Rathaus prüft Freiluftkindergarten im Bürgerpark

Neue Idee  mehr gemeindliche Kindergartenplätze zu schaffen. Die Verwaltung muss prüfen, ob  im Bürgerpark eine Art Freiluftkita eingerichtet werden kann. Das hat der Kinder- und Jugendausschuss in der vergangenen Woche beschlossen. Gegen den Willen des Bürgermeisters. Bauer zog eine zusätzliche Kindergartengruppe im Bürgerhaus vor, erklärte, nur dort sei es möglich neue Plätze bereits nach den Sommerferien zur Verfügung zu stellen. Das lehnte der Ausschuss allerdings parteiübergreifend ab, insbesondere weil der ins Auge gefasste Raum bereits von zahlreichen Vereinen und Verbänden genutzt wird.

Laut den Worten des Bürgermeisters müssen  schnell weitere Kindergartenplätze geschaffen werden, die Anmeldezahlen zeigten, dass zum neuen Kindergartenjahr insbesondere Ganztagesplätze fehlen werden, so der Verwaltungschef.

Erst im März war beschlossen worden, in der Kita Kranichstraße zukünftig mehr Kinder als bisher unterzubringen. Von den drei bis sechsjährigen Henstedt-Ulzburger Kindern  besuchen mittlerweile  nahezu alle einen Kindergarten oder werden von einer Tagesmutter betreut.

cm

2. Mai 2016

20 thoughts on "Rathaus prüft Freiluftkindergarten im Bürgerpark"

    1. Das mit dem regen Publikumsverkehr finde ich aufschlußreich: Also braucht es gar keine Schilder im Park, ist eh Pflicht. Nun müsste das Ordnungsamt nur mal bei gutem Wetter den Weg in den Park finden und einen dicken Formularblock dabei haben. Und dann rollt der Rubel.

    2. Hallo Herr Klose,
      wahrscheinlich befinden Sie sich im Irrtum, denn Hunde sind gemäß Ihrer Fundstelle „in der Allgemeinheit zugänglichen umfriedeten und anderweitig begrenzten Park-, Garten und Grünanlagen“ an der Leine zu führen. Jedoch ist unser Bürgerpark nicht umfriedet noch anderweitig begrenzt. Deshalb gilt hier die Anleinpflicht nicht. Bereits vor Jahren hat die WHU eine entsprechende Anfrage (12/2013) eingebracht, eine Anleinpflicht durch entsprechende örtliche Regelungen – wie sie auch in Kiel, Preetz, Elmshorn und an vielen anderen Orten Schleswig-Holsteins anzutreffen sind – für den Bürgerpark einzuführen. Die Verwaltung verweigerte es, eine derartige Verordnung sei nicht zulässig hieß es anfangs.
      http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1561
      Auf die rechtlichen Umsetzungsmöglichkeiten hingewiesen sollte das Ordnungsamt dann mit dem Innenministerium Kontakt aufnehmen.
      http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/to020.asp
      Leider wurde dieses Thema von der Verwaltung anschließend nicht weiter behandelt.
      Anlässlich des Bürgerhaushalts wurden Ende 2014 zwei Vorschläge zur Anleinpflicht im Bürgerpark eingebracht. Kinder würden in Panik geraten, Hunde den Spielplatz verschmutzen etc.
      http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1997
      Ausgang auch hier ohne Ergebnis. Man prüfe, „welche besonderen Gefahren bestehen und mit welchen Mitteln ihnen begegnet werden kann, da nach § 73 Abs. 3 LVwG grundsätzlich die Maßnahme zu wählen ist, die die Allgemeinheit und die einzelne Person am wenigsten beeinträchtigen. Diese Vorgaben werden von der Aufsichtsbehörde, die die Verordnung genehmigen muss, geprüft.“ Die nahe liegende Anleinpflicht wurde auch dieses Mal nicht vorgeschlagen. Eigentlich wurde nichts vorgeschlagen, sondern man suche nun zuerst nach einer Hundeauslauffläche nah dem Bürgerpark. Vorgestern wurde seitens der Verwaltung bestätigt, dass sich keine Fläche hat nicht finden lassen. Jetzt hieß es, man würde abwarten bis letztendlich das Ortsentwicklungskonzept irgendwann in der Zukunft stehe. Das macht keinen Spaß.

      1. „abwarten bis letztendlich das Ortsentwicklungskonzept irgendwann in der Zukunft stehe“—
        Also ist der Hund nun sowas wie die heilige Kuh in Indien: Da wo die Kuh ist, ist sonst nix, weil ja heilig. Man muß halt warten, bis sie weggeht, wenn man die Straße queren will.
        Und bei uns steht der Park also erst den Bürgern zur Verfügung, bis die Hunde anderweitig versorgt sind?!? Ist das Problem, wo man die Tiere ausführen kann, nicht einfach eins derjenigen, die einen Hund anschaffen (und somit hoffentlich selbst die nötigen Ressourcen für die Haltung vorhalten) ? …
        Da scheinen sich ja etliche Ortspolitiker nicht allen Bürgern, sondern nur den Hundehaltern verpflichtet zu fühlen. Kann man das trennscharf an Parteien festmachen, für künftige Wahlentscheidungen? Die WHU hat ja dann schon gezeigt, die Dinge für alle Bürger gestalten zu wollen, super.

