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Rewe-Gutachter zu den Freizeitpolitikern: Wie viel Gestaltung trauen Sie sich im Gewerbegebiet zu? Null! | Henstedt-Ulzburger
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Rewe-Gutachter zu den Freizeitpolitikern: Wie viel Gestaltung trauen Sie sich im Gewerbegebiet zu? Null!

Gutachtervorschlag, abgelehnt. Die Rewe-Ansiedlung wird nun mit einer Branchenstruktur der Spalte 3 verglichen

Gutachtervorschlag abgelehnt. Die Rewe-Ansiedlung wird nun mit einer Branchenstruktur der Spalte 3 verglichen

Verwalten statt gestalten – die Mehrheit der Henstedt-Ulzburger Ortsentscheider traut sich nicht zu, bei der Ansiedlung von Betrieben im Gewerbegebiet ein Wörtchen mitzureden. Eine Empfehlung von Verkehrsexperte Jens-Martin Gutsche, die geplante Ansiedlung von Rewe mit einer Vielfalt von Unternehmen zu vergleichen, bei der Logistikbetriebe nicht im Vordergrund stehen, wurde am Montag als Wunschdenken abqualifiziert.

Hintergrund: Gutsche soll analysieren, wie sich die Ansiedlung von Rewe im Vergleich zu einer Ansiedlungsvielfalt von 42 Unternehmen auf Verkehrsentwicklung und Steuereinnahmen auswirkt. Gutsche hatte zuvor errechnet, dass auf der für Rewe vorgesehenen 25 Hektar Fläche alternativ etwa 42 Betriebe angesiedelt werden könnten, wenn man die bisherigen Firmen-Größen im Gewerbegebiet zugrunde legt.

Dabei empfahl Gutsche den Ortsentscheidern einen Kurswechsel bei der Ansiedlungspolitik vorzunehmen, und beim Rewe-Alternativszenario nur einen Anteil von Logistikern von 25 Prozent anzunehmen – anstatt die Entwicklung der letzten acht Jahre fortzuschreiben: In dem Zeitraum waren 41 Prozent der Gewerbeflächen an solche verkehrsintensiven Betriebe verkauft worden, darunter auch das umstrittene Netto-Logistikzentrum. Gutsches guter Rat an die Freizeitpolitiker: Die Annahmen sollten in die kommunalpolitischen Zielsetzungen der Gemeinde passen. Er in die Ausschussrunde: „Wie viel Gestaltung trauen Sie sich im Gewerbegebiet zu?“

Die indirekte Antwort der Freizeitpolitiker: Überhaupt keine. Das von Gutsche empfohlene Szenariao sei unerreichbar, protestierte CDU-Finanzexperte Folker Brocks. Er forderte stattdessen „1 zu 1 fortschreiben, was wir heute haben, alles andere ist reines Wunschdenken“.

SPD-Mann Dieter Pemöller war von der Idee, mehr auf Produktionshallen statt auf Lagerhallen zu setzen ebenfalls alles andere als einverstanden, witterte in der 25-Prozent-Empfehlung sogar eine Rewe-Verhinderungstaktik: „Das ist ein klares Nein zu Rewe, das kann ich nicht unterschreiben“ polterte Pemöller.

Ebenfalls unzufrieden mit dem Expertenrat war Bürgermeister Bauer. Er erklärte ein Logistikanteil, der zwischen 29 und 41 Prozent liege sei das Minimum – für die Mehrheit der Ausschussmittglieder war aber auch noch der Mittelwert aus diesen beiden Zahlen zu viel Gestaltungswille.

Sechs zu drei Stimmen, dass Gutsche die Rewe-Ansiedlung mit einer kleinteiligen Ansiedlung vergleichen soll, die zu 41 Prozent aus Logistikbetrieben besteht, lautete der Beschluss am Montag. Durchgesetzt von CDU (3 Stimmen) SPD (2 Stimmen) und BFB (1 Stimme). Gegenstimmen: WHU (2) und BFB (1). Die FDP hat in den neunköpfigen gemeindlichen Ausschüssen kein Stimmrecht.

cm

7. April 2017

25 Kommentare zu "Rewe-Gutachter zu den Freizeitpolitikern: Wie viel Gestaltung trauen Sie sich im Gewerbegebiet zu? Null!"

  1. Wie lautet eigentlich der Vereidigungstext für Gemeindevertreter? Muss irgendwas im Sinne von „Zukunftsfaktoren der Gemeinde vernichten“ und „Interessen der Wohnbevölkerung mißachten und der Logistiklobby aufopferungssvoll ergeben dienen“ sein.
    Sogar der externe Gutachter hat das Wohl von H-U stärker verinnerlicht, als 2/3 der gewählten Entscheidungsträger (wie hätte wohl die FDP gestimmt, wenn gedurft?). Bloß nicht so einen Vergleich ziehen, könnte ja was alternatives zur Rewe-Ansiedlung rauskommen. Die Erde ist eine Scheibe, basta. Schade, das H-U so sehenden Auges zerschunden werden soll.

  2. Hallo Herr Schneider,

    waren Sie bei der Sitzung anwesend? Nein, denn sonst wüssten Sie, dass die FDP den Beschlussvorschlag unterstützt hat, also im Prinzip 7 zu 3.

    Daher mussten Sie sich Ihre Meinung basierend auf den Brocken machen, die Ihnen Herr Meeder hier im Artikel hinwirft. Vortrag und Debatte dauerten etwa eine Stunde, da ist eine sinnvolle Verkürzung schwierig, und vielleicht ja auch nicht gewollt?

    Wie auch immer, dass Sie aus diesen Brocken ableiten, dass die gewählten Entscheidungsträger nicht das Wohl der Gemeinde verinnerlicht hätten, ist abwegig.

    Das ganze Thema ist deutlich komplexer als hier dargestellt. So ging es in der Abstimmung nicht um die Frage, wie wir uns die Entwicklung des Gewerbegebiets wünschen und wie wir es dorthin entwickeln können, sondern um die Frage, mit welchem realistischen Szenario man die REWE-Ansiedlung vergleichen soll, um daraus valide Schlüsse über Verkehrsbelastung, finanzielle und andere Aspekte abzuleiten. Da ist ein Wunschszenario aus meiner Sicht leider wenig hilfreich, ein realistisches dagegen umso wichtiger.

    Die von Dr. Gutsche in der Sitzung vorgeschlagenen Zahlen basieren auf einem Mittelwert der bisherigen Ansiedlungen im Gewerbepark seit 2008 und der Gewerbeansiedlungen der Kreise Pinneberg und Steinburg, korrigiert um ein Management-Adjustment – also meines Erachtens ein Mix aus gegriffenen Zahlen, die mit der Situation in H-U nur wenig zu tun haben.

