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Kandidaten-Vierkampf ums Bürgermeisteramt – Erste Wahl-Prognose schon da | Henstedt-Ulzburger

Kandidaten-Vierkampf ums Bürgermeisteramt – Erste Wahl-Prognose schon da

Das Bild zeigt die Bewerber beim ersten Aufeinandertreffen auf dem Rhen. Am Donnerstag folgt das zweite in der Grundschule Ulzburg-Süd

Das Bild zeigt die Bewerber beim ersten Aufeinandertreffen auf dem Rhen. Am Donnerstag folgt das zweite in der Grundschule Ulzburg-Süd (19.30 Uhr)

Valentin Deck, Holger Diehr, Sascha Klupp oder Ulrike Schmidt – wer holt sich den 8.000 Euro-Job im Rathaus? Noch am Abend des ersten Aufeinandertreffens des Kandidaten-Quartetts in der Rhener Gemeinschaftsschule gab es die erste Prognose. Von FDP-Fraktionschef Klaus Peter Eberhard. Er ist sich sicher: Diehr schnappt sich den Posten. Und zwar nicht irgendwie, sondern mit ordentlich Bums. „Es wird keine Stichwahl geben“, sagt Eberhard, die Entscheidung falle bereits im ersten Wahlgang. Sein Szenario für den Wahlabend: Die beiden Einzelbewerber Deck und Klupp spielen keine Rolle, bekommen jeweils weniger als 10 Prozent. Ulrike Schmidt traut der Liberale etwa 30 Prozent zu, Diehr bekommt in seiner Vorhersage über 50 Prozent und damit die absolute Mehrheit.

Ein Durchmarsch des CDU/FDP/BFB-Kandidaten gleich im ersten Wahlgang? Es wäre ein dickes Comeback für den 50-jährigen CDU-Mann, der erst im vergangenen Jahr als Fockbeker Bürgermeister abgewählt worden ist. Er unterlag – und das mit Karacho – einer von der SPD vorgeschlagenen parteilosen Gegenkandidatin. Die örtliche Lokalzeitung bezeichnete das Wahlergebnis als Erdrutschsieg – für seine Herausforderin. Diehr bekam als Amtsinhaber nur 38 Prozent, seine Gegenspielerin 62 Prozent der Stimmen.

Karin Hohnerlah, die WHU-Fraktionsvorsitzende, glaubt denn auch, dass ihr Politikkollege die Ausgangslage für seinen Kandidaten etwas zu euphorisch einschätzt. Sie zu den HU-Nachrichten: „Wenn der Eberhard sich mit der Prognose mal nicht täuscht, die Bürger sehen oft vieles anders als die Politiker.“ Sie rechnet fest mit einem zweiten Wahlgang – mit Holger Diehr und Ulrike Schmidt als Kontrahenten. Schmidt, zuletzt als Verwaltungsleiterin eines OSZE-Büros in Ex-Jugoslawien tätig, war bereits im Oktober von den örtlichen Sozialdemokraten nominiert worden, Diehr von seinen drei Unterstützer-Fraktionen erst Anfang Januar. Für Karin Hohnerlah ist das ein großer Vorteil für Schmidt. Die Kommunalpolitikerin: „Sie hat einen meilenweiten Vorsprung im Wahlkampf, hat schon 2.000 Hausbesuche gemacht.“ Hohnerlahs Beobachtung: „Sie kommt gut an, kann gut auf die Leute zugehen, das ist eine wertvolle Fähigkeit.“

Beim Blick auf die Anzahl der Diehr unterstützenden Fraktionen ist der Ex-Bürgermeister von Fockbek aber summarisch durchaus in einer Favoritenposition. CDU, BFB und FDP verfügen im Gemeindeparlament über 17 von 33 Sitzen – und würden alle derjenigen Bürger, die den drei Parteien bei der vergangenen Kommunalwahl ihre Stimme gegeben haben auch der Wahlempfehlung der drei Fraktionen folgen, konnte es tatsächlich knapp reichen für Diehr im ersten Wahlgang. Allerdings gibt es auch Stimmen, die die starke Parteienunterstützung nicht unbedingt als Vorteil sehen. „Ich bezweifle, dass das einen positiven Effekt hat, das könnte auch nach hinten losgehen“, meint etwa Uwe Köhlmann-Thater von den örtlichen Grünen.

