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Nicht gesetzeskonform: Kita-Manager will starke Einschnitte bei der Gruppengröße in Kinderhorten | Henstedt-Ulzburger
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Nicht gesetzeskonform: Kita-Manager will starke Einschnitte bei der Gruppengröße in Kinderhorten

Die neuen Leiter des Kita-Eigenbetriebs Schilling Sumpf

Die neuen Leiter des Kita-Eigenbetriebs Mathias Schilling (rechts) und Björn Sumpf.

Irgendwas sei da faul, meldete sich heute eine Mutter bei den Henstedt-Ulzburger Nachrichten. Der Bürgermeister habe in seiner Pressemitteilung und in seinen Erklärungen den Eindruck vermittelt, bei der Hortbetreuung werde sich im Vergleich zu den Vorjahren nichts ändern, sie habe aber das Gefühl, dass das irgendwie nicht stimmen könne. Die Anruferin: „Wir haben nach der Bürgermeistererklärung mit den Herren vom Eigenbetrieb gesprochen, die klar gesagt haben, dass wenn die Situation etwa im Hort Abschiedskoppel so bleibt wie sie derzeit ist, dass dann dort zum neuen Schuljahr keine neuen Kinder angenommen werden. Die haben gesagt, der Hort sei überbelegt und habe so gar keine Betriebserlaubnis.“

Überbelegung, Betriebserlaubnis – Vokabeln, die der Bürgermeister gestern im Ratssaal nicht in den Mund genommen hat, und die auch nicht in seiner Pressemitteilung auftauchen. Nachfrage deswegen heute bei Mathias Schilling, pädagogischer Leiter des zu Beginn des Jahres gestarteten Kita-Eigenbetriebs. Was hat das alles zu bedeuten? Seine Grundaussage: Derzeit sei es so, dass in einigen Einrichtungen zu viele Kinder betreut werden, und das sei nicht „gesetzeskonform“.

Denn es sei eben nicht so, wie mancher vielleicht denke,  dass eine Kommune einen Hort aufmachen kann und dann selbst entscheiden dürfe, wie viel Kinder aufgenommen werden. Sondern das lege, etwa auf Basis des von der Gemeinde vorgelegten Personalschlüssels, die Segeberger Kreisverwaltung fest – in einer Betriebserlaubnis.

Und das Problem sei, dass in einigen Horten die Vorgaben aus der Betriebserlaubnis,  was die Größe der Gruppen angeht, nicht eingehalten werden. Schilling: „Und das geht eben nicht.“ Die maximale Größe einer Hortgruppe laut Betriebsgenehmigung seien 20 Kinder und ab dem neuen Schuljahr müsse diese Gruppengröße eingehalten werden, eine Überbelegung werde nicht mehr geduldet. Schilling: „Die Aufsichtspflicht der Kinder muss gewährleistet sein, die kann ich nicht gewährleisten, wenn ich zu viele Kinder in einer Gruppe habe und zu wenig Personal.“

Schilling betonte heute gegenüber den HU-Nachrichten mehrmals, dass es eine Überbelegung von Hortgruppen nicht in allen Horten, sondern nur in „einigen“ gebe, eine Quantifizierung des Überbelegungsproblems lehnte er ab.

Zahlen, die die Verwaltung Ende des letzten Jahres veröffentlicht hat, zeigen nun, dass die Hortgruppen durchgängig in allen Einrichtungen massiv überbelegt sind. Wenn Schilling und die Rathausführung es wirklich ernst meinen mit der Einhaltung einer Obergrenze von 20 Kindern je Gruppe, würde das unter sonst gleichen Bedingungen eine Reduzierung der angebotenen Hortplätze um rund 200 bedeuten. Laut Zahlen, die das Rathaus im November 2018 veröffentlicht hat, waren im Oktober 743 Kinder in den vier gemeindlichen Horten untergebracht. Bei einer Gruppengröße von 20 Kindern wäre nur Platz für 540 Kinder.

