Hovorka
Rund ums City-Center: Müll, Lärm, Jugendgruppen – Erste Geschäftsfrau warnt vor Kundenschwund | Henstedt-Ulzburger

Rund ums City-Center: Müll, Lärm, Jugendgruppen – Erste Geschäftsfrau warnt vor Kundenschwund

Irgendwann reist jedem einmal der Geduldsfaden. Bei Kerstin Lietz war es vergangene Woche so weit. Die Inhaberin von Optik Meyer klingelte bei den HU-Nachrichten durch, sagte: „Machen Sie die Situation hier rund ums CCU bitte zum Thema. Viele Kunden mögen hier einfach nicht mehr herkommen, weil hier jeden Tag Gruppen von Jugendlichen stehen, laut Musik hören, Alkohol trinken. Ich darf hier täglich den Müll zusammenkehren. So kann es nicht weitergehen, es ist wirklich geschäftsschädigend.“

Jugendgruppe vorm Reisebüro

Jugendgruppe vorm Reisebüro

Das sich Jugendliche am Wochenende rund ums CCU treffen, dort trinken und sich die Zeit vertreiben, ist nicht neu, wurde aber bisher in den HU-Nachrichten nicht thematisiert – in der Vergangenheit gab es immer wieder die nachdrückliche Bitte aus den Kreisen der Geschäftsleute von einer Berichterstattung abzusehen – aus Angst der Ruf des Einzelhandelsstandorts könnte vollends leiden. Gleichzeitig wurde gehofft, dass sich die Situation mit der Zeit wieder normalisieren könnte. Mittlerweile ist klar: das Gegenteil ist der Fall, es geht nun mitunter schon unter der Woche im Ortszentrum hoch her. Als Lietz vergangene Woche durchklingelt ist es 15.30 Uhr, sie erzählt: „Aktuell hab ich hier zehn Jugendliche vor dem Geschäft. Nachdem ich etwas gesagt habe, haben Sie immerhin ihren Ghettoblaster ausgemacht. Dafür haben sie mittlerweile ne ganze Flasche Wodka intus.“

Lietz berichtet, dass sie im Rathaus angerufen habe und sich dort über die Zustände beschwert habe, aber auf taube Ohren gestoßen sei. Lietz: „Die Dame vom Ordnungsamt hat gesagt, das fiele nicht in ihren Aufgabenbereich, ich solle mich an die Polizei wenden.“ Und macht die Ordnungsmacht was? Lietz sagt, die Polizei komme, wenn man sie anrufe, schreite auch ein, löse das Problem aber nicht nachhaltig: Lietz: „Es geht einfach nach kurzer Zeit fröhlich weiter.“

xxx

..und vorm Optiker

Die HU-Nachrichten haben in der vergangenen Woche mit weiteren Landeninhabern in Ulzburg-Mitte gesprochen, alle berichten von Gruppen die sich fast täglich an unterschiedlichen Plätzen einfinden, laut Musik hören, Drogen konsumieren. Sie bestätigen ebenfalls, dass sich das Ordnungsamt nicht zuständig fühlt und an die Polizei verweist. Nicht jeder will aber seinen Namen in der Zeitung lesen, ein Mann aus dem Einzelhandel: „Anschließend hab ich nur beschmierte Fensterscheiben und passieren wird sowieso nichts.“

Erdal Yildiz vom Urfa-Kebap Palace, der direkt vor dem neuen Europagarten beheimatet ist, hat davor keine Angst; was ihn aber viel mehr verwundert ist das Desinteresse der Gemeinde an dem, was bei ihm vor dem Laden und damit auch unmittelbar vor dem Rathaus so abgeht. Er zu den HU-Nachrichten: „Ich komme aus Hamburg, aber so viele Jugendliche auf einen Haufen hab ich noch nicht erlebt. Da sind 13/14-Jährige dabei, die Drogen nehmen, das gibt’s in ganz Hamburg nicht.“ Und dann die Einschränkung: „Vielleicht am Hauptbahnhof mit den ganzen Obdachlosen.“

Das Rathaus mit den Orstentscheidern steht unmittelbar am Brennpunkt des Geschehens, angesichts der nicht einfachen Einzelhandelssituation in Ulzburg-Mitte sollte man eigentlich annehmen, dass dort die Alarmglocken läuten, wenn Geschäftsinhaber vor Kundenschwund warnen – und auch wenn Teenager in ihrer Freizeit nichts besseres anzufangen wissen als zu Alkohol und härteren Drogen zu greifen.

Doch für die Verantwortlichen im Rathaus ist nur die Polizei Ansprechpartner, wenn es um die Situation rund ums CCU geht. Ja, Beschwerden von Geschäftsleuten wegen Jugendgruppen im Europagarten und Umgebung seien der Gemeinde bekannt und ja, es sei ebenfalls richtig, dass bei Beschwerden auf die Polizei verwiesen werde, teilte Rathaussprecher Malte Pohlmann heute Vormittag mit. Der Sprecher weiter:“ Sollten sich Anwohner oder anliegende Geschäftsleute – wie Sie mir beschrieben haben – durch den Lärm von Jugendgruppen belästigt fühlen oder den Konsum von Drogen beobachten, ist der richtige Ansprechpartner hierfür die Polizei. Die Polizei ist befugt, Straftaten aufzunehmen und Platzverweise zu erteilen. Wird in der Folge, bspw. wegen wiederholter Lärmbelästigung, ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen einzelne Personen eingeleitet, nimmt die Polizei zwecks Verfolgung und Ahndung Kontakt mit dem Ordnungsamt auf.“

Für Kerstin Lietz ist die Untätigkeit der Gemeinde unverständlich, mit polizeilichen Maßnahmen werde man der Situation nicht Herr werden. Sie sagt: „Gruppen unterschiedlichster Couleur in dieser Massivität machen einfach kein Wohlbefinden beim Einkauf. Die Kunden bleiben dann einfach weg.“

cm

23. Juli 2019

67 Kommentare zu "Rund ums City-Center: Müll, Lärm, Jugendgruppen – Erste Geschäftsfrau warnt vor Kundenschwund"

  1. Stefan Kunze sagt:

    So wollte es die Gemeinde doch haben, jetzt haben sie die städtische Lebensweise. Die Politiker in Henstedt-Ulzburg haben tolle Arbeit geleistet das es in unserer schönen Gemeinde Berg ab geht 🤦🤦🤦

  2. Zuchra Tostensen sagt:

    Ich finde es ungeheuerlich wie die Jugend heut zu Tage über einen Kamm geschert wird. Das die Behauptung aufgestellt werden sie haben ne Flasche Wodka intus nehmen Drogen. Wenn ich so was mitbekomme rufe ich die Polizei. Wenn es 13 oder 14 Jährige sind. Fakt ist für die Jugendlichen gibt es in Ulzburg nichts. Schön finde ich es auch nicht. Schuld ist das CCU sowas unatraktives … man mag so schon nicht gerne in ein halb leeres Gebäude gehen wo es den Investor kaum interessiert ob die Läden vermietet sind. Es liegt an der Gemeinde ihnen etwas anzubieten..es ist die nächste Generation. Drogen Alkohol liegt an der Polizei mehr kontrollieren und Präsenz zu zeigen. Das ist kein Problem von heute sondern jeder weiß das Ulzburg mittlerweile ein Drogen Umschlagplatz ist. Nur man versperrt die Augen..den Inhabern der Läden..gehen sie auf die Jugend zu. Sie tun ihn nichts. Wenn es so sein sollte laute Musik ect reden sie. Nur behaupten sie nicht Sachen wie Flasche Wodka intus Drogen nehmen , dann schreiten sie ein.. man könnte denken sie Stellen Behauptungen um auf sich und das CCU aufmerksam zu machen.. und an die Gemeinde. Tun sie endlich etwas.. damit die Jugend nicht dahin wegetiert.. und zu so einem Mist wie Drogen und Alkohol greifen muss.

  3. Felix Rückert sagt:

    Dies sind nur, um es mal grob zu sagen, unnütze Argumente. Das Problem ist das die Jugendlichen kaum Plätze haben um sich mal zu treffen, Musik zu hören und einfach die Ferien oder ihre Freizeit zu genießen. Anstatt die Jugendlichen nur in ihren Zimmern am PC spielen oder sonst was sind, gehen sie lieber raus und genießen die Freiheit. Sollen wir doch froh sein das die Jugend von heute den sozialen Kontakt in Gruppen stärken und eher raus gehen als wie schon gesagt rum zu wegetieren. Ich finde das dies nur eine unnötiger Bericht ist der nach Aufmerksamkeit ruft.

