Kreiselpredigt vom Kreiselpapst: Mir nimmt so schnell niemand die Wurst vom Teller

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Kreiselpapst Eckehard Knoll neben Bürgermeisterfrau Marita Bauer  und der zweiten Bürgermeisterin Elisabeth von Bressensdorf

Ist das die Wende in der Kreiseldebatte? Gestern Abend gab es kräftigen Rückenwind für die Kreiselbefürworter an der Ecke Bürgermeister-Steenbock-Straße/Kisdorfer Straße. Eckehard Knoll, pensionierter Baudirektor aus Ahrensburg, legte einen Kreisel-Plan vor, der ohne einen Aufkauf von Flächen im südlichen Bereich des Knotenpunktes auskommt. Knoll warf eine von ihm gefertigte Kreisel-Zeichnung an die Wand, erklärte dazu: „Ich habe das so konstruiert, dass keine Flächen vom Grundstück Nummer 56 oder der Kirche aufgekauft werden müssen.“

Der Verkehrsexperte entkräftete damit Aussagen der WHU-Fraktionsvorsitzenden Karin Honerlah, wonach ein Kreisel am Knotenpunkt Bürgermeister-Steenbock-Straße/Kisdorfer Straße schon alleine aus Platzgründen nicht in Frage komme.

Die Kreuzung war in der Vergangenheit Unfallschwerpunkt. Die Politik ist sich einig, dass etwas geschehen muss, uneinig aber darüber, ob ein Kreisel oder eine Ampel her soll. WHU und SPD plädieren für eine Ampel, CDU und FDP sind für einen Kreisverkehr, die BFB hat sich noch nicht klar positioniert, dürfte bei einer Abstimmung im Ratssaal das Zünglein an der Wage spielen.

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Das Kreiselwunder von Kreiselpapst Knoll. Kein Grundstücksknabbern im Süden und trotzdem kann der Verkehr sich drehen.

Für Knoll klar wie Kloßbrühe: Ein Kreisel schlägt eine Vollbeampelung der Kreuzung um Längen. Ein Kreisel sei umweltfreundlicher, kostengünstiger und auch sicherer als eine Ampel. Bei einer Kreuzung gebe es 32 mögliche Kollisionspunkte, bei einem Kreisel nur acht.

Wer ist Eckehard Knoll? Der Pensionär aus Ahrensburg: „Ich wurde in Hamburg Kreiselpapst genannt, bei Kreiseln nimmt mir so schnell niemand die Wurst vom Teller, das ist ein Thema, das ich beherrsche.“

Aufgespürt hatte den Kreiselpapst CDU-Gemeinderat Jens Müller. Dazu Knoll: „Müller hat mich vor zehn Tagen angerufen, ich habe dann Blut geleckt, mir gesagt, die Kreuzung wäre doch was für einen Kreisel.“

Klar ist: An der Kreuzung wird der Handlungsbedarf dringlicher, das Verkehrsaufkommen wird weiter zunehmen. Bürgermeister Bauer erklärte gestern, dass die Anzahl der Lkw, die den Knotenpunkt durchfahren werden, aufgrund der Ansiedlung des Rewe-Logistikzentrums leicht steigen werde, sprach von einer Zahl im „ein- bis niedrigen zweistelligen Bereich“.

Christian Meeder

8. April 2016

33 thoughts on "Kreiselpredigt vom Kreiselpapst: Mir nimmt so schnell niemand die Wurst vom Teller"

  1. Nach der hiesigen Berichterstattung steht es doch noch garnicht fest, ob es überhaupt eine Mehrheit im Gemeinderat für eine Kreisellösung gibt. Hat sich die BfB denn zwischenzeitlich positioniert? Wenn nein, dann wird es höchste Zeit!

  2. Was für einen Wendekreis hat eigentlich ein Gelenkbus des HVV/VHH? Kann dieser den Kreisel zur Not auch den Kreisel Komplet umrunden?
    Um nochmals die Frage mit den Erhöhten LKW-Verkehr durch die Ansiedlungen der Logistiklager,sei gesagt,das wenn Henstedt-Ulzburg diese ablehnt,die Lager nach Kaltenkirchen ziehen und das senkt den Verkehr eher nicht,da ja auch Mitarbeiter aus unserer Gemeinde und Nachbargemeinden,durch H-U fahren werden,um eben zu den weiter entfernten Lager zu kommen.Wie gesagt,der Verkehr wird weder durch die eine,noch der anderen Lager-Lösung geringer.Wichtiger wäre endlich,über eine bzw sogar zwei Umgehungsstraßen nachzudenken.