Die Grünen hatten sich als einzige Gruppierung komplett aus dem Kandidatengerangel herausgehalten, wollen daran – Stand heute – auch festhalten. Er wolle keine Prognose über die Wahl abgeben, sagte Kurt Göttsch den HU-Nachrichten: Der Grünen-Fraktionschef: „Ich werde mich nicht dazu äußern, wer am Wahlabend die Nase vorn haben könnte. Unser Ansatz ist: Die Bürgermeisterwahl ist eine Bürgerentscheidung, wir wollen nicht durch Prognosen oder Empfehlungen irgendeine Bürgerentscheidung beeinflussen.“

Für alle die sich übrigens fragen: – erster Wahlgang, zweiter Wahlgang, wovon ist denn hier überhaupt die Rede? Hier kommt die Aufklärung: Die Bürgermeisterwahl ist am 1. März nur dann sofort entschieden, wenn einer der Bewerber mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält. Bei vier Kandidaten, die antreten, halten das aber auch die HU-Nachrichten für wenig wahrscheinlich. Wenn also kein Kandidat am Wahlsonntag mehr als 50 Prozent erhält, gibt es drei Wochen später, am Sonntag, dem 22. März, eine Stichwahl zwischen den beiden Spitzenreitern. Also den beiden Kandidaten, die am 1. März die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten. Wer wählen will, muss übrigens nicht bis zum März warten. Schon jetzt ist Briefwahl möglich.

Christian Meeder

2. Februar 2020

46 Kommentare zu "Kandidaten-Vierkampf ums Bürgermeisteramt – Erste Wahl-Prognose schon da"

  1. Hans Bergmann sagt:

    Oh, ich bin so stolz darauf, dass Herr Diehr es für nötig gehalten hat, mich, mich ganz persönlich in einem an mich und meine Ehefrau gerichteten Brief über die Vorteile seiner zukünftigen Tätigkeit als Bgm aufzuklären, wenn ich ihn denn wählen würde.
    Nur wegen der paar Zeilen hat er richtig Geld in die Hand genommen, nicht nur wegen der Briefmarke sondern auch wegen der Summe, die zu zahlen war an einen Adressenhändler, der ihm meine Postadresse verraten hat.
    Ich, ein einfacher Wähler, von dessen Existenz er vor zwei Wochen noch nicht einmal wußte, bin ihm so viel Arbeit und Geld wert, na klar wird er meine Interessen voll umfänglich vertreten.
    Da bin ich mir jetzt ganz sicher, meine Stimme hat er.
    Die von meiner Ehefrau allerdings nicht, die will noch wissen, wer die Postadresse geliefert hat und die aufklärerischen Zeilen wären zu „platt“ und überhaupt….
    Als Wähler hat man es leicht, als Ehemann eher nicht!

    • Reinhard Föh sagt:

      Herr Bergmann, das mutet zwar ein wenig wie Deep State in HU an ( sogar mit Altersverwurstung und Kaffeetrinken ),- war aber in diesem Falle wirklich „astreine Kommunikation“ in scheinbar effektivem Wahlkampfformat. Und wenn man das Schreiben zu Ende liest, wird auch noch auf die Zulässigkeit der Datenverwendung nach Meldegesetz für den hier erstrebten Zweck hingewiesen. Da kann man wirklich nicht meckern.

      • Rolf Michelsen sagt:

        …stimmt, auf der Seite 2 – ganz unten im zweiten und recht klein gedruckten Teil mit Zeilen ist der Hinweis auf § 5 Bundesmeldegesetz als Legitimation.
        Nur diese Möglichkeit hat, wenn ich mich nicht irre, bisher hier im Ort noch kein Kandidat genutzt.
        Nun ja, so eine Werbeaktion zur Wahl kostet ja. Dafür fliessen in den USA dank Sponsoren viele Gelder…..
        Sicherlich überlesen viele Empfänger die letzten kleingedruckten Zeilen……damit wird man ja überall konfrontiert und überflutet in Sachen Datenschutz.

        • Rolf Michelsen sagt:

          …Tippfehlerteufel: natürlich § 50 und nicht 5 – sorry, ist montagmorgens…..bei miesen Regenwetter……

      • Hans Bergmann sagt:

        Die Zulässigkeit ist gar nicht angezweifelt worden, nur die Frage, wer die Adressen geliefert hat, wäre ja schon interessant gewesen. Wer weiß, vielleicht ist das ja geheim….