    • Jugendzentrum: http://invia-hamburg.de/kinder-und-jugendhilfe/jugendzentren-tonne-und-rhen.html (bis 27 Jahre, danach dürfte das Verlangen nach Feierabend-Ruhe Oberhand gewinnen)
      Skaterplatz, Freibad, 2 Hallenbäder in Nachbarorten, SVHU & weitere Vereine, VHS-Kurse, Joy-Disco
      —-
      Aber selbst die Zusammenkünfte rund ums CCU würden sicher weniger sauer aufstoßen, wenn ruhige Gespräche stattfinden würden. Aber es wird gejohlt, getrunken, geraucht, uriniert, geschubst und man stellt Zuwegungen voll. Derart ungepflegtes Verhalten will halt niemand sehen.

      Obige Angebote reichen immer noch nicht? Einfach die dafür vorhandene Interessenvertretung ansprechen und was vorschlagen: http://kijupa-hu.de/

      • Jan Kirmse sagt:

        Provozieren, Grenzen ausloten, berauschen…nonkonformes Verhalten ist nichts ungewöhnliches, insbesondere bei Jugendlichen. Das „kontrolliert“ man auch nicht mit Vereinen und betreuten Freizeitangeboten, klingt ja fast naiv.
        Die Sorgen der Ladeninhaber finde ich nachvollziehbar, aber bei unangemessenem Verhalten an öffentlichen Plätzen ist ja tatsächlich die Polizei der Ansprechpartner und wenn man die oft genug gerufen hat, vielleicht ist der Platz dann irgendwann tatsächlich uninteressant. Das ist ja Teil von „Grenzen ausloten“.

        • Exakt. Wenn jemand Grenzen sucht: Seien wir behilflich und zeigen sie frühzeitig und unmissverständlich auf. Ist nur leider bislang unterblieben, deshalb sind wir wieder um einen Aufreger „reicher“.

    • G. Willsch sagt:

      Den Kommentaren von Herrn Schneider und Herrn Kirmse schließe ich mich inhaltlich an.
      Hervorzuheben ist der Kommentar von Herrn Rückert. So schreibt er: „Das Problem ist das die Jugendlichen kaum Plätze haben um sich mal zu treffen, Musik zu hören und einfach die Ferien oder ihre Freizeit zu genießen.“
      Ich denke genau hier sollte man ansetzen, und entsprechende Plätze fest zuweisen, an denen sich Jugendliche und junge Erwachsene treffen können, ohne dabei andere Menschen (auch auf dem Weg dahin) zu stören.
      Denn für die Rahmenbedingungen ist die Gemeinde zuständig, damit die Polizei entsprechend agieren kann. U.a. auch, wenn die MP-3-Box doch etwas zu laut ist: https://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/guetersloh/22316416_MP3-Boxen-und-Lautsprecher-Wer-zu-laut-Musik-hoert-muss-zahlen.html

      • Dirk Barckmann sagt:

        “ … Ich denke genau hier sollte man ansetzen, und entsprechende Plätze fest zuweisen, an denen sich Jugendliche und junge Erwachsene treffen können, ohne dabei andere Menschen (auch auf dem Weg dahin) zu stören. … “
        Hundeauslauf für Zweibeiner?? Bitte mal konkreter werden.

  4. Mühlbradt sagt:

    Ihnen kann Ihnen leider gar nicht folgen! Leben Sie an der Wirklichkeit vorbei? Beobachten Sie ,doch mal das tägliche Geschehen !!!

  5. Jan Kirmse sagt:

    Immer dieses undifferenzierte „Drogen“. Als wäre z.B. kiffen und koksen in Wirkung und Auswirkung kein Unterschied oder schlimmer als Alkohol. Ist für mich zwar nicht nachvollziehbar, daß derlei Dinge von Jugendlichen inzwischen öffentlich und dann auch noch an so einem belebten Ort konsumiert werden, aber eigentlich zeigt das doch nur zwei Dinge auf: zum einen hat man dabei scheinbar nichts zu befürchten (früher hätte tatsächlich irgendwer die Polizei gerufen oder einem als ungefragter Stellvertreter der Eltern ne kräftige Ohrfeige verpaßt), zum andern gibts vielleicht keine besseren Orte mehr (als Jugendlicher wird man doch überall verscheucht oder hat gar nicht erst Zutritt).

  6. Andre Kulis sagt:

    Das Problem ist nicht das CCU. Das Problem ist unsere Gesellschaft. Und näher möchte ich nicht mehr dazu sagen. Jeder sollte sich selbst hinterfragen.

  7. Manuel Held sagt:

    Vielleicht sollte man in dem Zuge auch mal die konspirativen Treffen zwischen Jugendzentrum Tonne und Grüner Schule auf dem Wanderweg erwähnen, wo gekifft wird, daß sich die Balken biegen. Und das liegt nicht daran, daß die Kids Ferien und damit Langeweile haben.

  8. Robin Lentfert sagt:

    Ich bin für Umerziehungslager! Oder, wir ziehen einen Graben um den Platz.

  9. Jaggle Naut sagt:

    Ich bin ein 18 jähriger Jugendlicher der all diese „drogennehmenden Wodka intus habenden“ Jugendlichen kennt. Und ich sag mal so:
    Die 13 Jährigen trinken höchstens Mal ein Bier. Ist zwar auch verwerflich, aber sie saufen nicht den Vodka.
    Diese Drogen die von den Leuten konsumiert werden sind 99% Gras und ich hoffe ihr Kommentarschreiber seid gebildet und informiert genug zu wissen, dass Cannabis als ganzes nur ein Bruchteil so schädlich für den Körper und das Gehirn ist, auch in jungen Jahren, als Nikotin und Alkohol. Also wenn ihr euch wirklich Sorgen um die Jugendlichen macht, dann seids froh, wenn sie kiffen. Wenn ihr diesen Aspekt nur ansprecht um Tumult zu machen, dann macht euch ruhig lächerlich.
    Und ja Grund dafür sind bestimmt fehlende Beschäftigungen in HU aber mal ganz ehrlich. Wenn man ein Gebäude wie das CCU, in dem ein Kaufland beheimatet ist, der alles verkauft, was das Herz begehrt und direkt neben dem Bahnhof und der Hauptstraße liegt und dazu auch noch Sitzgelegenheiten bietet… Ganz ehrlich was erwartet ihr? Dass die Leute irgendwo hinpimmeln, wo sie 10 Minuten zum nächsten Supermarkt und zum Bahnhof brauchen? Wohl kaum. Dieser Ort ist von Grund auf prädestiniert dazu, „Gesindel“ wie diese Leute anzulocken. Da hat sich die Gemeinde Henstedt-Ulzburg eigentlich selbst ins Bein geschossen.
    Dass es eine Belästigung darstellt und sogar geschäftsschädig sein kann ist mir klar, ich chill selbst nicht mehr gern mit diesen Leuten. Wenn die Polizei wirklich nichts besseres zu tun hat, können sie ja jedem nen Platzverweis ausstellen, dann ist es denen verboten da zu chillen, aber dann gehen sie woanders hin, an Orte die euch 40 Jährigen Kommentareschreiber auch wieder nicht passen. Was bleibt der Jugend übrig?
    Und noch was zu meinem zweiten Punkt. Ihr macht euch auch genauso lächerlich wenn ihr wirklich der Überzeugung seid, dass es eine Drogenfreie Welt geben könnte. Diese Vorstellung ist reiner Murks. Menschen nehmen schon seit zehntausenden Jahren Drogen, und sie werden es weiter tun. Statt eure Energie ins Beschweren zu setzen, solltet ihr euch lieber moderne Ansätze einfallen lassen, wie man einen harmonischen Umgang mit diesen Substanzen schaffen kann. Beispiel Schweiz. Ich will darauf nicht weiter eingehen, benutzt Google. Legale Abgabestellen, die erst mit 18 betreten werden können. Natürlich wird den jungen da was mitgebracht, aber bei eutem geliebten Alkohol ist es das gleiche Spiel. Dadurch würde wenigstens der Straßenhandel eingedämmt werden und die Jugendlichen begeben sich in weniger Gefahr. Wenn ihr ein harmonischen Umgang mit Alkohol leben könnt, warum dann nicht auch mit Gras? Naja egal, ich bin ja nur einn18 jähriger, der keine Ahnung hat und das ganze nicht versteht, oder? 🙂
    Aber Fakt ist, dass ich diese Leute kenne und weiß, dass es liebe Menschen sind. Wenn man nett auf sie zugeht, werden sie auch folgen. Aber nichts machen und sich dann beschweren, dass nichts passiert…

    • Harald Witte sagt:

      @Jaggle Naut,
      toll beschrieben und eingeschätzt.
      Ich bin 60 Jahre und sehe es genau so.
      Ich nehme zwar keine „Drogen“ wie Gras oder ähnliches, habe imich aber wertfrei sehr kundig gemacht und weiss heute, das „Gras“ viel weniger, bis gar nicht schädlich ist.
      Im Gegensatz zu Alkohol und Zigaretten, die mehrere 1000 Todesopfer im Jahr fordern.
      Und meine Erfahrung mit Menschen die „Gras“ rauchen, kann ich sagen, das sie weder randalieren noch irgendwie anders unangenehm auffallen.

