Henstedt-Ulzburger Nachrichten

Gymnasium-Direx Höpner garantiert überdurchschnittlichen Gemeinschaftsschulabsolventen die Aufnahme in die Oberstufe!

Gipfeltreffen der Schulleiter in der zweiten Reihe im Ratssaal: Michael Höpner (Alstergymnasium), Oberstufen-Koordinator Jan Kahle, Hanno Schmedes (Gemeinschaftsschule Rhen), Wolgang Gruchot (Olzeborchchule).

Bildungsbeben in Henstedt-Ulzburg.  Michael Höpner, Schulleiter des Alstergymnasiums, garantiert überdurchschnittlichen Gemeinschaftsschulabsolventen die Aufnahme in die Oberstufe seines Gymnasiums. Entsprechende Verträge Höpners mit den Schulleitern der beiden Henstedt-Ulzburger Gemeinschaftsschulen hat der Kinder- und Jugendausschuss in der vergangenen Woche abgesegnet, am Dienstag entscheidet der Gemeinderat abschließend über die Vereinbarung, eine Zustimmung dort ist Formsache.

In den Verträgen des Gymnasiums mit der Olzeborchschule und der Gemeinschaftsschule Rhen heißt es: „Das Alstergymnasium garantiert den Schülerinnen und Schülern die Aufnahme in die gymnasiale Oberstufe, wenn die Bedingungen nach §2 OAPVO erfüllt sind und sie in der Mittelstufe idealerweise zwei Fremdsprachen durchgängig bis zur 10. Klasse belegt haben. Laut OAPVO (Oberstufen- und Abiturprüfungsverordnung) muss im Abschlusszeugnis in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik mindestens ein Notendurchschnitt von 2,4 und in den übrigen Fächern ein Durchschnitt von 3,0 erreicht worden sein.“

Für eine Erlangung der Hochschulreife ist nach Englisch das Erlernen einer zweiten Fremdsprache Bedingung.  Wer mit einem guten Realschulabschluss ohne zweite Fremdsprache auf das Alstergymnasium wechseln will, für den gibt es deshalb die Möglichkeit, Spanisch neu zu belegen. Höpner macht einen Anfängerkurs Spanisch ab der Oberstufe allerdings von den Anmeldezahlen abhängig. SPD-Schulexperte Christian Schäfer zur H-UN: „Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Gemeinschaftsschüler, die mit einem Wechsel in die Oberstufe des Alstergymnasiums liebäugeln, durchgehend französisch von der siebten bis zur 10 Klasse belegen.“ In den beiden Henstedt-Ulzburger Gemeinschaftsschulen wird als zweite Fremdsprache allein französisch angeboten.

Die Sozialdemokraten hatten sich als einzige Fraktion bei der Abstimmung über die Garantieverträge enthalten. Ihnen geht die Veränderung der Schullandschaft nicht weit genug. Die SPD fordert, gemeinsam mit der Schulleitung der Olzeborchschule, eine eigene gymnasiale Oberstufe für die ehemalige Hauptschule und stellte vergangene Woche einen entsprechenden Antrag. Mit einer eigenen Oberstufe an einer Gemeinschaftsschule könnten noch mehr Schüler zum Abitur geführt werden, argumentieren die Sozialdemokraten.

Eine Abstimmung über den SPD-Antrag wurde aber zunächst vertagt: Die Verwaltung soll auf Drängen der Ausschussmitglieder erst einmal Zahlen über die finanziellen Auswirkungen einer Oberstufe an der Olzeborchschule vorlegen. WHU-Vertreter Thorsten Möhrken: „Bevor wir die Kosten nicht kennen, können wir nicht entscheiden.“

Klar ist allerdings schon jetzt: Eine Mehrheit für ein ‚Abi an der Olze‘ wäre mehr als eine Überraschung: BFB-Vize Doris Dosdahl zum SPD-Antrag: „Wir sind grundsätzlich für Oberstufen an Gemeinschaftsschulen, sehen aber hier den Bedarf nicht. Es wäre ein Wahnsinn, direkt neben dem Alstergymnasium eine zweite Oberstufe zu bauen.“

Und CDU-Gemeindevertreterin Margitta Neumann sagte: „Unsere Schüler können hier im Ort nach 12 und auch nach 13 Jahren Abitur machen, wir sind der Meinung, dass wir gut aufgestellt mit unser Schullandschaft sind.“

Neumanns G8/G9-Rechnung geht so: Wer ohne Ehrenrunde das Gymnasium absolviert, macht nach 12 Jahren Abitur, die Oberstufe umfasst dabei die Klassenstufen 10, 11 und 12. Gemeinschaftsschüler dürfen – wenn sie die Voraussetzungen erfüllen – nach der 10. Klasse in die dreijährige gymnasiale Oberstufe des Alstergymnasiums wechseln, legen das Abitur im Regelfall also nach insgesamt 13 Jahren ab.

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14. September 2014