    Oh, sorry, jetzt belaste ich die Leser mit Fakten und Details aus einer Sitzung, an der ich als CDU-Gemeindevertreter teilgenommen habe.

    Entschuldigen Sie meinen Sarkasmus, aber mit einfachen Antworten auf schwierige Fragen habe ich bisweilen so meine Probleme.

    • Oliver Blau sagt:

      Aber hallo, Herr Kahle! Herr Schneider hatte auch nur einen Brocken reingeworfen. Die Aussage dazu finde ich ehrlich gesagt auch zu populistisch, aber sie passt stilistisch zu den Brocken des Artikels. Den habe ich, ehrlich gesagt, nicht verstanden. Aufrichtigen Dank an Sie, dass es jetzt schlüssiger ist.

    • Es gab doch schon seitens Rewe mehrere Versionen hinsichtlich LKW-Fahrten, die nicht via A7 laufen (jedenfalls war kein Widerspruch zu vernehmen). An der Stelle hätte man das ganze beenden sollen. Was können wir uns von 250 T€ Gewerbesteuern (sofern die Zahl stimmt, war hier mal zu lesen und niemand nannte eine andere) denn kaufen, wenn wir die eh für Straßenreparaturen auf die hohe Kante legen müssen? Ich verstehe nicht, worin der Vorteil für die Gemeinde liegen soll. Die Bürojobs: Klar, machen wenig Ärger. Aber die LKW-Problematik würde man in einem Ort, der ohnehin schon Stauprobleme wälzt, doch nicht mal mit der Kneifzange anfassen.
      Bieten wir Rewe doch nur die Büroansiedlung an. Dann können sie das Lager in Norderstedt entsprechend ausbauen. Zudem haben sie Coop übernommen, da gibts doch Logistikkapazitäten. Oder ein Standort beim künftigen Umspannwerk Tennet mit eigener A7-Auffahrt (die nur zu Rewe führt). Dann lohnen sich Ortsdurchfahrten nur für direkt in Henstedt-Ulzburg belieferte Outlets, das wär ja OK.
      Aber aktuell liegt die Attraktivität nur im Grundstücksgeschäft, oder übersehe ich da noch ein Goody? Wenn das mal kein Schuss ins eigene Knie wird. Ich befürchte genau das. Die armen Anwohner der Hamburger Straße, noch mehr Lärm & Feinstaub. Und bei jeder Straßenbaumaßnahme dürfen dann die Anwohner der Umleitungsstrecken auch mal dran schnuppern. Besten Dank, habe noch genug vom letzten Mal, reicht für 10 Jahre.
      Die Sitzungen wären interessant, starten aber schon, wenn ich erst Feierabend machen kann und dann warten noch 1:15 Std. Bahnfahrt. Während der Bahnfahrt könnte ich via Livestream reinschauen, aber so modern sollte es in Henstedt-Ulzburg ja nicht sein. Aber man muss ja nach HH pendeln, da in Henstedt-Ulzburg bevorzugt Logistikbetriebe angesiedelt werden. Nun ist halt nicht jeder Lagerist oder Monteur. So wird es weiterhin schwierig sein, vor dem Renteneintritt live dabei zu sein. Muss ich halt nehmen, was Hr. Meeder so anbietet.

  3. Clara Meinert sagt:

    Warum wird in der Tabelle, dem Vergleich nicht Kreis Segeberg/ Norderstedt genommen??

    Übergreifende Vergleiche ok, aber naheliegende Vergleiche sollten nicht fehlen.

  4. Denart sagt:

    Eine Diversifikation mit gegenseitiger „Befruchtung“ vieler
    kleiner Unternehmen im Gewerbegebiet klingt für mich
    persönlich deutlich charmanter.
    Was spricht gegen die gezielte Ansiedlung von vielen kleinen/ mittelständischen Betrieben?

    Ein interessanter Branchenmix und keine Logistik-Monokultur!

  5. K. Honerlah sagt:

    Es ist schon die Frage, mit welchem Szenario man das Gewerbegebiet zu besetzen gedenkt, denn Möglichkeiten zur Entscheidung hin zu weiteren extrem großflächigen Ansiedelungen wie Netto und REWE oder aber anderen Unternehmen mit geringerem Flächenverbrauch und deutlich besseren Chancen auf weitaus mehr Gewerbesteuer und auch Arbeitsplätzen bestehen durchaus. Man muss es dann wollen und nicht auf die großen Verkäufe mit vielen Hektar setzen. Für einen Mittelständler wie ein im letzten Jahr in Betrieb gegangenes Unternehmen mit nur 10.000 qm Fläche prognostizierte der Wirtschaftsförderer eine halbe Mio. € Gewerbesteuereinnahmen jährlich, der übrigens auch nicht Hunderte von LKW-Fahrten täglich hervorruft.
    Wie sagt Kubicki? Wollen allein reicht nicht, man muss es auch können. Und warum sollten wir zukünftig derartige Ansiedelungen nicht mehr können? Die verkehrlichen Auswirkungen wären zudem auch deutlich anders. Aber wenn ich für die noch zur Verfügung stehenden Hektar im Gewerbegebiet bereits jetzt die Erwartungen an qualitätvolle Gewerbeansiedlung zurückschraube, muss ich mich über mangelnden Erfolg nicht ärgern und bin auch schon mit 10.000 € Steuern pro ha (10.000 qm) zufrieden. Das entspricht dem gemittelten Betrag, den REWE uns nach deren öffentlich gemachten Angaben zahlen würde!
    Die WHU hält eine derartige Gewerbepolitik weder für nachhaltig noch sinnvoll und hat daher dem schließlich gewählten Vergleichsmaßstab in der Sitzung nicht zugestimmt.

  6. R. Finsterbusch sagt:

    Kommentatoren werden immer wieder gefragt, woher sie ihr „profundes Wissen“ haben. Das fragt man sich allerdings auch bei den Freizeitpolitikern.

    Netto-Logistikzentrum ohne Wirkungsanalyse verabschiedet (es gab ja noch nicht mal ein „Wirtschaftsansiedlungskonzept „).

    Bei Rewe-Logistikzentrum zunächst auch keine Wirkungsanalyse eingeholt.

    Also wir „kaufen“ eine Wundertüte und schauen anschließend mal, was darin ist.

    Doch wohl kaum der richtige Weg, bei zu treffenden Entscheidungen, die HU massiv verändern werden.