  3. Applaus, Herr Blau ! Ich stimme Ihnen mit Ihrem Beitrag vom 12.04.2016 09.09 h zu. Das ist erlebte Praxis. Warum ein selbsternannter Kreiselpapst soweit von der Realität entfernt ist, weiß ich nicht. Nach meiner Meinung geht es nur darum etwas Aktionismus zu zeigen und nebenbei einem Investor bessere Möglichkeiten zu bieten.
    Die Anzahl der querenden LKW-Züge wird dank Logistikbetrieben noch stärker werden.
    Wenn die Neubebauung hier im Ort zusammen mit einer vernünftigen Verkehrsplanung dank eines kompetenten Ortsplaners hand in hand gegangen wäre, dann hätten wir nicht die teilweise schlimmen Verkehrssituationen auf den Straßen.
    Sowohl Norderstedt als auch Kaltenkirchen (Grashoffstraße) denken da weiter.
    Herr Meschede hat auf dieser Plattform von einigen Wochen zugegeben, daß wir mit den Irrtümern und Fehlern der Vergangenheit leben müssen hier auf unseren Straßen. Das ist der falsche Ansatz und ein Irrtum. Fehler müssen beseitigt werden, manchmal schmerzhaft.
    Die Ursache liegt darin, daß mir Hilfe der Mehrheit einer Partei hier Neubaugebiete genehmigt wurden und niemand es für nötitg hielt gleichzeitig an die Zukunft im Zeitalter des Autos zu denken und neue Verkehrswege zu planen, frei zu halten (a la AKN-Tieferlegung) und zu realiseren. Auch Fuß- und Radwege sind hier teilweise ungepflegte Sorgenkinder.
    Die Diskussion ob nun Mini-Kreisel oder kleiner Kreisel ist unsinnig. Die Wortspiele der Politiker kennen wir aus der Flüchtlingssituation, egal als ob Kontingente oder Obergrenzen bezeichnet. Im Endeffekt doch kein Unterschied, höchstens in den Zahlen.

    1. Herr Michelsen,
      Sie sollten einmal die in diesen Beiträgen bereits erwähnte PLAST studieren, dann wären Sie mit Ihrer Beurteilung hinsichtlich Minikreisel oder „kleiner Kreisel“ differenzierter.
      Was die Verkehrsprobleme angeht, lassen sich diese nicht durch den Bau von Radwegen ( sicherlich sinnvoll) beseitigen. Ich habe seinerzeit nur eine ungeliebte Wahrheit ausgesprochen, als ich darauf hinwies, dass nur eine Machbarkeitsstudie zu einer Umgehungsstraße in der Politik eine Beurteilungsgrundlage bilden kann. Diese sollte nun endlich durchführt werden, damit das unerträgliche Gezeter über die Verkehrssituation aufhört. Auf Basis der dann vorliegenden Studie kann dann der Bürger im Rahmen eines Bürgerentscheides selbst bestimmen, ob eine Umgehung gebaut werden soll oder nicht. Mit dieser Entscheidung müssen dann aber die Einwohner so oder so leben.
      Jedes andere Vorgehen dient doch nur dazu, möglichst das Thema am „kochen“ zu halten und dem politischen Gegner Unfähigkeit vorzuwerfen.

