Ordnungsamt hat Problem-Hecken im Visier!

Hecke mit Überbreite in Ulzburg-Süd
Hecke mit Überbreite in Ulzburg-Süd

Grundstückseigentümer die ihre Hecke nicht schneiden, müssen im äußersten Fall mit einem kostspieligen Einsatz des Ordnungsamtes rechnen. Das hat die Verwaltung jetzt im Rahmen des Bürgerhaushalts klargestellt.

Bei der im vorigen Jahr durchgeführten Bürgermitmachaktion war auf Problemhecken hingewiesen worden. Die Verwaltung solle dafür sorgen, dass Hecken und Sträucher nicht auf Gehwege hineinragen, so der Tenor des Bürgervorschlags. Man könne sonst nicht zu zweit nebeneinander auf dem Bürgersteig gehen, lautete die Vorschlagsbegründung.

Tatsächlich geht das Ordnungsamt aber offenbar schon eifrig gegen Hecken mit Überbreite auf Gemeindegebiet vor. Im vergangenen Jahr habe die Rathausabteilung für Recht und Ordnung 57 Fälle bearbeitet, heißt es in einer Verwaltungsvorlage für die Ratssitzung in der kommenden Woche. Demnach gibt es bei Hecken-Wildwuchs ein mehrstufiges Sanktionsverfahren: Stellt das Amt Problem-Buschwerk fest, wird den Grundstückseigentümern zunächst eine Frist gesetzt, das Grün bis auf die Grundstücksgrenze zurückzuschneiden. Wird die Frist ignoriert, sorgt das Ordnungsamt dann selber für einen Rückschnitt von Hecken und Sträuchern.

Neben Henstedt-Ulzburgs Problemhecken sind in der kommenden Woche auch noch sechs weitere Vorschläge aus dem Bürgerhaushalt Thema im Umwelt- und Planungsausschuss. Politik und Verwaltung hatten zugesagt, sich mit allen im Mittel positiv bewerteten Bürgervorschlägen zu befassen. Zahlreiche Bürgerideen sind auch schon diskutiert und bearbeitet worden. Der – nicht von Erfolg gekrönte – Vorstoß in Sachen HVV-Tarifzonenerweiterung ging etwa auf einen Bürgervorschlag zurück.

cm

6. August 2014

19 thoughts on "Ordnungsamt hat Problem-Hecken im Visier!"

    1. Meinen Sie mich? Wenn ein Einzelner mit seiner nicht geschnittenen Hecke quasi öffentlichen Raum nutzt und einschränkt, dann ist das für mich das Gegenteil von sozialem Verhalten, also asozial.

  1. Ja, das ist schon ein Problem des öffentliches Rechts, wenn man nicht nebeneinander gehen kann. Klingt nach ABM für behördliche Stellen.

  2. …… Problemhecken im Visier,
    das Ordnungsamt sollte mal den Grünstreifen vor den Haus im Kronskamp 2a anschauen, dieser ist als Knick ausgewiesen. Nach der Knickschutzverordnung müsste dieser aber sehr sensibel gepflegt werden. Der Knick wird von drei Trampelpfade durchzogen, die von Handwerkern, Zustellern, Müllwerkern und Bewohnern genutzt wird. Ein Knick, der nicht der Knickschutzverordnung unterliegt oder ungepflegter Grünstreifen? Beides sollte gepflegt werden.

  3. Es sind aber nicht nur private Rückschnitte notwendig, die Parkplatzeinfriedungen
    vor der Bücherei, Rahmen, TeamGeist etc. sind nicht nur geschäftsschädigend wegen mangelnder Wahrnehmung der Geschäfte sondern auch gefährlich.Ausparkende Fahrzeugführer können dort die stets immer auf der Straße gehenden Passanten überhaupt nicht sehen.

    1. Man muss dort stellenweise auf der Fahrspur (Spielstraße?!?) gehen, da der Fußgängerstreifen mit Fahrradständern blockiert ist und die Restbreite dann von den Laternen verstellt sind.
      Blöd ist auch der überflüssige Parksuchverkehr insbesondere an Markttagen. Viel fahren dann bis zur letzten Parkbucht ggü. Teamgeist vor um dann erst dort zu bemerken: Alles Behindertenplätze. Da könnte ein Hinweisschild Wunder wirken, welches schon von dem Fahrstreifen aus darauf hinweist.

      1. Sie kritisieren Fahrradständer in einer Fußgängerzone in der Schrittgeschwindigkeit gilt? StVO Gegenseitige Rücksichtnahme. Zusätzliche Schilder? Warum? Noch mehr Bürokratie. Ich nehme Sie in Ihren Kommentaren sonst eigentlich anders wahr. Und überhaupt. Wer privaten Grund besitzt muss nunmal die angrenzenden öffentlichen Zuwegungen frei von Wildwuchs von seinem Grund halten. Im Winter frei von Schnee und Eis. Früher wurde jeden Sonntag der Bürgersteig gefegt. Heute soll alles die Gemeinde machen.Wenn ein privates Geschäft sich durch Wildwuchs auf öffentlichen Grund in seiner Wahrnehmung beeinträchtigt sieht, dann sollte es sich an die Gemeinde wenden.Aber keinesfalls das eine mit dem anderen vergleichen.

