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Daberkow nach Besuch der Beckersbergring-Blaupause ‚Schenefelder Gärten‘: „Ich bin entsetzt“ | Henstedt-Ulzburger
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Daberkow nach Besuch der Beckersbergring-Blaupause ‚Schenefelder Gärten‘: „Ich bin entsetzt“

Die Soka-Wohnsiedlung 'Schenefelder Gärten' mit darunterliegender Tiefgarage

Die Soka-Wohnsiedlung ‚Schenefelder Gärten‘ mit darunterliegender Tiefgarage, Foto: Jens Daberkow

Quadratblocks statt Reihenhäuser am Beckersbergring? Jens Daberkow, Sprecher der Interessengemeinschaft Beckersbergring, ist am Wochenende ziemlich desillusioniert von einem Besuch der ‚Schenefelder Gärten‘ zurückgekehrt. Daberkow zu den HU-Nachrichten: „Ich bin maßlos entsetzt und enttäuscht. Die einzigen netten Häuschen dort sind die alten Reihenhäuser.“

Die Soka-Wohnsiedlung mit dem wohlklingendem Namen war den Beckersbergring-Anwohnern als eine Art Blaupause für ihre eigene Wohn-Zukunft ans Herz gelegt worden. Auf einer Mieterversammlung im Februar hatte Soka-Vorstand Wolfgang Koberski die Anwohner aufgefordert, sich auf den Weg nach Schenefeld zu machen – ganz ähnlich wie die dortige Wohnanlage könne nach Abriss und Neubau auch die Beckersbergringsiedlung aussehen.

Auf den Oster-Fotos von Daberkow sieht man nun kastenförmige Gebäude in grau oder hellblau, die Soka-Bau bewirbt die Bauten auf ihrer Webseite mit den Worten: „Bei einem Spaziergang durch das „neue“ Wohnquartier fällt die ansprechende Architektur mit den hochwertigen Materialien angenehm auf.“ Daberkow hat bei seinem Rundgang alles andere als ansprechende Architektur wahrgenommen. Der Initiativen-Sprecher: „Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass so ein Monstrum in die Grüne Lunge von Ulzburg passt.“

Wie gestern berichtet, hat die Soka-Bau den Start der Abrissaktion am Beckersbergring auf das Jahr 2020 terminiert. Bis dahin sollen in freiwerdende Wohnungen Asylbewerber einquartiert werden. Die Baufirma hat nach eigenen Angaben eine entsprechende Vereinbarung mit Bürgermeister Stefan Bauer geschlossen. Am morgigen Donnerstag wird sich der Verwaltungschef auf seiner turnusmäßigen Pressekonferenz zusammen mit Soka-Vertreterin Monika Siemers zum Mietgeschäft mit dem Pinneberger Unternehmen äußern.

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8. April 2015

Auf der Webseite der Beckersbergring-Initiative gibt es weitere Fotos der ‚Schenefelder Gärten‘

39 Kommentare zu "Daberkow nach Besuch der Beckersbergring-Blaupause ‚Schenefelder Gärten‘: „Ich bin entsetzt“"

  1. Stefan Schneider sagt:

    So stelle ich mir einen DDR-Plattenbau kurz nach Fertigstellung vor. Lässt der Bplan sowas in HU zu? Keine Vorschriften zu Klinker und Dachneigung etc.?

    • Jürgen Welsch sagt:

      Wenn einem was nicht gefällt wird die DDR aus der Schublade geholt und damit verglichen. Damit liegt man dann immer richtig. Armselig und das nach 26 Jahren.

      • Nicole Kornath sagt:

        Das es in der DDR Plattenbauten gab, ist wohl nicht von der Hand zu weisen.Ich glaube kaum, daß Herr Schneider hier unsere östlichen Bundesländer diskreditieren wollte.

