SVHU-Bundesligisten siegten gegen HSV – gleich drei Keeper parierten 21 Torwürfe

Jens Häusler, Trainer der Oberliga-Handballer des HSV Hamburg und Assistent von Chefcoach Martin Schwalb im Bundesliga-Kader der Hanseaten, musste viele Hände schütteln, ehe das Vorbereitungsmatch der SVHU-Frogs gegen die Nachwuchstruppe des HSV Hamburg beginnen konnte. Mehr als 200 Zuschauer hatten sich auf der Tribüne des Schulzentrums an der Maurepasstraße versammelt, um beide Teams unter die Lupe zu nehmen.

Beide Kontrahenten haben hohe Ziele. Der SVHU will sich als Aufsteiger in der zweiten Bundesliga behaupten, der HSV Hamburg will um den Titel in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein mitspielen.

Am Ende siegte der frisch gebackene Zweitligist nach drei 20-Minuten-Dritteln standesgemäß mit 41:28 (11:6, 25:17) Toren. SVHU-Trainer Tobias Skerka bescheinigte seiner Crew nach einer kräftezehrenden Konditionseinheit am Vormittag und einem eineinhalbstündigen Training vor der Partie eine engagierte Leistung. „Die Jungs haben sich reingekniet und trotz müder Beine eine sehr ordentliche Leistung abgeliefert“, so Skerka.  Er hatte über die volle Spielzeit eine offensive 3:2:1-Deckungsvariante ausprobiert, die gegen die jungen HSV-Akteure eine Reihe von Ballgewinnen provozierte, aber in einigen Phasen auch noch Lücken im Defensivverbund offenbarte.

„Das ist nicht tragisch. In dieser Zusammensetzung haben wir noch kaum trainiert, da ist es klar, dass es Abstimmungsprobleme gibt“, so Skerka. Auch ohne die angeschlagenen Lars-Uwe Lang und Nico Kibat  konnten die Gastgeber in der Offensive  schon viele sehenswerte Aktionen verzeichnen. Gerade das Kreisläuferanspiel auf den zehnfachen Torschützen Jan Wrage funktioniert gut.

Sieben Mal netzte Rückraumspieler Rasmus Gersch ein, der dabei allerdings nur drei seiner fünf Strafwürfe verwandeln konnte. Ansonsten waren die Hausherren von allen Positionen aus erfolgreich. Das SVHU-Keeper-Trio mit Jan Peveling, Stephan Hampel und Markus Noel konnte mit insgesamt 21 parierten Bällen im Gleichschritt punkten. Trotz der deutlichen Pleite war auch Jens Häusler, Coach der U-23-Mannschaft des HSV Hamburg, zufrieden. „Wir haben uns gut verkauft und in vielen Phasen gut gegengehalten. Zwei, drei Tore weniger waren durchaus möglich“, so der Gästecoach.

Am kommenden Sonnabendnachmittag wird sich der SVHU bei der HSG Hohn-Elsdorf zunächst in einem öffentlichen Training präsentieren, ehe es gegen den Oberligisten im dritten Testspielvergleich Ernst wird.

Die Tore des SVHU: Jan Wrage (10), Rasmus Gersch (7/3), Tim Völzke (5/1), Tim –Philip Jurgeleit, Florian Bitterlich, Julian Lauenroth (je 4), Lasse Kohnagel (3), Till Krügel, Stefan Pries (je 2). Bester HSV-Schütze war mit 5 Treffern Robert Schulze.

Joachim Jakstat

1.8.2012

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