    Bis heute weiß man doch noch gar nicht, wie viel HU an Gewerbeansiedlung noch vertragen kann. Man weiß aber, dass auch ohne weitere Gewerbeansiedlung, die Verkehrsprobleme z. B. der Hamburger Straße gelöst werden müssen.

    Ist da nicht ein Vergleich der Rewe-Ansiedlung mit einer kleinteiligen Ansiedlung zweitrangig?

    Und warum überhaupt ein Gutachten, wenn man anschließend meint, es selbst besser zu wissen? Warum erstellen die Parteien nicht selbst ein Gutachten, dass ihren Interessen entspricht. Rewe hat doch auch eines erstellen lassen und das vermutlich nicht uneigennützig.

    „In den letzten acht Jahre waren 41 Prozent der Gewerbeflächen an .. verkehrsintensiven … Betriebe verkauft worden, darunter auch das (umstrittene) Netto-Logistikzentrum“.

    Der Gutachter empfiehlt den Ortsentscheidern einen Kurswechsel bei der Ansiedlungspolitik vorzunehmen.

    Die Ansiedlungen sollten in die kommunalpolitischen Zielsetzungen der Gemeinde passen.

    In welche Ziele? Vielleicht „IGEK“, das noch gar nicht angeschoben wurde?

    Bei der letzten Kommunalwahl war die Rewe-Ansiedlung noch kein Thema. Auf welches Bürgervotum beruft man sich eigentlich jetzt (siehe Pinnau-Wiesen)?

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    Die Bürger sind kritischer geworden, auch hier in HU. Und damit haben einige unserer Gemeindevertreter/innen so ihre „Probleme“, weil sie es bisher nicht so kannten. Da wird selbst konstruktive „Kritik“ nicht angenommen!
    Die Bürger stellen auch (einfache) Fragen, worauf sie keine Antwort bekommen, obwohl es heißt, man sucht den Dialog mit ihnen. Zu unbequeme Fragen?

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    P.S.: Was erwartet man eigentlich von den HUN, wenn man auf die Niederschriften der Ausschusssitzungen 3 bis 4 Wochen warten muss?

  7. G. Willsch sagt:

    Aus meiner außerparlamentarischen Sicht spielen 3 Dinge bei der Ansiedlung von Rewe eine entscheidende Rolle:

    1. Für ein so großes Areal jährlich ca. EUR 300.000,– zu erhalten, erscheint mir deutlich zu wenig. Ich kann mir vorstellen, bei einer intelligenteren Ansiedlungspolitik, angelehnt an das Gutachten von Herrn Gutsche, könnte deutlich mehr für den Gemeindesäckel dabei herausspringen.
    2. Der Ziel- Quellverkehr, der sich aus einer Rewe-Ansiedlung ergibt, und die damit verbundenen Belastungen für die Einwohner, wie die aus dem LKW-Verkehr langfristig resultierenden Kosten für die Gemeinde (Straßenbaulast).
    3. Inwiefern ist unsere Freiwillige Feuerwehr noch leistungsfähig? Besonders in Hinsicht auf riesige Hallenbauten à la Rewe und Netto.
    Ich denke, die letzten Tage dürften gezeigt haben, dass bereits jetzt die Grenzen einer freiwilligen Leistung erreicht wurden.

    Um es mit den Worten von Herrn Finsterbusch zu sagen: Es könnte eine „Wundertüte“ sein, die es unter allen Aspekten vorab sehr kritisch zu beäugen gilt.

    • Stephan Holowaty sagt:

      Hallo Herr Willsch,

      ad 1. Die meisten Unternehmen in HU zahlen gar keine Gewerbesteuer, weil sie schlich zu wenig verdienen. Die Steuergesetze in Deutschland, die die Frage regeln, an welchem Ort Gewerbesteuer anfällt, wird die Gemeinde HU nicht ändern. 300.000 € ist mehr als Null €. Interessanter ist vielmehr der Gemeindeanteil an den Einkommensteuern der Mitarbeiter, ist die Chance, attraktive Arbeitsplätze zu schaffen, die Chance, in der Region Aufträge zu generieren und Wirtschaftsleistung zu erhöhen.
      .
      ad 2. Das ändert sich nicht, egal, ob die REWE in HU oder in der „Nachbarschaft“ baut. Auch jedes andere Unternehmen (mal von einem Umspannwerk abgesehen, aber das will ja auch keiner) generiert Verkehr. Übrigens wie jeder einzelne Bürger. In der Summe wird es im Vergleich zu vielen kleinen Firmen mit unkoordiniertem Zu- und Ablieferverkehr kaum Unterschiede geben.
      .
      ad 3. Die Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Segeberg sind sehr wohl äußerst leistungsfähig. Sie werden natürlich immer mit dem Bedarf mitwachsen müssen. Viele kleine isolierte Betriebe sind im Übrigen feuerschutztechnisch ein deutlich größeres Risiko als ein einzelner, auch unter Risiko- und Feuerschutzaspekten einheitlich durchgeplanter Betrieb.

      • K. Honerlah sagt:

        Moin Herr Holowaty,
        zu 1. Es ist doch geradezu fatal bei Kenntnis der Faktenlage, dass (überall) insbesondere Kleinunternehmen keine Gewerbesteuer zahlen, hier eine riesige Fläche einem Unternehmen übertragen zu wollen, dass mit Ansage nur zwischen 200 und 300 T€ Steueren zahlen würde. Wir betreiben teure und aufwändige Gewerbeansiedlung um diese Steuern aus Flächen, die sich nicht beliebig vermehren lasen, zu generieren. Im Jahre 2015 lag unsere Gewerbeflächenrentabilität (GewSt-Einnahmen : ha GE-Fläche) bei 101.000 €/ha. Bei REWE reden wir gemittelt über 10.000 €/ha. Sehenden Auges eine eklatante Verschlechterung zu realisieren ist für Sie also in Ordnung!

        zu 2. Es ist mehr als bedauerlich, dass Sie offensichtlich immer noch nicht die unterschiedliche Verkehrserzeugung von Ansiedlungen kennen. Warenverteilzentren von Discountern und Vollsortimentern erzeugen weitaus mehr LKW-Verkehr als produzierende und andere Unternehmen. Die sternförmige Verteilung der Waren belastet zwangsläufig nicht nur die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Autobahn, sondern insbesondere unsere schon jetzt belasteten innerörtlichen Straßen. Kaltenkirchen kann und will REWE nicht ansiedeln, weil sie a) die Fläche definitiv nicht mehr haben (Kaki ist zu, es gibt kaum weitere gewerbliche Entwicklungsmöglichkeiten mehr) und b) sich der Problematik der Verkehrserzeuguung bewußt sind, da man ebenfalls bereits von innerörtlichem Schwerlastverkehr belastet ist und die Staus entlang der Hauptstraße ständig zunehmen.

        zu 3. Ein Gebäude mit derartigen Dimensionen (mehr als 500 Meter lang und mehr als 150 Meter breit, 18 bis 30 Meter hoch) stellt Feuerwehren vor enorme Herausforderungen, andernorts als Schwierigkeiten benannt uhd erkannt. Es bedarf eines erhöhten Wasserdruckes um ein Feuer im Zentrum des Gebäudes erreichen zu können. Andere Wehren berichten von extrem hohen Zusatzinvestitionen (Fahrzeugkosten von 400.000 €, Druckleitungen mit spezillen Anforderungen, zusätzliche Wasserreservoirs etc.), die von der Allgemeinheit zu tragen sind.