        • Stefan Schneider sagt:

          Nee, der Osten ist heute an vielen Stellen sehr hübsch hergerichtet. Aber die ollen Plattensiedlungen kann man doch nun wirklich nicht schönreden. Nicht in Rostock, nicht in Osdorf.

    • Peter Borchert sagt:

      Hallo Herr Schneider, einen Bebauungsplan gibt es für dieses Quartier noch gar nicht und der Baustil ist dem des Bauhauses Dessau (Walter Gropius) nachempfunden und wird von vielen Architekten präferiert. Begeistert bin ich , als „älteres Semester“, von dieser Architektur nicht unbedingt, aber auch in HU wie in HH und vielen anderen Kommunen sind aktuell etliche Einzelhäuser (auch Einfamilienhäuser) in diesem Stil gebaut worden, weil es die Bauherren und Baufrauen so möchten. Dem sollte in einem demokratischen Land nicht widersprochen werden. Vor zu viel Gängelung der Bauträger und Architekten durch gemeindliche Gestaltungsvorschriften für Fassaden, Dächer etc. kann ich nur warnen, da dann die Gefahr eines Einheitsbreis der Gestaltung besteht. Der Bebauungsplan sollte nur die grundlegenden Bedingungen wie Baudichte, Bauhöhe und Baugrenze verbindlich festsetzen. Engere gestalterische Festsetzungen sind in besonderen Strukturen, z. B. zur Erhaltung eines Dorfcharakters oder eines mittelalterlichen Stadtkerns zu empfehlen un erforderlich. Ein Dorfkern hat insbesondere in Henstedt bestanden, allerdings hat HU dort nie die gestalterische Initiative (Satzung) ergiffen, um diese Struktur zu erhalten und weiter baulich zu entwickeln.
      In vielen Neubaugebieten werden Häuser im Friesenhaus- und Toskanahausstil, z. T. direkt nebeneinander, errichtet. Hier dürfte die Frage erlaubt sein, was diese Stilrichtungen im Holsteinischen zu suchen haben? Aber ich akzeptiere diese Entscheidung der Bauherren und Baufrauen, die in diesen Häusern sich wohlfühlen sollen.
      Den planungsrechtlichen Vorrang der Nachverdichtung von bestehenden Baugebieten vor der baulichen Inanspruchnahme von Außenbereichsflächen müssen auch wir in HU aufgrund unserer Lage in der Metropolregion HH und des daraus resultierenden Siedlungsdruckes wohl leider akzeptieren. Nicht zuletzt wird dieser Siedlungsdruck durch die Zunahme von Asylbewerbern verstärkt, die sich wohl nur in diesem Jahr auf bis zu 300 Menschen belaufen werden. Das sind dann ca. 100-150 Wohnungen, die irgendwo entstehen müssen. Auch das gehört zur Willkommenskultur.

      • C. Ipsen sagt:

        „Dem sollte in einem demokratischen Land nicht widersprochen werden.“
        Was ist das denn für ein Satz?
        Demokratie heisst auch, dass jeder seine Meinung sagen kann,
        auch wenn sie dem „Mainstream“ nicht entspricht.

        „Nicht zuletzt wird dieser Siedlungsdruck durch die Zunahme von Asylbewerbern verstärkt,…“
        Und dann auch noch die Asylbewerber in die Diskussion einbringen.
        Glauben Sie tatsächlich, dass sich ein privater Bauherr um Asylbewerber Gedanken macht? Die Neubauten sind wahrscheinlich für eine andere Zielgruppe gedacht.

        • Jan Kirmse sagt:

          Vermutlich würden Sie sich anders äußern, wenn Sie ein Haus bauen wollen und man Ihnen vorschreibt, daß es nicht so aussehen darf, wie Sie es gerne hätten.

          Ich gehe davon aus, daß Herr Borchert mit „Siedlungsdruck“ einfach den Mehrbedarf an Wohnraum (unter anderem eben auch durch Asylbewerber) meinte.