        • Reinhard Föh sagt:

          Nein, Herr Bergmann, keine Verschwörungstheorie hier, bitte. – Die Datenverwendung aus unserem Meldeamt ist ja eben nicht geheim sondern völlig legal. – Sicher : man könnte mehr als nur ein alleiniges Interesse nennen, dem möglicherweise am Ende legitim oder nicht – damit gedient sein mag. Die Unterstützer des Wahlvorschlags meinen ja z.B. es diene : „der Funktionsfähigkeit des Dorfes selbst“ ! Aus unserem momentanen Bürgerinteresse finde ich berechtigt, die Beantwortung der Frage zu fordern : welcher „Spieler““ hat für die in Rede stehende Aktion die finanziellen Grundlagen gelegt ?

  2. Dirk Barckmann sagt:

    Ach Herr Eberhard … Mit solchem Bla Bla machen Sie mir meine Entscheidung wirklich einfach!

    • Christoph Abel sagt:

      Wäre es nicht besser den aus Ihrer Sicht am besten geeigneten Kandidaten zu wählen, anstatt den mit dem Sie Herrn Eberhard am besten ärgern können? 😉

      • Dirk Barckmann sagt:

        Sicher. Auch ohne 😉 weiss ich wen ich nicht wähle (oder doch 😉 ) Was für eine Frage.

        • Christoph Abel sagt:

          Das beruhigt mich, unterschiedliche Präferenzen und Positionen gehören zur Demokratie dazu, aber wenn das Wahlrecht „zweckentfremdet“ wird kann das gruselig enden. 🙂

  3. Lothar Gentzsch sagt:

    Die erste Frage die sich meiner Frau und mir stellte, war auch ….vorher hat er unsere Adresse?
    Haben CDU,FDP und BFB mal eben ihrem Kandidaten die Einwohnerlisten gescannt ?
    Der Brief kostet 0,30 EUR. Gehen wir einmal von 20 000 Adressen aus , dann hat er mal eben so 6000,00 EUR ausgegeben um auch noch seine komplette Familie in die Show zu bringen.
    Die andere Kandidatin und Kandidaten wetzen sich eher die Hacken im Wahlkampf ab.
    Kann sich jeder beantworten, was ihm symphatischer ist…………..

  4. F. Lücke sagt:

    Eine Bürgermeisterin als studierte und sehr erfahrende Konfliktmanagerin wäre bei den bisherigen desolaten Verhältnissen zwischen Verwaltungschef und Gemeindevertreter in HU eine sehr gute Entscheidung. Habe Ulrike Schmidt und Holger Diehr persönlich kennenlernen dürfen. Sie geht konsequent auf die Wähler zu. Er ist leider nur der ruhige Büroleiter.

    • Horst Schmidt sagt:

      Unser erster Kontakt mit der Kandidatin war, dass sie uns ihr Konterfei mit dem schriftlichen Hinweis „habe sie leider nicht persönlich angetroffen“ halb unter die Fußmatte, halb gut sichtbar vor die Haustür gelegt hat. Jedes Kind weiß, dass das für Leute mit bösen Absichten (Einbruchsgefahr) der sichere Hinweis ist, hier ist niemand zu Hause. Das hat Frau Schmidt auf dem Balkan wohl nicht gelernt. Auch ein Grund, sie nicht zu wählen.

      • Reinhard Föh sagt:

        Gerade, damit nichts einfach unter den Teppich gekehrt wird, sollten wir als Bürger in diesem Wahlkampf in vernünftig geführten Dialog über Probleme in dem uns umgebenden weiten Politikfeld umfassend unterhalten; – mögliche, individuell gesehene Probleme auch bereit sein, frei in der Diskussion aufzuwerfen und abzuwägen. – Das richtige, auch einzuhaltende Niveau gehört meiner Ansicht nach für eine solche am Ende alle hoffentlich voranbringende Diskussion dazu. Schließlich geht es um 8 Jahre Zukunft, – hier – , sozusagen ab heute in der nur noch kurzen, noch verbleibenden Diskursfrist vor der BGM Wahl..