  8. Stephan Holowaty sagt:

    Es ist bezeichnend für einen bestimmten Teil der „Öffentlichkeit“, dass hier erst mal mit persönlichen Herabsetzungen begonnen wird („Wie lautet eigentlich der Vereidigungstext für Gemeindevertreter?“) und dann doch eher faktenbefreit weitergemacht wird. Es entsetzt mich immer wieder, dass dem Gegenüber noch nicht mal ein Mindestmass an persönlichem Respekt gezollt wird. Wie soll sich so eine sachliche Diskussion entwickeln (durchaus mit unterschiedlichen Schwerpunkten)? Der Ton macht wie so oft die Musik.

    Ich befürchte / erwarte, dass dieses REWE-Gutachten in der politischen Diskussion wenig Wert an sich haben wird, wenn noch nichtmal die Fragestellungen akzeptiert werden. Meint denn wirklich irgendwer, daß die verkehrlichen Auswirkungen andere sein werden, wenn sich REWE „auf der anderen Strassenseite“ in Kaltenkirchen niederlässt?

    Und dann kommt die Henstedt-Ulzburger Gutachteritis. Laufend werden Gutachten beantragt und für viel Geld erstellt, wenn es gar kein Gutachten bedarf, sondern schlicht eine politische (oder soll man sagen „unternehmerische“) Entscheidung?

    Erschreckend, dass all diese Gutachten dann nach kurzem Aufzucken in die Schublade gelegt werden und spätestens nach 2 Jahren veraltet sind. Warum trauen wir uns nicht endlich mal an die bekannten „Schmerzpunkte“ aus dem Verkehrsstrukturgutachten? Da steht klipp und klar drin, daß der Verkehr auf der Hamburger Strasse zunehmen wird. Der Zuwachs an Gewerbe ist dort klar „eingepreist“. Welch eine Überraschung. Ob in Henstedt-Ulzburg, ob in Kisdorf, ob in Kaltenkirchen – die innerörtliche Verkehrssituation „schreit“ nach neuen Lösungen. Nach einer guten Umgehungsstrasse. Oder wenigstens gut gelegten Autobahnabfahrten, um die neue A7 zur Umgehungsstrasse zu machen. Und sorry, „Fahrradschnellwege“ sind wirklich nett, haben aber komplett Null Einfluss auf die Verkehrssituation an sich. Nicht nur unser Land, auch unsere Gemeinde braucht endlich mehr Mut. Die Welt bleibt nicht stehen, sondern bewegt sich weiter.

    Ich habe bei all den Gutachten zu REWE und der Verkehrssituation bis jetzt keine echte „neue“ Erkenntnis gewonnen. Dass die Hamburger Strasse heute schon eine Problemstrasse ist, wissen wir doch alle auch ohne Gutachten. Dass eine REWE eine eigene Zufahrt zum Autobahnzubringer braucht, kann sich ebenfalls jeder denken. Dass jede neue Gewerbeansiedlung, auch jedes neue Wohngebiet entlang der Achse HU-Kaltenkirchen mehr Verkehr auf die Hamburger Strasse bringt, ist ebenfalls eine Binsenweisheit. Und dass die weitaus überwiegende Mehrheit der Henstedt-Ulzburger Betriebe so klein ist, dass sie keine Gewerbesteuer zahlt, auch das ist bekannt.

    Wir als FDP wollen mehr verlässliche, gut bezahlte Arbeitsplätze in Henstedt-Ulzburg, für Menschen ganz unterschiedlicher Qualifikation. Wir wollen die Chance, daß Arbeitswege für Menschen kürzer werden. Wir wollen die REWE als einen verläßlichen Partner, der langfristig in der Region tätig ist (und nicht morgen nach Rumänien zieht, weil es dort Steuervorteile gibt oder das Land billiger ist oder die Mitarbeiter weniger verdienen – das ist übrigens einer der grossen Vorteile des Einzelhandels). Wir wollen einen Partner, der groß genug ist, damit man mit ihm auch gemeinsam Dinge angehen kann.

    Wir als FDP wollen aber auch, daß Henstedt-Ulzburg von Durchgangsverkehr entlastet wird. Wir wollen den Dauerstau auf der Hamburger Strasse beenden. Wir wollen die Mobilität der Menschen in unserer Gemeinde sichern. Dazu gehört es, wenigstens die technische Machbarkeit einer Umgehungsstrasse genau zu prüfen (wobei es schon spanned ist: überall im Land gehen Umgehungsstrassen und Kreisel … nur in Henstedt-Ulzburg, da geht gar nach Meinung mancher rein gar nichts. Die Mauer in den Köpfen muss endlich mal weg!)

    All das ist am Ende des Tages auch ein Stück Gerechtigkeit: Mobilität erhalten für alle, bezahlbaren Wohnraum (Miete UND Eigentum) ermöglichen für alle, Arbeitsplätze schaffen für alle. Das ist letztlich „Chancen schaffen“ für alle.

    • Hinweis vom „bestimmten Teil der „Öffentlichkeit“, „: Sollte mir entgangen sein, das ein GV den wortwörtlichen Namen „Gemeindevertreter“ trägt, entschuldige ich mich natürlich für das individuelle Fingerpointing. Ansonsten müssen sich ja nur GV angesprochen fühlen, die ihr Abstimmungsvotum mit dem von mir anscheinend erfolgreich adressierten Zweifel an der Motivation, der Gemeinde zu dienen, in Verbindung bringen können. Da dies bislang das Pro-Lager tut, ist der Wink mit dem Zaunpfahl (Henstedt-Ulzburg ist zu entwickeln, nicht Rewe und nicht der Grundstückshandel) ha angekommen. Wie schön.
      ——-
      Warum reden wir nicht insgesamt als Nordport mit Rewe? Wieviel Interaktion hat der Büroteil mit dem Logistikteil, kann man die also Logistik nicht lieber ans künftige A20-Kreuz setzen? Und die Regionalverwaltung ins Zentrum oder nach U-Süd mit Bahnanbindung (vielleicht ein guter Mieter für Hr. Beckmann). Oder man redet mit Edeka: Markt weg, Rewe-Bürohaus hin, TG & Edekamarkt im EG, darüber Büro, daneben Hotel, Mittagstisch rundherum für Mitarbeiter, Belebung des Einzelhandels insgesamt.

