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Endgültiges Papiercontainer-Aus – Verwaltung: Kaum jemand hat sich beschwert | Henstedt-Ulzburger
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Endgültiges Papiercontainer-Aus – Verwaltung: Kaum jemand hat sich beschwert

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Papiercontainer in Ulzburg-Süd, Archivbild

Das wars nun endgültig mit den Papiersammelcontainern in Henstedt-Ulzburg. Sie bleiben vollständig abgeschafft. Das haben die Ortsentscheider gestern mit großer Mehrheit beschlossen. Noch im März war mit einem Container-Zentralstandort für die Großgemeinde geliebäugelt worden, gestern wurde die Idee fallen gelassen. „Wenn wir nur einen Container aufstellen, dann kommen die Bürger aus den angrenzenden Gemeinden und stopfen uns den voll“, warnte FDP-Chef Jan Schupp, und BFB-Gemeinderat Tile Abel meinte: „Wir sollten uns von den Dingern trennen, die Bürger müssen sich auf die neuen Realitäten einstellen.“

Ende März/Anfang April waren alle neun gemeindlichen Papiercontainer aus Kostengründen  abgezogen worden, neben FDP und BFB votierten gestern auch CDU und SPD dafür, dass das so bleibt. Auch die Verwaltung sprach sich für Null Papiercontainer in der Großgemeinde aus. Seit dem Verschwinden der Papiercontainer gebe es an den bisherigen Standorten, wo nach wie vor Glas- und Kleidercontainer stehen, weniger „Vermüllung“, sagte Bauamtschef Jörn Mohr. Darüber hinaus habe es wegen der fehlenden Papiercontainer nur ganz wenige Beschwerden aus der Bevölkerung gegeben, so Mohr weiter.

Einzig die WHU plädierte für die Aufstellung von Papiercontainern an einem zentralen Platz in Henstedt-Ulzburg – seit dem Auseinanderbrechen der Fraktion zu Beginn des Jahres ist die bei der Kommunalwahl von den Bürgern noch zur stärksten Kraft im Gemeindeparlament gewählte Wählervereinigung allerdings nur noch eine Stimme von vielen.

Henstedt-Ulzburg macht Schluss mit dem Papier- und Pappenservice, doch wo gibt es noch Papiercontainer? In Quickborn stehen an 13 Ecken Papiercontainer, in Norderstedt an 19 Standorten.

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14. Mai 2019

8 Kommentare zu "Endgültiges Papiercontainer-Aus – Verwaltung: Kaum jemand hat sich beschwert"

  1. Manfred Ram sagt:

    Mülltourismus soll leben !

    Wenn sich keiner beschwert, dann kann das auch eine Form des Aufgebens sein. Kein Vertrauen mehr auf die Politik und/oder Verwaltung, vernünftige Entscheideungen zu treffen.

    • Jan Kirmse sagt:

      Wieso Mülltourismus? Von wo ist welcher Container denn bedeutend dichter als der nächste Recyclinghof?

      • Dirk Barckmann sagt:

        Für mich ist jeder Container im Ort dichter als der nächste Recyclinghof, ganz einfach.

        • ……wer kann mir denn bitte mal erklären, warum es in Norderstedt an den bekannten Standpunkten rund um die Uhr und tagtäglich div. Abfallcontainer gibt für Glas, Textilen, Altpapier und bei uns nicht mehr ?
          Wie bekannt haben Recyclinghöfe feste Öffnungszeiten. Die „Bestell-annahme“ bei Amazon hat auch rund um die Uhr „geöffnet“. Das Verpackungsmedium ist nur mal der Karton samt div. Füllmaterial. In einem Mehrpersonenhaushalt reicht somit die 240 Liter-Tonne kaum.
          Sofern es schwarze Schafe, die leider überall gibt, nicht in der Wildnis entsorgen und die Adressenaufkleber verschwinden lassen hat auch „Fridays for Future“ einen Sinn für mich.

  2. Olaf Aderkass sagt:

    Das ist Politik wie man sie kennt „ der Bürger muss sich halt auf die neue Situation einstellen „ .
    Wie wäre es wenn ich sage „ ich zahle plötzlich keine Steuern mehr“ .
    Das würde auch keiner akzeptieren.
    Politiker für die Interessen der Bürger. Das wäre ja mal was.

  3. K. Honerlah sagt:

    Auf Vorschlag der Verwaltung hat die Mehrheit des Ausschusses diese Regelung beschlossen. (Lediglich die WHU plädierte für einen beizubehaltenden Container, z.B. beim gemeindlichen Baubetriebshof im Tiedenkamp.) In den meisten Orten des Kreises Segeberg wurde ähnlich entschieden, also überall „Politik, wie man sie kennt“? Die komplette Landeshauptstadt Kiel kommt meines Wissens ohne Papiercontainer aus. Was müssen das für Politiker dort sein?
    Unser 3-Personen-Haushalt kommt ohne Papiercontainer aus, und das trotz zweier Tageszeitungen (Printausgaben), Umschau, Werbeblättchen und -post aus. Vielleicht lassen sich Pizza- und Amazonkartons auch in anderen Haushalten zerkleinern oder gar reduzieren. Schließlich haben wir alle auch eine gemeinsame Aufgabe, den Klimaschutz.
    Die Papiercontainer wurden übrigens zu einem sehr großen Anteil von Gewerbetreibenden aufgesucht, die ihren gewerblichen Müll dort in erstaunlichen Mengen entsorgten und sich so die vorgeschriebene Entsorgung ersparten. Die dadurch entstehenden Kosten sind von allen Bürgern des Ortes zu zahlen. Ob das gerecht ist und den Normal-Bürgern gefiele, wenn ihnen die Rechnung aufgemacht wird?
    Außerdem habe ich z.B. am Containerstandort Mitfahrerparkplatz/Autobahnzubringer bei diversen Gelegenheiten festgestellt, dass auch viele Leute aus umliegenden Ortschaften dort ihren Papier- und sonstigen Müll wild entsorgten. Da der WZV den Dienst eingestellt hat, müssten die Reinigungskosten auch für den Müll dieser „netten Leute“ aus Oering, Kisdorf, Kaki etc. nun von der Gemeinde Henstedt-Ulzburg übernommen werden. Das hätte irgendwann eine Konsequenz für die gemeindlichen Abgaben in unserem Ort. Die müssten dann erhöht werden. Von den Politikern der Gemeinde. Na, dann könnten die Bürger aber schimpfen….. auf die Politik, auf die Verwaltung.

  4. Stefan Werner sagt:

    Sinken jetzt die Müllgebühren? Müsste doch eigentlich, weil die erbrachte Leistung reduziert wurde und der WZV jetzt weniger Kosten hat. Oder bin ich jetzt naiv? Was würde übrigens die kleine Greta dazu sagen, dass wir jetzt mit großen Kartons alle nach Schmalfeld zum Recyclinghof fahren?

    • Jan Kirmse sagt:

      Sie haben scheinbar den Beitrag von Frau Honerlah nicht gelesen?!

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