        1. WARUM die zusätzlichen Schilder, hat er doch gut erklärt?! Ich falle da selbst jedes mal drauf rein und finde daher den Vorschlag nicht schlecht. Wenn man nur alle paar Wochen oder Monate dort ist, denkt man einfach nicht daran, daß in der ersten Bucht nur Behindertenparkplätze sind.

        2. An mein Grundstück grenzt ein schmaler Streifen von ca. 80 cm, dies auf rund 10 m Länge. Dieser ist von der Gemeinde zu pflegen. Und? Früher habe ich angerufen und regelrecht um Pflege gebeten, da kommt aber nix. Ich habe vorgeschlagen, das Grundstück mit pflegeleichten Pflanzen zu besetzen. Nein, das wollte die Gemeinde nicht, zu viel Arbeit. Und wenn ich die Pflanzen selbst setze? Ja, dann müsste ich auch die Pflege übernehmen. Seit dem rufe ich nicht mehr an. Jetzt wachsen da auch schon kleine Bäumchen, mal sehen, ob die Gemeinde sich selbst irgendwann an Bußgeld zukommen lässt, nur weil die Bäumchen die Laterne, die auf dem Grünstreifen steht, verdunkelt.
          Nun freuen sich die Hundebesitzer, die auf gepflasterten Wegen zwar das Häufchen der Hunde entfernen, nicht jedoch, wenn Hundili sein Geschäft auf dem Grünstreifen haben.
          Nein, unsere Gemeinde muss schon noch etwas an sich selbst arbeiten, bevor sie ihre Bürger mit Bußgeldern überzieht

          1. Evtl. Was dorniges da hinsetzen, was per se nur max. hüfthoch wächst? Dann hört der Missbrauch der Fläche als Hundeklo evtl. bald auf. 🙂

          2. Ich habe diesen Streifen vor meinem Haus mit Feldsteinen und Pflanzgefäßen bestückt. Das ist pflegeleicht und ich brauche nur die robusten Pflanzen in den Gefäßen zu gießen. Seitdem hat das Begießen durch die Hunde einschließlich des Ablegens ihrer Hinterlassenschaft aufgehört …:))

          3. So ist es! Mir ist vor einigen Wochen aufgefallen das die Anlage am Wöddel-Teich sehr ungepflegt ist. Habe dieses per Mail an die Verwaltung geschrieben und wurde von einer Mitarbeiterin des Bauhofes angerufen. Sie belehrte mich dahingehend das der Wöddel eine Regenrückhaltebecken und keine Anlage sei. Die Anlage um den neuen Brunnen wird regelmäßig durch einen Unternehmer gepflegt, alles andere sei der Natur zu überlassen. Die sehr empörte Verwaltungskraft sprach dann aber auch über mangelndes Personal für die Pflege der öffentlichen Flächen. Anstatt meine Eingabe an einen Vorgesetzten weiterzuleiten und somit eventuellen Personalengpass zu begründen, wurde versucht, mir die Inkompetenz und die überzogene Forderung einer einzelnen Bürgerin klarzumachen.
            Leider ist dieses kein Einzelfall. Ich könnte noch einige Fälle berichten die von der Verwaltung abgewimmelt wurden bzw. trotz der Kenntnis eines Missstandes keine Taten erfolgten. Wie beispielsweise die Mitteilung über herumliegende Straßenpfosten im Achterkoppel Weg, die vom Bauhof nicht beseitigt sondern dann beim Mähen des Grünstreifens einfach zerstört und liegengelassen wurden.

        3. Herr Kirmse jedenfalls hat meinen Kommentar verstanden. Die Radständer verbauen zwar sehr stark den Fußgängerstreifen, aber richtig: Dann geht man eben bei jeder Laterne auf den Fahrstreifen, und nach der 2. Laterne bleibt man dort. Für den Autofahrer gibts da nix zu ärgern, ist ja Spielstraße.

  4. Das Zurückschneiden der Hecken finde ich überaus notwendig. Begehen Sie doch mal die Grünberger Straße von der Breslauer Straße aus auf der rechten Seite. Teilweise muss man selbst als allein gehender zurück weichen. Oder an der Ecke Hirschberger Straße/Breslauer Straße. Auch dort herrscht reiner Wildwuchs.
    Aber noch etwas, und das halte ich für ein größeres Übel: KFZ-Fahrer parken ihr Fahrzeug an einem recht schmalen Bürgersteig so, dass die Vorderräder gegen die Bordsteinkannte stoßen. Alles vor den Vorderrädern ragt in den „Fußweg“ hinein. Wenn dann noch eine Hecke „Überbreite“ hat, hilft nur noch das Ausweichen auf die Straße.

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