        • Peter Borchert sagt:

          @ C.Ipsen, Sie haben natürlich Recht, dass jeder seine Meinung sagen kann . Das habe ich auch nicht in Abrede gestellt, denn ich habe nicht „darf nicht“ sondern „sollte nicht“ geschrieben. Das ist somit nur eine Empfehlung unter Beachtung der relevanten Aspekte, die jeder für sich unterschiedlich bewerten mag.
          Den Siedlungsdruck in unserer Gemeinde habe ich primär auf die allgemeine Anziehungskraft der Metropolregion HH bezogen und ergänzend den Zuzug von Asylbewerbern erwähnt, die natürlich auch angemessenen Wohnraum nach der Anerkennung benötigen. Ich hätte auch noch den Zuzug von EU-Bürgern erwähnen können. Warum Sie mir als Frage unterstellen wollen zu glauben, dass private Bauherrn sich um Asylbewerber Gedanken machen, erschließt sich mir nun gar nicht.

      • Stefan Schneider sagt:

        Naja, im B-Plan 66 stehen reichlich Beschränkungen wie Farbspektrum Außenwände, Dachneigung -und Pfannenfarben, Eingeschossigkeit. Fand ich aber normal, ein Haus im Pagodenstil hätte wohl auch nicht so recht da hin gepasst. 🙂

  2. Na, Herr Daberkow – endlich aufgewacht?
    Hier geht es um brutale Verdrängung alteingesessener Mieter zur Steigerung der SOKA-Erträge. Willkommen in den Reihen der Gegner der Gentrifizierung HU’s.

    • Udo Schleevoigt sagt:

      Nochmal: Die Mieter im Beckersbergring haben befristete Verträge und sind nicht Eigentümer der Häuser.
      Wer denkt, er könne mit einem Mietvertrag unendlich lange irgendwo wohnen, der verschließt schlicht die Augen vor der Realität.

      • Die meisten Mieter haben keine befristeten Verträge.
        Aber Sie haben Recht es ist nicht unser Eigentum.
        Ich hege noch die Hoffnung das hier noch nicht Hopfen und Malz verloren ist und in Zusammenarbeit mit Politik Verwaltung und Soka hier Häuser gebaut werden die in das heutige Ortsbild passen.

        • Peter Borchert sagt:

          Hallo Herr Daberkow, welches „Ortsbild“ meinen Sie denn? Ich kann nur eine Gemengelage aus allen möglichen und unmöglichen Bauarten und -stilen erkennen. Die dörflichen Strukturen sind nur noch in Götzberg erkennbar und einen homogen gewachsenen Ortskern haben wir nicht.

        • Udo Schleevoigt sagt:

          Jeder Mietvertrag ist befristet, sonst wäre es ein Kaufvertrag 😉

          • G. Willsch sagt:

            Dann gäbe es aber ausserordentlich viele Eigentümer im Beckersbergring 😉

            • Udo Schleevoigt sagt:

              Und es gäbe nicht so viel unnötige Empörung wie im Moment.

              • Nicole Kornath sagt:

                Unnötig oder nicht liegt wohl im Auge des Betrachters. Das Sie Vermieter sind, habe ich schon verstanden.
                Muß man aber alle Mietermeinungen derart ins Lächerliche ziehen? Meiner Tante gehört Eigentum in Essen, die freut sich über ihre konstanten Mietzahlungen und hat über die Jahre auch eine Bindung zu ihren Mietern aufgebaut. Das nenne ich (und übrigens auch die Vermieterin) Mietrecht auf Lebenszeit. Haben Sie unter Mietnomaden zu leiden, oder warum kann keine andere Meinung zulässig sein? Oder fehlt es einfach nur an Empathie? Fragen über Fragen.
                Und da die Welt sich ständig dreht, könnten auch Sie einmal in so eine Situation geraten. Dann lesen wir uns hier wieder.

