuerwache in Henstedt-Rhen (die ja irgendwann mal in Betrieb gehen soll in Anbetracht auf die zeitliche begrenzte Hilfe aus Norderstedt) mit Notstromaggregat ausgerüstet wird. Das Thema wurde ja kürzlich mal wiewder auf die TO gesetzt – also wurde daran gedacht oder nicht ? Zumindest sind noch keine Bauttätigkeiten gesichtet am Standort.
    Vermutlich hat die kleine FW in Götzberg auch kein eigenes Notstromaggregat – oder doch ?
    Mit welcher Begründung wurde dann in der Maurepasstraße die Elektroinstallation dafür eingerichtet aber kein Gerät angeschafft.

    • Nils-Peter Schulz sagt:

      Hallo Herr Michelsen,

      die Einspeisung des Gerätehauses Maurepasstraße stammt aus einer Zeit, als das Wort „Millenium“ in aller Munde war 😉 Wurde im Jahre 1998 oder 1999 installiert. Als der Jahrtausendwechsel unmittelbar bevor stand, wurde ein Stromgenerator gemietet und geliefert, und stand dann mehrere Tage am Gerätehaus, als alle Welt Angst hatte, dass die Rechner nicht mehr laufen würden, weil sie mit dem Datumwechsel nicht klar kommen würden.
      Darum gibt es in der Maurepasstraße eine Einspeisemöglichkeit….

      Liebe Grüße

  4. G. Willsch sagt:

    Zur Ergänzung, warum es eigentlich sinnvoll ist, beispielsweise eine Notstromversorgung vorzuhalten, liefert auch folgender Bericht konkrete Anhaltspunkte:
    https://www.youtube.com/watch?v=x0sd3ZlL-Hk

    • Rolf Michelsen sagt:

      ….heute kann ich darüber lächeln……aber in meiner alten Firma damals nicht…
      Irgendwo war der Kabel zum Firmengelände unterbrochen, vermutlich durch Baggerarbeiten. Sofort war es in den Hallen, in der Werkstatt mäuschenstill.
      In den Büros alle Computer schwarz, die Kunden konnten nicht bedient werden.
      ABER: es gab ein Notstromaggregat. Welch ein Glück ! In einer kleinen Garage abseits – natürlich mit elektr. Rolltor. Doch wo war der Notschlüssel ? Er wurde gefunden und irgendwann ging es wieder los…..und die Tore per Hand und Kette aufziehen….stärkte die Muskeln.
      Nun ja, wenn die FFW nicht die Rolltore aufbekommt mangels E, die Räume nachts dunkel sind…..dann ist es mit der Alarmierungsfrist schnell vorbei…
      Meistens passieren größere Schadensfälle immer nachts oder am frühen Morgen…..da helfen dann Sirenen alle zu wecken…..sofern……sie funktionieren und gewartet wurden.

      • Thomas Joost sagt:

        Früher war alles besser…..wann hatten wir den letzten Stromausfall? Ich kann mich nicht erinnern? Ich würde mich erst einmal um die wichtigen Dinge kümmern….

  5. Thomas Joost sagt:

    Ich kann den Zusammenhang von Virenpandemie und Stromversorgung nicht so richtig nachvollziehen…. Ich behaupte mal, das jedes 🚒 eine Stromversorgung an Bord hat, oder? Also alles Bestens….

    • Norbert Wollweber sagt:

      Ihre Behauptung stimmt, bei den Folgen ist aber wohl nicht alles bestens, wie man vor gar nicht langer Zeit hautnah im Großraum Lübeck erfahren durfte. Dort löste ein „Schaltfehler“ in einem Umschaltwerk eine Kettenreaktion aus, welche zu einer Überlastung weiterer Umspannwerke führte. Das Ergebnis war ein mehrtägiger Stromausfall in dem Gebiet….

      Zu den Fahrzeugen:
      -als erstes ging den E-Autos der Saft aus, da geringe Speicherkapazität und „Steckdosen tot“
      – danach waren die Benziner auf Grund meist höherer Literverbräuche dran
      – es folgten dann die Dieselfahrzeuge

      Tankstellen waren stromlos keine Hilfe, „unkonventionell“ konnten einige Diesel-Einsatzfahrzeuge bei Bauern per Handpumpe oder vorhandenem privaten Notstromaggregat betankt werden…

      Bei dem weiter oben zitierten Sonnensturm wäre zu beachten, dass bei modernen Fahrzeugen die verbauten Steuergeräte ebenfalls den Dienst einstellen… Davor sind nur uralte Diesel-Fahrzeuge gefeit, die man zur Not ankurbeln kann….