      1. Guten Tag, Herr Meschede,
        das Thema innerörtlicher Verkehr ist nicht neu, es ist selbstgemacht dank Bauboom ohne daran zu denken, welche Folgen es mit sich bringt. Der Ort wächst stark.
        Nach meiner Erinnerung war das Thema West-Umgehung im letzten Jahr hier schon Thema. Erste Zahlen sprachen von einem Kostenrahmen von ca. 40 Mio oder mehr. Das erschien kostenmässig nicht realisierbar. Oder habe ich da einen Satz überlesen ?
        Die Frage ist doch vielmehr, warum haben sich die Parteien, also besonders Sie aufgrund der damaligen Mehrheitsverhältnisse, nicht schon früher, also vor 10 Jahren, für das Thema engagiert ? Vorhersehbar war es doch, oder nicht ?
        Warum wurden Baugebiete, besonders im Westen, erschlossen und bebaut und keine Trasse für eine Umgehung freigehalten a la AKN ? Haben wir nun einen Planer oder nicht ?
        Das Thema Ost-Tangente, einst Thema und Vorschlag der FDP vor 30 Jahren – so lange läuft das ja schon, wurde nicht weiter verfolgt, weil nicht mehr durchführbar aufgrund der Bebauung.
        Nach meiner Meinung hat die Politik das Thema „verschlafen“, gemeinsam mit der Verwaltung und dem Wirken der Investoren aufgrund der Nachfrage nach „Wohnen im Grünen für alle“. Dadurch sind einige Leute hier vermögend geworden.
        Einige sprachen hier von „Hinterzimmer-Politik“. Dazu möchte ich mich nicht äußern.

  4. Sehr geehrter Herr Meschede,

    dass die Verkehrsprobleme in HU seit Jahren immer weiter zunehmen, ist nicht nur enttäuschend, sondern auch nicht akzeptabel. Leider hat die Gemeindevertretung dieses nicht abgewendet. Es wurde die schlechteste aller Möglichkeiten gewählt/zugelassen, die Probleme wurden/werden vor sich her geschoben. Es wäre auch anders gegangen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Setzt allerdings auch Kompromissbereitschaft voraus. Die hier nicht besonders ausgeprägt zu sein scheint.

    Warum macht die CDU nicht den Anfang und gibt allseits in Form einer Prioritätenliste bekannt, welche „spürbaren Verkehrsverbesserungen“ sie angehen will? Man wird dann ja sehen, welchen Konsens man findet.

  5. Manche lösen Probleme im Nu, andere arbeiten ständig daran, und die übrigen beschäftigen ihre Umgebung damit.

    Probleme werden nicht dadurch gelöst, dass man sie vor sich herschiebt, Kompromissbereitschaft vermissen lässt und sich gegenseitig Vorwürfe macht.

    Probleme sind wie Feuer. Sie müssen zeitnah gelöscht/gelöst werden, sonst breiten sie sich aus.

    Nun hat man sich nach Jahren endlich auf Teillösungen verständigt, diese mit Umsetzbarkeit kurzfristig – mittelfristig – langfristig eingestuft und nun gerät schon wieder alles ins Stocken.

    Wann legt man den Bürgern endlich eine Prioritätenliste vor, in der zumindest die kurzfristigen Verkehrs-Problem-Lösungen aufgezeigt werden?

    1. Herr Finsterbusch,
      Wer an Lösungen in der heutigen Politiklandschaft in HU interessiert ist und wer immer wieder neue Argumente ins Feld führt, warum dieses oder jenes nicht geht oder nicht gewollt ist, überlasse ich Ihrer Urteilskraft. Hinsichtlich der kurz, Mittel und langfristigen Maßnahmen aus dem Strukturgutachten muss ich Sie leider enttäuschen. Die kurzfristigen Maßnahmen die sofort umsetzbar sind, sind leider nicht geeignet, spürbare Verkehrsverbesserungen zu erbringen.

  6. Moin,
    richtig ist, es wurde kein “ Mini-Kreisel “ empfohlen, sondern ein “ mittlerer “ mit 26 m Durchmesser, welcher aber aus Platzgründen keine Querungs -Hilfe zulässt , d.h. Fußgänger und Radfahrer müssten in einem Stück ca. 6 Meter im Sprint ablegen, einen Zebrastreifen wird es sicherlich auch nicht geben, dafür ist wohl die Frequenz der Übergänge zu klein… dieser 26er hätte die Möglichkeit und muss sie auch haben, einen LKW , Bus in gerader Linie zur Kisdorfer Str. zu befahren, der Kreisel ist zu klein, sonst kommen die nicht durch den Kreisel ! Weiter würde der Kreisel durch ein spezielles Pflaster in der Mitte so angelegt werden, das dieser einen erhöhten Lärm durch die drauffahrenden Fahrzeuge bedeutet… höre Kisdorf, dieser Kreisel wurde so angelegt und nu?……Weiter entspricht es den Tatsachen, dass die CDU, explizit in dem U+P darauf hingewiesen hat, es gibt eine Lösung: der Investor wäre bereit, Fläche von seinem Boden abzugeben, wenn die Linde fällt; diese und keine anderen waren die Aussagen und wer dies jetzt abstreitet…tut mir leid, kann und darf sich nicht länger “ Bürgervertreter“ nennen. Dann steht zu den Aussagen, die gemacht wurden, bezieht klar und deutlich Stellung, woran man ist, sagt verständlich, was der Plan ist, klar und deutlich, alles andere ist für mich einfach nur …… ( Freiraum für Kreativität)… ich kann damit nicht um ! Diese Politik widerspricht meinem Verständnis von Ehrbarkeit, Vertrauen und Demokratie…. möge sich jeder selbst Gedanken machen…..