      • Rolf Michelsen sagt:

        ……und was machen Sied wenn Sie mal tagsüber außer Haus sind und der Briefkasten / Zeitungsfach gut sichtbar gefüllt ist…..?Das ist doch das gleiche Signal für böse Menschen.
        Ihre Argumentation zeigt doch nur da Sie Frau Schmidt nicht mögen. Müssen Sie ja auch nicht unbedingt mit Ihrer persönlichen politischen Einstellung.
        Aber dann bitte besser verpacken.
        Allerdings haben ja auch u.a. Norderstedt als auch Bad Bramstedt mal weiblichen Charme auf demn Sessel.
        Schaden kann uns sowas ja hier auch nicht…..mal zu erfahren.

      • Ulla Jurzok sagt:

        Den Äußerungen von Herrn Schmidt kann ich mich nur anschließen! Auch wir sind in den fragwürdigen „Genuss“ eines Besuches zu Beginn unseres 2wöchigen Urlaubs gekommen. Auch bei uns steckte die Visitenkarte mit dem Vermerk, dass man uns leider nicht angetroffen hat, sichtbar an der Eingangstüre. Dank aufmerksamer Nachbarn wurde die Gott sei Dank entfernt. Dieses Vorgehen hat uns mehr als verärgert und deshalb gibt es mit Sicherheit keine Stimme von uns.
        Soviel Nachdenken kann ich von einer angehenden Bürgermeisterin in der heutigen Zeit einfach erwarten.

        • G. Willsch sagt:

          Es ist doch schon sehr befremdlich, wovon einige Menschen meinen, Ihre Wahlentscheidung abhängig zu machen.
          Die Einen finden es doof, wenn ein Kandidat sich probater und legaler Mittel wie der Adressaquisition über das Einwohnermeldeamt bedient. Die Anderen, wenn ein Werbezettelchen unter der Fussmatte hervorlugt.
          Ja, es mögen individuell nicht die beliebtesten Lösungen zu sein. Aber davon macht man doch keine Wahlentscheidung abhängig?

        • Horst Schmidt sagt:

          Danke, Frau Jurzok, zeigt es doch, dass es kein Einzelfall sondern eher Methode ist. Aber kein Grund zum Frohlocken des CDU-Kandidaten. Auch er liefert reichlich Gründe, ihn nicht zu wählen.

  5. Meschede sagt:

    Interessant, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sind

  6. Thomas Joost sagt:

    Nach meiner Meinung brauchen wir kein BGM oder BGMin der die das alles im Griff hat und viel Erfahrung mitbringt, sondern eher eine Gemeindevertretung die gemeinsam nach vertretbaren Lösungen sucht und gemeinsam etwas beschließt, der neue BGM wird genauso verschlissen wie der jetzige Amtierende, nur meine Meinung 😀

    • Reinhard Föh sagt:

      Herr Joost, besser als Sie hier, kann man des wahren Pudels Kern nicht beschreiben. Aber, was bleibt uns (Bürgern) nun ? !

    • Katrin Iwersen sagt:

      Moin Herr Joost,

      darf ich Sie mal fragen, wie vielen Ausschusssitzungen seit 2018 Sie beigewohnt haben, dass Sie zu so einer Aussage kommen?

      Sowohl Frau Schmidt, als auch Herr Diehr, bemühen sich seit Wochen, Einblick in das Miteinander von GV und Verwaltung zu bekommen. Respekt!

      • Thomas Joost sagt:

        Hallo Frau Iversen, es ist leider nicht die Anwesendheit ausschlaggebend, sondern doch eher was am Ende rauskommt, oder ??? Es geht auch gar nicht um den BGM, sondern um die Einheit der GV als Ganzes, den die beschließen und nicht der BGM, der oder die muss es nur umsetzen, oder sehen Sie das anders???

        • Katrin Iwersen sagt:

          Nein Herr Joost, hallo nochmal, das sehe ich nicht anders.

          Als 1/33-igstel der GV und relativer „Neuling“, empfinde ich das Miteinander als stetig besser werdend und durchaus konstruktiv. Einige Knackpunkte bleiben ein Reizthema, aber im Großen und Ganzen sind wir auf einem super Weg.
          Umso mehr verwunderte mich ja Ihre Aussage. Aber irgendwie geben Sie sich die Antwort ja schon selber bzgl. der Aufgaben eines Bgm. Wir haben so viel beschlossen und angeschoben…

          Bald ist wieder eine Gemeindevertretersitzung, kommen Sie doch gerne erneut vorbei und überzeugen sich.