      • Benno Colmorgen sagt:

        Moin Herr Witte,
        leider vielleicht doch nicht ganz so ungefährlich: Psychotische Entwicklungen scheinen begünstigt zu werden.
        https://www.aerzteblatt.de/archiv/89544/Cannabis-und-Psychose-Kausaler-Zusammenhang-wird-immer-sicherer
        Immer schwer zu beurteilen, welches Rauschmittel denn nun das geringste Gefahrenpotential mitbringt. Ganz ohne scheint es aber nicht zu gehen…

        • Jan Kirmse sagt:

          Na „ungefährlich“ ist doch relativ. Der normale Alltag mit Straßenverkehr ist auch nicht ungefährlich. Das Flugzeug gilt aber statistisch immerhin als sicherstes Verkehrsmittel. Was das angeht, liegen in der wissenschaftlichen Bewertung überraschenderweise Halluzinogene vorn, aber eben auch Cannabis ist BEDEUTEND sicherer als Nikotin oder gar Alkohol. Außerdem hat die Studie, auf der Ihr verlinkter Artikel basiert, einen Mangel: eine Wechselwirkung mit Alkohol und/oder anderen Drogen wurde nicht untersucht, somit ist nach wie vor unbekannt, ob es tatsächlich Cannabis als solches ist, was Psychosen auslösen kann. Umgekehrt ist es immerhin so, daß Menschen mit „cannabisbedingter“ Psychose in der Regel nicht Cannabis als einziges Rauschmittel konsumiert haben. Somit ist die Aussage „Cannabis verursacht Psychosen“ zwar nicht grundsätzlich falsch, aber auch nicht wirklich richtig oder gar bewiesen. Interessanter finde ich da eher, daß die Aussage bei vielen das panische Gefühl von „Cannabis ist gefährlich“ auslöst, wohingegen die absolut unstrittige Aussage „Alkohol ist die gefährlichste Droge der Welt und verursacht diverse Krankheiten und Todesfälle“ kaum jemanden ernsthaft aufhorchen läßt. Für alle Drogen gilt das Gleiche wie für Alkohol: die Menge macht das Gift.

          • Christoph Abel sagt:

            Hallo Herr Kirmse,
            ich habe die verlinkte Studie selbst noch nicht gelesen, aber es ist unzulässig aus einer schlecht begründeten Behauptung Canabis sei schädlich nicht ableitet, dass es ungefährlich sei. Ein Beispiel: Wenn mir jemand erklärt, dass der Klimawandel schlecht ist, weil er der Koboldpopulation in Irland zusetzt ist es nicht vernünftig daraus eine Unbedenklichkeit des Klimawandels abzuleiten 😉
            Studien sind das richtige Mittel der Wahl.

            Darüber hinaus: Nein, Alkohol ist nicht die gefährlichste Droge, das ist Populismus aus einer Welt in der Autos mit Rückspiegel für ihre Fahrer um ein vielfaches gefährlicher als Autos ohne Rückspiegel sind (man vergleiche mal die absoluten Todeszahlen!).

            • Jan Kirmse sagt:

              Hallo Herr Abel. Jetzt haben Sie gleich zwei Sätze, in denen Sie Negation so oft umdrehen, daß ich gestehen muß, daß ich nicht folgen kann. Aber ich denke ich verstehe, was Sie mir erklären wollen. 😉 Daher mein Hinweis, daß ich ja (wie auch geschrieben) durchaus anerkenne, daß Cannabis gemäß Studie ein Potential aufweist, Psychosen auszulösen (allerdings verglichen mit anderen Gefahren des Lebens meiner Ansicht nach bei weitem nicht so relevant, wie mancher es gerne darstellen möchte). Studien können aber Mängel aufweisen, Aufgrund derer man ihr Fazit anzweifeln kann, da sind wir uns hoffentlich einig.

              Das mit dem „Alkohol gefährlichste Droge der Welt“ sollte kein Populismus von mir sein. Die Einordnung basiert auch nicht auf Todeszahlen (und wenn dem so wäre, wären die selbstverständlich prozentual auszulegen, sonst wäre es unseriös, das ist klar). Was ist Ihrer Ansicht nach der „unpopulistische“ Tabellenführer (vielleicht halte ich das für populistisch 😉 )? An dieser Stelle übrigens der Hinweis: ich trinke gerne mal ein Bier, auch wenn ich Alkohol für das halte, was ich schrieb. Es kommt auf einen verantwortungsvollen Umgang an.

              • Christoph Abel sagt:

                Hallo Herr Kirmse,
                wenn Studien Mängel aufweisen sind sie natürlich erstmal wertlos, wobei ich – wie gesagt – noch nicht prüfen konnte ob die von Ihnen genannten Mängel hier vorliegen. Grob gesagt ist mein Punkt: Es ist ein Fehler aus „Das Argument XY der Canabis-Gegner ist unfug“ die Schlußfolgerung „Canabis ist in Ordnung“ zu ziehen.
                :
                Zum Alkohol: Ich trinke ebenfalls gerne mal ein Bier, hätte aber grundsätzlich kein Problem im Rahmen eines gesellschaftlichen Konsens darauf zu verzichten – ich würde es sogar begrüßen. Soetwas kann nur nicht befohlen werden, dafür ist Alkohol noch zu sehr in der Gesellschaft verankert.
                Wenn es nicht um absolute Zahlen geht fehlt mir ehrlich gesagt eine Grundlage um Alkohol als gefährlichsten Suchtstoff zu betrachten.
                :
                Einen Tabellenführer festzulegen ist schwer, da Suchtmittel nicht vernünftig abgegrenzt sind und auch hochtoxische Mittel über ihre Vergiftungserscheinung als Suchtmittel dienen können. Mir ist jedoch noch kein Maßstab untergekommen nach dem Alkohol zum Tabellenführer wird, ohne dass man den Fehler begeht absolute Zahlen zur Grundlage zu nehmen.

                • Jan Kirmse sagt:

                  Hm. Nur weil Haushaltsarbeiten statistisch noch gefährlicher sind als Auto fahren (sowohl im absoluten als auch im prozentualen), kommt aber auch niemand auf die Idee, Haushaltsarbeiten zu verbieten und nur noch durch Fachpersonal ausführen zu lassen (wer sollte das auch bezahlen?). Es gibt keine Studie, daß Cannabis ungefährlich wäre. Aber es ist (ebenso wie diverse andere illegale Rauschmittel) erheblich ungefährlicher als Alkohol und Nikotin, das ist unstrittig (Engelstrompete, Stechapfel, Tollkirsche und Muskatnuß sind im übrigen legal, obwohl deutlich gefährlicher, das Recht auf hübsche Pflanzen im Garten scheint also extrem relevant zu sein). Die absurde Diskussion ist doch immer wieder: soll es legalisiert werden. Da es verboten ist, halten es viele pauschal für gefährlich, obwohl es seinerzeit ja keine Gefahren für Leib und Seele waren, weswegen man es verboten hat. Deswegen bin ich der Ansicht, müßte man es normalerweise umgekehrt betrachten: wenn es legal wäre, reichen dann die Argumente, es zu verbieten? Und spätestens dann wird es wesentlich, daß Alkohol nicht verboten ist. Den ich auch nicht verbieten wollen würde, denn warum darf Mensch denn nicht selbst entscheiden, ob und wenn ja welchen Rausch er erleben möchte? Gezwungen wird ja niemand. Und außerdem ist „Rausch“ nicht gleichzusetzen mit „Vollrausch“.

                • Jan Kirmse sagt:

                  Hab grad mal die Überschrift gelesen, glaub wir sind zu weit ab vom Thema! 😀 Aber diskutiert sich mit Ihnen immer ganz gut.

    • Jan Kirmse sagt:

      Oh, ganz übersehen, sehr vernünftiger Beitrag! Ja, Verallgemeinerung von und objektive Unwissenheit über Drogen führt leider bei vielen zu einer Pauschalverurteilung. Die Abschreckungskampagnen des vorigen Jahrhunderts haben teilweise tiefe Spuren hinterlassen.