So war die Situation im Oktober letzten Jahres. Lesebeispiel: Im Bürgerhaus gibt es sechs Hortgruppen, bei einer Gruppengröße von 20, gibt es Platz für 120 Kinder. Tatsächlich betreut werden 191 Kinder. Zahlenquelle: Rathaus

So war die Situation im Oktober letzten Jahres. Lesebeispiel: Im Bürgerhaus gibt es sechs Hortgruppen, bei einer Gruppengröße von 20, gibt es Platz für 120 Kinder. Tatsächlich betreut werden 191 Kinder. Zahlenquelle: Rathaus

Rebekka Kuhlen, Elternvertreterin der Kindertagesstätte Schulstraße, und Mutter von Zwillingen, die für beide Kinder einen Hortplatz ab August benötigt, erklärte heute, dass ihr eine Verwaltungsangestellte geraten habe, eine private Betreuung zu organisieren. Schilling sagte dazu auf Nachfrage, dass das eine Botschaft sei, die der Logik entspreche: “ Wenn ich nicht sicher weiß, dass mein Kind im Hort betreut werden kann, dann such ich eine Alternative.“

cm

  1. Januar 2019

30 Kommentare zu "Nicht gesetzeskonform: Kita-Manager will starke Einschnitte bei der Gruppengröße in Kinderhorten"

  1. Sabine Jöhnke sagt:

    Hallo!
    Was bei den Zahlen interessant wäre, sind die Plätze bezüglich der maximalbelegung Kindgebunden oder nach angemeldeten Tagen.

    Es gibt viele Kinder, die nicht jeden Tag einen Platz benötigen, sondern nur an einigen Tagen der Woche dort sind. Nach was werden die Zahlen den gerechnet? Nach angemeldeten Kindern oder nach angemeldeter Anwesenheit?

    • A. Grimm sagt:

      Hallo Frau Jöhnke,
      das Problem ist hausgemacht und hängt meines Wissens leider nicht von der Gemeinde, sondern vom Land ab. Wir hatte unsere Tochter im Waldkindergarten (jetzt im Hort auf dem Rhen) und benötigten den Platz auch nur an 3 Tagen in der Woche. Trotzdem belegten und bezahlten wir einen kompletten Ganztagesplatz. Eigentlich hätte eine andere Mutter ihr Kind für 2 Tage in die Kita bringen können. Die Leiterin erklärte uns, daß dies gemäß Satzung und Landesvorgabe nicht möglich sei. Laut meinen Kollegen hat Hamburg dieses Problem mit Hilfe der Kita-Gutscheine wesentlich effektiver gelöst. Hier wird darauf geachtet, daß Plätze optimal belegt werden.

      • Stephan Holowaty sagt:

        Guten Tag Herr / Frau A. Grimm,
        .
        Es gibt definitiv keine Landesvorgabe, die auch nur ansatzweise fordert, dass Sie nur 5 Tage buchen können. Ihre Landtagsabgeordneten geben Ihnen dazu gerne Auskunft, und sind auch jederzeit gerne bereit, solche Gerüchte für Sie im Einzelfall zu prüfen – bitte bevor Sie sie veröffentlichen. Ich habe auch in diesem Fall soeben kurz Rücksprache mit dem Staatssekretär im Sozialministerium und der entsprechenden Fachabteilung gehalten.
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        Dies ist ausschließlich eine Angelegenheit des Trägers, also in diesem Fall der Gemeinde Henstedt-Ulzburg.
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        Wir Freie Demokraten erwarten daher vom Eigenbetrieb und damit vom Bürgermeister, dass unter anderem die Buchungssysteme für Horte sehr kurzfristig so überarbeitet werden, dass tageweise Buchungen möglich sind. Dies liegt im ureigensten Interesse der Eltern.
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        Ich gehe davon aus, dass wir dann auch einen deutlich besseren Blick auf die tatsächliche Auslastung der Horte haben.
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        Laut KitaPortal Schleswig-Holstein sind aktuell übrigens im Kinderhort Abschiedskoppel (7:45 Uhr – 17:00) noch freie Plätze (Stand Januar 2019) verfügbar.

        • Doris Dosdahl sagt:

          Nach §4 der Kita-Satzung dienen die Horte der Aufnahme und regelmäßigen Betreuung von schulpflichtigen Kindern an einzelnen oder mehreren Tagen der Woche. Man kann also für einzelne Wochentage anmelden, nicht aber stundenweise.

          • Stephan Holowaty sagt:

            Wenn ich die Schilderungen der Eltern richtig verstehe, können sie die Kinder zwar tageweise in die Kita SCHICKEN, müssen sie aber für die ganze Woche anmelden (und bezahlen). Nur dann macht die Botschaft des Bürgermeisters, dass de facto keine Überbelegung da sei, Sinn.

            • Sabine Jöhnke sagt:

              Hallo Herr Holowaty,

              Die Buchung einzelner Wochentags ist möglich und es werden auch nur diese Tage bezahlt.