      • Reinhard Föh sagt:

        Also, Frau Iwersen, das halte schon aus einem vernünftigen Eigeninteresse der Kandidaten für selbstverständlich. – Auch steht dies nicht gegen die mAn richtige Aussage von Herrn Joost, an welcher Stelle der eigentliche Kern einer politischen Handlungs-Konfliktstarre der kommunalen Selbstverwaltung in HU liegt. – Als Bürger muß man ja nicht eine Maximalzahl von Ausschußsitzungen der GV besucht haben ;- Zu einer (für einen selbst zutreffenden) Beobachtung und anschließender politischer Bewertung reicht ja bedauerlicherweise schon die Anwesenheit bei wenigen.

        • Christoph Abel sagt:

          Die Frage ist inwieweit die anschließende politische Bewertung dann auch stimmt. Lassen Sie sich von dem Geplänkel in Diskussionen (auch hier) nicht zu dem Schluss verleiten, dass man sich nicht leiden kann. Das ist nicht notwendigerweise so
          .
          Das politische Mandat wird über Wählerzuspruch erhalten, überall wo also hinreichend viele Wähler mit am Tisch sitzen zahlt es sich also den Eindruck zu erwecken man sei versierter/klüger/bürgernäher als der politische Mitbewerber. Deshalb das manchmal komisch anmutende Geplänkel hier und anderswo. Das kann einen ärgern, ist aber eine normale Anpassung an das System.
          .
          All das muss aber die politische Arbeit nicht beeinflussen. Natürlich gibt es bestimmt auch Idioten in der Politik – die soll ja uns Wähler repräsentieren und als ich das letzte Mal nachgeschaut hatten waren bei uns Wählern auch Idioten dabei ;-), im Großen und Ganzen funktioniert es mMn aber erstaunlich gut. Hier lohnt sich auch der Blick in die Bundespolitik: Es gibt Phasen des Schlagabtauschs, aber wenn man genau hinsieht stellt man fest, dass undogmatisch über Parteigrenzen und Meinungen konstruktiv miteinander gearbeitet wird, wenn es der Sache dient.

          • Reinhard Föh sagt:

            Finden Sie, Herr Abel, daß „sich nicht leiden können“, „Geplänkel“ und anscheinend überall auftretende „Idioten“ angemessen sind für Situationsbeschreibungen im Zusammenhang unserer hier geführten Diskussion ? Meiner Ansicht nach gehen sie an der, die Herr Joost hier vertreten hat, völlig vorbei.

            • Christoph Abel sagt:

              Konkret: Ich denke, dass es gelegentliche Befindlichkeiten zwischen einzelnen Gemeindevertretern gibt, diese sind aber Ausnahmen und keineswegs über das in der Gesellschaft übliche Maß hinausgehen. „Geplänkel“ ist sehr weit interpretierbar, ich mag die Auslegung als „Den (hier politischen“ Gegner zu einer Dummheit provozieren“ und die findet sich hier. Und zu den Idioten: Ich hüte mich Namen zu nennen, aber die sind in jeder hinreichend großen Gruppe immer dabei. Und vermutlich bin ich in den Augen mancher Diskussionsteilnehmer auch einer.
              .
              Damit kein Missverständnis aufkommt: Obige Aussagen beziehen sich nicht speziell auf diese Diskussion, sondern allgemein die Außendarstellung der politischen Akteure. Und bevor mir jemand zu Unrecht vorwirft ich würde diese in ein schlechtes Licht rücken wollen – sie setzen sich dabei nicht negativ von den übrigen Akteuren im Netz ab. Ich habe eher die gegenteilige Erfahrung gemacht.

        • Katrin Iwersen sagt:

          Hallo Herr Föh,

          bitte mal konkret?

  7. Rolf Michelsen sagt:

    …..Ausschußsitzungen ist nur ein Teil. Rechtsverbindlich und damit (einstweilen) gültige Entscheidungen fällt der Gemeindrat.
    Die Vorentscheidung fällt pro Partei in den nicht öffentlichen Sitzungen der Fraktionen.
    Außerdem kommt es selten vor daß BfB iund FDP anders entscheiden als die CDU.
    Das Thema innerörtliche Verdichtung, verstopfte Straßen, Mangel an KiTa-Plätzen incl. knappes Personal, Reduzierung von Grünflächen zu Gunsten von Wohnbauten, schlechte Rad- und Fußwege, desolate Straßen – da passiert nichts seitens der Politik das zu verbessern.
    Denken Sie mal an das Thema Wilstedter Straße – da hakt keine der genannten Drei mal nach.

