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Gemeinde liebäugelt mit Tempo-30-Abschnitten auf der Hamburger Straße | Henstedt-Ulzburger
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Gemeinde liebäugelt mit Tempo-30-Abschnitten auf der Hamburger Straße

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Die Hamburger Straße im Ortskern

Auf der Hamburger Straße könnte es demnächst noch gemächlicher zugehen. Das Rathaus liebäugelt mit Tempo-30-Abschnitten auf Henstedt-Ulzburgs Hauptverkehrsachse.

Ordnungsamtschef Joachim Gädigk gab am Montag eine Änderung der Straßenverkehrsordnung bekannt, wonach Tempo 30 jetzt auch auf Hauptverkehrsstraßen leichter durchsetzbar sei. Dabei gehe es um Bereiche vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen.

Zehn mögliche Abschnitte für eine Temporeduzierung hat die Verwaltung bereits identifiziert – darunter auch zwei auf der Hamburger Straße: zum einen ein Abschnitt im Schulwegbereich auf der Höhe Abschiedskoppel in Ulzburg-Süd, zum anderen an der Kreuzkirche in Ulzburg. Die weiteren potentiellen Tempo-30-Bereiche liegen unter anderem in der Dorfstraße, in der Beckersbergstraße und in der Wilstedter Straße.

Gädigk kündigte allerdings keine sofortige Umsetzung der Temporeduzierungs-Pläne an. Seine Begründung: „Wir sind derzeit personell etwas schwach auf der Brust.“

H-UN

  1. Januar 2017

11 Kommentare zu "Gemeinde liebäugelt mit Tempo-30-Abschnitten auf der Hamburger Straße"

  1. Anika Voss sagt:

    Ich sehe die Notwendigkeit nicht. In der Hauptverkehrszeit sowieso zu Schulbeginn/-ende kann an den meisten genannten Stellen sowieso nicht schneller gefahren werden.
    An der Wildleder Straße zu. B. befindet sich lediglich die Schulrückseite und die Kurvenreiche Strecke verhindert bei vielen Verkehrsteilnehmern dass sie schneller fahren als 40 km/h.
    Das Geld, welches dafür aufgewendet werden müsste, sollte meiner Meinung nach in wichtigere Projekte gesteckt werden.

  2. Rolf Michelsen sagt:

    …..wenn REWE und NETTO „laufen“, dann ist sowieso Tempo 30 mit Stau angesagt. Ansonsten, nachmittags auf der Hamburger Straße staut es sich ab Ulzburg-Süd und auch in Gegenrichtung am Gutenbergstraße..
    In Höhe der Kreuzkirche / Schulstraße ist eine Ampel. Und dann auch noch Tempo 30 ?
    Aber das sieht uns kennt unser Ordnungsamt ja nicht, wie denn auch ?

    • Jens Böhm sagt:

      Hierzu hat sich heute in der Bild der ADAC geäussert: „Tempo 30 auf Hauptstrassen ist Idiotie“. Recht hat er.
      Ebenso sagt der Herr Meyer vom ADAC: „Es gibt mehrere Untersuchungen, die belegen, dass Tempo 30 der Umwelt nichts bringt und die Fahrzeit drastisch steigt.“

    • Kerstin Winter-Buhr sagt:

      …und genau diese Ampel an der Kreuzkirche wird gerne noch schnell bei rot unerfahren, mordsgefährlich für die kreuzenden Schüler…

  3. AxelGrimm sagt:

    An Stelle von Tempo 30 wäre es vielleicht angeraten, einmal über die Sinnhaftigkeit der unzähligen Ampeln innerhalb kürzester Abstände auf der Hamburger Str. nachzudenken. Aus meiner sicht führt dies hauptsächlich zu den Staus und Autos, die im Stop and Go unterwegs sind, emittieren auch wesentlich mehr Abgase.

  4. C. Ipsen sagt:

    Erst „Grüne Welle“, die nicht funktioniert, nun Tempo-30-Zonen.
    Gerast wird auf der Hamb. Str. nach Feierabend, vorher ist es gar nicht möglich.
    Und die Raser wird die 30er-Zone dann auch nicht davon abhalten.
    Empfehlung: Mal in Norderstedt nach den Blitzer-Einnahmen erkundigen!
    Die blitzen auch nachts!
    🙂

  5. Stephan Holowaty sagt:

    Mit der FDP Henstedt-Ulzburg wird es weder Tempo 30 noch Blitzerorgien a la Norderstedt auf der Hamburger Strasse geben.
    Die Hamburger Strasse ist eine Durchgangsstrasse. Der ständige Stau, das Stop-and-Go, die vielen immer noch nicht ausreichend koordinierten Ampeln sind ein beständiges Ärgernis.
    Stau kostet Nerven, Stau ist schlecht für die Umwelt, Stau verbraucht Energie, und wie Hamburg, Frankfurt und andere zeigen, wird Tempo 30 auf Hauptverkehrsstrassen von der Bevölkerung auch nicht akzeptiert. Frankfurt baut seine Tempo30-Hauptverkehrsstrassen gerade nach vernichtenden Testergebnissen zurück.
    Wer ruhigere Zeiten auf der Hher Strasse haben will, muss endlich JA sagen zur Umgehungsstrasse.

