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Pflaster/Sand-Hybridwege – Bürgermeister: Der Bau war ein Fehler | Henstedt-Ulzburger
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Pflaster/Sand-Hybridwege – Bürgermeister: Der Bau war ein Fehler

Schön zu erkennen - am Anfang noch voll gepflastert, dann wird der weg zum Pflaster-Sand-Hybridweg. Rechts zu sehen die Rewe-Filiale Schulstraße

Schön zu erkennen – am Anfang noch voll gepflastert, dann wird die Strecke zum zugewachsenen Pflaster-Sand-Hybridweg. Rechts im Hintergrund zu sehen die Rewe-Filiale Schulstraße

Ende Gelände für eine Henstedt-Ulzburger Besonderheit. Bürgermeister Bauer hat das Aus für die merkwürdigen Hybridwege der Großgemeinde verkündet. Der Verwaltungschef erklärte im jüngsten Umwelt- und Planungsausschuss, dass man die Geh- und Radwege, die halbseitig gepflastert sind und halbseitig aus einem Sandgemisch bestehen, nie hätte bauen sollen. Bauer wörtlich in die Ratssaalrunde: „Aus heutiger Sicht hätte man davon Abstand nehmen müssen.“

Hintergrund seiner Äußerung: Die Gemeinde hat sich Fahrradfreundlichkeit auf die Fahnen geschrieben, ist aber voll von Hybridwegen, die mittlerweile überall zugewachsen sind und deswegen nur noch zur Hälfte genutzt werden können. Der bekannteste zugewachsene Hybridweg ist der Geh- und Radweg entlang der AKN-Schienen. Vor Jahren einmal großzügig breit geplant, ist jetzt Begegnungsverkehr kaum mehr möglich: Fahrradfahrer müssen absteigen oder Fußgänger dürfen im Sommer in die Brennnesseln springen, wenn Radler mit hoher Geschwindigkeit heranrauschen.

Bauers erster Maßnahmenvorschlag gegen die Hybridwege: Einem zweihundert meterlangen Wanderweg zwischen der Schulstraße und der Rostocker Straße eine Vollpflasterung für 53.000 Euro verpassen. Bauer erntete für den Vorstoß grundsätzliche Zustimmung bei zahlreichen Ausschussmitgliedern. Weil Stephan Holowaty (FDP) vorschlug, den Weg nicht zu pflastern, sondern zu teeren, will die Verwaltung jetzt noch einmal durchrechnen, was eine Teerung für Kosten verursachen würde.

Doch warum den 200-Meter-Weg teeren und nicht pflastern? Laut Holowaty kommen Radfahrer auf geteerten Wegen schneller voran als auf Pflasterwegen. Einem Abgeordneten, der die Örtlichkeit dort kennt, weil er in der Nähe wohnt, fiel allerdings auf, dass es entlang der 200-Meter-Strecke eher weniger um Schnellradler gehen sollte. Die Passage sei ein viel frequentierter Fußweg sowie Grundschulweg.  Das auch bisher schon verbaute Betonsteinpflaster an der Ecke deswegen sinnvoller als eine Teerstrecke, sagte WHU-Chef Wilhelm Dahmen.

Nicht ausgeschlossen, dass am Ende beides kommt. Links das Fußwegpflaster und rechts ein geteerter Fahrradweg.

cm

2. April 2018

28 Kommentare zu "Pflaster/Sand-Hybridwege – Bürgermeister: Der Bau war ein Fehler"

  1. Jens Daberkow sagt:

    Sehr geehrter Herr Meeder,ein Informativer Artikel leider mit reißerischen Elementen der Bild Zeitung versehen. Ich kenne niemanden der wegen Radfahrer in die Brennnessel springen musste.

    Aber Ich gebe ihnen Recht das die schmalen Wege viel Konfliktpotential bieten.

    Eine gute Idee ist auch eine Trennung der Wege in gepflastert und asphaltiert.