  8. Michael Meschede sagt:

    Herr Michelsen,
    an wieviel nichtöffentlichen Sitzungen haben Sie denn schon teilgenommen, dass Sie dieses profunde Wissen haben?

  9. Harald Witte sagt:

    und da ist es wieder—
    das selbsternannte profunde Wissen des Herrn Meschede 🙂
    —————————————————————————–
    Ich frage mich, wer erstellt diese Prognosen und wer soll damit manipuliert werden ?!
    Ich befürchte stark, das ein BGM der CDU/BfB zu einer Parteieen-Diktatur in H-U führt.
    Da die BfB ja alles abnickt was die CDU will, könnten sie auch gleich der CDU beitreten.
    Das wäre wenigstens ehrlich !

    • Michael Meschede sagt:

      Herr Witte, Sie scheinen ein ähnlich profundes Wissen zu haben, wie Ihr Kollege Michelsen, sonst wüssten Sie, dass die CDU es war, die sich aus dem geneinsamen Antrag mit der BfB zur „Spange“ verabschiedet hat. Vonwegen, abnicken…

      • Dirk Barckmann sagt:

        Endgültig verabschiedet, Herr Meschede? Darf man das ernst nehmen?

      • Harald Witte sagt:

        wie geil—erst sorgt die CDU/BfB für ein Problem und stellt sich dann als Retter da—
        Ich würde ja lachen, wenn es nicht so traurig wäre!

        • Rolf Michelsen sagt:

          ……von wegen verabschiedet !!! Einstweilen eingeknickt aufgrund von ca. 1.000 Unterschriften……und nur verschoben. Man erinnerte sich wohl an die letzte Kommunalwahl 2018 bei der CDU.
          Die CDU hat niemals ein Baugebiet aus der Liste der Investoren gestrichen, nur mal verschoben.
          Mal sehen, wann Beckershof wieder auf die Tagesordnung kommt…
          Am Thema „Kreisel / Linde / Henstedt wurde sehr lange herumdebattiert bis die Linde über Nacht verschwand und Tatsachen geschaffen wurden.
          Nun passiert da nichts mehr…..obwohl hier zu lesen war, daß der Investor Ende 2019 loslegen wollte….
          Ansonsten: ab heute habe ich eine sehr geänderte Einstellung dank Thüringen zur CDU und FDP…..

          • Jan Kirmse sagt:

            Wie, jetzt mögen Sie CDU und FDP?

          • Harald Witte sagt:

            Die FDP ist schon immer mit der Partei gegangen, wo sie am meisten Vorteile hatte.
            Und jetzt geht sie mit der AfD=trojanisches Pferd der CDU

  10. Oliver Blau sagt:

    Bei allen Verzeickungen um die innerörtliche Parteienlandschaft, die politischen Ausrichtungen und inhaltlichen Diskussionen: Ich bin aufgrund der Situation in Erfurt mehr als froh, dass uns hier in der Gemeinde eine gewisse Partei, und Ressentiments um sie herum, bisher deutlich erspart geblieben sind. Und nein, ich erlaube mir keinerlei inhaltlichen Verlinkungen der dort beteiligten Parteien mit den Ablegern dieser in HU! Leider aber zeigt sich in Thüringen, wie weit verroht der Kampf um die pure Macht mittlerweile ist. Und übertragene Wählermandate wegtritt. Wir brauchen hier keine Friede-Freude-Sonstwas Mentalität, aber die Kultur des Mit-und Gegeneinanders der Parteien muss die mehrheitlichen Wähleransprüche decken. Und natürlich ist es für 6 Parteien schwierig, sich voneinander abzugrenzen, und dennoch kooperativ zu arbeiten. Bin schon froh, wenn das irgendwie annehmbar und voranbringend klappt. Dinge müssen entschieden werden, und nicht blockiert bleiben, weil es nur gegeneinander geht. Und man darf neutral feststellen, dass hier im Ort Dinge entschieden werden. Mit durchaus wechselnden Koalitionen und Ausrichtungen, und ja, leider bieten Ausnahmen berechtigte Kritik.

