Stabwechsel: Bauer bekommt Zigarre, Schmidt einen Birnenbaum | Henstedt-Ulzburger

Stabwechsel: Bauer bekommt Zigarre, Schmidt einen Birnenbaum

Schmidt spricht den Eid, rechts Bürgervorsteher Danielski

Tag der Geschenke am Dienstag im Bürgerhaus. Stefan Bauer ist von Bürgervorsteher Henry Danielski mit einer Zigarre in den Ruhestand verabschiedet worden, für Nachfolgerin Ulrike Schmidt gabs Blumen und einen Birnenbaum. Das erste Foto, dass er von Bauer nach seinem seinerzeitigen Wahlsieg gesehen habe, sei eins mit Zigarre gewesen und Schmidt habe mittlerweile ein Haus mit Garten in der Gemeinde, begründete Danielski seine Präsentwahl.

Offiziell ist Bauer noch bis Ende des Monats Bürgermeister, erst ab Juni beginnt Schmidts Amtszeit. Ihren Amtseid legte Schmidt trotzdem schon mal am Dienstag ab, gab also ihr Wort, sich immer an Recht und Gesetz halten zu wollen: „Ich schwöre, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und alle in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze zu wahren und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen, so wahr mir Gott helfe“, sagte sie.

Gab es auch schon etwas Inhaltliches von der neuen Bürgermeisterin?

Ein klein wenig. Sie kündigte an, dass es mit ihr kein „nahtloses weitermachen wie bisher“ geben werde, wie es im Wahlkampf einem ihrer Gegenkandidaten zugeschrieben worden sei und nannte in ihrer Rede drei Themen, die ihr offenkundig wichtig sind. Umweltschutz, Klimaschutz und Gleichstellung: In der aktuellen Krise seien überkommen geglaubte Rollenbilder wieder zum Vorschein gekommen, kritisierte sie.

Schmidt, die für acht Jahre gewählt ist, machte in ihrer Rede auch deutlich, dass sie gerne länger als eine Amtszeit Bürgermeisterin sein möchte. Ähnlich hoffnungsfroh hatte auch Vorgänger Bauer bei seinem Amtsantritt geklungen: er wolle, so wie die früheren Bürgermeister Heinz Glück und Volker Dornquast, für lange Zeit Henstedt-Ulzburger Bürgermeister sein, sagte Bauer damals. Für ihn ist es anders gekommen, statt mit dem Chefsessel muss er sich nun mit einem Platz in der Ahnengalerie begnügen. Immerhin: die neue Bürgermeisterin könnte ihn zukünftig persönlich regelmäßig mit den neuesten Infos aus dem Rathaus versorgen. Sie dürfte ihm jedenfalls des Öfteren über den Weg laufen. Schmidt hat sich in Henstedt ein Haus gekauft, es liegt nur einen Katzensprung von Bauers Domizil entfernt.

cm

21. Mai 2020

5 Kommentare zu "Stabwechsel: Bauer bekommt Zigarre, Schmidt einen Birnenbaum"

  1. Hans Bergmann sagt:

    Zigarre?
    Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Zum Beispiel an die Redewendung „Jemandem eine Zigarre verpassen“.

    Das hat unser Bürgervorsteher aber sicher nicht gemeint!

    • G. Willsch sagt:

      Während die Birne symbolisch für das Paradies, die Jungfräulichkeit und ein langes Leben steht.
      .
      Eine gute Wahl, wie ich meine.

  2. Ja, „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland……“

  3. Umweltschutz, Klimaschutz und Gleichstellung: In der aktuellen Krise seien überkommen geglaubte Rollenbilder wieder zum Vorschein gekommen, kritisierte sie.

    Diese drei Themen sind ja auch gaaaaanz wichtig. Wie wäre es mit renovierten Schulen, mit it-technisch gut ausgestattete Schulen, ein Ordnungsdienst, der nicht nur die bösen Parker aufschreibt, sondern auch mal Fahrräder auf Ordnung ngsmäßigkeit überprüft. Die Helikoptermütter vor den Schulen vertreibt, etc. etc. echt. Oder: wir werden es erleben.

  4. A.Simader sagt:

    Herr Dr.Meier, Sie sprechen aus, was viele HU-Bewohner auch so sehen. Vieles wurde auch bei IGEK genannt, was jedoch bei den örtlichen Politikern nicht als relevant angesehen wird.
    Dafür werden für mehrere Millionen Asylunterkünfte gebaut und gekauft, unsinnige Fahrradwege am Bahnbogen gebaut und Hundeauslaufplätze angelegt.( und trotzdem laufen die Hunde nicht angeleint auf den Wanderwegen und belästigen Spaziergänger). Auch hier keine Kontrolle. Ach ja, die Ordnungshüter sind ja damit beschäftigt, Fahrzeughalter aufzuschreiben, die vergessen haben, die Parkuhr an einem fast leeren Parkplatz vor dem Rathaus aufzuschreiben.
    Die Prioritäten haben sich offensichtlich verschoben- der Wähler dankts bei der nächsten Kommunalwahl.

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