              Meine Frage bezog sich auf die Anrechnung in o.g. Tabelle.
              Wird die Anzahl der Kinder pro Gruppe danach ausgewiesen, an welchen Tagen wie viele da sind, oder nach den Personen, ohne Berücksichtigung der Anwesenheitstage.

              Beispiel:
              Kind A geht Montags,Dienstags und Mittwochs in den Hort
              Kind B geht Donnerstags und Freitags in den Hort
              Zählen diese Kinder also als 1 Kind im Bezug auf die maximalzahl von 20 gesehen, da jeder an anderen Tagen da ist, oder als 2 Kinder, da es sich um zwei verschiedene Personen handelt.

              • Stephan Holowaty sagt:

                Danke für die Klarstellung! Gute Frage – ich hatte den Bgm so verstanden, dass Kind A und Kind B als je ein Kind gezählt werden, also in der Summe 2 Kinder. Tatsächliche Auslastung aber 1 Kind.
                .
                Ich hoffe dass der Bürgermeister da für Aufklärung sorgt, damit Missverständnisse ausgeräumt werden.

  2. G. Willsch sagt:

    Ein guter Artikel, der durch Zahlen, Daten und Fakten allen Beteiligten die Realität punktuell nahe bringt.
    Auch wenn’s weh tut, aber dadurch, dass das Thema jetzt schon beleuchtet wird, haben die Eltern wenigstens noch sieben Monate Zeit, um sich auf ein mögliches ‚Worst-Case-Scenario‘ einzurichten.

    Das auch dieses Thema Kreise zieht, und wie sich dies auf ‚Einwohnerwachstum‘ auswirken wird, zeigt eine eindeutige Aussage zum Thema aus einem sozialen Netzwerk. Zitat:“Wir wollten ja demnächst auch dahin ziehen… Habe aber alle Besichtigungen abgesagt und den Maklern dieses als Grund genannt…. Erfreut war keiner von denen….. Verständlich!!!!!“.

  3. Herrlich, da werden gleich zwei Manager zur Verwaltung des Mangels eingesetzt.

    Aber Lösung bietet auch hier der Beckersberging: der Investor erkauft sich gerade eine grotesk geringere Sozialbindung mit der Planung einer Kita – das richtige Signal bei dem Rückgang der Sozialwohnungen von 2,87 Mio in 1990 auf geschätzt 1,07 Mio in 2020 (Quelle Statista).

    Und das weitestgehend in Regierungsverantwortung liebe SPD-Genossen. Nur falls mal einer fragt, wie es zu dem Desaster kommen konnte…

  4. Als sich die einst vielen Gemeindeteile hier zu einer Großgemeinde zusamenschlossen, gab es Diskussion über den Namen – Ulzburg-Henstdt, Henstedt-Ulzburg u.v..a.m.
    Man sollte das Thema noch mal aufgreifen….
    Enfach umbenennen in „Mangelhausen“ !“
    Es mangelt an/in Radwegen, Fußwegen, breiten Straßen, Parkplätzen in Neubaubgebieten für den 2. oder ggf. 3. fahrbahren Untersatz (Wohnwagen, Wohnmobil, PKWs der Kinder) Erzieherpersonal, Sozialwohnungen, Umgehungsstraße, große Firmen mit Stammsitz in H-U mit viel Steuern, hochqualifizierte Arbeitsplätze (studierte Fachkräfte vieler Bereiche, Hochschulabgänger etc. – schwerpnktmässig Logistik bringt es nicht), innerörtlicher Verkehr mit Bus, sichere Stellplätze für Fahrräder an den Bahnhöfen a la Norderstedt), Einsicht bei vielen Politikern, daß Neubau und Zuzug auch Folgeprobleme mit sich bringen, Konzept und Lösungen aus der Verwaltung, die bekannten Probleme lösbar machen, berechtigte Sorgen der Bürger zur Kenntnis zu nehmen (Rostocker Straße etc.) und zu beseitigen.
    An einigen Punkten mangels es nicht: Gutachten für die Schublade, neuem Personal in der Verwaltung, das Geld kostet, aber keine sichtbaren Lösungen für die Bürger aller Klassen.
    Ein Hoch auf Wahlkampfbroschüren mit leeren Versprechungen, die nie erfüllt werden.
    Mustervorlagen sind bei CDU (über 40 Jahre), FDP (dto.)m SPD undBfB (Umgehungstraße) in den Archiven für die Nachwelt, die mit den heute bekanntne Mängeln auch noch in Jahrzehnten kämpfen müssen.