  11. In Erfurt wurde die Demokratie von FDP und CDU mit Füßen getreten – ein absoluter Tiefpunkt.
    Hier kann – in diesem Ausmaß – so etwas nicht passieren.
    Aber es wäre schon zu überdenken, ob man in Hinblick auf das Verhalten der CDU in Erfurt hier in HU einem Mann dieser Partei seine Stimme geben kann.

    • Harald Witte sagt:

      Die FDP ist schon immer mit der Partei gegangen, wo sie am meisten Vorteile hatte.
      Und jetzt geht sie mit der AfD=trojanisches Pferd der CDU

      Hätten wir wirklich eine Demokratie, würde alle Macht vom Volke ausgehen.
      Wir haben eine Parteiendiktatur.
      Vor den Wahlen wird den Wählern das Blaue vom Himmel versprochen und nach den Wahlen nur in die eigene Tasche gearbeitet !
      Direkte Demokratie braucht keine Parteien.
      Nur dumme Schafe wählen ihre Schlächter selbst !

    • Christoph Abel sagt:

      Moin Herr Dultz,
      die Frage ist ob man mit Blick auf die Geschichte überhaupt einen Deutschen wählen darf.
      .
      Aber im Ernst: Glauben Sie dass es einen inhaltlichen Zusammenhang zwischen den Entscheidungen der thüringer CDU und Herrn Diehr gibt? Falls der sich hinter diese Entscheidung stellt ist Ihr Zweifel durchaus berechtigt, falls nicht fehlt ihm jedwede Grundlage.

  12. Falk Funke sagt:

    Bürgermeister MIT Zielen oder MIT Erfahrung?

    MIT Erfahrung gewährleistet (mind.) weiter so
    OHNE Erfahrung baut Musk Raketen und Autos.
    OHNE Erfahrung schufen Stalf und Tayenthal die Berliner N26-Bank, 5 Mio Kunden, 1Mrd € wert

    OHNE ZIELE KEIN Erfolg!
    (Der eine wartet💤, dass sich’s wandelt, der andere packt an und handelt ✅)

    NUR Ulrike Schmidt hat konkrete ZIELE genannt.
    Deshalb habe ich sie gewählt.

  13. Detlef Kleinelsen sagt:

    Wieder eine sehr interessante Veranstaltung für uns Bürger von Henstedt-Ulzburg. Zumal ich den Posten des Bürgermeisters / Bürgermeisterin für eine sehr von der Persönlichkeit des Amtsinhabers geprägtes Amt halte. Es ist kein normaler Sachbearbeiterposten, der im Wesentlichen fachlich geprägt ist.
    Zwar wurden auch dieses Mal persönliche Fragen durch den Moderator abgeblockt, aber die Unterschiede wurden doch recht deutlich, nach meiner Wahrnehmung noch mehr als beim ersten Mal.
    Dabei gefielen mir z.B. einige Aussagen der Kandidatin Ulrike Schmidt sehr gut („Die Kommunalpolitik darf keine Farbe haben“, „die Mitarbeiter der Gemeinde arbeiten für die Bürger, nicht für mich“ usw.). Das klang ehrlich, authentisch und zupackend, und nicht nach einer enervierenden „fishing for compliments“-Rhetorik. Aber das lernt man vielleicht auch mehr beim Angeln.
    Im Übrigen wiederhole ich gerne, was mir bereits anlässlich der ersten Veranstaltung unangenehm aufgefallen ist und was ich anschließend auch angemerkt hatte: der Moderator sollte sich auf seine Rolle beschränken und nicht seine vorbereiteten Fragen (oder mit wem auch immer er sie vorbereitet hatte) den Fragen der Bürger vorziehen. Auch die Art der Fragen sollte man dem Bürger überlassen und nicht der Zensur des Moderators (oder woher sie auch ursprünglich kommen mögen) anheimstellen.
    Dabei ist auch eine Interpretation und „Zusammenfassung“, was der Fragesteller wohl meinte, regelmäßig fehl am Platze. Nur bei absolut unpassenden Fragen, die z.B. unter die Gürtellinie gehen, ist natürlich einzuschreiten. Vielleicht eine Anregung für die nächste Veranstaltung.

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