Polizei-Großeinsatz auf dem Rhen: Schüsse stammten von einem nächtlichen Videospiel

Nächtlicher Großeinsatz der Polizei: Am Sonnabend, 10. November, meldete sich gegen drei Uhr der 26-jährige Bewohner eines Mehrfamilienhauses im Ortsteil Rhen, um den Beamten eine nächtliche Ruhestörung zu melden: Er habe verdächtige Geräusche in der Nachbarschaft gehört.

Eine Funkstreife setzte sich umgehend in Richtung Einsatzort in Marsch. Die Polizisten konnten aber selbst keine Feststellungen machen. Offensichtlich war im Anschluss an die Alarmierung wieder Ruhe eingekehrt.

Zehn Minuten später allerdings meldete sich der Anrufer erneut bei der Polizei und berichtete am Telefon, dass in der Nachbarwohnung nunmehr eine Waffe durchgeladen wird. Der Einsatzort wurde daraufhin schnellstens von mehreren Streifenwagen angefahren, die im Erdgeschoss gelegene verdächtige Wohnung von den Beamten umstellt. Da die Wohnung trotz mehrfachen Sturmklingelns nicht geöffnet wurde, mussten andere Lösungen gefunden werden.

Die Beamten erkannten, dass beim unmittelbaren Nachbarn des Betroffenen noch Licht brannte und klopften an dessen Fenster. Der Wohnungsinhaber hatte von dem Großeinsatz der Polizei noch gar nichts mit bekommen, weil er in ein Videospiel vertieft war.

Bei seiner Befragung stellte sich heraus: Der Mann hatte die verdächtigen Geräusche mit dem Kampfgetöse seines Shooter-Spiels verursacht. Der ursprünglich verdächtigte Nachbar war absolut unschuldig an der nächtlichen Ruhestörung und dem Großaufgebot an Polizeikräften. Der schießwütige Störenfried kam vorerst mit einer mündlichen Ermahnung davon.

Jörg Schlömann

12. November

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