      Jobs im Lager stehen Jobsuchenden auch in Bad Bramstedt zur Verfügung, man muss ja auch in Henstedt-Ulzburg mit dem Auto hin, so sinds ein paar KM mehr.
      Steuern: Solche Betriebe arbeiten nicht gewinnorientiert, sondern sollen als operatives Werkzeug der „großen“ Rewe zuarbeiten, genau wie IT/Schulungs/Schlachtbetriebe. Der Profit bleibt in Köln und trägt dort zum Steueraufkommen bei. Rewe Henstedt-Ulzburg wurd eine Vorgabe bekommen, zu Selbstkosten zu arbeiten und nur am Ende einen Gewinnaufschlag zu erheben (Finanzamt/Liebhaberei vermeiden?!? 😉 ). Vereinbaren Sie doch mit Rewe, hier zwingend einen Aufschlag von x% auf die umgeschlagene Warenmenge zu Verrechnungspreisen ggü. Warenempfänger (also dem belieferten Markt) anzusetzen, wobei x stets so anzusetzen ist, das mindestens 100T€ Gewerbesteuer/ha wie im gehabten Mittel rausspringt. Und eine bauliche Ausfahrtsituation, die An-/Abfahrt zum/vom Gelände nur immer Richtung A7 ermöglicht. Und eine kleine Ausfahrt mit Schranke, die erst nach Kennzeichenerkennung aufgeht. Dann gibts einen Freibetrag für LKW-Fahrten zwecks Belieferung lokal ansässiger Verkaufsstellen nach Absprache, und wenn erschöpft, wird im Rathaus ein Zuschlag gekauft, wie beim Handyvertrag: Wenn gedrosselt, dann Zukauf, sonst nächsten Monat abwarten.
      Und warum reden wir über unsere Feuerwehr? Für so ein Monstergebäude möge Rewe doch bitte eine Werksfeuerwehr unterhalten. Sonst muß Hr. Meeder irgendwann berichten: Menschen im EFH auf dem Rhen verbrannt, alle FFw-Kapazitäten waren bei einem Rewe-Alarm gebunden, und steckten dann im Stau zwischen Netto&Rewe-Lastern fest.

  9. Rolf Michelsen sagt:

    Wenn REWE auch kommt, dann wird ein Teil dieses Verkehrs zusätzlich durch den Ort und die Nachargemeinden fließen. Es ist allseits bekannt, daß eine Umgehungsstraße, aus Etatmtteln der Gemeinde in Millionenhöhe nicht finanzierbar ist, weil Zuschüsse in Millionenhöhe nicht zu erwarten sind. Was sind schon ca. € 300.000,00 Gewerbesteuer von REWE für die Instandhaltung der innerörtlichen Straßen – nur ein Trotzpflaster.
    Da referiert ein neutraler Gutachter, dem es völlig egal ist, ob hier REWE kommt oder nicht, weil er das nicht entscheiden muß und braucht. Und unsere GVler – seine Argumente stoßen auf wenig Gegenliebe. Ich weiß ja nicht was so einige GVler für volkswirtrschafltiche oder betriebswirtschaftlie Kenntnisse verfügen. Aber unsere Gemeinde ist auch ein „Wirtschaftsbetrieb“, der von Gewinnen, also Steuereinamnahmen das Leben hier angnehm gestalten soll; was bei „Verlusten“ nicht möglich ist. Siehe u.a. kein Geld für den Ausbau der Radwege und Sanierungen, die überfällig sind. Man sollte schon aus den Fehlern der Vergangenheit lernen können. Denn mit zeitigen Planen einer Umgehungstraße hätten wir nicht das Desaster in der Hamburger Straße täglich, womöglich mit steigender Tendenz.
    Der Gewerbeseuerertrag von REWE, umgerechnet auf den qm Fläche, ist zu wenig für den Ausbau der Gemeinde. NIcht Fläche zählt, sondern Kasse. Das Gejammer um Arbeitsplätze im Ort ist mir unverständlich. In der Logistik, mit wachsendem Rationierungsmaßnahmen von robotergesteuerten Lagerbewegungen bis zum fahrerlosen LKW fehlt weniger an Zeit als REWE-Gebäude hier stehen werden. Wir reden über Jahrzehnte, nicht Monate.
    Ob die GVler bedenken bis zur nächsten Wahl ist es nicht mehr weit ?? Dann „bedanken“ die Wähler sich entsprechend für die Politik der Vergangenheit.
    Aus dem Thema Bürgerbefragung und Pinnau-Wiesen haben wohl so m.E. einige Politiker nicht gelernt, daß sich hier jetzt eine Szene entwickelt, die es früher hier nie gab und undenkbar war. Aber aus Schaden wird man ja bekanntlich klug.

    • Jens Daberkow sagt:

      https://www.youtube.com/watch?v=vy9GSNB5Ls8&feature=youtu.be

      Dieser Filmtip lohnt sich man darf den Titel aber nicht lesen der gibt den Inhalt nicht richtig wieder.
      Ein Satz in dem Film fand ich interessant 1 PKW verbraucht 10m Fläche wenn Ich nun für Rewe und Netto Rund 1000 Mitarbeiter rechne wovon 800 mit dem Auto fahren brauchen wir 8Km neue Strassen.
      Interessant ist auch wo mehr Strassen gebaut wurden ist das Leben weiter zurück gedrängt wurden und der Verkehr hat sich den Gegebenheiten angepasst so das die neuen Strassen auch schnell zu eng wurden.

  10. R. Finsterbusch sagt:

    Wir befinden uns in einer Endlosschleife. Einst hätte man gesagt, die Platte hat einen Sprung. Wir hören immer das Gleiche, nur ändern tut sich nichts.

    Bein Thema Gewerbeansiedlung müssen wir feststellen, dass die Freizeitpolitiker und auch die Verwaltung überfordert sind. Oder will hier jemand behaupten, dass man professionell vorgegangen ist? Auf kritisches Nachfragen wird nicht eingegangen. Will man oder kann man nicht? Von Transparenz oder selbstkritische Einschätzung keine Spur!

