Rathauskreise: Wir entscheiden an diesem Montag über ein Mega-Logistikzentrum, das noch größer wird als Netto!

Das Gewerbegebiet könnte demnächst gleich zwei Mega-Warendrehscheiben beherbergen
Das Gewerbegebiet könnte demnächst gleich zwei Mega-Warendrehscheiben beherbergen

Megaentscheidung am Montag, 15. Februar, um 18.30 Uhr im Rathaus: Die Ortspolitiker des Finanz- und Wirtschaftsausschusses befinden darüber, ob sich im Gewerbepark ein weiteres riesiges Logistikzentrum ansiedeln darf. Die Entscheidung findet unter höchster Geheimhaltung statt, Besucher und Pressevertreter müssen vor dem Beschluss den Sitzungsraum verlassen.

Nach Informationen der Henstedt-Ulzburger Nachrichten will diesmal die Supermarktkette Rewe am Autobahnzubringer ein Warenverteilzentrum hinsetzen. Vor drei Jahren hatte das Gemeindeparlament beschlossen, dem Discounter Netto über 100.000 Quadratmeter Fläche im Gewerbegebiet für ein Logistzentrum zu verkaufen, bei Rewe sind jetzt über 200.000 Quadratmeter im Gespräch.

Netto hatte 2013 den Zuschlag erhalten. Der Bürgermeister hatte zuletzt im Dezember 2015 bekräftigt, dass in diesem Jahr Baustart sein soll. Auch Rewe will nicht sofort loslegen. In Betrieb nehmen will die Supermarktkette die geplante Warendrehscheibe in der Großgemeinde erst nach 2020.

Gegen Netto hatte vor drei Jahren alleine die WHU-Fraktion votiert, die Wählervereinigung hatte vor massivem Lkw-Verkehr gewarnt. Wie die Entscheidung an diesem Montag ausgeht, ist völlig offen. Manche Politiker wollen sich erst kurz vor der Sitzung endgültig festlegen. Möglich ist auch, dass die Entscheidung erst einmal vertagt wird. Der Hauptausschuss hatte im Januar schließlich gerade erst beschlossen, Kritieren für die Ansiedlung von Unternehmen festzulegen.

Der Bürgermeister hatte sich kurz nach seinem Amtsantritt zunächst gegen die Ansiedlung von zusätzlichen Logistikzentren ausgesprochen, war später dann aber wieder zurückgerudert.

Christian Meeder
14. Februar 2016

8 thoughts on "Rathauskreise: Wir entscheiden an diesem Montag über ein Mega-Logistikzentrum, das noch größer wird als Netto!"

  1. Hallo Herr Michelsen damit der Schrei nach besseren Radwegen nicht so rasch verklingt muss
    mehr Gebrüllt werden. Der gesamte Bereich des Gewerbegebiets Nord ist Fahrradunfreundlich. Allein in der Firma wo Ich tätig bin kommt Rund 1/4 der Belegschaft mit dem Rad. Ich arbeite in der Heidekoppel und bin nicht erstaunt wenn viele Regelwidrig den Gehweg nutzen.Der Schwerlastverkehr nimmt rapide zu ebenso die PKW`s die teilweise fast im Schulterschluss mich überholen. Abstand wird immer mehr zum Fremdwort.

    1. Die Verbesserung der Situation von Fahrradnutzern und sonstigen nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern im gesamten Gewerbe- und Industriegebiet sollte endlich erkannt und angegangen werden.
      Fehlende Fahrwege, fehlende als Zebrastreifen gekennzeichnete Übergänge überall. Auf den bisherigen Landwirtschaftlichen Wegen sind auch keinerlei Platzangebote, wenn mal wieder die Entemaschinen durch die Gegend sausen oder, wie laufend, das Durchfahrtverbot für PKW missachtet wird.
      Stattdessen war ja sogar die Anlage einer neuen Strecke völlig ohne Fußweg hier vorgestellt;
      http://ulzburger-nachrichten.de/?p=31284
      Wer sich einmal ein Bild von einer gut gebauten Strasse vor Erschliessung eines Gebietes für Industrie und Wohnraum machen will, der schaue nach Kaltenkirchen in die Grashofstraße und Umgebung, dort wird man nicht nachbessern müssen. Bei uns muss es wohl erst Unfälle und Verletzte geben, aber dann woher den Platz nehmen?
      Übrigens, wer mal eine fachlich nicht überdachte Kreuzungsplanung sehen will – siehe Kirchweg einmal Ecke Emma-Gärtner-Strasse und direkt davor Waterloovillestrasse. Warum, weil es einmal eine durch Fußweg durchbrochene Zuführung gibt, also Halt bei Ausscheren aus der Seitenstrasse und einmal eine nicht durchbrochene Fahrbahn, also Rechts vor Links. Erklären sie das mal einem Kind!