      2. „Jedoch ist unser Bürgerpark nicht umfriedet noch anderweitig begrenzt. “

        Echt nicht? Der Bürgerpark geht doch nicht nahtlos in Wiesen, etc. über. Es gibt klare Zuwegung.

        „Kinder würden in Panik geraten, Hunde den Spielplatz verschmutzen etc.“

        Sind das auch offiziell Spielplätze im Bürgerpark? Dort wäre nicht mal angeleint ein Hund erlaubt und trotzdem laufen Hunde unangeleint am Kleinkinderspielplatz rum und vorbei, an der Auslauffläche der großen Rutsche, an der Seilbahn entlang, etc…. Wieviel Abstand von uneingezäunten Spielplätzen muss man einhalten als Hundeführer?

        1. Ich stimme Ihnen zu, dass das unerfreulich ist. Wir hatten neben der Anleinpflicht außerdem noch um Prüfung gebeten, ob sich eine Auslauffläche für Hunde im Bürgerpark finden lässt (z.B. auf dem Rodelberg). Die Verwaltung kam zu keinem positiven Ergebnis. So bleibt alles wie es ist. Solange bis der Ideenwettbewerb Bürgerpark und das ISEK abgeschlossen sind.
          Anleinpflicht wäre natürlich Voraussetzung für einen Freiluftkindergarten im Bürgerpark.
          Die Machbarkeitsprüfung Naturkindergarten solle laut Verwaltung zwei Jahre dauern. Dann hat sich die Einrichtung eines Naturkindergartens als Übergangslösung ohnehin erübrigt.
          Und hier der Link, der oben nicht funktionierte.
          http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/to020.asp?TOLFDNR=9286

  1. Wissen Sie – Herr Schneider – mir gehen Gören, die Flaschen zerschmeissen im Park auch auf den Geist – den Eltern könnte man ja auch mal die gleichen Folgen androhen, die sich da ausgedacht haben! 100 Euro, 1000 Euro und Göre weg und Kindererziehungsverbot! Wo ein Wille ist ….

    1. Naja, das mit dem Göre weg und Kindererziehungsverbot gabs schon mal, einmal in braun und einmal in rot. ———————
      Aber wenn jemand seine Aufsichtspflicht vernachlässigt, ist er ja bereits in der Haftpflicht. Auch hier: Wenn sich kein Ordnungsamt im Park blicken lässt oder die Eltern den Rabauken noch den Rücken stärken, in dem sie es weiter laufen lassen: Warum nicht auch hier knackige Bußgelder? Gute Idee.
      Zudem würde ein Kindererziehungsverbot doch bedeuten, den Eltern das Erziehen aus der Hand zu nehmen. Besser wäre doch, ihnen helfend zur Hand zu gehen (z.B. Kurse und Hilfestellungen wie jugendamtliche Begleitung, Ganztagsschulen mit auslastender Beschäftigung) aber sie auch in der Pflicht zu belassen. Und bei Unwilligkeit, dem Nachwuchs steuernd zur Seite zu stehen, für die Eltern Sozialstunden z.B. mit Müllsammeln oder Graffiti abschrubben, um Ursache und Folge in einen erfahrbaren Zusammenhang zu stellen.
      Von dem verbreiteten Danebenbenehmen in der Rolle als Hundehalter nun schnell in Richtung Kinder abzulenken, macht das Ausgangsthema allerdings nicht erträglicher. Und Kinder sind ja immerhin noch Bürger, Hunde nicht. Die Hunde sollte man aus dem Bürgerpark am besten raushalten und in einer Hundeanlage ausführen. Und freilich die Kinder aus der Hundeanlage raushalten, außer am Ende einer Hundeleine. Dann würde man jeder Gruppe gerecht werden.

        1. Deshalb wäre es ja so wichtig, die Leinenpflicht nicht zu mißachten. Auch dem Hundehalter hilft es vermutlich nicht wirklich, wenn sein Kind zwar nicht vom eigenen, aber von einem fremden Hund gebissen wird.