    • „…lieber moderne Ansätze einfallen lassen, wie man einen harmonischen Umgang mit diesen Substanzen schaffen kann“: Auf Kommunalebene wird das schwer. Aber da wir ja heute zunehmend maschinenlesbare Ausweise haben, könnte man den Erwerb sämtlicher (potentiellen) Suchtmittel daran knüpfen, sich auszuweisen. Kasse bucht dann die Menge auf ein persönliches Konto und wenn hier die Grenze zum Suchtrisiko überschritten wird, wird die Buchung technisch blockiert, so die Schnapsbuddel ggf. im Laden bleiben muss. Wer für andere mitkauft, reduziert dann ja das eigene Kontingent. Die Gesamtmenge, die in Umlauf käme, wär dann schon mal gedeckelt.
      —-
      Das wär doch sehr modern. Und der Gesetzgeber könnte das legalisierte Mengengerüst dann so regulieren, das tägliche Saufgelage kaum noch durchführbar wären. Das ists im öffentlichen Raum wieder harmonisch. 😉

      • Jan Kirmse sagt:

        Hallo Herr Schneider. Saufgelage wären durchaus noch möglich, nur eben nicht täglich. In der Tat ein moderner Ansatz, aber leider läßt sich in der Bundespolitik ja immer nur die Opposition auf solche Lösungen ein…

      • C.Rothe sagt:

        …und mit dieser Idee wird wieder ein Stück Eigenverantwortung gegen staatliche Kontrolle getauscht… am besten die Daten dann noch an die Krankenkassen und „aus Versehen“ an die Arbeitgeber…

        • G. Willsch sagt:

          Klar, Eigenverantwortung ist eine gute Sache. Damit muss man aber umgehen können: denn Eigenverantwortung und Rücksichtnahme sollten dabei gut ausgewogen sein. Wenn das allerdings nicht klappt, muss man eben zu anderen Mitteln greifen. So wie von Herrn Schneider beispielhaft beschrieben. Und es wird so oder so ähnlich kommen, wenn zunehmend rücksichtloses Verhalten mit der von Ihnen beschriebenen ‚Eigenverantwortung‘ einher geht.

          Mit Freiheit sind nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten verbunden.

          • Jan Kirmse sagt:

            Zitat: „Mit Freiheit sind nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten verbunden.“
            Eine Erkenntnis, die sich meist erst im Laufe der 20er einstellt… Wenn überhaupt. 😉

    • Kühnel sagt:

      Also ich finde, das hast du wirklich gut geschrieben. Muss allerdings dazu sagen, ich bin eine mittlerweile 43 Jährige und habe meine Jugend selbst in Ulzburg verbracht.Wir hatten wesentlich weniger Plätze in Ulzburg als ihr es heute habt. Aber wir haben was draus gemacht. Wir hatten auch keine Handys. Wir haben uns anderweitig beschäftigt. Und da liegt der Punkt. WIR haben uns beschäftig. Miteinander und nicht jeder einzeln mit seinem Handy. Und leider muss ich dir sagen, sollte man sich nicht von den ganzen Medien mit der angeblich ach so tollen Legalisierung des Marihuanas täuschen lassen. Sprich lieber mit realen Menschen, die seid ihrer Jugend Kiffen und frag Sie was aus ihnen geworden ist und wie es ihnen geht. Ist teilweise nicht so schön. Also bitte nicht verharmlosen.

      • Jan Kirmse sagt:

        Hallo Frau Kühnel.
        Zitat: „Sprich lieber mit realen Menschen, die seid ihrer Jugend Kiffen und frag Sie was aus ihnen geworden ist und wie es ihnen geht. Ist teilweise nicht so schön. Also bitte nicht verharmlosen.“
        Sicher gibt es solche. Gibt aber auch welche, die nie Drogen genommen haben und denen es trotzdem nicht gut ergangen ist. Mir ist z.B. niemand bekannt, der früher gekifft hat und aus dem nichts geworden wäre. Ich möchte also Ihr „nicht verharmlosen“ mit einem „keine Panik machen“ kontern. Auch sind wir beide grob in demselben Alter und ich kann nicht erkennen, daß die Medien eine Legalisierung kritiklos positiv darstellen würden. Allerdings wird es inzwischen wenigstens etwas realistischer dargestellt als noch in unserer Jugend.

    • G. Willsch sagt:

      @ Jaggle Naut
      Das Grundproblem bei Canabisgenuss in der Öffentlichkeit, ist die unfreiwillige ‚Fremdinhalation‘ Unbeteiligter. Während bei Alkoholgenuss die berauschende Wirkung nur individuell den jeweiligen Konsumenten trifft, können sich Unbeteiligte mitunter nicht unbedingt vor den berauschenden ‚Qualmwolken‘ der Canabisgeniesser schützen. Zumal Wirkung und Wirkungsgrad nicht bei jedem Menschen gleich sind. Sie sind als individuell zu betrachten. Deshalb wäre schon einmal in diesem Punkt deutliche Rücksicht gegenüber seinen Mitmenschen gefordert.
      Zu den ‚Rauschmittelkonsumenten‘ selber: Rauschmittel können zu Kontrollverlust führen. D.h. Verstärkung von Aggressionen, aus Reden wird Schreien, Musik wird aufgedreht, Respektlosigkeit gegenüber Mitmenschen, etc. Der Konsument selbst merkt es nicht unbedingt – er ist ja schließlich ‚betäubt‘. Ist natürlich individuell unterschiedlich. Dennoch sollte man das aus Rücksichtnahme auf andere Menschen nicht in der Öffentlichkeit ausleben.

      Zu Ihren Ausführungen zum ‚Idealstandort‘ CCU gebe ich Ihnen vollkommen recht. Direkt am Bahnhof gelegen, mit Sitzgelegenheiten im unkontrollierten (quasi rechtsfreien) öffentlichen Raum, nebst Supermarkt, Toiletten, Dönerbuden in direkter Nähe – und alles bis 22:00 Uhr geöffnet! Es verleitet ja regelrecht dazu, sich dort aufzuhalten, und entsprechend das Konsumangebot auch anzunehmen.
      Und ja, Sie haben zweifelsohne auch recht, wenn Sie sagen, die Gemeinde hätte es sich selbst eingebrockt. Es stimmt. Das CCU ist kontraproduktiv – es war und ist der falsche Bau an der falschen Stelle. Durch politischen Mehrheitsentscheid aber so gewollt. Von politischen Mehrheiten, die auch naiv und rücksichtslos zweifelhafte Mega-Logistik-Projekte und massivste Innenverdichtung befürworten, ohne dabei über die Folgen nachzudenken, bzw. diese billigend in Kauf nehmen. Alles nach den Entscheidungsmottos: Nach mir die Sintflut“ oder „Ich wohn ja nicht in Ulzburg(-Mitte)“.

      • „Das Grundproblem bei Canabisgenuss in der Öffentlichkeit, ist die unfreiwillige ‚Fremdinhalation‘ Unbeteiligter.„ 👍
        Und das gilt ja für alle Dämpfe und Gerüche. Zigaretten, Dampfer, Zigarren, Joints: Über Sinn oder Unsinn muss man für sich entscheiden. Nur eben bitte nicht in Gegenwart anderer die Qualmwolken absondern, das würde viele Konflikte vermeiden. Auf frequentierten Wegen, vor Zugängen oder gar auf der Treppe zum AKN-Bahnsteig, wo alle durch müssen, ist einfach unakzeptabel.
        —-
        Die öffentlichen Plätze sind ja sogar für den Aufenthalt gemacht. Nur eben nicht für ungesittetes Störverhalten. Einen konkreten Vorschlag. welche Art von Aufenthaltsgelegenheit der Jugend denn nun fehlt, habe ich bislang nicht vernommen. Kommt der dann in der nächsten Sitzung vom Kinder- & Jugendparlament? Die letzte war gerade am Montag. Hier die Seite mit den Terminankündigungen, der nächste wird dort sicher bald zu sehen sein: http://kijupa-hu.de/?page_id=159

  10. Heinrich Winckelmann sagt:

    Der Vorschlag, Jugendlichen einen Platz “ zuweisen “ an dim sie sich treffen können belustigt mich irgendwie. Seit wann treffen sich Jugendliche, um sich musikalisch und genussmäßig zu erfreuen, an Plätzen die ihnen „zugewiesen “ werden ? Das ist ein Widerspruch in sich !