    1. Hallo Herr Meissner, ich will hier jetzt keine Rabulistik betreiben, aber doch einige Infos zur Richtigstellung darlegen.
      Herr Knoll war in der Stadtentwicklungsbehörde HH (früher Baubehörde) tätig und hat an den PLAST-Planungshinweisen für Stadtstraßen HH- mitgewirkt. Teil 5 befasst sich mit Kreisverkehren. Danach sollen Mini-Kreisel einen Außendurchmesser von 16-25m und kleine Kreisel einen A-Durchmesser von 26-40m haben. Der hier vorgeschlagene Kreisel liegt damit an der Grenze zum Mini-Kreisel. Bei einem Kreisel von 26m muss der Innenkreis für Busse, LKW und landwirtschaftliche Fahrzeuge überfahrbar befestigt, also gepflastert sein. Laut PLAST sollen alle Knotenpunktsarme, also die anschließenden Sraßen, radial auf den Kreismittelpunkt zulaufen. Herr Knoll hat gerade diesen wesentlichen Gestaltungsfaktor durch die Verschiebung des Kreismittelpunktes Richtung Osten nicht beachtet, da er „auf Krampf“ den Kreisel in die bestehende Grenzstruktur hineingepresst hat, somit hat der Nord-Süd-Verkehr auf der Kisdorfer Str. „freie“ Durchsicht und Durchfahrt.
      Der Misserfolg des Kreisels mit überfahrbarer Mittelinsel in Kisdorf dürfte bekannt sein.
      Busse, LKW und landwirtschaftliche Kfz benötigen bei Richtungsänderungen im Straßenverlauf einen Fahrradius von mind. 15m und aufgrund des schleppkurvenartigen Nachlaufes des hinteren Fahrgestells zur Innenkurve eine ausreichend breite Fahrbahn damit eine erhöhte und begrünte Mittelinsel angelegt werden kann. Das ergibt einen A-Durchmesser von mind. 30m, was auch noch recht knapp ist, besser wäre ein A-Durchmesser von 40m.
      Ob Herr Knoll die maßgebenden Regeln aus den PLAST in der Veranstaltung vorgetragen hat, müssten die Teilnehmer wissen.

      1. Sehr gut nachvollziehbar, Herr Borchert. Und es stellt inhaltlich deutlich heraus, dass man auch jemandem, der sich fachlich für überaus kompetent hält, durchaus fachlich entgegnen kann. Verstehe auch nicht, wie jemand Drittes gleich mit seinem Erstauftritt gleich so ins Horn stößt. Es sei denn, er hielt es aufgrund von Vorgesprächen für richtig, dieses zu tun. Kompetenz zeigt sich nachhaltiger durch fachliche Aussagen, und nicht durch Klopfen auf die Brust. Die fachlichen Aussagen stelle ich qualitativ in Frage. Man erkennt auch Nicht-Fachmann, wo die Mängel liegen.

        1. Hallo Herr Blau, man hätte sich natürlich auch Fachleute aus der Nachbarstadt Norderstedt (Bauamt und Verkehrspolizei) zum Vortrag einladen können. Norderstedt ist in vieler Hinsicht mit neuen Ideen und Maßnahmen über unsere Region hinaus führend und hat inzwischen 6 kleine Kreisel von ca. 30-35m A-Durchmesser mit begrünten Mittelinseln, Querungshilfen und Zebrastreifen. Allerdings hätten die Norderstedter Kreisel-Dimensionen ohne Grunderwerb an dieser Stelle in HU nicht gepasst, daher ist wohl keine Einladung ergangen.
          Der große Kreisel Am Ochsenzoll mit ca. 60m A-Durchmesser ist etwas problematisch, da aufgrund der 2-Fahrstreifen die Gefahr tangentialer Kollisionen der Kfz besteht ähnlich wie beim Kreisel südlich Pinneberg an der L103. Am Kreisel Ochzenzoll soll laut Presse durch Markierung der Fahrstreifen Abhilfe geschaffen werden.