  2. Dann gibt es ja noch die Gesetze,die besagen,das in der Nähe von Spielplätzen die Hunde anzuleinen sind und zwischen dem Berg und der Pferdekoppel besteht auch Anleinpflicht. Ist ja nicht so,als seien die Kinder auf den Spielplätzen gefährdet,außer von den Hundehaltern,die solche Hinweise getrost umgehen,aber das kann man ja mit dem Ordnungsamt überprüfen. 😉

    1. Könnte man. Aber so zwingend kann der Kontrolldruck ja nicht sein. Oder die Konsequenzen sind so lächerlich, daß sie keinen Eindruck machen. Für 10€ Bußgeld alle 10 Jahre wird das Ordnungsamt wohl nur mildes Lächeln ernten. Bei 100€ zum ersten, 1000 € zum zweiten und danach Hund weg und Tierhaltungsverbot lebenslang könnte das schon besser klappen. Aber wo kein Wille ist…

  3. Bereits in 2013!!! hieß es: „Es soll eine zaunlose Hundefreilauffläche im nördlichen Bereich des Bürgerparks oder eine eingezäunte Auslauffläche im angrenzenden Bereich am Rugenvier geschaffen werden. Das beschloss der Umwelt- und Planungsausschuss am Montagabend.“

    Auch sollte der Bürgerpark attraktiver gestaltet werden. Dazu wurden anlässlich einer Begehung (war glaube ich 2014) Ideen gesammelt und auch Vorschläge im Bürgerhaushalt (2014/2015) unterbreitet.

    Warum wird nur geschnackt und nicht angepackt?

  4. Freiluftkindergarten finde ich im Grunde gute Idee ….. Toilettennutzung dann im alten Tennis-Clubhouse? Und Super-Schlechtwetterunterkunft auch im alten Clubhaus? Dann wird das endlich mal genutzt.

    Ich höre jetzt aber schon die Hundebesitzer aufheulen. Freilaufende Kinder sind ja mal nicht so erwünscht im Bürgerpark. Das wird wieder eine Diskussion, leider.

    1. Das ist aber Blödsinn,denn schon jetzt befinden sich dort regelmäßig Kindergarten-Gruppen/Tageskinder. Die hatten bis jetzt wenig Probleme mit uns Hundebesitzer.
      Allerdings einen festen Freiluftkindergarten halte ich aber dennoch für problematisch,da dieser „Öffentliche“ Raum da ihr Recht durchboxen? Das wird nicht klappen und von daher muss ein anderer Weg für noch einen „Open-Air“ Kindergarten gefunden werden.
      Zu den bereits vorhandenen Waldkindergarten,könnte man ja noch zusätzlich einen art Bauspielplatz als Freiluftkindergharten erwägen. Der Bauhof liefert das Holz und die Lütten basteln,was das Zeug hält,das hat unseren kleinen im Waldkindergarten auch viel Spaß gemacht.

      1. Ich kenne Eltern, von kleinen Kindern, die ungern, bzw garnicht in den Bürgerpark gehen. Grund ist das Hunde unangeleint direkt neben dem Spielplatz rumlaufen dürfen.

        Naja. Ich fahre auch lieber nach Norderstedt in den Stadtpark.

        1. Ja, aber der Bürgerpark heißt wohl noch so, weil er von allen Steuern zahlenden Bürgern finanziert wird, dabei aber die Nichthundehalter vergrault werden. Wir könnten natürlich auf Sportplätzen spazieren gehen und so die Fußballer vergraulen. Aber die spielen dann auf der Kuhweide und vergraulen die Kühe.
          Hoffentlich grasen die dann die Zierblumen ab, in den Gärten der Hundehalter. Dann wärs wieder ausbalanciert…
          Oder wir bauen endlich mal den Hundeplatz und lassen diesen durch die Hundehalter finanzieren ( nein,die HundeSTEUER als solche muss dafür nicht eingesetzt werden ).
          Oder die Hundehalter betreiben Garten-Sharing: Mein Hund ka..t in Deinen Garten und Deiner in meinen.
          Dann merkt der Rest von uns gar nicht viel von der Existenz der Tiere. Wäre mein Favorit, kostet die Gemeinde nix und löst das Begegnungsproblem im öfftl. Raum: Der will nur Spielen… (mag sein, ich aber nicht :-(( )

          1. Sorry, wenn ich zu viel schreibe – aber mir kommt der Gedanke…
            wenn die Gemeinde im Bürgerpark einen Freiluftkindergarten einrichtet, was sind dann die rechtlichen/ versicherungstechnischen Vorschriften? Die Fürsorgepflicht ist doch sicherlich recht groß und es gibt zwei potentielle Gefahrenquellen: 1. der Teich 2. freilaufende Hunde.
            Was wäre, wenn man das Areal um den Teich einzäunt und dort Hundeleinenpflicht aufgehoben ist und im Rest des Bürgerparks Hundeleinenpflicht besteht. Dann sind genau die Kinderspielplätze im Bereich der Leinenpflicht.

    2. Der Bürgerpark ist ja auch ein faktisches Hundeauslaufgelände , wo man nur die Umbenennung vergessen hat. Mit homöopathischer Hundeleinendichte.

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