  11. Clair Grube sagt:

    Das CCU ist und bleibt für mich eine nicht lohnenswerte Investition. Die Läden sind pseudo besetzt und hat sich auch zurecht zu einem Hotspot für jugendliche entwickelt. Meine böse Zunge behauptet auch, dass das CCU ein „Hot-Spott“ ist ( einmal bitte den Schenkelklopfer für dieses tolle Wortspiel). Eigentlich ist das ja gut, dass sich jugendliche Treffen und Zeit verbringen aber der Besitzer von Aurora freut sich, wenn die schön am Saufen sind und die Gäste das ganze Ausmaß mitbekommen. Es ist ein Hilferuf der jugendlichen, denn es ist völlig normal, dass jugendliche in diesem Alter auch Shoppen wollen und Zeit in einem Einkaufszentrum verbringen aber wo sollen die denn ihr Geld lassen, bei Kaufland oder Adler? Wir wissen, dass diese jugendlichen eigentlich Läden wie H&M,Snipes, Adidas, Nike Stores benötigen und dort ihr Geld lassen. Leider hat man, durch das Fehlen von interessanten und modernen Läden, mit denen sich jugendliche identifizieren sollen,einen sozial schwachen Raum hergestellt, wo sich nun die ansiedeln, die eher Probleme mit ihrem Leben haben, einige diese „jugendlichen“ sind auch gar keine jugendlichen mehr, sondern junge erwachsene die auf der Strecke geblieben sind. Dort wo Geld ausgegeben wird, treffen sich Menschen die Geld ausgeben, dort wo wenig Geld ausgegeben wird, treffen sich Menschen die wenig Geld ausgeben. Die Jugend ist ein Spiegel des CCU und jeder der meint, dass das CCU ein Aushängeschild ist hat wirklich verschlossene Augen. Ich will nicht sagen, dass das CCU kein Potenzial hat, ganz im Gegenteil aber man macht daraus ein sozialen Abstiegsplatz- das rettet auch nicht Kaufland. Es wird auch nicht lange dauern,bis hier einige AfD-wähler sich über die Migranten beim Glashaus vor dem CCU aufregen wird und dann geht die Debatte erst so richtig ab. Ich lege mich fest, das ist hier das prickelnde Vorspiel und der Höhepunkt wird vermutlich populistisch.

    • H. Sazmann sagt:

      „Es ist ein Hilferuf der jugendlichen, denn es ist völlig normal, dass jugendliche in diesem Alter auch Shoppen wollen und Zeit in einem Einkaufszentrum verbringen aber wo sollen die denn ihr Geld lassen, bei Kaufland oder Adler? “

      Vielleicht hilft allgemein Abwarten, bis die unbeholfene Ulzburger Dorfjugend entdeckt, dass ein heftiges „Herold-Center“ geschmeidige 22 Minuten mit dem hilfsbereiten HVV entfernt ist. Die ansprechende Auswahl dort lässt selbst kiffende Konsumherzen höher schlagen. Mit der magischen Mode von H&M, Adidas oder Nike können die interessierten Individualisten vom bislang chaotischen CCU-Vorplatz einen richtigen Rauch von Revolution durch die miefigen Manke-Siedlungen im urba.. eh.. Ulzburg wehen lassen. Yo! Die sinnsuchenden Streber vom Alstergymnasium haben sicher sowieso dieses instabile „Internet“ (56k-Modem) entdeckt, in dem es ordentliche Online-Shops aus aller Welt geben soll. Sogar aus Amerika.

      Setzt sich das durch, gibt es ein popeliges Problem weniger in H-U und die beidseitigen Bürgersteige klappen bedenkenlos hoch.

  12. Frau Clair Grube, das sind echt klärende Worte.

    • Clair Grube sagt:

      Vielen Dank, eine schlechte Investition macht mich krank, in meinem Ohre erklingt der schwache Klang der Jugend, doch keiner will es hören, nennt sich das politische Tugend? Starke Worte will ich sprechen, doch für wen – am Ende will die Politik nicht für die Jugend einstecken. Ist es denn zu viel verlangt, ein Nike Store, ein H&M? und ihr werdet sehen die Jugend dankt. Die Politik ist blind, die Debatte nur ein kleiner Wind. Man denkt es geht vorbei, doch kein Plätzchen wo können die Migranten trinken köstlichen Chai. Nun gammelt man vorm CCU und die Priviligierten schreien ganz laut „Buuh“ und irgendwann macht das blöde Teil dann zu. Wir müssen was bewegen, aber sind lähmend der Debatte ergebend. Es ist ein Trauerspiel, wir wissen die Zustände sie sind falsch aber sind unfähig zu öffnen uns’ren Hals.

      • Clair Grube – ganz große Klasse.
        Daraus sollte man/frau einen Rap machen.

      • Das CCU ist ein Privatunternehmen, da kann die Politik weder dem Center vorschreiben, wer rein soll. Noch den Wunsch-Einzelhändlern, sich dort einzumieten. Wenn allerdings viele Einwohner den Handelsunternehmen signalisieren, das sie in Henstedt-Ulzburg bislang verschmähte Kundschaft übersehen, tut sich vielleicht was. Die haben ja alle einen Pflichtkontaktkanal im Impressum ihrer Webpräsenzen 😁

  13. Vielleicht sollte die Gemeinde einen Streetworker einstellen, der sich mit den Thema Alkohol, Drogen etc bei den Kids aus einander setzt.
    Desweiteren, wir haben eine Polizei 🤔 ?
    Ich gehe täglich mit meinen Hund durch den Bürgerpark, mittlerweile ist das auch eine Hochburg von den Jugendlichen geworden um da mal genüßlich einen durch zu ziehen.
    Vielleicht sollte die Polizei auch zu Fuss mal den Ort erkunden, dann könnte man viele sollte auch erkennen.

  14. Jens Daberkow sagt:

    Back to the Roots- Als ob wir uns nicht auch damals von den Alten absetzen wollten.

    Solange die Kids mich in Ruhe lassen ist doch alles OK. Vermüllung ist auch ein Thema für die Tierfreunde die können dabei Prima die Krähen beobachten

  15. Harms sagt:

    Woher wolt ihr Wissen ob die Jugendlichen 14/ 15 sind habt ihr die Jugendlichen ein mal gefragt und sie aus dem Dönerladen in Hamburg ist es noch schlimmer und außerdem verdienen sie doch Geld an den Jugendlichen mit ihr Dönerladen. Sie wollen doch nicht erzählen das die Jugendlichen sich nix zu essen bei ihnen holen.
    Das ist doch ihr Umsatz an den Jugendlichen .

  16. Hans Bliedung sagt:

    Es soll ja Leute geben die sich an Allem stört,was nicht in ihre Welt paßt..
    Hier wird immer auf den Jugentlichen rumgehaqckt.
    und keiner redet über die Trinkergruppe der Erwachsenenh vor dem Döner-Laden, denn die machen ja Umsatz.

  17. Ob Canabis nun gesund, ungefährlich ist oder nicht – auf diese Diskussion möchte ich mich nicht einlassen. ‚Das ist auch nicht der Ausgangspunkt des Artikels hier !!! Die Gesetzeslage in unserer Republik ist klar. Gras finden wir nicht in den Regalen der Supermärkte. Wer das geändert sehen möchte wende sich doch bitte an die Politik „ganz oben“. Wir leben in Deutschland, nicht in Holland oder anderen Ländern. Gras geht nicht über den Ladentisch sondern darunter.
    Auf eine Diskussion ob Alkohol und Tabakqualm gesund sind oder nicht lasse ich icht ebenfalls nicht ein. Fest steht, diese Artikel sind überall, wenn auch mit Altersbegrenzung, an den Kassen und in den Märkten erhältlich und zulässig. Was wäre unser Bundesfinanzminister ohne die Tabaksteuer ( ich bin übrigens Nichtraucher ). Alkohol in Maßen (z.B. ein Glas Rotwein ) bedeutet keine Gesundheitsgefahr. Kettenraucher leben nicht gesund, das wissen sie auch. Jeder Erwachsene ist für sich selbst verantwortlich. Das heißt aber nicht, daß Minderjährige alles das können und dürfen was Erwachsene (ab 18 bzw. teilweise 16 Jahren) dürfen. Erwachsene sind für die Erziehung verantwortlich nach Gesetzeslage, nicht die Schulen oder KiTas und deren Personal.
    Auch die Krankenkassen wissen Tabak ist kein Lebensmittel, sondern nur Genussmittel. Damit ist das mal geklärt. Genuss im Übermaß ist nie gut, genau wie übermässiger Zuckerkonsum (auch als Hüftgold bezeichnet – bei Kindern leider nicht selten ).
    Ärger macht hier vielen Besuchern Trinkgelage im Umfeld des CCU. Dort gibt es ähnlich wie in der Gutenbergstraße nur „Standard-Konsum-Artikel.
    Saufgelage, so wie es hier bemängelt wird, erlebt man nicht in HH-Eppendorf oder in Hamburg z.B. in der Europa-Passage. Dort ist es nicht nur teuer zu wohnen sondern beherbergt auch andere Gesellschaftskreise und viele kleine Läden, die hier im Ort nur sehr selten zu finden sind. Das war mal anders. Mittelbetriebe sind der Motor des Gesellschaft und Finanzen mit kleinen Betrieben im Verbund. Große Konzerne mit fernen Zentralen bringen hier in die Kasse viel zu wenig Gelder. Das ist aber von der Politik so gewollt – das Ergebnis ist zu sehen an schlechten Rad- und Fußwegen.
    In H-U wohnen viele Mitbürger auch in sehr schönen Häusern.
    Das CCU hat keinen Flair. Es gibt keine Edelmarken, nur „das übliche“. Wer das kaufen will bestellt per Internet bei Amazon & Co – und die Kleintransporter mit Diesel bringen es dann vor die Haustür, manchmal geparkt in 2. Reihe. Oder man fährt in die Stadt Hamburg. In Norderstedter Herold-Center gibt es auch ein Publikum „in dunklen Ecken“, die nicht jeder unbedingt symphathisch findet. Aber nach meiner Beobachtung nicht soviele wie im CCU.
    Rauchgifthandel habe ich da noch nicht bemerkt oder davon gelesen oder gehört.
    Es gibt im CCU keine Atmosphäre die zum Verweilen in allen Jahreszeiten anregt – im Sommer draußen und bei schlechtem norddeutschen Wetter geschützt.
    Menschen aller Nationallitäten und Altersgruppen meiden Gebiete, wo sie beobachtet werden.
    Der Gang zwischen Gemeindeverwaltungund CCU-Eingang ist ein kahler Schlauch und bietet Deckung für den Menschen, der es meint ausnutzen zu müssen.
    Nicht nur in H-U gibt es inzwischen Menschen, in deren Heimatländern eine andere Kultur herrscht und man sich abends trifft. Das schwäbische Motto „schaffe, schaffe Häusle baue und net nach de Mädle schaue“ ist überholt.
    Ein Leben nach Feierabend findet hier statt in den Vereinen, je nach Neigung oder in den Restaurants. Flanieren am Wochenende im Ortskern unserer Gemeinde – gibt es nicht mangels Anreizen.
    Ansonsten gilt das Ulzburger Motto: wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man einen Arbeitskreis. Hier allerdings nur Gutachten, die in den Schubladen gut archiviert werden.Einer der Jüngsten ist hier zum Thema überörtliche Verkehrswege – bringt zwar keine sichtbaren Erfolge aber wenigstens Sitzungsgeld, für die Teilnehmer.
    H-U hat sich so entwickelt, wie die „alten Politiker “ es wollten und nicht weitergedacht haben. Siehe Rathausplatz gen Norden – im Schatten und nicht in der Sonne, also kaum nutzbar und bestens geeignet für „ungestörten Aufaufenthalt“.
    Der Leerstand im CCU wirkt bedrückend. Und die Verbindungstür im CCU ist noch immer aus „techn. Gründen“ geschlossen……eine wundervolle Ecke sich dort zu verstecken, wenn es draußen kalt und ungemütlich sein sollte.
    Im CCU frühstücken oder kaffetrinken – geht in der Gutenbergstraße an vierschiedenen Punkten. Diese „Hot Spots“ sind sehr beliebt. Dort gibt es auch keine Saufgelage. Und im CCU ? Die Schulferien sind bald zu Ende. Lt. Centermanagernt soll der Leerstand aber nach den Schulferien beendet sein – davon ist nichts zu sehen oder zu spüren.