  2. Jens Daberkow sagt:

    Als sofort Maßnahme die auch relativ wenig kostet wäre es schon hilfreich die Grasnarbe abzuheben und den Weg zu glätten.
    Als nächste je nach Priorität einen Etat in den Haushalt bereitzustellen der es erlaubt diese Wege nach ERA zu erneuern. Betrifft hier im als Prio1 die Geh/Radwege östlich der Bahn zwischen Schulstraße und Ulzburg Süd als Entlastung für die Hamburgerstraße .
    Wo laut Beschilderung ,die Radfahrer Teilweise auf der Fahrbahn fahren müssen
    Ebenfalls noch Prio 1 die Radwegeverbindung zwischen Biotop und Dammstücken-Edisonstraße

    Wir wollen auch Fahrradstraßen in denen Tempo 30 gilt. Zur Förderung des Radverkehrs.
    Dazu kommen in Schritt 1 alle Strassen in Betracht die auch heute schon für den allgemeinen Autoverkehr gesperrt sind. Wie zum Beispiel der Heideweg oder Norderstedterstraße hinter dem kleinen Pferdehof.Wo übrigens eine Querungshilfe fehlt

    Schritt 2 wären dann Nebenstraßen wie der Kirchweg sowie parallel zur Hauptstraße verlaufende Nebenstraßen

  3. Rolf Michelsen sagt:

    Hallo Herr Daberkow ! Ihre Vorschläge in allen Ehren. Aber Sie wissen sehr genau, daß die Gemeinde es immer wieder erwähnt, daß keine Gelder für die Sanierung der Fuß- und Radwege zur Verfügung stehen. Ein Beispiel dafür ist auch das Thema der Schwellen „An der Alsterquelle“.
    Außerdem steigt die Zahl der Ein- und Auspendler hier im Ort, demnächst mit wesentlich mehr LKW-Zügen. Nicht nur in Sachen Logistik und Innenverdichtung sondern auch weil die Nachbargemeinden expandieren.
    Es gibt wohl mehr Berufstätige, die aus praktischen Erwägunden weder die Bahn oder Bus benutzen (müssen) als Radler. Wegen einer Minderheit muss die Mehrheit nicht noch mehr „reguliert“ werden.
    Auch die KiTa’s erzeugen Verkehrsströme. Wie die Eltern die Kinder dort hin- und herfahren muss man individuell sehen. Dank fehlendem innerörtlichen Verkehrsnetz dann im SUV.
    Auch z.B. heute war reges Treiben Richtung Gutenbergstraße mit langen Staus auf der Hamburger Straße. Die Geschwindkeit von 30 km/h blieb nur ein Wunsch.

    • Thomas Franken sagt:

      Ich frag ja unten schon als Kommentar…warum die Gemeinde kein Geld für so „Kleinigkeiten“ hat…. ehrlich, meine Fage: warum hat die Gemeinde 900k Euro für neues Abwasserrohr etc. Wagenhuber (ohne das diese Kosten vom Verursacher Wagenhuber-Bebauung reingeholt werden) oder 900k EUR für Regenwasserrohr Gewerbegebiet – Netto, Rewe (ohne das diese Kosten umgelegt werden können…30k glaube ich schon von Netto?) .

      Da fehlt mir sicher nur eine Information, aber ich frag mich das schon länger.

      • Peter Borchert sagt:

        Hallo Herr Franken, die €900Tsd für die Abwasserdruckrohrleitung (Schmutzwasser) auf dem Rhen werden aus dem Gebührenaufkommen (einschl. erforderlicher Kredite und Kreditkosten), das alle Anschlussnehmer (Benutzer des Systems) leisten, finanziert. Wagenhuber bezahlt außerdem einen Anteil, der aus dem Neubaugebiet resultiert. Durch die Finanzierung mittels des Gebührenaufkommens wird der Haushalt nicht an anderer Stelle belastet. Die neue Druckrohrleitung wurde wegen bestehender Überlastung auch ohne die künftige Wagenhuberbebauung erforderlich.
        Die Regenwasserentsorgungskosten im Gewerbegebiet werden von der Gesamtheit der ansiedelnden Betriebe über die Erschließungskosten (Anteil der Grunderwerbskosten) finanziert.

