SPD-Kandidat trifft NABU Kisdorfer Wohld

Um Biogasanlagen, Maisanbau und Knicks ging es bei einem Erfahrungsaustausch zwischen dem SPD-Kreisvorstand und dessen Kandidaten zur Landtagswahl für Segeberg-West, Stefan Weber, sowie Holger Möckelmann, dem Vorsitzenden des NABU Kisdorfer Wohld. Besonders eindringlich warnte Möckelmann die Politiker davor, die Biogasanlagen – besser Agrargasanlagen – in der bisher üblichen Art zu genehmigen und einzurichten.

Der Grünlandumbruch zugunsten des Maisanbaus habe seit 1990 bundesweit zu einem Verlust von 875.000 Hektar Dauergrünland geführt, so Möckelmann. Zu der negativen Energiebilanz der Agrargasanlagen, die gewaltige Mengen an Dünger und Pestiziden benötigten, komme ein schwerer Verlust für die Pflanzen- und Tierwelt. SPD-Sprecher Horst Ostwald aus Henstedt-Ulzburg wies darauf hin, dass es Bestrebungen gebe, die Agrargasanlagen aus dem privilegierten Verfahren für landwirtschaftliche Betriebe im Baugesetzbuch heraus zu nehmen, um dem Wildwuchs auch planerisch entgegen zu wirken.

Als ein positives Beispiel im Umgang mit der Natur nannte der Naturschützer des NABU den Kaltenkirchener Schmetterlingsgarten. Er appellierte aber auch an die Besucher des ehemaligen Kiesabbaugebietes in Kaltenkirchen, nicht in die dort eingerichteten Naturzonen einzudringen, um deren natürliche Entwicklung und die Ansiedlung von Vögeln nicht zu gefährden.
Ähnlich problematisch sei immer wieder in Wohngebieten der Gemeinden der Eingriff in Knickschutzzonen und Knicks durch unerlaubte und nicht sachgerechte Nutzung. Derartiges ist auch in Henstedt-Ulzburg zu beobachten. Der SPD-Kreisvorstand setzte mit dem NABU seine Gesprächsrunden mit Vereinen und Institutionen fort, die er vor zwei Jahren aufgenommen hatte.

JS

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