  18. Lücke sagt:

    Die Leserbriefe der Jugendlichen empfinde ich sehr realitätsnah. Die Kommentare der namentlich bekannten Moralapostel sind doch sehr befremdlich. Als wenn diese Leute nie jung waren und den ein oder anderen Joint geraucht hätten. Vom Alkoholkonsum ganz zu schweigen.

    • Wenn man jung ist, raucht man notwendigerweise Joints und trinkt Alkohol im öffentlichen Raum? Nope. Joints rauchte in meinem Umfeld niemand, 0,0. Alkohol schon, aber nicht auf öffentlichen Plätzen, sondern im privaten Bereich. Ok, Ausnahme war der IC zur Bundeswehrkaserne. Da wir qua Wehrpflicht gezwungen waren, da einzusteigen, der Zug aber stets rappelvoll war, musste der Gang herhalten. Für Reservierungsgebühren (3 DM/Fahrt) war uns der schmale Sold zu schade. 😉
      Aber in Henstedt-Ulzburg beruht der Alkoholkonsum wohl kaum auf Zwangssituationen. Oder?

      • Jan Kirmse sagt:

        Zu Ihrer BW-Zeit war auf der Bahnfahrt zur Kaserne Alkoholkonsum Pflicht? 😯

        Zitat: „Wenn man jung ist, raucht man notwendigerweise Joints und trinkt Alkohol im öffentlichen Raum?“
        Die Diskussion hatten wir beide doch schon weiter oben, ist letztlich nur ein Synonym für „Grenzen ausloten“. Sie plädieren dann für Durchgreifen, ich für laissez faire, so unterschiedlich sind Menschen…

        • Ja, war irgendwie Pflicht 😉
          Was anderes kann man ja kaum tun, wenn man die Bahnfahrt HH-Unterfranken -auf dem Boden vor den Toiletten sitzend- nicht bleiben lassen kann (sonst Feldjäger-Abholservice), aber die Bundeswehr es nicht mal hinbekommt, bei der Bahn einen Waggon für uns „Kanonenfutter“ an den Zug dranhängen zu lassen.
          Übrigens: Wer sich zu Wehrpflicht-Zeiten (wenn Horden von Wehrpflichtigen im Zug waren und keine Sitzplätze hatten) wunderte, warum im ganzen Zug die Toiletten „besetzt“ signalisierten: Stichwort „Vierkant“. Wenn man schon 6 Stunden vor der WC-Tür auf dem Boden hocken muss, will man ja nicht alle 5 Minuten aufstehen müssen, weil jemand rein oder raus will 😈
          —-
          Heute haben wir faktisch keine Wehrpflicht mehr und die jungen Männer können ihre Zeit sinnvoll nutzen. Aber auf unseren öffentlichen Plätzen muss man keine Zu- und Durchgänge blockieren: Keine Pflicht, sich dort aufzuhalten und genug Platz daneben.
          Wir haben übrigens selbst im Zug auf dem öden Boden keine Mobillautsprecher dabei gehabt. So ungesittet benahmen wir uns dann doch nicht (Feldjäger gab es aber auch auf Bahnhöfen, während in Henstedt-Ulzburg die Hoheitsträger ja offenbar Zuständigkeits-Pingpong spielen).
          —-
          Wer mangels Drill-Sergeant nun tatsächlich seine Zeit nicht zu gestalten weiß:
          Einfach der Zukunft entgegenstreben: https://www.w3schools.com/python/python_intro.asp
          Alles im Webbrowser, den hat man mitunter in der Hosentasche.

          • Jan Kirmse sagt:

            Hallo Herr Schneider. Geht es so nicht jeder Generation, daß man sich über Dinge beschwert, die „es früher so nicht gegeben hat“? Zugegeben, laute Musik via Smartphone, bzw inzwischen wenigstens über Bluetooth-Lautsprecher, ist auch für mich die Pest! Aber was solls, man hat früher andere Dummheiten gemacht. Wie ihr Beispiel mit dem Toilettenvierkant verdeutlicht. Da gab es in Ihrer Jugend ganz bestimmt Ältere, die gesagt hätten, solch anmaßenden Dinge hätten sie in ihrer Jugend nicht gemacht. Der Hintergrund solcher Aktionen ist doch, daß man sich in dem Alter schlicht keine Gedanken darüber macht, ob das Verhalten irgendwen stört, ganz zu schweigen davon, daß es einem meist auch egal ist. Reisende mit Durchfall fanden es vermutlich damals nicht minder blöd, wie Sie heutzutage den Geruch einer Cannabiswolke. Man schätzt das eigene Fehlverhalten ja nie so schlimm ein, wie das der anderen. 😉

            Übrigens schöne Antwort auf meine Frage zur Alkoholpflicht! 😉 😀

            • Das wir mit dem Vierkant und dem Besetzen der Türbereiche der Waggons genervt haben, war klare Berechnung! Der Staat in Gestalt der Bundeswehr zwang und den Wehrdienst auf und stellte dann noch nichtmal sicher, das man wenigstens in Würde zur Kaserne kommt, außer durch Kauf einer Reservierung für DM 3,- pro Fahrt (also fast DM 30,- im Monat), DM 480,- Monatssold, von dem noch rd. DM 120,- für die Verpflegung abgezogen wurde (der Schlangenfraß aus der Massenabfertigung). Wir haben das uns aufgezwungene Problem durchaus in derartigen (halb-)zivilen Ungehorsam umgelenkt. Heute kennt man das von Fridays4Future, und auch hier ist das Anliegen mehr als berechtigt. Und anders auch nicht zu adressieren gewesen, jetzt denken breitete Schichten darüber nach.
              —-
              Wenn das Störverhalten auf den Plätzen rund um Rathaus und CCU ein Protest gegen etwas sein soll, fehlt mir noch die Botschaft, was anders sein soll. Der Ausschuss für Bildung, JUGEND, Kultur und Sport tagt als nächstes am 3.9.2019. 18:30h da sein hilft, denn die Bürgerfragezeit liegt eher am Beginn. Oder die Fraktion des Vertrauens ansprechen. Oder hier mal durchblicken lassen. Oder an die Jugendvertretung werden. Viele Kommunikationskanäle sind verfügbar, aber mitteilen muss man sich schon selbst.
              —-
              Nur zu, „die Politik“ beißt ja nicht 😁

