Meeschensee hat jetzt den schönsten Park-and-Ride-Platz

Bürgermeister Thomas Köppl, Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder und Bürgermeister Stefan Bauer
Bürgermeister Thomas Köppl, Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder und Bürgermeister Stefan Bauer

Mitteilung aus dem Rathaus

Erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt dreier benachbarter Kommunen: Die insbesondere von vielen Pendlern aus der Region genutzte Park-and-Ride/Bike-and-Ride-Anlage an der AKN-Haltestation Meeschensee kann nach einem Um- und Ausbau ab sofort wieder genutzt werden. Die offizielle Eröffnung der Anlage erfolgte bei einem gemeinsamen Pressetermin durch Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder (Norderstedt), Bürgermeister Stefan Bauer (Henstedt-Ulzburg) und Bürgermeister Thomas Köppl (Quickborn) zusammen mit Vertreterinnen und Vertreter der Fördermittelgeber NAH.SH und der Metropolregion Hamburg, der bauausführenden Firmen sowie zahlreichen Ausschussmitgliedern der drei Kommunen.

Auf Initiative der Gemeinde Henstedt-Ulzburg wurde zusammen mit den Städten Norderstedt und Quickborn die Erweiterung der P+R/B+R-Anlage beschlossen und realisiert, da die vorhandenen Abstellmöglichkeiten angesichts der steigenden Nachfrage nicht mehr ausreichten. Für die Umsetzung dieses Gemeinschaftsprojekts wurde im Jahr 2018 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Federführung für die Umsetzung der Baumaßnahme lag bei der Gemeinde Henstedt-Ulzburg. Zuvor wurde seitens der Stadt Norderstedt das gesamte Beteiligungs- und Verwaltungsverfahren für die erforderliche Flächennutzungsplan-Änderung durchgeführt.

Mit der Erweiterung der P+R/B+R-Anlage werden weitere Anreize für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs geschaffen. Der teilweise oder vollständige Verzicht auf das Auto, so die einhellige Meinung der beteiligten Kooperationspartner, schont Nerven im Berufsverkehr, entlastet das Straßennetz und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz!

Zu den zuvor 25 vorhandenen Kfz-Stellplätzen kommen nach Wiedereröffnung der Anlage nun 107 weitere Kfz-Stellplätze hinzu. Pendlerinnen und Pendler, die in Meeschensee vom Rad auf die Bahn umsteigen, können zukünftig zusätzlich zu den bestehenden Abstellmöglichkeiten 80 überdachte, öffentlich zugängliche Abstellplätze nutzen. 30 weitere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder befinden sich in einer geschlossenen, also vor Vandalismus sicheren Sammelschließanlage mit Lademöglichkeiten für E-Bikes/Pedelecs inklusive Schließfächern. Im kommenden Jahr soll außerdem eine ökologische Aufwertung auf der westlich angrenzenden Restfläche vorgenommen werden.

Ein großer Dank der Kommunen gilt außer den an der Baumaßnahme beteiligten Planungsbüros und ausführenden Firmen vor allem den Fördermittelgebern von NAH.SH und der Metropolregion Hamburg. Von den Kosten für die Erweiterung in Höhe von knapp 860.000 Euro sind insgesamt 642.535 Euro beziehungsweise 75 Prozent von NAH.SH und der Metropolregion Hamburg öffentlich gefördert. NAH.SH hat eine Landeszuwendung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz in Höhe von insgesamt 554.600 Euro (P+R: 375.000 Euro, B+R: 179.600 Euro) gewährt. Die Metropolregion Hamburg beteiligt sich mit insgesamt 87.935 Euro (P+R: 58.000 Euro, B+R: 29.935 Euro). Verbleibende Kosten werden zwischen den Städten Norderstedt und Quickborn und der Gemeinde Henstedt-Ulzburg gemäß Kooperationsvereinbarung geteilt.

pm

20. Dezember 2019

2 thoughts on "Meeschensee hat jetzt den schönsten Park-and-Ride-Platz"

  1. Endlich ist die P+R-Anlage Meeschensee fertig. Viele viel Pendler haben darauf gewartet. Politik und Verwaltung der beteiligten Kommunen haben Jahrzehnte darüber geredet, geplant, verhandelt; leider immer wieder vergeblich. Bewegung kam erst, als unser Bürgermeister Stefan Bauer im Amt war und sich klug und engagiert und intensiv eingesetzt ein. Ich bin überzeugt, ihm haben wir die Realisierung zu verdanken.
    Und neben den Vorteilen für die Pendler sind, wie zu lesen ist, die Kosten so wunderbar verteilt, dass durch große öffentliche Zuschüsse die Kosten für die drei beteiligten Kommunen in sehr überschaubarer Kleinheit bleiben werden.
    Danke, unser erfolgreicher Bürgermeister Stefan Bauer. Schade, schade, dass wir ihn leider bald nicht mehr haben werden.

    Horst Schmidt

    1. Sehr geehrter Herr Schmidt,

      Ihre Annahme, dass Herr Bauer der wirkliche Initiator ist, ist leider komplett falsch. Zwei Landwirte aus Henstedt-Ulzburg haben vor ein paar Jahren die entscheidenden Gespräche mit dem Landwirt aus Norderstedt geführt, dem die Flächen gehörten und ihn überzeugen können, Gespräche mit den betroffenen Verwaltungen zu führen. Herr Bauer hat dann aus der Politik lediglich den Auftrag zur Realisierung der Baumaßnahme und der Abstimmung mit den Nachbarkommunen erhalten. Die Zuschüsse zu erhalten ist das Handwerk einer Verwaltung und ist daher eigentlich nichts Besonderes.

      Herr Bauer hat es auch in anderen Projekten verstanden, sich in den Mittelpunkt zustellen, obwohl andere die Ideen hatten oder bereits viel Freizeit in vorbereitenden Maßnahmen investiert hatten. Beispiel: Hospiz.

      Und wenn ich lese, dass es ein 80 Stunden Arbeitswoche gibt, stellen sich mir mehrere Fragen.

      Wie viele selbst ausgeübte repräsentative Aufgaben hätten auch die stellvertretenden Bürgermeister oder der Bürgervorsteher oder dessen Vertreter wahrnehmen können? Oder steht hier das Ego im Weg?

      Oder warum hat er Bauer, obwohl schon nach kurzer Amtszeit aus der Politik das Signal kam, dass er die Unterstützung der Politik zur Beauftragung der Strukturanalyse der Verwaltung bekommen würde, diese erst so spät in Angriff genommen? Dies hätte allen Beteiligten insofern geholfen, als das dann Klarheit über Aufgabenverteilung und Personalschlüssel existiert hätte. Stattdessen kam es immer wieder zu Reibereien zwischen Verwaltung und Politik, da es an objektiveren Einschätzungen fehlte.

      Sie merken schon, ich bin eher froh, dass Herr Bauer keine zweite Amtszeit anstrebt. Ob es die nachfolgenden Kandidaten/ -innen besser machen werden, weiß ich nicht. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!

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