    • Stephan Holowaty sagt:

      Herr Michelsen, vergessen Sie bitte den Mangel an Reihenhäusern nicht!

      • …..danke für Ihren wichtigen Nachtrag und Diskussionsbeitrag zum Thema. Hilft den Betroffenen sehr ! Sie sind eben „Politiker“……- denn die reden viel, halten wenig von Taten……besonders in Parteiprogrammen. Gruß zum Thema Umgehungstraße……Verkehrststaus hier im Ort, mangelhafte Rad- und Fußwege……
        Rechnen Sie mal durch, wieviel Zeit vergeutet wird, wenn hier Pendler und arbeitende Fahrer/Monteuere etc. im Job hier feststecken……und die Chefs dann Überstunden zahlen (oder diese gratis geleistet werden….) der Papa frustiert nach Hause kommt und die Stimmung dann im Hause nicht die Allerbeste ist.
        Nun ja, nicht ihre Thematik. Lieber Baugebiete voll ausnutzen und mit der Planung und Ausbau der Infrastruktur entweder nichts machen oder jammern, wie im Falle fehlener Hortplätze, daß es (lt. Bgm.) eine Herkulesaufgabe ist das zu lösen.
        Ein kluger Kopf plant umfassend vor….. und vorausdenken, nicht den Tatsachen hinterherlaufen….
        Ihre Antwort an Frau Sabine Jöhnke zeigt wie unsere Politiker in der Sache Bescheid wissen – hier vor Ort……und der Bgm. ggf. auch – sonst hätte er hier in seinem Statement enen Satz einfliessen lassen.
        Aber, wecken Sie nun bitte nicht die SPD……

  5. Marion Hansen sagt:

    Ich finde es mal wieder sehr passend, wie hier im „kinder- und familienfreundlichen Henstedt-Ulzburg mit Familien umgegangen wird! Erst gibt es keine Krippenplätze und man wird auf eine Tagesmutter verwiesen. Dann hat man endlich einen Kindergartenplatz und dann wird es keinen Hortplatz geben, wenn das Kind in die Schule kommt. Die Gemeindeverwaltung kann sich ja mal überlegen, wer noch die teueren Häuser und Grundstücke kaufen wird, weil immer mehr Eltern wegziehen müssen, da ein Haus in dieser Gemeinde nicht mit einem Einkommen zu finanzieren ist.

    Zu der Aussage von Herrn Schilling „Schilling sagte dazu auf Nachfrage, dass das eine Botschaft sei, die der Logik entspreche: “ Wenn ich nicht sicher weiß, dass mein Kind im Hort betreut werden kann, dann such ich eine Alternative.““ möchte ich Folgendes fragen: Übernimmt die Gemeinde dann im Anschluss die zusätzlichen Mehrkosten für die private Betreuung? Wo kann man die Rechnung entsprechend einreichen?!

    • Stefanie Egenolf sagt:

      Da es bisher keinen Rechtsanspruch auf Hortbetreuung gibt, liegt die Verantwortlichkeit für die Betreuung tatsächlich bei den Eltern.

  6. Westermann sagt:

    Warum werden die übrigen Kinder nicht direkt im Rathaus von hr Schilling betreut? Meiner Meinung nach müssten die Folgenden dort ausgebadet werden, wo die Verantwortung für diese Misere liegt.! Wenn er diesen Zustand dann nicht mehr haben will, wird er sich hoffentlich schnell um die Beseitigung des Problems kümmern!

    • Jan Kirmse sagt:

      Seltsame Auffassung davon, wer verantwortlich ist. Und was stellen Sie sich unter „Beseitigung des Problems“ vor? Soll Herr Schilling ehrenamtlich Erzieher ausbilden?

    • G. Willsch sagt:

      Hr. Schilling trägt nicht die Verantwortung für die ‚Misere‘. Er hat sich letztlich nur bereit erklärt, mit dem 01.01.2019 die Verantwortung dafür zu übernehmen. Dafür zolle ich ihm Respekt, denn das Kind ist letztlich bereits Jahre zuvor in den Brunnen gefallen. Herr Schilling und Herr Sumpf dürfen die Suppe zunächst erst einmal auslöffeln.

