950 Euro je Mülleimer? FDP-Schupp: Eberhard liefert die zum halben Preis | Henstedt-Ulzburger

950 Euro je Mülleimer? FDP-Schupp: Eberhard liefert die zum halben Preis

Mülleimer mit Spruch drauf. Dieser hier steht im Wildpark Eekholt

Ganz schön teuer so ein kleiner Stups. 950 Euro will sich die Verwaltung neue ‚Mülleimer mit lustigen Sprüchen drauf‘ kosten lassen. 950 Euro pro Stück wohlgemerkt. Diese Summe nannte die Verwaltung kürzlich bei den jüngsten Haushaltsberatungen. FDP-Chef Jan Schupp war auf Zinne, sagte: „Die würde Herr Eberhard liefern, zum halben Preis.“

Dazu muss man wissen: FDP-Dino Klaus-Peter Eberhard ist Handelsexperte, betreibt ein Online-Kaufhaus und verschickt Produkte rund um die Welt. Und: die Chance ist da, dass er noch zum Zug kommt. Zwar wurden die knapp 10.000 Euro zum Kauf der 10 überteuerten Mülleimer in den Haushalt für nächstes Jahr bereitgestellt, die Freizeitpolitiker müssen aber in einer der nächsten Sitzungen erst noch grünes Licht geben fürs Nudge-Projekt. Dann könnte Eberhard seine Expertise abgeben.

Hintergrund: Was ist das Nudge-Vorhaben? Das geht auf einen SPD-Antrag zurück. Nudge bedeutet so viel wie schubsen oder stupsen –  mit mehr oder weniger lustigen Sprüchen auf Mülleimern sollen die Bürger animiert bzw. „angestupst“ werden, ihren Dreck in aufgestellte Müllbehälter zu werfen – anstatt sonst wohin.

cm

29. September 2020

3 Kommentare zu "950 Euro je Mülleimer? FDP-Schupp: Eberhard liefert die zum halben Preis"

  1. Britta de Camp-Zang sagt:

    Den Vorschlag, Aufträge an politisch aktive Bürger*innen zu verteilen, finde ich persönlich nicht ganz glücklich – er war bestimmt auch nicht ganz ernst gemeint. Der Vorschlag beinhaltet aber auch, dass es günstiger gehen muss – dem stimme ich voll und ganz zu.
    Wie wäre es denn mit dieser kreativen und kostengünstigeren Idee:
    Standard-Mülleimer erwerben, Stückpreis um 100 €, von mir aus auch über Herrn Eberhard, wenn sein Unternehmen das günstigste Angebot abgibt. Diese dann von jungen Menschen aus Henstedt-Ulzburg mit Hinweis auf das Motto (Nudge-Projekt / Fütter mich) gestalten lassen. Die Kosten für Grundierung, Graffiti-Spraydosen etc. kämen natürlich noch hinzu.
    Damit nicht alle Teilnehmer*innen am Ende auf halbleeren Spraydosen „herumsitzen“, könnte nach Abfrage, was an Farben benötigt wird, ein Pool an Spraydosen etc. angeschafft werden, der von Einrichtung zu Einrichtung (Jugendzentren Tonne und Rhen, Schulen) oder talentierte Jugendliche, die sich melden, weitergegeben wird. Natürlich müsste zwischendurch kontrolliert werden, ob geleerte Dosen nachgeordert werden müssen. Alles im Sinne von Kostenkontrolle und Umweltschutz.
    Ich bin sicher: Henstedt-Ulzburgs Mülleimer wären am Ende ein Hingucker und die Akzeptanz für eine Nutzung würde gewiss, nicht nur in der mitwirkenden Altersgruppe, erheblich steigen.

    • Andrea Christiansen sagt:

      Prima. In anderen Orten wurden solche Projekte zusammen mit Schulen schon erfolgreich umgesetzt. Da lässt sich als Projekt in den Kunstunterricht einbauen.
      Die Schüler lernen dabei auch etwas über die Planung eines Gestaltungsprojekts und über das Anlegen von Vorabmustern.

  2. G. Willsch sagt:

    Die Personen, die ihren Müll achtlos in der Gegend verteilen, interessieren sich nicht für kreativ gestaltete Mülleimer. Die werden sich höchstens eins ins Fäustchen lachen, wenn die Mülleimer den ‚Vandalismustest‘ nicht bestehen.
    Auch sind es mitunter Krähen, die aus Mülleimern die Fingerfood-Verpackungen wieder herausholen, um die darin enthaltenen Essensreste zu fressen. Und Krähen können trotz aller Intelligenz leider nicht lesen.
    .
    Ergo: der gewählte Ansatzpunkt, um die Vermüllung im öffentlichen Raum zu mindern, wäre m.E. nur ein Tropfen auf den heißen Stein, und mit EUR 950,– pro Mülleimer ohnehin deutlich überzahlt. Auch wenn es gut gemeint ist.

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