              • Udo Schleevoigt sagt:

                Ich bin bei bestem Willen kein Vermieter, Frau Kornath. Ihre Vermutungen bringen in dieser Diskussion recht wenig, denn selbst wenn ich ein Vermieter wäre würde das nichts an der Sachlage ändern.

          • Schlichtweg falsch. Es gab und gibt Mieterschutzrechte in diesem unserem Lande.

            • Udo Schleevoigt sagt:

              Auch für Sie empfehle ich, lesen Sie den BGB §573 Abs. 2, Nr. 3
              Natürlich gibt es Mietschutzrecht, aber ich kann Ihnen sagen, dass das Recht des Eigentümers auf Neubebauung, sollte es soweit kommen, vor Gericht gewinnen wird.

              • Weiter geht’s mit Ihrem fundiertem Halbwissen: Es sind schon weitaus größere Projekte am Widerstand der langjährigen Mieter gescheitert – Sie, sehr geehrter Herr Schleevoigt, können Ihre Schadenfreude kaum verbergen für die Ihrer Meinung nach nicht erhaltenswerten Gebäude. Es gibt inzwischen eine valide Zahl an anwaltlich beratenem Altmieterstamm, der sich den Ertragswünschen der SOKA wiedersetzen wird. Und wenn HU aus allen Nähten platzt….warum dann erst Substanz zerstören? An anderer Stelle könnten eine weitaus größere Interessentenzahl bedient werden.

              • Udo Schleevoigt sagt:

                Das weitaus größere Projekte wegen Widerstand geplatzt sind mag durchaus sein, aber so wie es momentan steht würde die SOKA Bau vor Gericht gewinnen.
                Was bis 2020 passiert kann keiner sagen. Mag ja durchaus sein dass die Pläne bis dahin wegen anderer Bauvorhaben oder fehlendem Interesse gestoppt werden.
                Aber mir Schadenfreude zu unterstellen finde ich schon etwas frech. Moralisch bin ich absolut gegen das Vorgehen der SOKA Bau, denn Menschen wegen wirtschaftlichen Interessen aus ihren Häusern drängen ist absolut inhuman. Rechtlich und aus wirtschaftlicher Sicht kann ich dennoch voll nachvollziehen, was sich die SOKA Bau dabei denkt.

              • Udo Schleevoigt sagt:

                Ach und eins noch: ich wäre sehr an Beispielen interessiert, in denen größere Projekte wegen Mieterwiderstand gestoppt wurden. Nur so kann ich mein fundiertes Halbwissen in Ganzwissen ändern.
                Könnten Sie mir da vielleicht behilflich sein?

          • Nicole Kornath sagt:

            Soweit mir bekannt ist, sind die meisten Mietverträge NICHT befristet. Ich verweise mal auf das BGB, welches sowohl für Mieter als auch für Vermieter gilt!. Ich kann meinem Mieter nicht kündigen, weil mir dessen Nase oder was auch immer gerade nicht paßt. Und welcher Vermieter ist so doof, solventen und angenehmen Mietern zu kündigen?

            • Udo Schleevoigt sagt:

              Schön, dass auch Sie wieder in die Diskussion einsteigen.
              Wenn ich etwas Miete, dann erkaufe ich mir damit ein Nutzungsrecht auf Zeit. Mit jeder monatlichen Zahlung meiner Miete erkaufe ich mir das Recht, einen weiteren Monat in dieser Wohnung zu bleiben. Sie sehen also, dass es hier um ein reines Zeitproblem geht.
              Dass ein Mietvertrag unbefristet lange laufen kann stimmt, aber dennoch ändert das nichts daran, dass die Miete weiterhin auf Zeit läuft. Ansonsten hätte man einen Kaufvertrag abgeschlossen.
              Verstehen Sie, das Problem ist nicht einen solventen Mieter zu entfernen, sondern viel mehr eine Hinderung des Vermieters an einer angemessenen wirtschaftlichen Nutzung des Eigentums.
              Ich empfehle dazu auch §573 Abs. 2, Nr. 3
              Da es sich hier nicht bloß um einen Rausschmiss von Altmietern und Neuvermietung zu höheren Preisen handelt, hat der Vermieter alles Recht der Welt auf seiner Seite.
              Ob dieses Recht auch moralisch in Ordnung ist, ist eine ganz andere Geschichte.

