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Alstergymnasium abreißen? Nichts überstürzen, sagt die CDU | Henstedt-Ulzburger

Alstergymnasium abreißen? Nichts überstürzen, sagt die CDU

Mitteilung der örtlichen CDU

Der von weiten Teilen der Henstedt-Ulzburger Politik und der Verwaltung präferierte Neubau des Alstergymnasiums soll mit einer Grundsatzentscheidung im Bildungsausschuss völlig überstürzt beschlossen werden – die CDU Henstedt-Ulzburg ist erschüttert, dass so eine Mega-Entscheidung nicht sorgfältiger vorbereitet und abgewogen werden soll!

In der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend, Kultur und Sport (BJKS) am 03.09.2019 soll per Grundsatzbeschluss darüber entschieden werden, ob das Alstergymnasium saniert oder neugebaut werden soll.

Die CDU-Fraktion ist verwundert und erstaunt, dass eine Entscheidung dieser Tragweite – mit einem Investitionsvolumen von mindestens 50 Millionen Euro – von nur einem Fachausschuss getroffen werden soll.

Natürlich sollte der Bildungsausschuss aus Sicht der Bildungspolitik und des Schulträgers das fragliche Projekt bewerten und eine entsprechende Empfehlung abgeben. Einen Grundsatzbeschluss ohne fachliche Beratung in den anderen relevanten Fachausschüssen hält die CDU-Fraktion aber für unverantwortlich.

Die CDU fordert daher, dass es im Planungs- und Bauausschuss u.a. eine Prüfung und Bewertung der genannten Baukosten, der möglichen Grundstückssituation, der Auswirkungen auf die Entwicklung des Ortskerns und Gestaltung des Bürgerparks und der Verkehrsfragen bei Umsiedlung an einen anderen Standort geben muss.

Im Finanz- und Wirtschaftssauschuss muss eine Prüfung und Bewertung der Zuschussmöglichkeiten, der Auswirkungen auf den kommenden doppischen Haushalt und der tatsächlichen Belastung des gemeindlichen Haushalts über die vorgesehene Lebenszeit der jeweiligen Alternativen erfolgen.

Außerdem muss im Umwelt- und Naturausschuss eine Bewertung der Nachhaltigkeit von Sanierung oder Neubau erfolgen, die jeweiligen Einwirkungen auf Klima, Flächenverbrauch und Ressourcenbedarf erörtert und die voraussichtliche Energiebilanz und Umweltverträglichkeit der Alternativen geprüft werden. Sollte dabei klar werden, dass der Abriss eines solchen Gebäudes eine ökologische Bankrotterklärung darstellt, müssen andere Wege geprüft werden.

Die CDU fordert zusätzlich, dass alle zuständigen Ausschüsse basierend auf ihren Beratungen Empfehlungen abgeben, die dann in einer Grundsatzentscheidung durch die Gemeindevertretung münden.

Ebenso fragt sich die CDU, ob ein Meinungsbild von den Eltern der Schüler/innen am Alstergymnasium abgefragt wurde, ob mit der Solarkraftwerk Henstedt-Ulzburg gesprochen wurde, die auf den Dächern des Alstergymnasiums und einer Sporthalle Photovoltaik-Anlagen vertraglich abgesichert betreibt, und ob die Belange der verschiedenen Sportvereine berücksichtigt wurden.

Daher darf aus Sicht der CDU ein solch wichtiger Grundsatzbeschluss nur von der Gemeindevertretung gefasst werden, nachdem alle relevanten Ausschüsse und Beteiligte mit der Sache befasst wurden und ihre jeweilige Expertise eingebracht haben.
Die CDU-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag in die nächste Sitzung des BJKS eingebracht, um den Entscheidungsprozess so abzuändern, dass alle Aspekte umfassend betrachtet, bewertet und abgewogen werden. Darauf aufbauend soll dann die Gemeindevertretung einen Grundsatzbeschluss fassen, um die richtige Entscheidung für die in jedem Falle riesige Investition zu treffen.

pm

2. September 2019

7 Kommentare zu "Alstergymnasium abreißen? Nichts überstürzen, sagt die CDU"

  1. klaus worthmann sagt:

    Es ist schon erstaunlich, wen die CDU nun auf einmal alles einbeziehen und fragen will. Hiervon war beim Kreisel, Fällung der Linde sowie beim REWE-Thema nie die Rede. Im Gegenteil, es wurde alles versucht, eine Beteiligung der Anwohner bzw. der Bürger, zu verhindern (inklusive Verhinderung eines Bürgerentscheides). Welch Sinneswandel.