      Sollten Sie (Herr/Frau Westermann) sich nun auf die Suche nach den wahren ‚Schuldigen‘ begeben wollen, wünschen ich Ihnen viel Erfolg auf Ihrer Tingeltangetour zwischen H-U-Rathaus, Kiel, Berlin, Hannover, und rheinlandpfälzischen Friedhöfen. 😉

  7. Westermann sagt:

    Wäre ein Anfang… Genauso seltsam, wie das Bild einer familienfreundlichen Gemeinde, mit dem man grosspurig wirbt

  8. Henrik Holst sagt:

    Hallo. Es ist korrekt das Herr Schilling sich an rechtliche Vorgaben hält, das ist sein Job!
    Stellt euch mal vor liebe Eltern es passiert was in einem Hort der überfüllt ist.

    Das mit der tagesweisen Belegung von Plätzen muss dann dringend geklärt und abgefragt werden. Ich kann mir auch gut vorstellen daß viele Eltern sich schöne freie Nachmittage gönnen und dadurch Plätze im Hort belegen obwohl das nicht sein muss.

    Wir schicken ab diesem August unser erstes Kind in die Grundschule an der Schulstraße, sind also von dem Mangel an Plätzen im Hort unmittelbar betroffen. Da es uns aber sehr wichtig ist und auch schon immer war, unserer Verantwortung als Eltern gerecht zu werden, anstatt im möglichst großem Eigenheim zu leben, können wir uns das wohnen hier auch leisten wenn nur einer von uns arbeitet.

    Desweiteren finde ich es einfach widerlich wie der Kommentar Bereich der Ulzburger Nachrichten immer wieder von Kommunalpolitikern zur Selbstdarstellung und zum schlecht machen der anderen Parteien genutzt wird….
    Aber dafür sind Kommentar Bereiche ja irgendwie da 🙂
    Zeigt in meinen Augen aber sehr deutlich daß es bei der Politik in diesem Ort sehr selten um die Sache geht sondern viel mehr um die Selbstdarstellung.

    Mit freundlichen Grüßen

    • Marion Hansen sagt:

      Sehr geehrter Herr Holst,

      Ihre Aussagen widersprechen sich leider. Sie schreiben, dass Sie unmittelbar vom Mangel an Hortplätzen ab dem Sommer betroffen sein werden, da dann Ihr erstes Kind in die Schule gehen wird. Sie schreiben außerdem, dass Sie das Glück haben, Ihre Familie mit nur einem Gehalt ein gutes Leben sichern zu können. Sie erscheinen mir daher keinesfalls vom Mangel betroffen und können den Hortplatz somit gerne Eltern überlassen, die beide berufstätig sind.
      Oder möchten Sie damit Eltern, die einen nicht so gut bezahlten Job wie sie haben, unterstellen, dass diese dann besser keine Kinder bekommen sollten?!

      Und ich kann Christine nur zustimmen, dass es nichts mit freien Nachmittagen gönnen oder keine Verantwortung für die eigenen Kinder zu übernehmen zu tun hat, wenn man einen Hortplatz benötigt, weil beide Elternteile arbeiten gehen oder es auch allein erziehende Eltern gibt.

      Mit freundlichen Grüßen

      • Henrik Holst sagt:

        @Marion Hansen: wir sind in so fern betroffen das einer von uns seine Arbeitszeit dann reduzieren muss und es ohne Hortplatz stressig wird unseren kleinen pünktlich aus dem Kindergarten abzuholen, ist auch finanziell für uns kein Segen!

        „Oder möchten Sie damit Eltern, die einen nicht so gut bezahlten Job wie sie haben, unterstellen, dass diese dann besser keine Kinder bekommen sollten?!“ -> das möchte ich nicht, steht mir nicht zu sowas. Aber: jeder sollte sich gut überlegen was er sich wo und wie leisten kann…

        @Christine: wenn Sie glauben das es keine Eltern gibt die sich KiGa- oder Hortplätze erschleichen (getunte Arbeitszeitnachweise etc) dann haben sie leider keinen realistischen Einblick in das Kinderbetreungs-Buisness in H-U werfen können! Daher ist es auch nicht im entferntesten respektlos Eltern zu unterstellen sich frei Nachmittage zu gönnen sondern Tatsache!
        Ich finde auch wenn beide Vollzeit arbeiten gehen müssen dann stimmt was grundlegendes an der Lebenssituation nicht (ist mir aber auch klar das sich das nicht jeder aussuchen kann, zb Alleinerziehende)