              • Und wir als Bürger Henstedt-Ulzburgs haben das Recht unseren Volksvertretern vor Ort unser Anliegen nahezulegen.Ich denke da vor allem an den B-Plan.
                Es gibt ja da viele Möglichkeiten etwas festzulegen so das ein Neubau nicht mehr so wirtschaftlich ist. Ich denke da vor allem an die Bauhöhen. Idealerweise nicht höher als jetzt. Eigentlich muss die Siedlung unter Schutz gestellt werden als Teil der Ulzburger Geschichte. Wir werden sonst eine Stadt ohne Gesicht.Durchfahren und vergessen…..

              • Stefan Schneider sagt:

                „Es gibt ja da viele Möglichkeiten etwas festzulegen so das ein Neubau nicht mehr so wirtschaftlich ist.“
                Die Gemeinde kann ja nicht Beschränkungen setzen mit der Zielsetzung, jemandem bewußt einen Vermögensschaden zuzufügen oder sich einseitig auf die Mieterseite schlagen. Da müssen sicherlich schon Gründe aus dem Spektrum hoheitlicher Aufgaben zum Tragen kommen. Evtl. will man keine grauen Außenwände, da alle neueren Bauten drumherum auch verklinkert sind ?!? Wegen dem Ortsbild, nicht um jemandem Erträge zu schmälern.

              • Udo Schleevoigt sagt:

                Natürlich haben Sie das Recht Ihr Anliegen zu Präsentieren.
                Aber ganz ehrlich; so schön ist der Beckersbergring jetzt auch wieder nicht, dass man das als Teil Ulzburger Geschichte schützen müsste.

              • Thorben Fessketh sagt:

                …moralisch in Ordnung. Wer legt denn die Moral fest ? Doch wohl die in der Gesamtgesellschaft über längere Zeit , indem sich entwickelnde moralische Grundsätze vom größten Teil der Gesellschaft akzeptiert und gelebt werden. Wie sieht es denn heutzutage aus? Allgemein bewundert und gehört wird der wirtschaftliche Erfolgreiche. Dafür gibt es hunderttausend Beispiele aus dem täglichen politischen und nicht politischen Leben. Auch das Wort der wirtschaftlich erfolgreichen hat de facto in den entscheidungsfindenden und -bildenden Ebenen mehr Gewicht als z.B. das der Fachleute (egal auf welchem Gebiet), Dabei ist es der Gesellschaft offenbar völlig egal wie diese wirtschaftlichen Erfolge und die dazugehörigen Gelder „generiert“ wurden. Ich glaube es wird auch weiterhin so bleiben, dass nur und ausschließlich GELD GENERIEREN und GEWINNMAXIMIERUNG das Maß aller Dinge ist. Diese „Moral“ hat allerdings wenig Platz für die Belange von z.B. Mietern.