  19. Oliver Blau sagt:

    Unabhängig davon, dass man sauber darüber diskutieren kann, ob es in Ordnung ist, dass Gruppen vordem CCU herumhängen, geht mir die verharmlosende Diskussion ums Kiffen gewaltig auf den Nerv. Erstens gilt es festzustellen, dass der Staat, und damit das Gemeinwesen, hierzu eine gesetzliche Regelung installiert hat. Das kann man gut oder schlecht finden, aber es ist so. Genauso wenig überlässt man es den Einzelnen mit den Auslegungen der restlichen Gesetze. So funktioniert ein Zusammenleben.Zweitens gilt es zu bedenken, was mit dem Erwerb und Konsum von illegalen Drogen an Kriminalität bei der Beschaffung einhergeht, und gefördert wird. Das beginnt in den Abbauländern, wo Menschenrechte z. B. von Warlords zertreten werden, da gibts allerschlimmste Vorkommnisse. Im Handel unterstützt man nicht zuletzt Banden, Clans und im Allgemeinen Schwerverbrecher, die z. T. vor keiner Tat zurückschrecken. Ganz nebenbei läuft illegal Kapital ab, das wiederum zur Finanzierung von Kriegen eingesetzt wird. Drittens ist unter den Drogen echtes Dreckszeug im Handel, das schwere körperliche Schäden hervorruft, deren Kosten zur Behandlung wieder von der Allgemeinheit getragen werden. Viertens ist der Konsum von Cannabis etc. unbestritten häufig der Einstieg in eine echte Drogenkarriere. Warum wird ständig der Vergleich zum Alkoholkonsum bemüht? Das ist unbestritten ebenfalls für üble Abhängigkeiten verantwortlich. Deshalb aber sind Drogen nicht legitimiert oder gut für den Menschen.

    • Jan Kirmse sagt:

      Hallo Herr Blau. Gesetze unterliegen einem stetigen Wandel. Das Verbot von Cannabis (und anderen Drogen) basierte nie auf wissenschaftlichen Erkenntnissen oder einem gesellschaftlichen Konsens, auch wenn mancher das so vermuten mag. Deswegen kämpfen seit Jahrzehnten Menschen dafür, daß dies geändert wird, bzw Aufgrund der Faktenlage legalisiert wird oder eben einzelne sinnvolle Maßnahmen für einzelne Stoffe eingeführt werden. In unserem Informationszeitalter ist es für Interessierte ein leichtes, diese Informationen zusammenzutragen. Ihre Argumentation von Warlords über illegales Kapital hin zu gefährlichen Streckmitteln (ihr vierter Punkt ist zu vernachlässigen, er ist eine widerlegte Erfindung aus den Abschreckungskampagnen des vorigen Jahrhunderts) trifft ausschließlich auf die illegale Situation zu, weswegen es Ihre Argumentation ein Stück weit ad absurdum führt. Und zu guter letzt: der Vergleich mit Alkohol wird deswegen immer wieder bemüht, da es einfach unverständlich ist, daß eine gefährliche Droge legal ist, eine andere ungefährlichere (nicht: ungefährlich!) hingegen nicht. Alkohol ist im Prinzip ja nur deswegen nicht verboten, weil es zur Zeit der Prohibition eine größere Verbreitung hatte. Die Probleme beim Verbot waren dieselben wie von Ihnen für Cannabis aufgezählten. Dies war ein großes Problem, das man dadurch löste, daß man Alkohol wieder legalisierte. Immer wieder befremdlich, daß Jahrzehnte später die gleiche Lösung für Cannabis falsch sein soll, obwohl die Situation vergleichbar ist. Mit „Verharmlosung“ hat das relativ wenig zu tun, denn es schlußfolgert ja auch niemand, daß Alkohol ungefährlich sei, weil er legal ist.

  20. …….Unterschied CCU Ulzburg und CCA in Ahrensburg: Situation am letzten Samstag um ca. 08.30 h vor Ort: im EG des CCA sind seit längerem zwei Top-Ladenflächen frei. Im CCA Angebot von den großen Ketten wie DM. C & A etc. In der Innnenstadt „Große Straße“ eine wahre Flaniermeile. Beidseitig zahlreiche Restaurants und Einzelhandelsgeschäfte. Reichlich draußen sitzende Leute sichtbar bei Kaffee, Brötchen etc. Die beiden anderen Seitenstraßen „Am Rondeel“ beheimaten ebenfalls zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte sowie Restaurants. Dort findet „Leben miteinander“ statt.
    In unseren Gemeinde wohnt man preiswerter als in Hamburg, nimmt Fahrzeiten mit steigenden Preisen im HVV hin und verliert viel Zeit. Abends „schläft“ unsere Gemeinde. Das wenige „volle Leben“ findet statt in Sportvereinen (sofern man sportlich ist) oder in Restaurants. Ersatzweise zu Hause vor dem PC mit Online-Bestellungen.
    Ahrensburger müssen zum Kino entweder nach Hamburg-Volksdorf oder in das Stadtzentrum Hamburg samt Theater-Kultur. Ulzburger nutzen gerne die Tribüne in Norderstedt.
    In Ahrensburg wird die Hauptstraße mehrmals jährlich gesperrt für Schützenfest ( gibt es als Teil des gesellschaftlichen Leben uns Kontakt miteinande schon lange nicht mehr), Weinmarkt, Weihnachtsmarkt u.a.m. Im „Marstall“ gegenüber dem Schloß findet Kultur statt auf der Bühne.
    Ulzburger fahren also mindestens bis Norderstedt, ab und zu Kaltenkirchen oder Barmstedt in Sachen Weihnachtsmarkt mit gesperrten Straßen.
    Ahrensburg hat auch einen Wochenmarkt gegenüber dem Rathaus, stark frequentiert. dort tifft man sich im Eiscafe etc.
    Nun ja, demnächst wird das Parken in Norderstedt nicht mehr kostenfrei sein rund um den Stadtkern……
    Es lebe unser Burg-Steine-Kultur hier ! Weniger Grün und weniger Bäume. Gestresst vom Verkehr auf den Straßen und das Leben in „vollen Zügen“ (Fahrpreissteigerung in 2019 ca. 5 %). Man erholt ich hier vor TV oder dem Smartphone auf der Couch, bestellt nebenbei im Internet und stöhnt dann über die vielen Lieferdienste auf den Straßen.
    Es gibt Orte, da geht abends (mit Touristen) ein Nachtwächter mit Laterne durch die leeren Straßen. Wäre glatt mal eine Idee hier Tourismus zu fördern – Leitung / Organisation von der CDU als Fachpersonal. Ulzburg verschläft die Zukunft, die Nachbargemeinden bauen Straßen ( Norderstedt saniert jetzt in der gesamten Moorbeekstraße die Fußwege wegen Alterung – dafür hat HU nie einen Etat).
    Bald ist Weihnachten, das CCU weiterhin mit Leerstand und Weihnachtsmarkt auf dem Niveau eines bayr. Dorfes „am Ende der Welt“.
    Der Segen der Logistik sei es gedankt……

  21. Heinrich Winckelmann sagt:

    Ein Freund meines Bruders – ehemalig Schulpsychologe etc. – hat im gesegneten Alter jetzt durch stetiges Kiffen eine durchaus „äußerst problematische weiche Birne “ bekommen. Keine normale Altersdemenz, geschweige denn Alzheimer Erkrankung.. Das gibt zu denken.
    Ob das nur ein bedauerlicherweise Einzelfali ist, steht dahin. Ich fürchte, das ist es nicht.

    • Jan Kirmse sagt:

      Einem Bekannten von mir ist ähnliches wiederfahren, allerdings durch Alkohol. Ein anderer (Raucher) starb an Lungenkrebs.

  22. Heinrich Winckelmann sagt:

    Jetzt braucht nur noch jemand die Aussage zu treffen, dass ein Bekannter von ihm ohne Kiffen, Alkolhol oder Rauchen gestorben ist.Einfach so. Dann haben wir fast alles erfasst – abgesehen von Krankheiten. ( Wobei ja stetiger Alkoholmissbrauch heutzutage als Krankheit definiert wird.)
    Und Kiffen i.d.R.. das Rauchen voraussetzt.
    So kann man jede empirische Aussage argumentativ ins Nirwana katapultieren.

    • Jan Kirmse sagt:

      Nein, Herr Winckelmann, meine Aussagen waren, genau wie Ihre, einfach nur Einzelfälle. Beispiel: jeder Sportmuffel kennt jemanden, der sportlich war, aber dennoch früh gestorben ist. Dieser Einzelfall wird dann als Referenz vorgeschoben, weil er für einen besser greifbar (und vor allem bequemer) ist. Der Wahrheit entspricht das aber nicht, denn statistisch sind Sportler nunmal gesünder und leben länger. Argumentativ taugt ein Einzelfall also eher weniger. Genau wie Ihr Einzelfall eines Langzeitkiffers. Oder meine beiden Beispiele.