        • Thomas Franken sagt:

          Regenwasserrohr Gewerbegebiet kostet sogar 1.2Mio EUR – zu lesen ist Netto übenimmt 30k EUR. Dann wird Rewe vielleicht bei 50k EUR liegen?
          Da muss aber noch sehr viel Gewerbe kommen, um 1.2 Mio EUR reinzuholen.

          • Peter Borchert sagt:

            Hallo Herr Franken, Sie haben die Erlöse aus den Grundstücksverkäufen, in denen die Erschließungskosten enthalten sind, nicht berücksichtigt. Der von Ihnen dargestellte Betrag von €30Tsd von Netto (mir nicht bekannt) dürfte ein Zusatzbeitrag gemäß städtebaulichem Vertrag sein.

  4. Bruno Kalenberg sagt:

    Ich verstehe nicht warum immer die LKW`s herhalten müssen. Wenn ich mit einem Lächeln im Gesicht am Stau in der Hamburger Strasse vorbei radel sehe ich fast nur PKW`s und Lieferwagen. Mit Sicherheit könnten ein erheblicher Teil dieser Fahrten auch mit dem Rad erledigt werden, ich bin auch 30 Jahre meines Arbeitslebens mit dem Rad zur Arbeit gefahren und das waren pro Strecke bis zu 18 KM.
    Also Leute, fahrt Autos und zwar möglichst grosse, dann gehöre ich mit meinen 25 Km/h auf dem Rad bald zum Schnellverkehr.

  5. Dieter Heinsohn sagt:

    Die Meinungsmache in Bezug auf den LKW-Verkehr ist sehr ermüdend und erzeugt bei mir nur noch desinteressiertes Gähnen. Das Thema ist Radweg. Die Einforderung nach vernünftigen Radwegen ist unerlässlich und dient der Sicherheit. Zu der Minderheit der Radfahrer gehören auch mehrere hundert Schulkinder die Wochentags kreuz und quer durch die Gemeinde fahren.
    Regulierungen durch Radfahrer ergeben sich nicht durch Radfahrer, sondern durch gesetzliche Regeln.

    • Dirk Meissner sagt:

      Alles gut und schön, kann ich auch alles nachvollziehen mit den Radwegen… warum auch nicht, aber von wem sollen denn die gewünschten Radwege bezahlt werden? Aus welchem Topf kommt denn das Geld dafür… KFZ Steuer? Fahrräder zahlen ja nicht, Hunde schon, warum dann nicht auch Fahrräder, dann wäre doch auch Geld dafür da, oder nicht?

      • Thomas Franken sagt:

        Bisschen daneben oder? Zahlen Fußgänger? Nein?….DOCH! Fußgänger zahlen, Fahrardfahrer auch. Beides sind in der Regel Menschen. Davon zahlen viele Einkomensteuer und so.

        Fahrradwege – bzw. vernünftige Geh- und Fahrradwege sollten nicht so eine Diskussion wie BER erzeugen. Leider aber hat die Gemeinde nicht mal Geld für so Kleinigkeiten.

        Übrigens, die KFZ-Steur wird nicht für Straßenbau verwendet.

        • Dirk Meissner sagt:

          Radwege sind bestimmt kein Kleinkram, und richtig es werden viele Steuern gezahlt, für alles mögliche… und dennoch reicht das Geld nicht, also woher denn dann nehmen? Statt Kitaausbau lieber Radwege oder die Sanierungen der Schulen streichen? Wie sieht es mit den öffentlichen Geldern für den Sportverein aus? Ach ne, wir sparen bei der FFW,… also wie?

          • Jo Meine sagt:

            Da hat Herr Franken schon etwas Recht. Radwege verbessern für kleiner 100.000 Eur geht nicht….aber Millionen für Abwasserrohre (Kommentar weiter oben) geht. Kita oder Schulsanierung kostet auch in Richtung Millionen.

            • Dirk Meissner sagt:

              Das mit Abwasserrohr ist ja so eine Sache, dafür wird HU ja nun auch bald reich belohnt werden und die Taler klimpern nur so in die Gemeindekasse… Ach dann klappt es ja auch mit den Radwegen 🙂 und mit den Kitas, den Schulen und für die Umgehungsstraße fällt bestimmt auch noch was ab.