  6. Peter Borchert sagt:

    Was ist aus dem Antrag der BfB-Fraktion zu der Nov-2016-Sitzung des UPA für Tempo 30 aufgrund der Novellierung der STVO in der Norderstedter Str. zwischen Klaus-Groth Str. und Theodor-Storm Straße geworden? Dort befindet sich der Schulweg und die Grundschule Rhen , die Kirche mit Kita sowie zwei weitere Kitas. Ich erinnere auch an die öffentliche Info-Veranstaltung in der Gemeinschaftsschule Rhen zum Verkehrstrukturplan und die einhellige Meinung der Bürger zur Tempo 30-Beschränkung und der Zusage des Bürgermeisters, dass er sich darum kümmern wolle!

  7. Rolf Schuldt sagt:

    Tempo 30 Zone und Blitzanlage in der Hamburger Straße wäre sicherlich genau das, was für Rewe Logistik nicht wünschenswert ist.
    Gibt es in der Hamburger Straße eine Feinstaub- Messanlage? Wenn nein, könnte die doch gleich dazu an geeigneter Stelle (Wikinghotel) aufgebaut werden.
    REWE ade.
    Mit Unterstützung der FDP schaffen wir dann die Umgehungsstraße.

  8. Koßmehl sagt:

    +1

    es sollte ein klares Signal an REWE (und die einseitig denkenden Personen in Verwaltung und Politik) gehen, dass die Bürger von HU eine zusätzliche Belastung der HH-Str. nicht dulden werden…. es finden sich Mittel und Wege. Ultima Ratio Bürgerbegehren für kompletten Stopp und Abwahl in der Kommunalwahl.

    Nochmal – allen Verkehr auf die Autobahn und ich ändere einen Teil meiner Meinung, der andere Teil (Wirtschaftlichkeit) wird dann wahrscheinlich auch besser ausfallen…
    Mehr will ich nicht….. nur Verhindern, dass REWE die Verwaltung austrickst wie bislang.

  9. K. Gerlach sagt:

    Ich finde, die Verkehrsmoral am Ort ist gut. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden weitgehend im üblichen Rahmen eingehalten. Daher wage ich es zu bezweifeln, daß die genannten Tempo-30-Strecken keine höhere Sicherheit bringen. In den täglichen Stoßzeiten ist der Verkehr eher langsamer als 30 und die wenigen Raser nachts bremst man mit Tempo 30 auch nicht ein un Das hier auch Blitzer nicht zwingend den gewünschten Erfolg bringen, zeigen die Spitzengeschwindigkeiten, die insbesondere bei Arriba gemessen wurden. Zusätzliche Sicherheit für Kinder an der Schule Maurepasstraße bzw Kindergarten an der Kirche ist auch nicht zu rechnen, da diese Nachts nicht unterwegs sind. Der Bericht über die AKN in der gleichen Ausgabe zeigt, daß der ÖPNV in Richtung Hamburg nicht wirklich eine Alternative darstellt und somit zu keiner Entlastung am Ort führt. Im Gegenteil, die zu erwartenden Mitarbeiter der neuen Logistikzentren von Netto und REWE werden zu den üblichen Stoßzeiten zusätzlich für eine Verlangsamung bzw. Stau beitragen. Dies ungeachtet des zusätzlich zu erwartenden LKW-Verkehrs. Also, Kirche im Dorf lassen, und den Kindergarten evtl. von der Hamburger Straße in ein ruhigeres Gebiet umsiedeln. Vielleicht sollte man bei Gelegenheit mal wieder darüber nachdenken den nicht benötigten Durchgangsverkehr durch eine Umgehungsstraße aus dem Ort zu bekommen. Realistisch betrachtet bietet sich hier eine Ostumgehung von der Schleswig-Holstein-Straße (bei Reifen Helm) bis zum Autobahnzubringer (nördlich der Hesebeck-Kreuzung) an. Wer möchte, daß dieser Ort gewerblich und einwohnerzahlenmäßig wächst, muß auch bereit sein, die dafür nötige Infrastruktur zu schaffen, bevor es zum Zusammenbruch der vorhandenen Infrastruktur kommt.

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