SV Henstedt-Ulzburg verliert das Keller-Duell gegen die HF Springe nach einer indiskutablen Vorstellung mit 16:28 (9:14)

Vor der Begegnung gegen das Schlusslicht hatten die Frogs das Spiel als wichtigste Partie des Jahres ausgerufen. Den unbedingten Willen, den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga zu schaffen, ließen nur die Gäste vom Deister erkennen, die von Beginn an das Heft in die Hand nahmen und schnell mit 3:0 in Führung
lagen. Der SVHU leistete sich in der Anfangsphase haarsträubende technische Fehler. Die Ballverluste bestraften die Handballfreunde konsequent. Eine frühe Auszeit des SVHU-Trainer-Duos brachte nach zehn Minuten kurzzeitig Besserung. Die Frogs kamen auf 5:6 heran, ehe HF-Trainer Slava Gorpishin seinerseits zur Besprechung rief. Er fand die richtigen Worte. Gegen Frogs, die wie gelähmt schienen, spielte sich Springe in einen Rausch. Vier Tore in Folge binnen fünf Minuten besiegelten frühzeitig das Schicksal der Gastgeber, die vor 750 Zuschauern zu keiner Zeit den Eindruck vermittelten, die Partie noch drehen zu können. Was auch immer die Coachs Matthias Karbowski und Amen Gafsi personell und taktisch versuchten, es funktionierte nicht, weil einfachste Grundelemente des Handballspiels nicht klappten. Nach der Pause glich das Spiel einem Schaulaufen für den Tabellenletzten, der fast ungehindert seinen ersten Auswärtssieg der Saison feiern durfte. Fans und Offizielle des SVHU reagierten frustriert, ja fast schon geschockt. „So dürfen wir uns nicht präsentieren.

Mit dieser Leistung holen wir keinen Punkt mehr“, kommentierte ein konsternierter Matthias Karbowski das Geschehen auf dem Parkett. Auf die Frage nach dem Warum fand er unmittelbar nach dem Spiel keine Antwort: „Da muss ich drüber schlafen und das genauer analysieren“, Gästetrainer Gorpishin sprach zu Recht von einem völlig verdienten Sieg seiner Mannschaft. „Wir haben den Grundstein mit einer starken Abwehrleistung und einem überragenden Torhüter Robert Wetzel gelegt“, meinte 270-fache russische Nationalspieler, der den Niedersachsen in den letzten Wochen neues Leben eingehaucht hat.

Für den SV Henstedt-Ulzburg wird es nun ganz schwer im Kampf um den Klassenerhalt. Natürlich sind in 14 ausstehenden Spielen noch 28 Punkte zu vergeben, doch die Negativ-Serie mit 2:24 Zählern und das Auftreten der Mannschaft gegen Springe machen keinen Mut. Die Mannschaft wirkt verunsichert, es fehlen die Spieler, die
vorangehen und die Woche für Woche ihre Leistung abrufen.

Joachim Jakstat

28. Februar 2016

One thought on "SV Henstedt-Ulzburg verliert das Keller-Duell gegen die HF Springe nach einer indiskutablen Vorstellung mit 16:28 (9:14)"

  1. Zugegeben: die Frogs hatten einen rabenschwarzen Tag und haben verdient verloren.Aber : warum sind bei so einem wichtigen Spiel nur knapp über 700 Zuschauer in der Halle?A propos Halle: Fakt ist: es war ein Auswärtsspiel!Sind die Spieler an die Verhältnisse in der Moorbekhalle gewöhnt?In HU steht das Tor direkt vor der Wand.In der Moorbekhalle 8 Meter davor.Ist eine ganz andere Perspektive!Wir reden von rasantem Präzisionssport!
    Das Spiel fing schlecht an;Pfosten und Latte war auch reichlich dabei.Natürlich kam dann keine Stimmung auf und das Spiel ging den Bach runter.
    Jetzt gilt es, die Spieler (Nicht zu vergessen deren unsichere Zukunft!!!) zu unterstützen und wieder aufzubauen.
    Sind wir nicht alle stolz auf unser Zweitliga-Team aus Henstedt-Ulzburg!
    Also:Mund abwischen und weiterkämpfen!

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