SVHU-Kicker gewinnen, Trainersohn schießt drei Tore, Vater unzufrieden!

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Mannschaftskreis vor dem Spiel

Doppelte Überraschung heute auf dem Rhen. Die Erste: Nach vier Niederlagen in Folge triumphierten heute Henstedt-Ulzburgs Fünftliga-Fußballer. Den Sack zu machte Timo Vanselow mit dem 4:2 in der 90. Minute. Die zweite Überraschung war eine verblüffende Aussage von Trainer Jens Martens zum lange ersehnten dreifachen Punktgewinn. Der Coach nach dem Spiel: „Das war kein gutes Spiel von uns. Auch von Jannick war es eine unterdurchschnittliche Leistung.“ Dabei hatte Trainersohn und SVHU-Torjäger Jannick Martens während der 90 Minuten gleich dreimal eingenetzt…

Um das Trainer-Statement ein wenig nachzuvollziehen: Jannick Martens agierte in manchen Situation zu egoistisch, hätte auf besser postierte Mitspieler abspielen können, leistete sich dazu ein komplett  grundloses Foul. Trotzdem: Drei Tore in einem Spiel, fast ein lupenreiner Hattrick – der Torjäger hat seinen Job gemacht.

Der SVHU begann das Spiel dominant, schon in der 12. Minute zog Blerim Bara, den Ball eng am Fuß und mit großem Tempo am Innenverteidiger vorbei, legte den Ball ebenfalls am Torwart vorbei und Martens musste den Ball nur noch über die Linie stupsen.

In der 56. Minute erzielte dann der Kapitän der Gäste aus einem Konter heraus den Anschlusstreffer. Sofort konnte Jannick Martens jedoch die Führung wiederherstellen.

Schließlich gelang es Martens und Pajewski mit einem Doppelpass die gegnerische Verteidigung erneut hochzunehmen und Martens überlupfte den Kilia-Keeper zum 3:1 in der 71. Minute. Gute 10 Minuten später nutzten die Kieler eine Unaufmerksamkeit der Gastgeber und verkürzten nach einer Ecke auf 3:2, doch der SVHU setzte durch einen Treffer in der 90. Minute nochmal ein Zeichen und schloss das Spiel mit einem wunderbar erlaufenen Treffer von Timo Vanselow ab.

Henstedt-Ulzburg ist jetzt mit sechs Punkten 14. der Tabelle, dabei ist der Punkteabzug wegen der Schiri-Misere bereits enthalten. Nächste Woche muss die Mannschaft auswärts in Oldenburg antreten. Auf dem Papier eine machbare Aufgabe. Oldenburg ist Tabellenletzter.

nb

6. September 2015

6 thoughts on "SVHU-Kicker gewinnen, Trainersohn schießt drei Tore, Vater unzufrieden!"

  1. Die Ignoranz dieses Dorfportals bzw. Ihrer Redakteure (wenn man davon überhaupt sprechen kann) gegenüber dem Frauenfussball ist nicht mehr zu toppen.
    Schön, daß die 1. Herren aus Kleinkleckersdorf in der 5. Liga so für Furore sorgt, lol.

    Ich bitte darüber hinaus um eine angemessene Berichterstattung über die letzte Mitgliederversammlung des hiesigen Kaninchenzüchtervereins.

    Dafür schon jetzt vielen Dank.

    1. Hallo Herr Wagner,
      Ich unterstütze gerne ihre Forderung für mehr Berichterstattung über den Frauenfußball. Warum sie den Herrenfußball angreifen erschließt sich mir allerdings nicht. 60.000 Zuschauer konnte die SH Liga in der abgelaufenen Saison in die Stadien locken.
      Die Frauen und Herren aus Kleinkleckersdorf machen einen klasse Job in ihren jeweiligen Ligen !!!!
      Bitte anerkennen und nicht gegeneinander ausspielen…
      Gruß J. Fischer

      1. Herr Fischer,
        die Damen spielen 3 Klassen höher und finden keine Erwähnung, das war schon letzte Saison so und wird auch diese so bleiben, da ändern Ihre Anmerkungen nichts.
        Dem gilt meine Kritik.