  6. Carsten Schäfer sagt:

    Hallo Herr Meeder,

    Ihr Bericht bedarf der Ergänzung und der Richtigstellung.
    Der Rad- und Fußweg von der Lindestraße zur Rostocker Straße befindet sich in einem schlechten Zustand. Auf der westlichen Seite war er stark mit Gras zugewachsen.

    Mehrfach hatte ich, als Nutzer und in dem Gebiet direkt gewählter Gemeindevertreter, die Verwaltung gebeten, diesen Bewuchs entfernen zu lassen.
    Nachdem das Wetter besser wurde, haben Mitarbeiter des Bauhofes den Weg gereinigt.
    Zu sehen ist jetzt, dass der Weg, etwa 20 Jahre alt, zur westlichen Seite abfällt.
    Erfreulicherweise hat die Verwaltung diesen Zustand zum Anlass genommen, eine Sanierung
    und gleichzeitige Verbreiterung vorzuschlagen. Darüber wurde im U+P-Ausschuss beraten.

    Den Vorschlag, statt es weiterhin mit Pflaster mit einem Teer – Belag zu versuchen, kam von der BfB-Fraktion in Person von Jens Iversen.
    WHU – Vertreter waren zuerst strikt gegen die Baumaßnahme, weil der Weg ihrer Meinung nach zu wenig genutzt wird und die Ausgabe Geldverschwendung sei.
    Nachdem sich erfreulicherweise alle anderen Fraktionen für die Verbesserung des Weges ausgesprochen hatten, schwenkten die WHU-Vertreter auch um.

  7. Jens Daberkow sagt:

    Danke Herr Schäfer für diese Information.
    Radfahrer sind auch keine Minderheit hier in der Gemeinde.
    Man sieht es ausgelastete Abstellanlagen an den Schulen und Bahnhöfen.
    Woran liegt es das es scheinbar so wenig Radfahrer gibt?
    Sicherlich zum einen das diese Wege nehmen die fernab vom Autoverkehr sind, zum anderen stehen Radfahrer selten im Stau da der Platzverbrauch von 1 Auto etwa dem von 6 -7 Fahrrädern entspricht.

    Ergänzend zum obigen Post es gehören auch Fahrrad gerechte Ampelschaltungen dazu.
    Da die StVo hier sagt das Radfahrer die Ampeln für den Fahrverkehr zu nutzen haben.
    Streuschibenlösung wie in HU üblich sollen die Ausnahme sein.

  8. Rolf Michelsen sagt:

    ….es gibt einen uralten Film (schw.-weiß) mit dem Komiker Heinz Erhardt. Titel: Immer diese Autofahrer. Was bin ich nur wieder ein Schelm ???
    Der Film wurde oft wiederholt……die Diskussion über das Thema Autofahren in HU ist auch so ein Dauerläufer wie die Umgehungsstraße und der Satz „wir werden uns dafür einsetzen….“