        P.S.: Ich weiss auch das unsere Situation gut ist und es ist schade dass das nicht alle von sich behaupten können.
        Ach ja auch ich mag freie Nachmittage! manchmal allein aber mit Kindern ist auch ganz schön 🙂

    • Thomas Jäger sagt:

      Ich stimme Ihnen 100% zu

    • Marion Hansen sagt:

      Ich habe ja nicht gesagt, dass beide Elternteile Vollzeit arbeiten müssen, aber bei einer verlässlichen Schule von 4 Zeitstunden in der 1. und 2. Klasse, ist es für einen Elternteil ohne Hortplatz fast gar nicht möglich zu arbeiten, denn mit der Fahrt zur Arbeit bleibt dann vielleicht noch 3 Stunden Arbeitszeit. Wenn das Kind nach der Schule bis 14 oder 15 Uhr im Hort ist, dann ist dies sicherlich für viele Eltern ausreichend.
      Wenn es aber gar keine Hortplätze gibt, dann ist es bestimmt für viele Eltern ein sehr starker finanzieller Einschnitt.

      Und ich denke, dass sich die meisten Eltern definitiv bewusst für Kinder entscheiden aus diversen Gründen und auch wissen, dass es finanzielle Einbußen mit sich bringt.
      Aber was einem die Politik jeden Tag alles Schönes verspricht in einem Deutschland, in dem wir „gut und gerne leben“ und was dann die Realität ist, dass Familien immer hinten anstehen, obwohl sie arbeiten und sich um ihre Kinder kümmern möchten und ihnen dann solche Steine in den Weg gelegt werden, ist einfach nur ein Armutszeugnis für die Politik.
      Aber der Mangel an ErzieherInnen und Pflegekräften ist ja auch nicht erst seit gestern so und auch auf die schlechte Bezahlung zurückzuführen. Bei diesen Jobs sollte definitiv besser gezahlt werden.
      Auch wenn das eine mehr Belastung aufgrund von Steuererhöhungen für alle bedeutet – aber im Endeffekt provitieren auch wieder alle davon – ob nun direkt durch Kita-Plätze oder indirekt weil arbeitende Eltern auch wieder in die Steuerkasse, Rentenkasse, Arbeitslostenkasse, etc., Krankenkasse einzahlen und nicht nur Geld daraus benötigen.

  9. Christine sagt:

    Super Herr Holst
    Wir wohnen nicht in einem übergroßen Haus,
    Trotzdem müssen wir beide arbeiten. Ich finde es
    Respektlos, zu unterstellen, viele Eltern würden sich eher freie Nachmittage gönnen.
    Es hat nicht jeder Ihre Situation!

  10. ….ich erinnere noch eine (ältere) Statistik; die besagt, deutsche Paare haben durchschnittlich 1,2 KInder. Wie das optisch aussieht weiß ich nicht…..
    Inzwischen ist die Welt hier bunter und kulturell vielseitiger geworden.Auch hier im Ort. Viele Sprachen hört man hier im Ort „unterwegs“ – und sieht es auch auf den Straßen.
    Der Anteil Kinder mit fremdländischen Kulturhintergrund ist beachtlich. Kinder fremdländischen Wurzeln sollen voll integriert werden in KiTa, Hort und Schule. Schaffen wir das hier im Ort auch ? Wenn die Eltern aus dem Ausland hier nicht arbeiten können aber Kinder haben ?
    In Bezug auf die Rente werden Kinder als zukünftige Berufstätige und Rentenbeitragszahler gesehen – der wahre Reichtum eines Landes. Wie war das doch mit dem Fachkräftemangel ?
    Unlängst hieß es noch Bevölkerungsrückgang durch demographischen Wandel.
    Die Immobilienpreise steigen (incl. Mieten). Frage durchaus angebracht, wieviele Kinder man(n -frau) sich noch wirtschaftlich leisten kann.
    Personal und KiTa / Hortplätze knapp. Aus dem Hut zaubern kann man kein Personal und Gebäude – ad hoc, evtl Container aufstellen.
    Wer Wohnraum politisch genehmigt muss sich auch über die Folgen für die Infrastruktur Gedanken machen und rechtzeitig Maßnahmen ergreifen. Nicht „nach zwölft“ – so wie jetzt, sondern vorher.
    Jetzt eine Herkules-Aufgabe lösen ohne ausreichend Personal und Raum – wie soll das gehen ? Gesetze sind nun einmal da – da will sich der Eigenbetrieb dann orientieren.
    Sonst achtet man doch hier auf Gesetze und Vorschriften…….
    Die Fehler der Vergangenheit mangels Vorausplanung und Vorausdenkens – nun holen sie uns ein. Den Investoren ist / war das egal.
    Wenn ich die Neubauten / Mehrfamilenanlage auf dem alten Lühmann-Gelände sehe, dann frage ich mich, wieviele Kinder da wohl hier in KiTa, Hort oder Schule kommen. Und jetzt noch Innenverdichtung ! Am Besten ohne Nachwuchs ?
    Was haben unsere Spitzenpolitiker incl. Verwaltung hier dann schon mal vorgeplant bei der Grundstückeplanung nur in diesem Areal ? Vermutlich wie immer – nichts.
    Es tröstet mich nich, das es in anderen Orten hier in der Region ähnlich aussieht. Zuzug aus der Stadt auf das Land, in H-U mal grün bewertet.
    Alt-Bürgermeister Heinz Glück verlangte bei Anspruch auf KiTa eine Bescheinung vom Arbeitgeber über die volle oder Teilzeit-Beschäftigung, die regelmässig überprüft wurde auf noch Aktualität. Wie das heute ist, weiß ich nicht. So wollte man Fehlbelegungen vemeiden.
    Wer geht schon freiwillig arbeiten wenn er/sie es eigentlich nicht muss aus finanziellen Gründen ?