          1. Herr Borchert,
            Wie kommen Sie zu der Unterstellung, dass aus den von Ihnen erwähnten Vermutungen keine Einladung an die Norderstedter Planer ergangen ist?
            Das ist mehr als unseriös.

      2. Hallo Herr Borchert,
        die Argumente, die Sie hier vortragen, sind auch von vielen Anwohnern gefallen…. möchte einen Satz wiedergeben, den Herr Knoll zu einer Anfrage eines Anwohners bezüglich der “ Schleppkurve“ gab : ein Bus z.B. könnte auch den Kreisel nochmal umrunden, bis es für das Ausfahren günstiger ist, bedeutet noch ne Runde drehen…
        weiter wurden die Anfragen und bedenken der Anwohner zum Schluss ziemlich barsch abgefertigt : so hieß es z.B , also wenn sie glauben mehr Ahnung als wir Fachleute zu haben….. da war ich ganz schön platt und der Herr Kreiselpabst leider auch nicht mehr
        glaubwürdig, als “ neutraler“ Verkehrsexperte.

        1. Warum ist in Ihren Augen ein neutraler Gutachter nicht mehr neutral, wenn er die von Besuchern der Veranstaltung generell, ohne fachlichen Nachweis, seine Aussagen in Frage stellten, mit Hinweis auf seine Fachexpertise entgegnete. Ihre Argumentation erschließt sich mir nicht. Es sei denn, Sie wollen bewusst Fundamentaloposition betreiben.

          1. Hallo Herr Meschede.
            Eigentlich wollte ich mich an dieser Diskussion ja nicht beteiligen. Mir fehlte jedoch von Ihnen oder von Herrn Knoll selbst der kleine Hinweis, dass er Direktkandidat der CDU in Ahrensburg ist. Über fachliche Äußerungen werde ich mich nicht äußern. Ich wollte nur mal drauf hinweisen.

            1. Oh stimmt, Herr Knoll erwähnte es, dass er CDU Mitglied ist, wollte dies aber nicht an die große Glocken, weil ich nicht als „Fundamental-opositionist , gelten wollte…. interessante Vorstellung 🙂

          2. Nein Herr Meschede,
            dies möchte ich gewiss nicht, aber ich gebe zu, dass ich ziemlich enttäuscht von der Veranstaltung war, Herr Knoll reagierte doch sehr abweisend auf einige Argumente, manchmal sogar ziemlich… würde fast sagen, persönlich angegriffen ? Herr Knoll wollte diesen Kreisel als “ Husarenstück“ verkaufen, das unmögliche möglich machen, dort wo es keine Lösung für einen Kreisel gibt, er hätte es geschafft … selbst wenn es keine Querungs-Hilfen gibt, wo nicht feststeht, ob es einen Zebrastreifen geben würde und , und , und aus diesen Gründen, hat Herr Knoll für mich seine Glaubwürdigkeit verloren, was diesen Kreisel betrifft ! Hätte er Vorgeschlagen, ein Kreisel passt wunderbar Ecke Kirchweg/ Gutenbergstr. oder Kirchweg/Ecke Lidl, um dort für eine Entschärfung des Verkehrs zu sorgen, hätte ich ihm zu gestimmt, aber dort….. und wie er ihn geplant hat ( siehe Kommentar von Herrn Borchert) in meinen Augen ein Schildbürgerstreich, tschuldigung, ist aber so.

          3. Fundamentalop(p)osition scheint ja nach „Dagegen-Partei“ Ihre zweitgeliebte Vokabel zu sein, Herr meschede.
            Versuchen Sie doch bitte nachzuvollziehen, dass die Leute es leid sind, missionierenden älteren Herrschaften mit den Buntstiftzeichnungen oder drei vor zwölf ausgebuddelten „neutralen Experten“ Glauben zu schenken. Das ist mehr als anstrengend.
            Was ist denn ein neutraler Gutachter? In einem Gerichtsverfahhren z.B. nur ein vom Gericht gestellter Gutachter. Diejenigen, die von einer Prozesspartei beauftragt wurden, werden Parteigutachten tituliert. Wie treffend.

