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Querspange-Debatte auf Oktober vertagt | Henstedt-Ulzburger
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Querspange-Debatte auf Oktober vertagt

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Hier hat jeder was zu erzählen – im Bauausschuss

Plapperlapapp – die Ortsentscheider haben sich gestern schon wieder verquasselt. Die geplante Beratung über die Querspange zwischen Maurepasstraße und Norderstedter Straße musste deswegen verschoben werden. Ebenfalls nicht behandelt werden konnte eine vom Bürgermeister beantragte Totalsanierung des Beckersbergstadions für 1,3 Millionen Euro, auch Beratungen über den Haushalt 2020 fielen flach. Der Verwaltungschef war auf Zinne, sagte, dass die Verantwortung für eine nicht pünktliche Verabschiedung des Haushalts nun bei den Politikern liege.

Wichtige Themen konnten wieder einmal nicht behandelt werden,weil die reguläre Sitzungsdauer von  drei Stunden nicht ausreichte. Wie kam es dazu?

Viel Zeit ging drauf, weil es zu Sitzungsbeginn ein Gerangel um die ersten Plätze auf der Tagesordnung gab. Aus Angst, dass Themen, die bereits wiederholt aus Zeitgründen geschoben worden waren, erneut nicht dran kommen könnten. Auch Zuständigkeiten wurden hinterfragt.

So setzten die Freizeitpolitiker mehrheitlich durch, dass etwa erst über den Bau von Bahnhofsklos oder Fahrradabstellflächen, anstatt über den Haushalt oder die Querspange gesprochen werden sollte. Die Debatte über den Bau der Straße von der Maurepasstraße bis zur Norderstedter Straße rutschte so von Tagesordnungspunkt 15 auf 18.

Nicht zuständig fühlte sich der Großteil der Bauausschuss-Mitglieder für den sogenannten Lärmaktionsplan. Der wurde gegen den Willen des Bürgermeisters an den Umwelt- und Naturausschuss delegiert. Bauer war damit nicht einverstanden, kündigte eine Debatte über die Lärm-Zuständigkeit im Hauptausschuss an. Stephan Holowaty (FDP) meinte, dass sich damit auch der Ältestenrat auseinandersetzen könnte. Ganz interessant: Im Ältestenrat, im Bauausschuss und im Naturausschuss sitzen teilweise dieselben Personen.

Keine Debatte also über für die von CDU, FDP und BFB gewollte Querspange von der Maurepasstraße zur Norderstedter Straße, dafür gab es gestern aber ein Ergebnis für ein anderes Straßenbauprojekt – die Ortspolitiker einigten sich nach einigem Hin und Her auf (k)einen Straßennamen für den Sandweg am neuen Kindergarten Dammstücken, der demnächst asphaltiert werden soll.

Der Bürgermeister hatte Zaunkönigredder beantragt, weil es in der Umgebung viele Vogelstraßen gibt, Nadine Braasch von der SPD war mit einem Vogel grundsätzlich einverstanden, schlug aber „Grünlingsredder“ vor, weil der Grünling auf Linden spezialisiert sei und man so an die gefällte Henstedter Linde erinnern könne. Karin Hohnerlah war hingegen gegen einen Vogelnamen, um die Straßen besser auseinanderhalten zu können und Michael Meschede sagte, er sehe das ähnlich und schlug als Straßennamen „Kinderland“ vor.

Doch weder für Zaunkönigredder, Grünlingsredder oder Kinderland gab es eine Mehrheit im Ausschuss. Stattdessen verständigte sich das Gremium darauf, dem Kindergartenweg gar keinen eigenen Namen zu verpassen. Der Kindertagesstätte soll nun stattdessen einfach eine Hausnummer an der Straße Dammstücken zugeteilt werden.

Während der Debatte um den Straßennamen bat Jens Iversen (BFB) darum, die Entscheidung um die Straßenbenennung zu vertagen, um die Angelegenheit in Ruhe in der Fraktion zu beraten. Horst Ostwald (SPD) entgegnete Iversen: „Wir müssen uns nicht noch selber veralbern.“

Der Bauausschuss  tagt turnusmäßig wieder Ende Oktober.

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10. September 2019

5 Kommentare zu "Querspange-Debatte auf Oktober vertagt"

  1. Rainer Wolf sagt:

    Die Sitzungen sollten künftig in den Kindergarten verlegt werden – die Räume dürften nachmittags frei sein.

    • Dirk Barckmann sagt:

      Der war gut 🙂

      • Rolf Michelsen sagt:

        …Gerüchteweise sollen ja KiTa-Plätze knapp sein hinsichtlich der Räumlichkeiten. Da könnte man doch den Ratssal zur Zweitnutzung freigeben – mit dem Schild über der Saaltür: Kindergarten……. Ob man da Unterschiede feststellt bleibt abzuwarten.
        Humor ist der Schwimmgürtel im Strome des Lebens. Humor braucht man hier als Bürger unbedingt……

  2. Oliver Blau sagt:

    Zum Glück gab es noch den Kommentar von Herrn Ostwald. Wenn die Diskussion und das Ergebnis des Straßennamens auch nur einigermaßen korrekt dargestellt wurde, wundert mich nichts mehr.

  3. Lutz Christiansen sagt:

    Sehe ich das richtig?

    Die Debatte über einen Straßennamen war wichtiger als die Haushaltsdebatte.

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