        Und zur Einordnung: SVHU 1. Herren kämpft mit sehr kleinen Gemeinden wie Hartenholm (1755 Einwohner) oder Todesfelde (1039 Einwohner, deutlich stärker als der SVHU!) in einer Liga, hat sich vor noch nicht allzu langer Zeit von den großen Plänen des Aufstiegs wenigstens in die Regionalliga verabschiedet und trägt wahrscheinlich zu 1% zu den von Ihnen genannten Zuschauerzahlen bei.

        Geben Sie doch mal Gas bei den Herren! Sie sind doch Team-Manager.
        Der SVHU hat 5x soviel Mitglieder wie Todesfelde Einwohner.

        Schönreden bringt nicht viel. Leistung bringts. Haben Sie die richtigen Ambitionen mit der der Herrenabteilung? Tun Sie genug ? Haben Sie eine Strategie? Akquirieren Sie genug Sponsoren, um gute Spieler halten oder holen zu können? etc. etc.
        Was ist mit der Nachwuchsarbeit?

        Und Sie reden von gegeneinander ausspielen. Ich erkenne die Leistung der Damen an. Mehr gibt es nicht anzuerkennen.

        Beste Grüße und viel Erfolg.

        1. Herr Wagner, das die Ergebnisse der Damenmannschaft auf Seiten wie dieser Ihrer Meinung nicht genug Erwähnung finden, mögen Sie berechtigt beklagen. Aber deshalb muss doch nicht die Herren-Ligamannschaft diskreditiert werden! Einen Verein, eine Sparte oder auch nur eine Mannschaft zu führen, ist eine schwierige Aufgabe. Weil sie freiwillig erfolgt, und (leider) auch auf die freiwillige Mitarbeit anderer angewiesen ist! Ihre Fragen sind berechtigt, aber es handelt sich in der Komplexität um sehr, sehr schwierige Aufgaben, die man auch noch persönlich u. a. mit schlaflosen Nächten bezahlt.
          Andere Vereine wie Todesfelde oder Hartenholm haben es wesentlich leichter. Die Vereine sind kleiner, haben einen sehr starken Rückhalt der Bürger, und sich stark identifizierende Sponsoren mit Lokalcholorit. Davon haben wir beim SVHU leider zu wenig. Das mag auch an dem holprigen Merging der einzelnen Ortsvereine liegen, oder gar mit einer fehlenden Identifikation vieler Menschen hier zu ihrem Ort insgesamt, ich weiß es nicht.
          Für mich persönlich ist der (teilweise erkaufte) Erfolg von Ligamannschaften von untergeordnetem Interesse. Das Geld, das in Ligamannschaften sowohl im Fussball als auch anderen Sportarten gesteckt wird, ist meiner Meinung nach besser in der Jugendarbeit aufgehoben. Und wenn dann langfristig ein Erfolg der Ligamannschaften erfolgt, ist er wenigstens nachhaltig. Und in diesem Bereich finde ich die Arbeit des SVHU in Ordnung. Und mit aktiver Mitarbeit und Verbesserungsvorschlägen in den Gremien findet man übrigens schnell Gehör, wenn man diese noch verbessert sehen möchte!

          1. Lieber Herr Blau,
            Danke für Ihre ausführliche Response, der ich nicht zustimmen kann 😉
            Innerhalb des SVHU gibt es doch genau die erfolgreichen Beispiele, die sich gut auf den Herren-Fussball übertragen ließen.

            Nehmen Sie einfach einmal die Handball Bundesliga-Teams des SVHU: da funktioniert genau das, von dem Sie glauben, daß es beim SVHU mit dem speziellen Umfeld in HU so nicht machbar ist.

            Warum sollte dieses Modell nicht als Best Practise auf den Herren-Fussball transferiert werden können?

            Ist mir völlig unklar, warum hier keine Synergien innerhalb des Vereins gehoben werden.
            Möglicherweise wurschtelt jeder für sich.

            Zur Jugendarbeit: gerade Jugendliche und junge Talente binden sich besser und nachhaltiger an den Verein, wenn Sie erfolgreiche Vorbilder und Perspektiven in den Erwachsenen-Teams finden. Ansonsten wandern sie ab und andere Vereine profitieren von der Nachwuchsarbeit

            Mitwirken würde ich gern, wohne aber zu weit weg (>400 km). Bin aber noch sehr verbunden mit dem SVHU 😉

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