    • Jan Kirmse sagt:

      – Vielleicht gucken Sie sich den Lühmannpark mal vom anderen Ende an: da steht eine Kita. Ganz offensichtlich wurde da mehr geplant als Sie wahrhaben wollen.
      – Für einen Kita-Platz ist selbstverständlich nach wie vor eine Bescheinigung vom Arbeitgeber notwendig.
      – Zitat: „Wer geht schon freiwillig arbeiten wenn er/sie es eigentlich nicht muss aus finanziellen Gründen?“
      Jeder, der mit seinem Leben etwas sinnvolles anfangen möchte? Leben ist Arbeit, Arbeit ist Leben.
      Sind Sie zufällig mit Arno Dübel verwandt? 😉
      – 1,2 Kinder, wie geht denn das, haha… :roll: Ja, den Witz machen Sie nun mindestens schon zum 5. Mal, ist langsam etwas arg abgegriffen.
      – Die Themen Inklusion, Rente und Fachkräftemangel vermischen Sie sehr absurd. Inklusion halten Sie für fragwürdig, wenn die Eltern nicht arbeiten können oder dürfen? Das diskutieren Sie vielleicht mal mit ALG2-Empfängern, denn dort wäre es ja dasselbe. Warum sollte irgendwer wegen Armut ausgegrenzt werden? Und was hat das mit Fachkräftemangel zu tun? Gerade die Kinder können sich doch bilden?!

