Henstedt-Ulzburger Nachrichten

S-Bahn statt AKN – jetzt wird’s ernst

AKN im Bahnhof Ulzburg

Wer sich in die Planungen für die Elektrifizierung der AKN-1-Linie von Eidelstedt bis Kaltenkirchen einmischen möchte, kann das nun tun. Seit Montag liegen die Umbau-Unterlagen für einen Monat im Rathaus aus, Bürger können nun Einblick nehmen und dazu Stellungnahmen abgeben. „Diese Einwendungsphase ist die einzige offizielle Möglichkeit, seine Kritikpunkte oder Bedenken, gegen dieses Projekt vorzubringen. Wer sich nicht dazu äußert, ist vorbehaltlos mit dem Projekt einverstanden.“, sagt Markus Spiering, Vorsitzender einer Ellerauer Bürgerinitiative.

Geplant ist, dass nach dem Jahr 2020 Hamburger S-Bahnen statt die gerade erst neu angeschafften AKN-Züge auf der Strecke rollen sollen. Wichtigstes Argument für den Wechsel von der AKN zur S-Bahn: Der Wegfall des Umsteigevorgangs in Eidelstedt. Während bei der AKN zurzeit nur in den Morgenstunden zwei Triebwagen bis zum Hauptbahnhof dieseln, sollen dann alle Züge bis in die City durchfahren. Durch den Wegfall des Umsteigevorgangs in Eidelstedt sollen knapp zwei Minuten Fahrzeit eingespart werden, weitere drei Minuten Zeitersparnis sollen durch einen durchgehenden zweigleisigen Ausbau erreicht werden.

Insgesamt sind für die Umbaumaßnahmen der Strecke etwa 100 Millionen Euro angesetzt, unter anderem müssen die Bahnhöfe verlängert werden, beim Bahnhof in Tieflage in Ulzburg-Mitte ein ausgesprochen kostspieliges Unterfangen.

Die Plan-Unterlagen liegen nun bis zum 23. Februar im Rathaus, Zimmer 3.16 aus, können dort wochentags von 8 bis 12 Uhr eingesehen werden, donnerstags auch von 14 bis 18 Uhr.

H-UN

24. Januar 2017