  6. Thomas Joost sagt:

    Sind Sie sich sicher? Wenn Sie 2018 meinen, habe da etwas gelesen von 4 Stunden und nicht Tagen, kann das sein? Also meine USV hält schon 12 Stunden und dann E-Autos leer und Diesel muss per Hand gepumpt werden…ich bitte Sie…irgendwie ganz schön weit weg geholt…oder? und was hat das mit Sirenen zu tun? Sollen Ihnen diese sagen, das Sie keinen Strom haben???

    • Norbert Wollweber sagt:

      Ja, ich bin sicher! Ich war damals dort vor Ort. Der Totalausfall betrug etwas über vier Stunden im Kerngebiet, aber das Hochfahren aller Systeme dauert vier Tage, bis in allen Vororten und Gegenden dort die Stromversorgung wieder zuverlässig lief. Eben mit allen Folgen. Telefon- und Handynetzstörungen, Stromausfall in Randgebieten, auch in den alten Siedlungsgebieten der Hansestadt.
      Und wollen Sie zur Benachrichtigung der Feuerwehr Sirenen über Ihr KFZ-Bordnetz betreiben oder doch lieber auf Brieftauben zurückgreifen ? Alte Sirenen konnte man eben zur Not noch mit einer Handkurbel betreiben….,was in unserer heutige „modernen“ Zeit sicherlich nicht mehr möglich ist….

      • Rolf Michelsen sagt:

        ….es ist leider so das sich Katastrophen aller Arten und Formen oder große Schadensfalle incl. Unfälle nicht vorhersagen lassen. Sie dauern länger oder kürzer.
        Wir legen uns seit Jahren täglich bevor wir mit dem Auto starten (dürfen) den Sicherheitrsgurt an. Doch zum Glück brauchen ihn nur wenige Menschen….
        Vorsorge ist immer besser als Nachsorge…..
        Das fängt beim Vorrat in Keller, der Gefriertruhe, dem Kühlschrank oder der Ersatzbatterie an…
        Es hilft wenig wenn man im Falle des Falles sagt: ach, hätte ich doch bloß……
        Wer auf den Rettungsidenst oder die FFW wartet weil dringend benötigt – für den werden Minuten gefühlt wie Stunden…..
        Was vernichtet ist durch Feuer, Wasser etc. ist vernichtet…..Wiederherstellung fraglich. Mit derGesundheit kann es ähnlich gehen….
        Die Flutkatastrophe in Hamburg war 1962 -sie kam nachts für die Bürger unverwartet….und fast alle schliefen….
        Nachts sind Radio, TV, Smartphone nicht unbedingt eingeschaltet…..bzw. hörbar.

    • 4-5 Tage betrifft den Komplettausfall der Mobilfunknetze, weil die Notstromaggregate an den wichtigen Masten und Schaltstellen dann irgendwann auch keinen Brennstoff mehr erhalten können: https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Publikationen/Praxis_Bevoelkerungsschutz/PiB_19_Autarke_Notstromversorgung_der_Bevoelkerung.pdf?__blob=publicationFile
      Siehe Tabelle auf Seite 21 und Erläuterungen der Ausfallkategorien darunter. Wenn dann nochmal was zu alarmieren wäre (irgendwo geht noch was über die Wupper, bedingt durch den andauernden Stromausfall, und daraus ergibt sich ein neues Risiko für die Bevölkerung): Katwarn und Nina sind Geschichte, Sirenen gibts keine. Wenn dann ungewöhnlich aussehende Wolken aufziehen oder Nachbarn um Luft ringen, mag man noch erkennen, dass man sich lieber erstmal im Haus aufhält, aber da brauchts dann individuelles Glück, nicht betroffen zu sein. Aber wenn dann Wasser und Abwasserversorgung ausfallen und die Leute anfangen, aus irgendwelchen Regentonnen zu trinken, dann wär das ungesund. Abkochen ginge auch nur mit Strom/Gas. Ein Instrument des Risikomanagements wären Sirenen (inkl. Betriebskonzept bei Stromausfall selbstredend). Aber: Will immer keiner. Und halt Notstromaggregate (haben, nicht bloss nutzen können; im Ernstfall sind wohl knapp). Hoffentlich meckert niemand, wenn es mal ernst wird 🤷🏽

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