  2. Dietmar Kahle sagt:

    Ganz im Gegenteil, Herr Worthmann!
    Alle von Ihnen genannten Themen wurden vielfach und ausführlich in den gemeindlichen Gremien diskutiert, abgewogen und dann beschlossen. Und so sollte es auch hier gemacht werden. Mit dem Antrag wollen wir genau das erreichen.

    • klaus worthmann sagt:

      Ich setze mal eine Befragung der Eltern/Sportvereine mit einer Befragung von Anwohnern der Linde bzw. des Kreisels gleich. Diese wollte man jedoch nicht hören bzw. deren Meinung war egal.
      Auch die Unterschriftensammlung i.S. REWE wurde ignoriert bzw. verhindert. Allen voran von der CDU. Insofern möge sich bitte jeder selbst ein Urteil über eine Bürgerbeteiligung durch die CDU bilden. Das betroffene Ausschüsse angehört werden, setze ich mal als normal voraus.

      • Rolf Michelsen sagt:

        Einsicht um Umdenken – weit verbreitet, aber nicht bei der örtl. CDU. Die Wahl Mai 2018 blieb ohne jegliches Umdenken bei der „alten schwarzen Dampf-Lokokomotive CDU samt Kohlentender und Gepäckwagen. REWE wurde zwar demokratisch mit Mehrheit beschlossen – stand aber nicht im Wahlprogramm irgendeiner Partei. War ja auch nicht möglich weil vorher nicht bekannt. Aber Handeln muss man an Weiterentwicklung koppeln können.
        Diese Entscheidung war und ist von besonderer Bedeutung hier für den Ort. Aufgrund der Bedeutung äußerten sich hier viele Bürger – über 2.000 – die das Thema geklärt haben wollten. Niedergewalzt mit Hilfe von fremden Fremdanwälten. Die lächerliche Pro-REWE-Ungerschriftensammlung zeigt klar wie wenig Zustimmung herrschte.
        Wähler können erst nach Entscheidungen sich äußern, so wie in Sachen Linde.
        Wo war denn hier die Anhörung von Bürgern nach deutlichern Protesten ?
        Das viele Bürger landauf / landab jetzt umweltbewußter und für Grün sind im Sinne von CO2 wird einfach irgnoriert mit dem Argument: wir sind ja gewählt und gilt als Freifahrtschein.
        Ob hier Ministerin Julia Klöckner von der CDU hier bekannt ist in Sachen mehr Waldflächen weil z.B. unser Bundesland das Waldärmste ist – offensichtlich nicht.

        • Michael Meschede sagt:

          Herr Michelsens,
          Thema verfehlt, setzen, 6

          • Bernd Utecht sagt:

            Beitrag nicht im Sinne der CDU = 6?

          • Rolf Michelsen sagt:

            ……wer im Glashaus sitzt……wie Sie – sollte mal sich an das letzte Wahlergebnis Mai 2018 erinnern ! Ja, das Thema mögen Sie absolut nicht. Ganz speziell für Sie gilt danach: nur noch im Wahlkreis 6 – unweit Ihres Hauses – Platz 3 hinter SPD und WHU auf Platz 1. Nebenbei insgesamt reichlich Verluste von Direktmandaten – im Vorzeichen von REWE. Und jetzt wohl noch mehr nach dem brutalem Abwürgen der Bürgerinitiative. Ihre Pro-REWE-Unterschriften-Aktion im Kellerbereich – mit Hilfe von Fremd-Unterschriften. Haben Sie evtl. schon – endlich – sich für einen Personal-Trainer entschieden, der Ihr Image mal poliert und Sie neu justiert im politischem Sinne ? Überzeugungskraft in Ihrem genannten Wahlbehzirk läßt / ließ sehr zu wünschen übrig.
            Das hier immer mehr Bürger soweit wie noch möglich Grün erhalten wollen prallt an Ihnen völlig ab.
            Für Sie hat offensichtlich – und traditionsgemäß – Profit von Investoren Vorrang vor „Gemeinde im Grünen“. ;Menschen, die aus Hamburg hierher umziehen wollen preiswerter wohnen und mehr grün haben. Aber keine Verkehrsstaus zu den Spitzenzeiten wenn man zum Job muss und abends müde heimkehrt.
            Hier Firmen anzusiedeln, die gute und hochbezahlte Jobs anbieten weil die Zentrale nicht in weiter Ferne liegt aber hier im Ort – kein Thema und keine Aktivitäten. Nur lt. Herrn Duda schon mal kurz angedacht Gewerbegebiet Ulzburg erweitern im Raum Westerwohld – noch ein mehr Gewerbeverkehr und Pendler über die Schulstraße an der KiTa vorbei.
            Von Ihnen Aktionen gleich null. Bei Ihnen gilt: lieber Masse statt Klasse.
            Die Zahl der Pendlerströme dürften Ihnen bekannt sein. Oder sind sie begeistert von werktäglichen Pendelverkehr ?
            Neue Baugebiete sind ja schon mal in Sicht: Bereich Pommernstraße und hinter dem Friedhof in Henstedt (was macht denn das Thema Kreisel und Landesbehörde ?)
            Straßenbauprojekte von Bedeutung haben Sie nie angeschoben, die den Verkehr hier aus dem Ort heraushalten mittels Umgehung aber nicht noch mehr im Ort generien Ganz abgesehen vom Thema sichere Radwwege – weil Sie wohl nie radeln – zumindest gab es im Gegensatz vom Bgm. von Ihnen naoch keine Bilder in den Medien.
            Ihr quasi Gefasel „wir werden uns für eine Umgehungsstraße einsetzen“ hat negativ gewirkt nach 50 Jahren.
            Die Veranstaltung 1 Woche vor der Kommunalwahl 2018 im Bürgerhaus „Ist eine Umgehungsstraße möglich“ war eine Farce und im Ergebnis null. Die Ideen, die nach draußen drangen, hatten weder Substanz noch Niveau und war nur ein Wahlmanöver. Die „Ideen“ wohl mehr aus dem Kindergarten mit Untertunnelung der Hamburge Straße etc.. Welch Geistesgrößen in Ihren Kreisen !!!
            Die neue Idee der Querspange lässt ahnen was dort entstehen soll – grau statt grün. Wo sind dafür bitte die Ausgleichsflächen ?
            Sie wollen Grünflächen, die für etliche Lebewesen noch Raum bieten verschwinden lassen. Dort wird das Gebiet noch genutzt zur Freizeit u.a.joggen viele Leute, teils auf dem Rad (sicher mit Kindern) oder auch zu Fuß; ohne Auspuffgase einatmen zu müssen. Die Trasse, begrenzt vom „Flaschenhals“ Maurepasstraße und Norderstedter Straße, kaum ausbaufähig.
            Noch mehr Verkehr über den Rhen und Staus vor der Kreuzung S-H-Straße (Ausbau in 40 Jahren denkbar).
            Falls Sie noch kein neues Hobby haben sollten: üben Sie doch bitte schon mal Golf – und dann dürfen Sie sich mit Donald Trump auf gleichem Niveau wohlfühlen.
            Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt – das hatte ich schon mal wie oben erwähnt: nach der .Wahl ist vor der Wahl. Das Thema REWE, Linde bleibt entgegen Ihrer Hoffnung in den Köpfen der Wähler und beeinflußt die nächste Wahl.
            Die FDP hatte ja in Sachen Linde zwei große Sponsor-Beträge angeboten – von Ihnen kam nur Zufreidenheitsgefühl die LInde zum Abholzen endlich freigegeben zu haben und fröhlich begrüßt.
            Hoch lebe die Idee vom Kreisverkehr, den die Verwaltung nicht für nötig hält – zumal die Kirche dafür Flächen nicht freigibt von von Ihnen fröhlich den Anwohnern erklärt wird die Sache Vorkaufsrecht bei Wechsel. Meinen Sie damit gewinnt man Wähler und Vertrauen ? Wie weit Sie sind eigentlich von der Realität weg ? Der „Alte Fritz“ hat gesagt:schaut dem Volk aufs Maul“.
            Für mich sind Sie ein Modell für einen Auslauf-Politiker, der demnächst verschwinden wird von der Bildfläche, wie einige Ihrer Mitstreiter und Vorläufer.
            Beisitzer-Posten oder im Ausschuß gibt es auch nicht unbegrenzt.
            Sie haben die Wahl wie einige Politiker Ihrer Denkungsart: zeitig freiwillig zurücktreten oder zurückgetreten zu werden.
            Das Thema Fraktionsvorsitzt hat sich für Sie ja schon mal erledigt….
            Sie hier als Freizeitpolitiker in der 4. Liga – blicken Sie mal in die hören Klassen und lernen Sie – falls noch möglich.

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