  2. Wie sollen wir uns denn die Verkehrssituation 2020 vorstellen? Auf der A7 eine Sperrung und dann Brummi an Brummi an Brummi auf der Hamburger Str.? Zwei Logistikzentren werden solche Szenarien sicher verschärfen.

    Warum soll die Abstimmung geheim sein? Vielleicht kann das einer der Gemeindevertreter mal erklären.

  3. Noch mehr große Logistikzentren heißt noch mehr LKW’s hier im Ort und auch in den Nachbargemeinden als Zulieferer und Auslieferer.
    Dazu nur minimale Gewebesteuer. Die Straßen noch mehr verstopft durch PKW-Staus des Personals im Schichtdienst. Unsere Straßen sind schlechte genug. Ein attraktiver ÖPNV im Ort und aus der Nachbarschaft findet nicht statt.
    Eine Fahrrad-Garage wie in Norderstedt steht hier nicht auf der Tagesordnung.
    Der „Schrei“ nach besseren Fahrradwegen geht an der Problematik Gewerbesteuer und höherer Verkehrsdichte ins Nebensächliche. Weder Waren noch mehrheitlich Personal aus der Umgebung kommen per Fahrrad. Das bleibt das Vorrecht einer absoluten Minderheit. Wer will kann ja auch ins Büro joggen. Der Fahrrad- und Fußweg entlang der AKN -Trasse Richtung Gutenbergstraße ist alles andere als überfüllt. Das sind in der Rush-Hour die Straßen. Wer aus Norderstedt-Glashütte und weiter kommt erreicht trocken per PKW den Job.

  4. An geraden Tagen formulieren wir so langsam doch mal Qualitätskriterien, und an ungeraden winken wir die nächste Logistiksünde durch? Wieviele qualifizierte Jobs kommen denn? Wie unterbinden wir LKW-Fahrten, die nicht gleich über die A7 laufen? Kommt ein Gleisanschluss, rumpeln dann etwa nachts die Anliefergüterzüge durch den Ort und tagsüber blicken wir im Stau nur noch auf Ladeklappen mit Aufschrift Rewe oder Netto?
    Anscheinend wir HU so langsam zur „Müllkippe“ für alles, was andere Orte nicht haben wollen: 380er Stromleitung, Umspannwerk, mit Caterpillar und Jungheinrich (Kaki) rollen dann bald die Lagerbestände von 4 Logistikzentren über A7-Zubringer und Hamburger…
    Wann wohl das Atommüllendlager kommt?

  5. Es wird endlich Zeit das das Gewerbegebiet Rudolf-Dieselstr. eine Gute Fahrradanbindung bekommt. Damit die Arbeitnehmer sicher zu Ihren Arbeitsplätzen kommen.
    Die jetzige Anbindung über den Heideweg der sehr stark von Autofahrern Richtung Alveslohe genutzt wird ist eine Katastrophe.

    Beim Gegenverkehr auf der engen Straße wird der Radler oftmals sehr an den Rand der Fahrbahn gedrängt und auf die unebene Bankette.Was zu stürzen führen kann
    In der Dunkelheit kommt noch die starke Blendung der Autoscheinwerfer dazu.
    Da die KFZ Führer permanent das Durchfahrtsverbot missachten sollte hier einmal darüber Nachgedacht werden.Aus dem Teil Heidekoppel bis Möschen eine Sackgasse zu machen.
    Landwirte können dafür einen Schlüssel für Poller erhalten.

    Ansonsten darf man sich nicht wundern das immer mehr Verkehr unsere Hauptschlagader verstopft.

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