    Ohne Frage bemühen sich unsere Freizeitpolitiker – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – die vorhandenen Probleme zu meistern. Nur die Probleme werden leider nicht weniger. HU ist kein kleines Dorf, sondern eine der größten Gemeinden Deutschlands!!! – Also weiter so oder müssen nicht auch hier Veränderungen her?

    – Verkehrsprobleme: Sind bekannt, aber nicht gelöst! Das Fass läuft bereits über und jetzt noch die Ansiedlung von Logistikunternehmen etc. oben drauf. Die Auswirkung von Netto kennen wir ja noch nicht einmal und jetzt will man auch noch Rewe zusätzlich. – Wenn die Augen größer sind als der Mund, dann weiß man, was passiert!!!

    – Man nenne doch mal das Kosten- / Nutzenverhältnis von Netto.

    – welche Zugeständnisse macht HU den Logistikunternehmen?

    – wer trägt z. B. die die Kosten für das Oberflächenwasser der Netto- und Rewe-Verkehrsflächen, dass entsorgt werden muss (mit über 900.000,– Euro beziffert)?

    – Umgehungsstraße: SPD ist für Rewe, blockiert aber die Machbarkeitsprüfung; FDP redet von Bürgerbefragung, stellt aber keinen Antrag.

    – Was ist mit dem Wohl der Bürger, wenn zu nächtlicher Zeit die LKW-Kolonnen durch HU fahren?

    – Neue Arbeitsplätze: Na klar. Geldeinnahmequelle auch richtig. – Ein Verein z. B. könnte auch mehr Eintrittskarten verkaufen, auch wenn das Stadion schon ausverkauft ist. Nur ist das auch praktisch möglich? Arbeitsplätze und dafür Verkehrskollaps?

    – Und ist das kein Alarmsignal, wenn man feststellt, dass die ursprünglich von Netto genannten LKW-Zahlen schon nicht mehr stimmen und Rewe die Baupläne verändert (Verwaltungsgebäude)? – Wie sichert man das ab, dass die Verwaltung überhaupt kommt und nicht in Norderstedt bleibt?

    – Shuttle-Bus für die LKW-Fahrer zum Einkauf in das Gewerbegebiet. Wovon träumt man nachts? Man schaue sich nur mal an, wo die heute schon parken! – Neue Arbeitsplätze für das Ordnungsamt?

    – kein Bordell im Gewerbegebiet. Näh, aber vielleicht Wohnwagen auf den Parkplätzen.

    – Rewe hat doch noch gar keine Alternativlösungen zu HU genannt. Warum wird eigentlich immer wieder Kaltenkirchen genannt, die die Fläche gar nicht bieten können? – Und Kisdorf hat doch auch schon Protest eingelegt!

    = Sorry, wenn ich jetzt jemanden überfordere. Aber was muss, dass muss! Für Vogel Strauß – Kopf in den Sand stecken – ist hier kein Platz!

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    – Und einen ganz wichtigen Punkt – der A L L E Bürger!!! von HU betrifft – sollte hier mal separat behandelt werden: „Rettungsfristen der Feuerwehr“

    • Christian Schäfer sagt:

      Sehr geehrter Herr Finsterbusch,

      die SPD ist nicht per se pro Rewe, aber sehr wohl für eine sorgfältige Prüfung, ob bei einer Ansiedlung die zweifelsohne vorhandenen Nachteile durch die Vorteile mehr als aufgewogen werden. Dieses Ergebnis liegt abschließend noch gar nicht vor. Dieses gilt es dann zu bewerten und gemeinsam mit Rewe zu erörtern. Das Ergebnis ist letztlich offen. Bitte tun Sie hier also in dieser Frage nicht so, als berichteten Sie über Tatsachen.
      Zur Umgehungsstraße ist folgendes anzumerken: Ja, sie wäre vor etlichen Jahren möglich gewesen und hätte realisiert werden sollen. Das war zu einem Zeitpunkt, als ich noch Schüler war und deshalb bin ich es leid, mir Vorhaltungen anzuhören, als sei ich dafür verantwortlich. Eine Realisierung heute steht leider außer Frage. Die Gemeinde hat weder die finanziellen Möglichkeiten, noch werden wir Einigkeit mit anderen betroffenen Gemeinden bzgl. des Verlaufes erzielen können und wir sind auf Grund und Boden anderer Kommunen angewiesen.
      Wollen Sie wirklich mehrere hunderttausend Euro für eine Machbarkeitsstudie ausgeben, deren Ergebnis feststeht? Verantwortliche Haushaltspolitik sieht für mich anders aus. Das Geld investiere ich lieber in Bildung.

      Mit freundlichen Grüßen und einen schönen Sonntag

      Christian Schäfer

  11. R. Finsterbusch sagt:

    „Rettungsfristen der Feuerwehr“:
    ——————————————
    „Die Feuerwehr kann in einigen Teilen der Gemeinde die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von 10 Minuten nicht einhalten“. – Das wurde durch ein Gutachten belegt!

    Im September 2012 hatte die Feuerwehr bereits Alarm geschlagen, sie könne nicht immer rechtzeitig am Einsatzort sein.

    Und was wurde unternommen? – Der Feuerwehr wurde ein „Maulkorb“ auferlegt.

    Wo bleiben aber die Verbesserungsmaßnahmen?

    Unsere „Freiwilligen Feuerwehr“ leistet ausgezeichnete Arbeit!
    Wird ihre Arbeit nicht durch die Verschärfung der Verkehrsprobleme zunehmend beeinträchtigt?
    Bedeutet das nicht auch ein wachsendes Risiko für die Einwohner, wenn sich die Rettungszeiten verschlechtern?
    Wie wurde unser BGM zitiert?: „Wenn es Tote gibt, stehe ich mit dem Arsch an der Wand!“ – Tolle Aussichten!

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    P.S.: „Fahrrad-Highway sollte jetzt auch Feuerwehr-Rennstrecke werden“. – Ein Vorschlag der SPD, der aber gar nicht mit der Feuerwehr abgestimmt wurde. Peinlich, wenn man dann eine Absage bekommt! – Und die CDU mit ihrem Vorschlag? Ein Grundbesitzer hat sich hier gemeldet, dass er noch gar nicht wusste, dass dieser Highway über sein Grundstück verlaufen soll.
    Professionelle Planung sieht wohl anders aus.

