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Die halbe WHU ist heiß auf CDU-Mann Holger Diehr | Henstedt-Ulzburger

Die halbe WHU ist heiß auf CDU-Mann Holger Diehr

Thomas Becker (BFB), Holger Diehr Claudia Meyer (CDU) und Jan Schupp (FDP) freuen sich über einen erfolreichen Nominierungsabend

Jan Schupp (FDP), Holger Diehr (CDU), Claudia Meyer (CDU) und Thomas Becker (BFB) freuen sich über einen erfolreichen Nominierungsabend

Dreieinhalb statt vier für Diehr. CDU (28 Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen, eine Stimme ungültig), BFB (11-Ja, einmal Nein) und FDP (9 Ja) haben Holger Diehr am Freitag mit dicken Mehrheiten in Mitgliederversammlungen zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. Die vierte angestrebte Unterstützer-Fraktion lehnte eine Nominierung des Ex-Bürgermeisters von Fockbeck hingegen ab. WHU-Chef Wilhelm Dahmen trat am späten Abend im Bürgerhaus vor die Presse und verkündete ein denkbar knappes WHU-Abstimmungsergebnis: 11-Mal Zustimmung zu Holger Diehr, aber auch 13-Mal Ablehnung. Dahmen nannte das Mehrheits-Nein eine „politische Entscheidung“. Im Klartext: Als WHU mitzuhelfen einen Mann mit CDU-Parteibuch auf den Rathaus-Chefsessel zu hieven, war den meisten WHUlern wohl zu heikel.

Was bedeutet die WHU-Ablehnung für Diehr?

Freundschaftlicher Händedruck von WHU-Parteischef Wilhelm Dahmen

Freundschaftlicher Händedruck von WHU-Parteischef Wilhelm Dahmen

Offen gestanden: Die HU-Nachrichten, die über die Parteienlandschaft in der Großgemeinde seit 2011 berichten, hatten mit deutlich mehr Zurückweisung bei der WHU gerechnet. So gesehen sind die neun Ja-Stimmen für Diehr ein echter Achtungserfolg. Und: Die WHU als CDU-Schreck ist beim anstehenden Bürgermeister-Wahlkampf mit dem gestrigen Ergebnis nur Zaungast. Gegenwind aus der WHU-Ecke braucht der CDU/FDP/BFB-Kandidat in den wenigen Wochen bis zur Wahl am 1. März nicht fürchten. Das sieht man auch bei den Christdemokraten so. CDU-Mann Jürgen Hartmann während der Mitgliederversammlung zur WHU-Unterstützung für Diehr: Das mit der WHU ist phänomenal.“

Für Diehr selber gab es am Freitag von Wilhelm Dahmen zwar das offizielle WHU-Unterstützer-Nein, gleichzeitig aber auch von hochrangigen WHUlern das Versprechen, ihn trotzdem zu wählen. Unsere Stimmen bekommen Sie auf jeden Fall“, so WHU-Fraktionsmitglieder direkt nach Bekanntgabe des Ergebnisses zu Diehr.

Welche Qualitäten hat der Mann, der neben CDU,BFB und FDP auch die halbe WHU von sich überzeugen konnte?

Es ist offenbar die Sehnsucht nach einem Bürgermeister, der sein Handwerk versteht. Mit Diehr bekomme die Gemeinde einen Bürgermeister, der ab Tag eins handlungsfähig“ sei, erklärte der BFB-Vorsitzende Thomas Becker am Nominierungsabend. Fakt ist: Diehr ist Verwaltungsprofi. Er war als Bürgermeister von Fockbeck nicht nur für den 6000-Einwohner-Ort bei Rendsburg zuständig, sondern qua Amt auch für die Verwaltung von 15 kleineren Orten rundherum.

FDP-Fraktionschef Klaus-Peter Eberhard setzt indes nicht nur auf die Verwalterqualitäten, sondern hofft auch auf einen neuen Macher im Rathaus. Viel zu wenig sei vom bisherigen Bürgermeister umgesetzt worden, die Gemeinde brauche etwa dringend weitere Wohngebiete, sagte Eberhard zu den HU-Nachrichten. Tatsächlich hatten sich CDU, BFB und FDP zuletzt auf die Ausweisung von zusätzlichen Wohnbauflächen am Trotz inklusiver dicker Anbindungsstraße verständigt, den Antrag aber dann zurückgezogen. Zuvor hatte sich nach Anwohnerprotesten auch Bürgermeister Bauer gegen die Wohn- und Straßenpläne ausgesprochen.

Wie geht es nun weiter für den Kandidaten Holger Diehr?

Er kündigte heute an, seine Wahlunterlagen am Montagvormittag im Rathaus einreichen zu wollen. Die Frist dafür läuft um 18 Uhr ab. Am Montagnachmittag ist Diehr dann mit dem Mann verabredet, der die Gemeinde geprägt hat wie kaum ein andererVolker Dornquast. Mit dem Altbürgermeister wird Diehr zu einer Gemeinderundfahrt aufbrechen.

Hier geht’s zu Holger Diehr: https://holger-diehr-hu.de/

cm

4. Januar 2020

Ein Kommentar zu "Die halbe WHU ist heiß auf CDU-Mann Holger Diehr"

  1. Oliver Blau sagt:

    Gewählt wird der Bürgermeister aber von den Bürgern, oder? Und welche Unterstützung bekam der aktuelle Amtsinhaber noch von den damaligen Parteien? Ich glaube, das war gen Null. Erfolgreich durchgesetzt hatte er sich dennoch. Was sich die zersplitterte Parteienlandschaft in HU und deren Fraktionen bzgl. der Unterstützungen ausdenken, ist vielen mittlerweile völlig egal. Da gehen zwei Kandidaten ins Rennen, und viele Wähler werden sich anders getrieben entscheiden, als bei den letzten Kommunalwahlen. Schon deshalb, weil eine Partei zusätzlich in de GV sitzt, die damals noch keiner gewählt hatte (oder: konnte).

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