      • …..was nützen KiTa-Gebäude ohne ausreichend Erzieher ? Was nützt ein neues KiTa-Gebäude wenn die Kapazitäten (räumlich, personell) nicht ausreichen ?
        Wenn der „Nachschub“ größer ist als der Ausbau der Infrastuktur ? Das ist das Kernproblem, werter Herr Kirmse.
        Ob eine Frau / Mutter / Mann / Vater arbeiten möchte ist immer eine persönliche Entscheidung, die von vielen Faktoren abhängt. Leben ist Arbeit und Arbeit ist leben. Reinste Mottenkiste. Die Zeiten von Frondiensten sind vorbei. Gesundheitliche Einschränkungen gibt es auch in Einzelfällen.
        Zwichendurch, wenn ein Elternteil ohne Job ist (z.B. Insolvenz, Kurzarbeit, Betriebsferien) dann das Kind aus der KiTa nehmen – denn AlG 1 und 2 sind immer weniger wie Netto-Einkommen durch Arbeit. Es gibt Familien, da steht dann Vater- / Mutterschaftsurlaub für Monate auf dem Kalender. Dann das erste Kind aus der KiTa nehmen (müssen) ? Tolle Idee !!!
        Wenn in eine Familie „Arno Dübel“ erscheint und Reichtum ausbricht – das Kind dann auch der KiTa nehmen, zwangsweise ? Kinder brauchen viele soziale Kontakte. Es gibt schon Kinder um Grundschulalter, die mit Smartphone unaufmerksam unterwegs sind in der Öffentlichkeit. Ein Kind, das „beschäftigt“ wird hat wenig Lust auf Handy und Co. Das wird früh genug „Mittelpunkt“.
        AlG-Empfänger kann man schneller werden als man möchte. Dann den Nachwuchs aus der KiTa / Ort nehmen müssen mangels Finanzmittel ?
        Kinder, die aus der „Ferne“ gekommen sind müssen hier auch nach der Schule soziale Kontakte aufbauen und besonders sich mit der deutschen Sprache beschäftigen. Zu Hause, bei den Eltern, wird dann die „Muttersprache“ genutzt.
        Hierzu habe ich persönliche Erfahrungen. Glaube kaum, daß Sie da mitreden können.
        In England gibt es die Ganztagesschulen – meist bis 16 / 17 h.
        Im Hamburg ist es kein Problem wenn Geschwister (unterschiedlichen Alters) altersmässig bedingt nacheinander in die gleiche KiTa kommen. Und hier ?
        Schulpflichtige Kinder „aus der Ferne“ sollten so viel wie möglich mit gleichaltrigen
        Kinder zusammen spielen etc.
        Ziel sollte es sein, daß jedes Elternpaar ohne Probleme die Kinder in die KiTa schicken kann. Notlösung Tagesmutter – nur bedingt möglich, je nach Möglichkeiten.
        Moderne Medien in den Schulen, Computer in den KiTas – gibt es schon, habe ich noch nichts von gehört hier im Ort. Dazu fehlen bestimmt auch die Mittel. Zumindest wird darüber mehr geredet (dafür haben wir hier einen „Experten“) als gehandelt.
        Fachkräftemangel entsteht / entstand, weil nicht genut ausgebildet wurde bzw. geburtenschwache Jahrgänge waren. Das Thema ist an Ihren wohl vorbeigerauscht. Kinder kosten viel Geld (elternfinanzierte Lehrmitel u.v.a.m. sowie Studium mit Wohnraum). Kinder machen uns aber „reich“.
        Viele Paar überlegen es sich sehr lange, manchmal zu lange, die Sache mit Kindern. Sie wollen leben und zahlen viel für Wohnraum und Unterhalt.
        Pro Haushalt zwei Kinder – längst nicht mehr normal. Wer mehr Kinder hat ist bei Vermietern nicht sehr beliebt.

        • Jan Kirmse sagt:

          Moin Herr Michelsen.
          – Sie schrieben ganz gezielt vom Lühmannpark und ob dort niemand vorgeplant hätte, nicht mehr und nicht weniger. Ich schrieb Ihnen, daß man dort sehr wohl eine Kita geplant, gebaut und eröffnet hat.
          – Daß es Personalmangel im Bereich Erzieher gibt, dürfte allgemein bekannt sein, brauchen wir wohl kaum drüber diskutieren, ist kein kommunales Problem, geschweige denn eines, das auf kommunaler Ebene gelöst werden könnte.
          – In Hamburg und anderen Orten in der Umgebung ist die Situation nicht ernsthaft viel anders als in HU, logisch, der Fachkräftemangel beschränkt sich nicht auf HU.
          – Habe ich von Frondiensten gesprochen? Fakt ist, daß es Menschen, die arbeiten, besser geht. Das ist unter anderem psychisch bedingt. Natürlich kann es Einschränkungen und Ausnahmen geben, nicht jeder ist gleich. Wollten Sie jetzt Einzelfälle diskutieren oder was?
          – Es gibt weder eine Kita- noch eine Hortpflicht! Bei Ihnen hört es sich so an, als wenn jeder, der so etwas nicht nutzt, sich zwingend zu einer Art „Ausschußmasse“ entwickelt.
          – Kita und Hort haben wohl kaum etwas damit zu tun, wie viel ein Kind digitale Medien nutzt. Paradoxerweise möchten Sie ja sogar, daß in Kita und Hort mit selbigen gearbeitet wird…
          – Nein, in der Tat, ich habe keine Erfahrung damit, wie es sich mit Kindern in Migrationsfamilien verhält. Allerdings kenne ich eine (deutsche) Familie, in der wird zu Hause nur Plattdeutsch gesprochen und eine andere (deutsche), in der wird zu Hause nur Englisch gesprochen. Interessanterweise können die Kinder trotzdem wunderbares Hochdeutsch.
          – Ob es wirklich unbedingt das Ziel sein sollte, daß jedes Elternpaar seine Kinder problemlos in Kita und Hort schicken kann? Das ist EINE Meinung. Das Thema zur Finanzierung ist extrem weitreichend, das will ich sicher nicht diskutieren.

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