  12. Rolf Michelsen sagt:

    Hallo Herr Schäfer. Nicht Sie persönlich, sondern Ihre Partei hat doch dafür gesorgt, aber nicht alleine, daß hier eine Umgehungstraße finanziell und geländemässig nicht mehr möglich ist.
    Dann, bitte verdammt noch mal, korrigieren Sie im Verbund die Fehler der Vergangenheit.
    Fehler und Irrtümer, davon ist niemand frei. Aber dann muß man auch den Mut haben und einen Weg suchen, das zu ändern oder zu beseitigen. Die Fehler den Beteiligten vor und hinter der Bühne in der Vergangenheit süffisant in die Schuhe zu schieben, zu lächeln und zu sagen: sorry, dafür kann ich nichts – als Parteimitglied. Wenn Ihre Partei das nicht kann, darf, will, kann oder möchte, dann wechseln Sie doch einfach auch mal Ihre politische Heimat. Änderungen schafft man nur durch Wechsel des Standpunktes. Ändern Sie jetzt, bevor die Wähler hier das politische Feld ändern.
    Sie wurden gewählt von den Bürgern um ihre Intessen zu vertreten. Die Bürger müssen Ihnen nicht den Ausweg suchen oder finden, daß ist Sache der Verantworltichen.
    Es wird viel über Frust der Bürger in der Politik geredet. Aber ist das nicht verständlich ? Wie hoch die nächste Wahlbeteiligung wird, ist offen,. Wenn viele nicht von dem Stimmrecht gebrauch machen, dann kommen die an die Hebel, die viele nicht unbedingt haben wollen. Bestensfalls wird es noch schweiriger als heute Entscheidungen zu fällen, die auch sichtbar sind.
    Und für die Jubler“ der REWE-Gewerbesteuer p.a. ca. € 300.000,00 – die Rüttelschwellen „An der Alsterquelle“ zu beseitigen kosten ca. € 80.000,00. Tolltes Verhältnis zur Steigerung der Sanierung der Umwelt und Verbesseung zu einer fahradfreundlichen Gemeinde – außer einem Schild am Ortseingang kommt da wohl nichts mangels Finnanzen..
    Ober glaubten Sie im Ernst, daß die Politiker, auch Ihre Partei, die Bürger es durch Abstimmung nicht schaffen die „Vollbebauung der Pinnau-Wiesen“ nicht wie beschlossen zu verhindern ? Wollen Sie das in Sachen REWE noch einmal erleben ?
    Mehr als Ihr Mandat im GV es es nicht kosten nahc der Wahl..

  13. R. Finsterbusch sagt:

    Sehr geehrter Herr Schäfer,

    “Selbst dann, wenn man eine rosarote Brille aufsetzt, werden Eisbären nicht zu Himbeeren.”

    Die HUN titelte vor 9 Monaten: „CDU, SPD und FDP: Wir wollen Rewe.“ – Haben Sie da widersprochen? Oder anders gefragt, sprechen Sie für sich oder für die SPD?

    Die SPD ist sehr wohl für eine sorgfältige Prüfung, Ihre Worte:

    Der unabhängige Gutachter empfahl den Ortsentscheidern einen Kurswechsel bei der Ansiedlungspolitik vorzunehmen.

    SPD-Mann Dieter Pemöller wird dazu zitiert: „Das ist ein klares Nein zu Rewe, das kann ich nicht unterschreiben.“

    Wozu dann überhaupt ein unabhängiges Gutachten?

    Man gewinnt den Eindruck, dass man die Entscheidung „Rewe“ doch nicht von einem unabhängigen Gutachten abhängig machen will.

    ————————————————————————————————

    Und Herr Schäfer, ich schrieb zu verschiedenen Punkten bzw. stellte Fragen. Sie gehen aber nur auf die Umgehungsstraße ein.

    Warum?

    Wenn Sie die sorgfältige Prüfung der SPD ansprechen, dann muss doch eigentlich auch hierzu etwas von Ihnen kommen.

    Auch kam kein Statement zu bereits getroffenen Entscheidungen.

    ——————————————————————————————————————–

    Ein sehr wichtiger Punkt, den ich ansprach und den im übrigen alle Bürger in HU betrifft, ist die „Rettungsfristen der Feuerwehr“. Davon ist auch explizit das Gewerbegebiet betroffen.
    Hier zusätzlich 2 Logistikunternehmen, hunderte LKW und PKW sowie über 1.000 Mitarbeiter!

    Wie sieht da die Lösung aus? Damit müssen sich die Parteien doch auch schon beschäftigt haben.

  14. R. Finsterbusch sagt:

    Mit freundlichen Güssen und ebenfalls noch einen schönen Abend!
    R. Finsterbusch

  15. Rolf Michelsen sagt:

    Herrr Finsterbusch – GRATULATION zu Ihren Worten. Es sieht für mich so aus, als wenn in der SPD keine Einigkeit herrscht oder die Meinung wechselt wie der Wind.
    Ich kann nur hoffen, daß nach der nächsten Wahl GVler hier die Interessen der Bürger vertreten, die im Grünen leben wollen (deswegen sind sie hierher gezogen, teils aus Hamburg weg und nehmen gern lange Wege zum Job auf sich) und nicht im Stau oder im Abgas gehen, laufen, radeln und auf dem Balkon etc. sitzen wollen. Henstedt-Ulzburg, einst Gemeinde im Grünen – Werbespruch nirgends mehr zutreffend oder zu lesen, . Oder heute lieber im Chaos der Meinungen. Ab und zu Kämpfe um Macht und Sitze im Auschuss und reichlich Geld Gutachten auf Gutachten aks Nachsub für leere Schubladen……Zugegeben, die Hochrechnung von Frau Honerlah ist sehr grob, aber sie zeigt doch klar und deutlich die Tendenz. Der Gutachter hat sich auch klar geäußert.
    Hätte er lieber vor einer Herde Schafe referieren sollen ? Man sollte doch in der Lage sein seine Meinung zu ändern und zu lernen. Wir Menschen lernen lebenslang, täglich aus den Fehlern.
    Aber wohl doch nicht alle aus oder in H-U, oder ?
    Traurig genug ist doch schon der Anteil der Betriebe, die hier Gewerbesteuern zahlen. Was wird darus gefolgert – nichts wie ich sehe und lese.