  3. Ich bin da leider nicht Redegewandt genug um das in schöne Worte zupacken.
    Ich bin ja kein Verkäufer. 😉

  4. Oliver Blau sagt:

    Meine Güte, was hier an Polemik drin ist! Was einzelne von Ihnen hier abgeben, ist schon ein starkes Stück! Das Miete nicht rechtlich mit einem Kauf gleich zu stellen ist, lässt sich auch mit dem Vorwand von Menschlichleit oder Anstand nicht ändern! Wenn einige von Ihnen glauben, dass man demokratisch darüber bestimmen kann, wie jeder einzelne Neubau in der Gemeinde auszusehen hat, dann ist das Schwachsinn! Und wie man hier den Vorschlag unterbreiten mag, ein Bauvorhaben durch Vorgaben so weit künstlich zu verteuern, damit es sich nicht mehr lohnt, ist mir ein komplettes Rätsel! Es gibt Gesetze und Vorgaben, Rechte und Pflichten, und gemäß diesen muss die anstehende Veränderung angegangen werden – und nicht durch eine Verbiegung dessen, um subjektive Sichtweisen durchzusetzen! Bitte schauen Sie sich in diesem Bezug einmal den Begriff Demokratie genauer an, der geht weit über das Recht auf freie Meinungsäusserung hinaus.
    Und bitte denken Sie auch daran, was demografisch in unserem Land passiert! Hamburg läuft über, der Zuzug dort hat äusserst unsoziale Auswirkungen (versuche mal jemand, dort Wohnraum zu mieten oder kaufen!). Die ländlichen Regionen oberhalb unseres Ortes erleben auch eine Landflucht u. a. Richtung H-U, weil dort die Angebote des täglichen Lebens immer karger werden (Arbeitsplätze, Schulen, Vereine etc.). Dazu kommen dann noch weitere Zuzüge aus dem Ausland, deren Möglichkeiten auch nicht besser werden, wenn hier nicht Gas gegeben wird! Und wir, in der Mitte all dessen, wollen den Zuzug Suchender durch künstliche Verteuerung verhindern? Oder durch das, was einzelne für sozial halten? Das finde ich antisozial! Eines ist klar: Es wird niemals in H-U ohne weitere und einscheidende Veränderungen gehen. Es wird nur über Verdichtung gehen, bei gleichzeitiger Berücksichtigung unterschiedlicher Möglichkeiten und Budgets der neuen Bewohner. Die Mieter in der Beckersbergsiedlung haben geaetzlich geschützte Rechte, die sollten sie auch wahrnehmen, wenn gewünscht. Aber bitte, was sollen dann noch Aufrufe ausserhalb dessen? Nach dem Motto, alles kann gemäß Stuttgart 21 ausgeschlachtet werden?
    Meiner Meinung nach muss ständig ermahnt bleiben, dass die Infrastruktur mit Schallgeschwindigkeit angepasst wird! Das Alstergymnasium beispielsweise lässt sich nicht mehr schönreden. Wer es nicht glaubt, möge das Gebäude einmal betreten, und auf Fenster, Böden, Wände, sänitäre Einrichtungen usw. schauen. Wo bleibt da eine angemessene Aufregung?
    Und bitte noch eines: Drängen Sie doch bitte niemanden in eine Ecke der Minderheiten- oder Randgruppengegner, indem Sie einzelne Äusserungen rauspicken. Das ist ermüdend, unangemessen und schlicht.

    • Kai Beier sagt:

      Grundsätzlich darf man als Ulzburger Bürger schon darüber entscheiden, ob eine Verdichtung angemessen ist. Wenn ich das hier so lese, muss man annehmen die Bürger in Ulzburg allgemein, somit nicht nur die Beckersbergring-Bewohner, haben sich den Interessen der Soka-Bau unterzuordnen. Natürlich werden die von Herrn Daberkow immer wieder herangezogenen Volksvertreter von CDU bis SPD sich für eine Verdichtung und somit Abriss inkl. möglichst geräuschlose und kostengünstige Abschiebung der Mieter einsetzen. Die Ansichten der Bewohner im Beckersbergring sind denen völlig egal! FAKT! Zum äußerst hässlichen Stil der geplanten Häuser kann ich nur sagen, dass hier aber nicht ein einzelner Eigentümer über den Bau seines Einzelhauses irgendwo im Hasselbusch oder Hohenbergen entscheidet, sondern hier wird ein nicht geringer Teil an Fläche von einem Großvermieter verschandelt – von daher muss man hier schon eingreifen. Genau das aber werden die sogenannten Volksvertreter nicht tun. Bestenfalls ein paar kleine Pseudo-Auflagen und durch ist der Rumpelbau. Übrigens, die Architekten können heute nichts anderes als Bauhaus-Stil, sieht man ja an der Hafen-City etc. — Und Herr Schneider, Plattenbauten gab es nicht nur in der DDR, sondern auch in der West-BRD. Siehe die typischen HH-Ghettos wie Mümmelmannsberg usw.