  9. Oliver Blau sagt:

    Die Staus in HU werden auch zukünftig größtenteils durch PKW erzeugt, das wird auch nach der vollen Erschließung des Gewerbegebietes durch wen auch immer im Mix nur unmerklich anders sein. Die weitere Nachverdichtung der Wohngebiete in HU und die Anfahrt von Arbeitnehmern wird schon dazu führen, dass genügend PKW den größten Anteil haben werden. Das unsere Region vor einem ungelösten Verkehrsproblem steht, konnte ich gestern am eigenen Leib erleben: War vormittags gestern in Kisdorf unterwegs. Was da an Verkehr aus Richtung Osten reinrollt , ist schon krass. Die Wesselkreuzung in gleicher Fahrtrichtung staute sich bis um die Kurve rum, es brauchte drei Grünphasen, um rüberzukommen. Das wird sicherlich weniger, wenn man aus dem Osten kommend über Nahe wieder durch Henstedt reinkommen kann, aber dennoch sind die Ost-Achsen längst schon ein Problem, dass man mit einer ebenfalls ungelösten Nord-Süd-Achse auch nicht in den Griff bekäme. Am Abend dann der nächste Knaller: In Richtung A7-Anschluss fahrend, empfing mich der Stau weit vor der Kreuzung Richtung Kaki (ca. 250 m). Dachte an eine Unfallursache, aber nein, es war der „normale“ Verkehr aus Ulzburg kommend Richtung A7 / Kaki!
    Der Verkehr in unserer Region wird weiter zunehmen. Alle Orte ab Norderstedt bis Bad Bramstedt siedeln weiter an, Gewerbe- wie Wohngebiete – da nützt auch das kleinliche Krakele Einzelner nichts, das ist eine gesamtheitliche Entwicklung. Und da es bis heute keine glaubhaften oder realistischen Umgehungsstraßenpläne gibt, bleibt nur die intelligentere Verkehrsleitung der vorhandenen Straßen. Dazu gehören für mich Lösungen wie Kreisel an den richtigen Stellen (Bgm./Kisdorfer z. B. steht ganz weit hinten im Ranking). Blockaden durch verlängerte Rotphasen sind das genaue Gegenteil davon, werden aber durch die Parteien im Ort nachweisbar eingesetzt. Das ist alles pure Interessenpolitik aus dem Blickwinkel von Hobby-Politikern, und wenig übergeordnetes Denken! Sehe keine einzige Partei, die durchgängig und glaubwürdig das Gegenteil beweisen kann!

    • Rolf Michelsen sagt:

      Herr Blau, danke für Ihren Kommentar. Den empfinde ich inhaltlich ebenso bzw. kenne diese Situation hier im Ort und den Nachbarorten.
      Alleine was sich aus Richtung Ochsenzoll kommend auf der S-H-Straße ab Anbzweigung nach Tangstedt / Wilstedt mogens und abends abspielt ist alles andere als schön. Das gilt auch die Gegenrichtung. Abgebogen wird dann ggf. über „Brüderhof“ / Wilstedter Straße bzw. Norderstedter Straße auf dem Rhen hier im Ort. Den „Preis dafür“ sollen die Anwohner hier ja wohl dafür zahlen, wenn hier Schleichwege genutzt werden auch über die Usedomer Straße.
      Hatte kürzlich um ca. 07.30 h einen Werkstatttermin in Norderstedt, Oheschaussee / Ochsenzoller Str.mit einer Echt-Fahrzeit von ca. 45 Minuten – für ca. 10 km.
      Wegen des Industriegebietes Oststr. in Norderstedt ist der Anteil der LKWs natürlich sehr groß.
      Der von der CDU Herrn Jens Müller vorgestellte Vorschlag von Kreiseln bzw. Ausbau der Kreuzung S-H-Straße, Hamburger Str., Ulzburger Straße beim SOS-Kinderdorf bringt im Fazit nichts. Auch die Kreisel hier im Ort reduzieren nicht die Verkehrsmengen.
      Sie kosten nur viel Geld und Zeit aber reduzieren nicht die wachsenden Verkehrsströme.
      Alles rauf auf das Fahrrad liest sich zwar gut, aber völlig an den Tatsachen vorbei der wachsenden Gemeinden. Transporte der Logistik und Gewerbe gehen nicht über Fahrrad. Das können Arbeitnehmer / Einwohner hier aus dem Ort bzw. innerhalb des Ortes gern machen.
      Auf der Alsterkrugschaussee ab Erdkampsweg in Hamburg-Nord sind beidseitig Fahrradspuren. Gesehen habe ich aber zu verschiedenen Tages- und Verkehrszeiten max. 4 Radler aber ein Vielfaches an Fahrzeugen in beiden Richtungen.
      Wir haben hier kein oder nur wenig lohnendes Nahverkehrsmittelkonzept.
      Auch die S 21 mit ca. 3 Minuten Zeitersparnis von Kaki bis HH-Eidelstedt (was nur Zeit spart weil Umsteigen und Warten auf Anschlußzüge entfallen) sind nur Trostpflaster so wie hier im Ort Abbiegespuren an verschiedenen Einmündungen.
      Links Abbiegen, z.B. beim EDEKA-Markt hier im Ortszentrum und auch anderen Seitensraßen ist alles andere als komfortabel. Es zeigt nur die Fehlplanung der innerörtlichen Wege. Kaki ist da inzwischen auch nicht viel besser geworden durch Ausweitung des Industriegebietes Süd, z.B. auch im Raum Grashofstraße bzw. Richtung Ohland-Center.
      Politisch und wirtschaftlich wird zwar „von oben“ global gedacht und gehandelt, aber „unten“ noch wie im Mittelalter – jeder schön für sich.
      Mir hat noch niemand begründet, warum die AKN-Trasse mit der Tunnelstrecke freigehalten werden konnte hier seitens der Politik und Verwaltung aber keine Trasse für eine Umgehung. Da haben die Investoren überzeugend gearbeitet – mag jeder verstehen wie er es möchte.