    • Christian Schäfer sagt:

      Hallo Herr Michelsen und Herr Finsterbusch,

      ich kann Ihre Irritationen über die scheinbaren Positionswechsel insofern nachvollziehen, weil Sie ihre Informationen (ausschlie0lich?) aus den Ulzburger Nachrichten bezogen haben und Herr Meder, was sein gutes Recht ist, prägnante Überschriften formuliert und Zitate ohne Zusammenhang angibt. Die Sitzungsprotokolle sprechen eine andere Sprache und andere Medien berichteten wesentlich differenzierter.
      Bei der letzten Sitzung im Finanz- und Wirtschaftsausschuss war ich nicht dabei, deshalb kann auch ich Herrn Pemöllers Äußerung – wenn sie denn so gefallen ist – inicht n den Zusammenhang stellen. Doch schon Herr Kahle hatte als Sitzungsteilnehmer in seinem Kommentar einige Sachen präzisiert. Im Zweifel könnten Sie natürlich Herrn Pemöller auch einfach selbst fragen.
      Wenn Sie sich allerdings unsere Veröffentlichungen zum Thema Rewe der letzten Monate z.B: auf unserer Webseite ansehen http://www.spd-hu.de/?p=1118 , dann werden Sie feststellen, dass wir immer Wert auf eine ergebnisoffene Prüfung gelegt haben. Und diese Prüfung beinhaltet selbstverständlich die von Ihnen kritisch angemerkten Punkte. (Verkehr, Steueraufkommen, Folgekosten usw.) Warten wir doch erst einmal das neutrale Gutachten ab und bewerten es dann politisch. Die WHU z.B. legt sich bereits fest, bevor das Ergebnis feststeht. Das kann man politisch so machen, ist aber nicht mein Politikverständnis. Ich hätte gerne verifizierbare Gründe etwas zu befürworten oder abzulehnen.
      Und ja, ich gebe es zu, die Verkehrssituation ist bedenklich, aber der zuständige Ausschuss abeitet das Verkehrsstrukturgutachten derzeit ab. Auch wenn das vielleicht länger dauert,als mancher von Ihnen und uns, mich eingeschlossen, gedacht hätte.

      Ihnen einen schönen Abend

  16. R. Finsterbusch sagt:

    Hallo Herr Schäfer,

    wie heißt es doch so schön: „Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.“

    Sie verwiesen auf die SPD-Webseite. Daraus kann ich nur entnehmen, dass man mit dem Verlauf der Gespräche mit Rewe unzufrieden ist, sich getäuscht / vorgeführt fühlt und diverse Fragen unbeantwortet sind. Für mich wäre das keine vertrauensvolle Basis für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, wenn schon die „Vorverhandlungen / Vorgespräche“ so verlaufen. Mein persönlicher Eindruck ist, man bewegt sich hier nicht auf Augenhöhe.

    „Die SPD ist sehr wohl für eine sorgfältige Prüfung“.
    Was ich dann nicht nachvollziehen kann, ist, warum man erst bei fortgeschrittenen Gesprächen eine „‚Wirkungsanalyse‘ beschließt. – Aus kaufmännischer Sicht doch ein (schweres) Versäumnis.

    Und jetzt ein Gutachten, das unabhängig sein soll, es aber nicht ist, wenn darauf Einfluss genommen wird. Oder anders ausgedrückt, es wird nur dass akzeptiert, was die eigene Meinung wiederspiegelt. – Vielleicht nehmen Sie sich ja die Zeit mit Ihrem Parteikollegen, Herrn Pemöller, einmal darüber zu sprechen.

    Und ich hoffe, Herr Michelsen hat Ihnen verständlich gemacht, was Eigenverantwortung und Parteienverantwortung bedeutet.

    Apropos bedenkliche Verkehrssituation:

    Schon bei Netto ging es vordergründig um Arbeitsplätze und nicht um Abwendung der Verkehrsprobleme. – Wie sich die Bilder doch gleichen. Netto wurde verabschiedet und die Verkehrsprobleme wurden weiter vor sich hergeschoben. Mittlerweile sind 4 Jahre vergangen und das Verkehrsproblem „Hamburger Straße“ ist immer noch nicht gelöst. Und Ihre Ausführungen geben da leider keinen Anlass zu hoffen, dass sich daran etwas ändern wird; vielmehr wird sich das durch eine Rewe-Ansiedlung noch erheblich verschärfen!

    Für das, was man aus dem Verkehrsstrukturgutachten umsetzen will, hätte es eines Verkehrsstrukturgutachten nicht bedurft.- Da hätten Sie dafür plädieren können, das „Geld lieber in Bildung“ zu investieren.

    P.S. „Nichts ist so alt, wie die Zeitung von gestern“

    Die HUN sind bestimmt nicht vollkommen, aber kennen Sie eine andere Berichterstattung, die so tagesaktuell über HU berichtet? – Die Sitzungsprotokolle kommen erst in 3 – 4 Wochen und dienen damit erst einer späteren Themenvertiefung. Mittlerweile sind aber längst andere Dinge schon im Fokus.

    Ich wünsch eine erholsame Nachtruhe.

  17. Rolf Michelsen sagt:

    Hallo Herr Schäfer ! Wer Sportler ist, der weiß, was für ihn leistungsmässig und konditionsmässig zumutbar ist und was nicht. Um das Ziel zu erreichen, muß man fit sein.
    Und HU ? Hat ungelöste Probleme und schiebt diese bergeweise vor sich her und täglich werden es mehr. Als Alibi und gewissermassen Betäubung und Aktionismus wird dann Gutachten für Gutachten vergeben um zu beweisen, wir machen doch was, meckert nicht. Und was kommt dabei heraus ? Bis heute nichts was man sehen oder bemerken kann. Nur viele Worte. Natürlich dauert es lange eine große Gewerbefläche an viele Interessenten zu geben aber schnell ist sie an nur einem Investor weg für fast immer.. Aber was ist nachhaltig ? Was ist besser ? Was ist gesünder für die Umwelt und die Menschen ?
    So mancher hat sich beim Essen an einem großen Brocken verschluckt und geht daran zu Grunde. Nicht jeder Bergsteiger erreicht den Gipfel in großer Höhe. So mancher schaft es nur bis zur ersten Alm und stürzt dann ab. HU möchte Gipfelstürmer sein und kennt den Weg nicht nach oben mangels Voraussetzung
    Wie bereits zu lesen war, ist die Summe der gezahlten Gewerbesteuer in den ersten Jahren gleich null. Aber die Belastung der Infrastruktur ist schnell gleich ganz oben.
    Und von Herrn Meschede würde ich doch gen mal hören, wie er die Straßen intsandhalten will ohne große Mehreinnahmen. Ganz abgesehen das nachbarschafltiche Verhältnis zu Kisdorf u.a..
    Mich erinnert das irgendwie an die HSH Nordbank. Da werden faule Kredite ausgesondert um den Laden provitabel erscheinen zu lassen dank Berater. Die Zeche zahlt dann der Steuerzahler. Hier in der Gemeinde haben wir nach meinem Wissen lt. Herrn Google auch einen Berater bei der HSH-Bank.
    .
    .

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