  23. Alkohol und Nikotin rafft die halbe Menschheit hin,
    doch ohne Schnaps und Rauch stirbt die andere Hälfe auch.
    P.S. Bin weder Raucher und Alkoholsüchtiger. TV- und Smartphone-süchtig auch nicht.
    Esse und trinke weitgehend gesund und betätige mich sportlich.

  24. Heinrich Winckelmann sagt:

    Herr Kirmse Laut Defintion bezeichnet das Wort Einzelfall ein einmaliges konkretes Vorkommnis, das sich nur mit geringer Wahrscheinlichkeit wiederholen wird.
    Woher weiß man denn bei einem Vorkommnis, dass es sich nur mit geringer Wahrscheinlichkeit wiederholen wird ?
    Eine statistische Aussage muss mathematisch signifikant sein um valide zu sein. D.h. benötigt eine hohe Fallzahl. Um etwas über langjährig kiffende alte Menschen aussagen zu können, benötigt man viele exakt zuzuordnende eindeutige Untersuchungsergebnisse. Unter Ausschluss anderer Faktoren. Das wird es kaum geben. Zumal es für eine derart aufwendige wissenschaftliche Untersuchung kein wirklich wirtschaftliches Interesse besteht.
    Also wird man wohl nie eine statistisch relevante valide Aussage machen können.
    Der Einwand, dass es sich hier um isolierte( Einzel) Fälle handelt, ist also ein immer zutreffendes Killer – Argument.
    Nota bene:
    Die christliche Kirche beispielsweise hat aus einem einmaligen Vorkommnis, ( das erst 40 Jahre später erstmalig erstmalig berichtet wurde ), ein nunmehr rd.. 2000 Jahre anhaltendes welttbewegendes philosphisches Gedanken – Gebäude errichtet. Einzelfall ?

    • Jan Kirmse sagt:

      Herr Winckelmann, ob der Wikipedia-Autor nun meint, daß ein Einzelfall sich nur mit geringer Wahrscheinlichkeit wiederholt, oder ob ein Einzelfall auch ein einzelnes Ereignis sein kann, von dem man Kenntnis hat, das sei mal dahingestellt. Und natürlich, wenn vermeintliche Einzelfälle sich häufen, dann werden oftmals Untersuchungen und Statistiken erstellt um zu überprüfen, ob es noch Einzelfälle sind oder nicht. Und nein, das wird es beim Kiffen so lange nicht geben, wie es illegal ist, da man dadurch überhaupt keine verläßlichen Zahlen ermitteln kann. Aber wissen Sie, was man machen kann? Man kann in die Länder schauen, in denen es nicht illegal ist, den dort kann man vernünftige Untersuchungen durchführen. Und exakt Ihre Aussage IST wie folgt untersucht worden: eine Grundannahme von Cannabisgegnern ist, daß eine Legalisierung zu mehr Konsum und somit zu mehr gesundheitlichen Problemen führt. Das würde bedeuten, daß es mehr psychiatrische Fälle geben müßte (ganz pauschal, ohne Abfrage, ob da jemand Drogen genommen hat oder nicht). Sowas läßt sich ja landesweit relativ problemlos erfassen. Und das Ergebnis ist: es hat sich gar nichts verändert! Das ist selbstverständlich kein Beweis, aber zumindest ein sehr starkes Indiz, daß die These „kiffen macht dumm und/oder führt zu Psychosen“ nicht richtig ist. Falsch möchte ich gar nicht behaupten, denn mutmaßlich KANN Cannabis zu Psychosen führen, allerdings nach aktuellem Stand eher unbedeutend selten. Und zu dem „unbedeutend“ hatte ich mich ja schon geäußert: Teilnahme am Straßenverkehr oder Hausarbeit sind statistisch dermaßen gefährlich, daß gewisse Risiken bei bestimmten Dingen eben tatsächlich als „unbedeutend“ deklariert werden dürfen. Ganz zu schweigen von rezeptfreien Medikamenten, die man vermutlich eher als Vergleich bemühen kann.

      Es geht mir nicht darum, zu behaupten, Ihre Aussage sei falsch. Aber sie ist ein Einzelfall und was ich durchaus behaupte, ist, daß Sie damit (unnötige) Ängste schüren möchten. Das ist nicht sachlich und mißachtet Fakten, die es bereits gibt.

      Ihren Vergleich mit einer Religion finde ich eigenartig. Die christliche Religion ist eine von vielen Religionen. Im Bezug zur Menge an Menschen sind Religionen ein Einzelfall, ganz klar. Die Anhänger von Religionen widerum sind viele, weltweit ca. die halbe Menschheit (wenn ichs nicht falsch im Kopf habe, lasse mich da gerne berichtigen), also kein Einzelfall.

  25. Heinrich Winckelmann sagt:

    Herr Kirmse. Was bemüssigt sie zu der Aussage, dass ich Ängste schüren möchte ? Also eine Absicht, mit meiner Aussage etwas Ungutes bewirken zu wollen.

    ch stellte eingangs fest, dass ein Freund meines Bruders durch jahrzehntelangen Cannabis-Konsum offensichtlich nunmehr im Alter demenzielle Problem bekommen hat, die ärztticherweise nicht als “ normale“ Altersdemenzen oder Alzheimer-Erkrankung diagnostiziert wurden. Da sie in ihren alltäglichen Erscheinungsformen offensichtlich von diesen stark abweichen. Das jahrzehntelange Kiffen die hoch wahrscheinliche Ursache darstellt. Das ist a priori zuerst einmal nur eines Tatsachenfeststellung.
    Diese Tatsache darf ich zweifellos ohne verbale Abstrafung durch sie äußern.

    Mir ist es vollkommen egal, auf welchem Weg ein Mensch selbstbestimmte Eingriffe in seine ureigene Gesundheit vornimmt. So lange meine Krankenkassenbeiträge durch dieses Verhalten keine Steigerung erfahren. Oder es gesetzeswidrige oder unsoziale Auswirkungen auf die Gemeinschaft hat. Hans Albers hat sich tot gesoffen- ich liebe seine Lieder.

    • Jan Kirmse sagt:

      Natürlich dürfen Sie das äußern. Und ich habe mich zu Ihrer Äußerung geäußert. Diskussion halt, oder?!

      Gerade wurden e-Roller zugelassen. Da wurde auch viel über Sinn und Unsinn diskutiert, über Gefahren und Verletzungsrisiken. Aber KRANKENKASSENBEITRÄGE, das ist interessanterweise ein Aspekt, der irgendwie immer wieder exklusiv nur der Cannabisdiskussion vorbehalten zu sein scheint…

      • Heinrich Winckelmann sagt:

        Da ich bisher keine Diskussion – wo auch immer – über Cannabis.Konsum geführt habe – auch noch keine zur Kenntnis nahm, kann ich nicht beurteilen, ob Krankenkassenbeiträge dort als relevant bezeichnet wurden. Ich habe schlichtweg meine eigenen Beiträge gemeint. Und mir das tatsächlich selbst einfallen lassen.
        Da Cannabis sich mir als eine vollständig unbekannte Welt darstellt, auch weiterhin darstellen wird, wird das vermutlich auch so bleiben.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Nach Beschluss Trampelpfad zu asphaltieren: Grüne warnen vor Hitze am Bahnbogen

Nach Beschluss Trampelpfad zu asphaltieren: Grüne warnen vor Hitze am Bahnbogen

16. Dezember 2019

Mitteilung der örtlichen Grünen Die Verwaltung hat In der letzten Sitzung des Umwelt- und Naturau[...]

Am Sonntag: Weihnachtskonzert in der Kreuzkirche

Am Sonntag: Weihnachtskonzert in der Kreuzkirche

13. Dezember 2019

Zu einem stimmungsvollen Weihnachtskonzert am Sonntag, 15. Dezember, ab 17.00 Uhr laden die Chöre de[...]

Ulrike Schmidt bewirbt sich formal für Chefsessel im Rathaus

Ulrike Schmidt bewirbt sich formal für Chefsessel im Rathaus

12. Dezember 2019

Mitteilung der örtlichen Sozialdemokraten „Nun ist ein weiterer Schritt auf meinem Weg ins Rathau[...]

In eigener Sache: Zeitungsausträger gesucht

In eigener Sache: Zeitungsausträger gesucht

11. Dezember 2019

Mitarbeiter gesucht. Die Henstedt-Ulzburger Nachrichten suchen Austräger für die monatliche Druckaus[...]

Schüler erhalten Office-Zertifikat

Schüler erhalten Office-Zertifikat

10. Dezember 2019

Für zehn Schülerinnen und Schüler der achten Klasse der Olzeborchschule hat sich das „Büffeln“ in de[...]