    • K. Honerlah sagt:

      Es wird auch absehbar weiterhin keine Umgehungstraße geben, denn sie wurde bislang immer noch nicht zum Bundesverkehrswegeplan angemeldet. (Verfahrensdauer geschätzt 10 bis 15 Jahre). Das ist jedoch Voraussetzung für finanzielle Beteiligung von Bund und Land.
      Weitere Voraussetzung: Man muss mehr als 40 % reinen Durchgangsverkehr nachweisen, den wir nicht haben. Denn der meiste Verkehr ist hausgemacht, also sogenannter Ziel- und Quellverkehr, also von oder zur Kita, Shoppingtouren von Norderstedt nach HU oder Warenlieferungen aus Logistikzentren, wo auch immer hin.
      Weitere Voraussetzung: Es darf nicht schon eine Straßenbeziehung parallel zur gewünschten Umgehung existieren. Hier wäre die BAB A 7 zu nennen.
      Wir könnten das Projekt natürlich auch allein bezahlen, kostet 40 bis 50 Mio. €, Tendenz nicht sinkend. Aber vielleicht hat Herr Müller eine selfmade-Variante in petto und es gibt sie für 35 Mio. €. Unsere Finanzsituation plädiert für etwas Anderes .

      • Rolf Michelsen sagt:

        Hallo Frau Honerlah! Ich bin nur Bürger, kein Verwaltungsexperte und habe zu wenig Fachwissen über diesen Bereich der Gesetze und Vorschriften.
        Wir sind uns sicherlich einig, daß hier etwas passieten muss oder sollte.
        Seitens der SPD und BfB gibt es ja Vorschläge bzw. Ideen im aktuellem Wahlprogramm.
        Diese habe ich mit meiner Meinung kommentiert. Wenn ich Ihren Beitrag lese, dann frage ich mich unter der von Ihnen geschilderten Rechtsbasis und dem Gebietsplan von HU warum diese Ideen dann in den Wahkamprogrammen auftauchen und dem Motto ( jahrzehntelang erfolgreich geübt: wir werden uns für eine Umgehungstraße einsetzen – war auch im Wahlprogramm der CDU in der Broschüre im September 2017 zu lesen) propagiert werden bzw. jetzt im Mai 2018 Wählerstimmen erbringen sollen.
        Ich setze in den genannten Parteien auch ein Wissen über die von Ihnen geschilderten Aspekte voraus. Schließlich hatte die CDU mit Anhang FDP jahrzehntelang hier die Mehrheit in der GV.
        Stellt sich die Frage, was man wann und wie hätte machen müssen vor ca. 20 Jahren oder mehr ?
        Meine Kernfrage bleibt aber, warum eine neue Trasse für die AKN in Tunnellösung gekommen ist (ursprünglich war ja eine Trassenverlegung westlich vorgeschlagen mit Verlegung des Bahnhofs nach H-U-West aus Kostengründen – und überraschend kam dann doch die teurere Tunnellösung – die ja durchaus postiv ist) aber kein Platz für eine Entlastungsstraße seitens der Planung in der Verwaltung mit Unterstützung der Fraktionen freigehalten wurde.
        Es nützt uns keine Vorschrift oder kein Gesetz, wenn die Verkehrslage sich nicht ändert bzw. deutlich verbessert. Ganz im Gegenteil wegen der fortschreitenden Neubebauung sowie der innerörtlichen Verdichtung und dem innerörtlichen Pendelverkehr und dem ebenfalls voranschreitenden Bevölkerungszuwachs hier im Ort und in den Nachbarorten stetig steigt.
        Eine Lösung muss her, sonst wird die Hamburger Straße zeitweise zum „Parkplatz“ (vor den Ampeln und Kreuzungen). Ganz abgesehen davon, daß die Bürger der Hauptachsen mit den Kosten der Sanierung nach heute gültiger Rechtslage belastet werden.Wer in den teilweise ruhigen Seitenstraßen oder Sackgassen wohnt hat da Vorteile.
        Der Ruf nach mehr Gewerbe ist ja durchaus begrüßenswert. Nur Logistik bringt systemmässig mehr Versand- und Anlieferaktionen wie produzierenden Gewerbe mit Herstellung, Veredelung, Entwicklung neuer Technologien und vielfach geschichteten qualifizierten und ausgebildeten Personal und Ausbildungsstand der Bewerber. Dazu kommt die Tatsache, das hier Niederlassungen bzw. in der Ferne liegende Firmenzentralen hier nicht große Steuereinkommen bringen. Die Finanzlage bzw. die Schuldensituation ist ja aktuell so, daß die Steuereinnahmen nicht reichen für die Sanierungen der Infrastruktur der Wege, Radwege und Straßen sondern auf die Anwohner umgelegt werden könne und wohl auch weitehin werden. Nach dem aktuellem Stand in Sachen Verlust HSB (für Hamburg die gleiche Summe wie für S-H) sind da nicht viel freie Finanzmittel für die Kommunen mehr über.
        Doch wie lautet Ihr Konzept ? Man kann hier weiter jahrelang jammern, diskutieren und abstruse Pläne, die nicht finanzierbar sind veröffentlichen. Das das bringt nichts.
        Wer hätte also Ihrer Meinung nach (insbesondere CDU mit FDP) in der Mehrheit wann bzw. was machen müssen ? Und warum nicht gemacht ? Frage Hinterzimmerpolitik und Parteienklüngel wie hier zu lesen war und den jetzigen Bürgermeister auf den Stuhl brachte – und der jetzt seine „Liebe zur Logistik“ (worüber er bei Amtsantritt anders sich artikulierte und nun von „man muss sich weiterentwickeln “ redet). Weiterentwickeln ist immer gut, aber bitte vorwärts und nicht rückwärts.
        Was schlagen Sie dann vor, was lösbar ist ? Alles auf das Fahrrad kann ja nicht die Lösung sein ! Und bitte auch nicht wie 1920 der Einsatz von Schubkarren mit Pferd und Wagen……war auch nur bedingt umweltfreundlich aus heutiger Sicht.
        Ein abstruse Idee mittels Abrissbirne auf HU-Gebiet Platz für eine Umgehung schaffen wird ja wohl niemand wagen, der (wieder-) gewählt werden möchte.
        Die Schuld, wie von Herrn Meschede hier zu lesen war im Sommer 2017, auf seine Parteivorgänger in Amt und Würde zu verschieben bringt nichts in der Zukunft.
        Wir leben nicht zu Cäsars Zeiten in Rom und seine historische „Tat“.
        Bin gespannt wann der Ruf nach noch mehr Gewerbe im Ort kommt wegen Steuereinnahmen. Herr Duda hat ja schon mal erste Planunsgansätze zur Ausweitung des Gewerbegebietes „Westerwohld“ kurz präsentiert, die einstweilen in der Schublade vorsich hinstauben neben vielen alten Gutachten.
        Da verliert man als Wähler glatt die Lust zu wählen, was sich vielerorts schon in der Wahlbeteiligung ausgedrückt hat.
        Wir haben zwar ein Rat-Haus, aber dort ist man wohl scheinbar „rat-los“ zur Lösung der prekären Situation mit Tendenz ins Negative.
        Die Frage ist, warum sich, welcher Bgm. auch immer, sich hier nicht artikuliert hat mit Vorschlägen. Durfte oder traute er das evtl nicht ? Eiine Frage des Parteibuchs und der Vernetzung im Ort. Alle haben einen Amtseid zum Wohle des Volkes abgelegt.
        Ich freue mich auf Ihren Partei-Programm-Vorschlag zur Lösung und sichtbaren Verbesserung bevor die Welt untergehen sollte dank Klimakatastrophe, die es lt. Donal Tramp ja nicht gibt ?
        Und ich habe auch gelesen, daß hier Meinungen von Politkern veröffentlicht wurden, die die Sorgen der Bürger wegen der Verkehrssituation für überbewertet halten mit Blick auf die Zukunft ab 2018 / 2019 und damit auch weiter.