      • Dirk Barckmann sagt:

        Das ist doch mal Klartext! Bravo, Herr Beier!

      • Udo Schleevoigt sagt:

        Herr Beier, „Fakt“ ist auch, dass sich viele Beiträge von Mitgliedern der Interessengemeinschaften zum Erhalt des Beckersbergringes einfach lesen, als wären sie von Menschen verfasst die Ihre Felle wegschwimmen sehen und nach jedem noch so kleinen Strohhalm greifen, auch wenn dieser absolut nichts mit der Sachlage zu tun hat.
        Die Referenzgebäude „Scheenefelder Garten“ sind häßlich? Das ist allerhöchstens subjektive Einschätzung. Ein anderer findet sie vielleicht durchaus attraktiv.
        Das Gebiet wird verschandelt? In wie fern? Hier werden mehr Lebensräume auf gleicher Fläche geschaffen, als bisher vorhanden. Und das ist bitter nötig. Wer nicht seine Augen komplett vor der Realität verschließt der weiß dass ein sehr hoher Grad an Einwanderungen vor allem aus Hamburg und Norderstedt stattfindet, da die Preise für Wohnraum dort fast unbezahlbar geworden sind. Unsere Gemeinde hat viel zu spät angefangen den Trend zu bemerken und die Infrastruktur und Wohnsituation anzupassen um die neuen Mitbürger aufnehmen zu können. Das es jetzt ein paar Leidtragende gibt ist nur normal.
        Und das Sie die Referenzgebäude mit einem Ghetto vergleichen lässt durchblicken, dass Sie nicht ansatzweise dazu fähig sind, eine sachliche Diskussion zu führen. Aus Ihnen spricht nur die Wut.

        • Dirk Barckmann sagt:

          Der Herr Schleevoigt wieder …
          Können Sie nicht einfach mal die einfache, ungeschönte, in Ihren Augen sicherlich auch primitive Meinung des normalen Bürgers akzeptieren ohne Diese jedesmal auf eine penetrante Art und Weise in Grund und Boden zu schreiben?

          • Jan Kirmse sagt:

            Nein, ich möchte seine Beiträge lesen! Sachlich und objektiv, genau das, was die meisten Beiträge eben nicht sind.

          • Udo Schleevoigt sagt:

            Es tut mir leid wenn Sie sich ans Bein gepinkelt fühlen, aber genau diese Art von Antwort war, was ich mit meinem letzten Absatz meinte.
            Und ich bin nicht weniger ein normaler Bürger als Sie, das aber nur nebenbei.

            • Dirk Barckmann sagt:

              Wenns danach geht, übertreiben Sie es wirklich mit dem verbalen Bein heben … Egal, lassen Sie es laufen. Und auch ich wiederhole nochmal, das Sie mit der Art Anderer, wie Diese hier Ihre Meinung kund tun, anscheinend ein Problem haben. Und wenn dies Wut sein sollte … bitteschön. Davon abgesehen, sollen Sie natürlich weiterhin hier schreiben. Einer muss das Niveau ja hoch halten, auch für Herrn Kirmse 😉

      • Stefan Schneider sagt:

        Exakt. Aber zwischendurch sind ja nochmal Wahlen. Das könnte sich also zu einem klaren Blueprint zwischen alten Parteien und Wählengemeinschaften verdichten: Was am Beckersbergring kommt, ist auch sonst die Zukunft in HU, denn wenn man hier lenken will, dann in dieser Wahlperiode.

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