Neue Staukreuzung im Anmarsch

Staukreuzung

Mankes neues Baugebiet am Pinnau-Biotop darf an die Abzweigung Kadener Chaussee/Hamburger Straße angebunden werden. Die zuständige Landesverkehrsbehörde habe dafür grünes Licht gegeben, teilte Bauamtsleiter Jörn Mohr in der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses mit. Nun soll der  bisher dreiarmige Verkehrsknotenpunkt zu einer richtigen Kreuzung mit entsprechend längeren Wartephasen für die Autofahrer ausgebaut werden. Schon jetzt staut sich dort allerdings in den Nachmittagsstunden der Verkehr, die Kreuzung bekam bei einer im Frühjahr 2011 vorgelegten Tüchtigkeitsprüfung die Note F – und damit die schlechteste aller möglichen Qualitätsstufen: Die Ampel-Anlage sei nachmittags überlastet, die mittlere Wartezeit für aus Süden kommende Fahrzeuge betrage dann 485 Sekunden, so das Ergebnis einer Untersuchung der Ingenieurgesellschaft BDC Dorsch Consult.

cm

1.9.2013

10 thoughts on "Neue Staukreuzung im Anmarsch"

  1. Eigentlich wäre doch eine Verlängerung der Kadener Chaussee gen Osten bis zur Norderstedter Straße eine gute Sache, damit der Nord-Süd-Verkehr sich besser auf beide Straßen verteilen kann. Aber am Sanddornweg ist die Bebauung ja schon direkt am Biotop dran, ist wohl noch aus einer Zeit, wo es noch dörflicher zu ging in H-U ?!? Oder wurde das in alten Zeiten mal diskutiert und dann „sachkundig verworfen“?

    1. Hallo Herr Schneider,
      auch ich habe mich schon des Öfteren gefragt, warum Wohngebiete in H-U teilweise sehr einseitig erreichbar sind. Immer wieder stößt man auf Sackgassen. Egal ob zu Fuß, Fahrrad oder PKW, sind Umwege wesentlicher Teil H-Us. Direkte, einfache Wegungen scheinen keine Planungslobby zu haben. Immer wieder wird der Verkehr auf einer Handvoll Straßen zusammengeführt und dort gebündelt.
      Die Kadener Chaussee nach Ihrer Idee gen Osten an die Norderstedter Straße anzubinden, ist eine ausgezeichnete Idee. Noch ginge das sogar, wenn man bereit wäre, in dem geplanten Wohngebiet vielleicht ein paar Häuser weniger zu bauen. 😉
      Wie bereits schon an anderer Stelle erwähnt: mit jeder innerörtlichen (Hoch-)Baumaßnahme Henstedt-Ulzburg werden uns Einwohnern echte Zukunftsoptionen geraubt.
      Was wir meiner Meinung nach dringend brauchen, ist ein langfristiger Entwicklungsplan, der unter dem Motto steht „Henstedt-Ulzburg, Quo vadis?“

      Herzliche Grüsse,
      G. Willsch

      1. Naja, ich denke mal, dass der Teich direkt hinter den letzten bestehenden Häusern im Sanddornweg (nach Norden hin) sicherlich ökologisch wertvoll ist und man da sicherlich nicht einfach eine Straße durchbauen kann. Und die Häuser im Sanddornweg sind ja auch eher halbwegs neue Bauten und keine Nachkriegsbaracken, so wie es auf dem Luftbild aussieht. Mir scheint, der Zug ist da schon abgefahren, wollte man da nichts massiv protestwürdiges machen.
        Ja, wirklich schade, bei zwei Nord-Süd-Magistralen hätte man mit einer intelligenten Ampelsteuerung sogar eine davon (etwa die Hamburger) zur Einbahnstraße machen können und die andere in beiden Richtungen belassen: Morgens also 3 von 4 Spuren nach Süden, abends 3 nach Norden. Dann wäre richtig „Wums“ drin. Wer entgegen dem „Mainstream“ fahren muss, müsste dann eben einen Schlenker zur Norderstedter machen (in jedem Fall der Bus), aber die Masse wäre flugs durchgeflutscht. Und tagsüber beide Straßen im Normalbetrieb.
        So eine zentrale Strategie scheint in H-U in vielerlei Hinsicht zu fehlen. Gibt’s die nicht mal als Vorlage einer der Parteien, die man immerhin mal als Ausgangspunkt einer Diskussion verwenden könnte? Pläne passiv zu fordern ist ja das eine, immer schon mal proaktiv selbst was in den Ring zu werfen aber ganz was anderes… Da könnten die Parteien ja je eine(n) Vertreter(in) in eine gemeinsame Arbeitsgruppe entsenden, die sich sowas mal ausdenken. Könnte man dann noch „runddiskutieren“, aber wäre immerhin mehr als ein weißes Blatt Papier… Naja, aber so denken keine Politiker, was? 😉

        1. Hallo Herr Schneider,
          Politiker denken keinesfalls anders, als Sie und ich. Die sind nur etwas abgeklärter bei der Sache, weil sie durch das politische Amt in die Lage versetzt werden, Rahmenbedingungen besser zu erfassen.
          Ich empfehlen Ihnen, sich davon mal selber zu überzeugen. Kommen Sie doch einfach mal ins Rathaus zu einer öffentlichen Ausschussitzung und machen sich ein Bild. Da beisst Sie niemand und Sie können sogar Fragen stellen. 😉
          Kommenden Montag findet z.B. um 18:30 Uhr eine Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses statt.
          Herzliche Grüsse,
          G. Willsch

  2. Könnte man nicht eine Einbahnstraße durch das Baugebiet legen: Gegenüber Penny nur rein, und bei der Kreuzung nur raus. Dann könnte man die Warterei direkt in das Baugebiet verlagern…

  3. Warum werden bei der Neuplanung solcher Vorhaben denn nicht verstärkt Kreisverkehre geplant? Wenn ich mir die mittlere Wartezeit anschaue, möchte ich mir nicht vorstellen, was zur Hauptverkehrszeit dann auf der Hamburger Straße los ist.

    Im Gegenzug kann ich nur empfehlen, sich morgens an einem Werktag einmal an den Netto-Kreisel zu stellen um zu sehen, wie sauberer Verkehrsfluss funktioniert. Wenn so eine Kreuzung ohnehin neu gestaltet wird, kann ein Kreisel (nach meiner Meinung) auch nicht viel aufwändiger sein.

  4. Herrlich! Und das in Verbindung mit CCU. Wahrscheinlich kommt man in Zukunft besser in HH in der Hauptverkehrszeit voran als hier in HU. Aber macht mal weiter so.

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