  10. Dietmar Bittner sagt:

    Sehr geehrter Herr Meeder,

    an Sie habe ich folgende, im Zusammenhang mit Ihrem Bericht und den Äußerungen von Herrn Colmorgen über den -B-Plan 146,( REWE — Verwaltung hat gepatzt ) , folgende Frage:

    Warum ist meine Stellungnahme vom 23.03.2018 zu diesem, Ihrem Artikel, und Herrn Colmorgens Aussage von dieser Internetseite entfernt bzw. gelöscht worden???

    Bei der erneuten Durchsicht Ihres obengenannten Artikels vom 21.03.2018 zu diesem
    Thema stelle ich nun fest, dass meine Erwiderung auf Ihren Bericht von 23.03.2018 nicht
    mehr vorhanden ist! Warum dieses Vorgehen!?
    Alle anderen Lesermeinungen dazu,( 22 Leserbriefe) sind nach wie vor im Zusammenhang
    heute noch zu finden.

    Haben Ihnen meine Zeilen zu diesem Thema nicht gepasst, oder sieht Berichterstattung
    in Verbindung mit Pressefreiheit so bei den H U Nachrichten aus ?

    Ich hätte gern von Ihnen eine, auf diese beiden Sachverhalte bezogene,genaue Antwort darauf.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dietmar Bittner

    SPD – Gemeindevertreter

  11. Christian Meeder sagt:

    Lieber Herr Bittner, meinen Sie diesen Artikel hier? http://ulzburger-nachrichten.de/?p=40870

    Dort stehen 22 Kommentare und Ihrer ist auch dabei.

    • Dietmar Bittner sagt:

      Hallo Herr Meeder,

      bei dem Artikel den Sie jetzt meinen, handelt es sich um eine Antwort auf eine Äußerung
      von Herrn Winkelmann vom 24.03.2018, der ist in der Tat unter den genannten
      22 Artikeln zu finden. Es hätten aber in diesem Bereich statt 22 Artikel, 23 Artikel sein
      müssen,( mit meinem zweiten Artikel- B-Plan 146-/ Hr. Colmorgen.) also 23 bei Vollständigkeit.

      Dieses vorerst zu ihrer Information.

      Dietmar Bittner

    • Dietmar Bittner sagt:

      Hallo Herr Meeder,

      zu diesem Themenkomplex kann ich Ihnen jetzt mitteilen, das die Vollständigkeit
      der Artikelzahl ( incl. meiner zwei Kommentare )von Ihnen wieder hergestellt ist.

      So sollte das sein, Danke dafür.

      Dietmar Bittner

  12. Christian Meeder sagt:

    Hallo Herr Bittner,
    folgendes war passiert. Ich hatte die Kommentare von „Jo Meine“ gelöscht. Ihr Kommentar war eine Antwort auf „Jo Meine“ und deswegen nicht mehr sichtbar. Ab und an überprüfe ich, ob Leserbriefschreiber, wie von uns verlangt, unter ihrem Klarnamen schreiben. Das ist bei ‚Meine‘ nicht der Fall. „Jo Meine“ kommentiert auch unter dem Namen „Thomas Franken“. Die Kommentare der beiden genannten bleiben online. Beide Namen sind aber nun gesperrt.

    • Dietmar Bittner sagt:

      Hallo Herr Meeder,

      Danke für die schnelle, sachliche Aufklärung des Vorgangs.

      Dietmar Bittner

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