            1. Hallo Frau Honerlah,
              Ihr Kommentar zeigt, dass Ihnen die Argumente ausgegangen sind. Jetzt müssen Sie schon Tippfehler korrigieren.
              Ich wusste auch nicht, dass ich Ihnen gegenüber das Wort Fundamentalopposition schon mal gebraucht habe. Sie scheinen es aber wohl des Öfteren zu hören. Nehmen Sie zur Kenntnis, dass es die Leute leid sind, immer nur ihre ablehnenden Vorbehalte zu Veränderungen im Ort zu hören, anstatt Lösungen zu sehen.
              Und ob Sie es wahr haben wollen oder nicht, die Zughörigkeit zu einer Partei ändert an den sachlich vorgetragenen Argumenten nichts.
              Wieviel WHU Vertreter und WHU Sympathisanten waren eigentlich auf der Einwohnerversammlung?

              1. Herr Meschede, ein Kreisel ist nach der Meinung Vieler die richtige Lösung, um Verkehr fliessen zu lassen. Eine weitere Ampel ist nach den täglichen Erfahrungen auf der Hamburger Straße eigentlich ein No-Go. Dort würden Kreiselverkehre ganz sicher zu einem verbesserten Verkehrsfluss führen. Aber an der Ecke Bgm.Str./Kisdorfer ist es zum einen wegen des zur verfügenden Platzes, zum anderen wegen des angrenzenden Wanderwegs doch irre, nicht genug Raum für Fussgänger und Radfahrer einzuplanen. Ein Beispiel: Ich stand vor kurzem am Netto-Kreisel, als ein langer LKW vor mir aus dem Kreisel abbog. Unnabhängig davon, dass er mir als Fussgänger keine Beachtung schenkte und sein Aussenspiegel an meinem Kopf vorbeirauschte, sind die äusseren Reifen seiner Zwillingsbereifung direkt vor meinen Füssen über den Kantstein gekommen. Wahnsinn.
                Einen noch engeren Kreisel, durch den LKW und Busse kaum durchkommen, kann es nur zu Lasten von Fussgängern geben. So einen Vorschlag dennoch mit Vehemenz durchboxen zu wollen, ist für mich nicht nachvollziehbar!
                Was das eigeninterpretierte Mandat von Versammlungen angeht: Ein gegenseitiges Aufrechnen der Parteien ist doch unnötig. Auf beiden Versammlungen gab es Parteivertreter und eine große Anzahl von Bürgern, die nicht direkt an der Kreuzung wohnen. Somit ist auch keine der beiden Veranstaltungen dazu geeignet, einen Anwohner- oder Bürgerentscheid auszuweisen.

        2. Hallo Herr Meissner, aus Ihren Schilderungen des selbstherrlichen Auftretens des „Kreiselpapstes“ muss ich schließen, dass er trotz seines fortgeschrittenen Alters nicht gelernt hat, in Ruhe und Gelassenheit mit freundlicher Rhetorik die Bürger für sein Vorhaben einzunehmen. Das muss wohl seine erste Bürgerinfo gewesen sein. Nur auf seine Fachkompetenz zu verweisen ist zu dürftig. Er hat seiner Sache eigentlich nur geschadet.

          1. Herr Borchert,
            bilden Sie sich immer so einseitig Ihre Meinung, indem Sie ausschließlich einen Besucher mit seinen individuellen ( und in diesem Fall wohl auch voreingenommenen Eindrücken) glauben schenken?

              1. Hallo Herr Meissner, vielen Dank für Ihre Antwort auf den Meschede-Kommentar. Mehr brauche ich eigentlich nicht zu sagen, außer, dass Herr Meschede in seiner Frage die Unterstellung „immer so einseitig“ eingebaut hat. Er kann auch nicht wissen, dass wir uns kennen.

  7. Moin Herr Meschede, jetzt verstehe ich nichts mehr. Mitglieder Ihrer Fraktion haben doch immer deutlich gemacht, dass ein Eigenümer (Eckgrundstück mit Linde) nach ihren Gesprächen Teilgrundstücke für die Realisierung des Kreisels zur Verfügung stellt. Die CDU hat sich bei bisherigen Abstimmungen /Meinungsbildungen deswegen immer für die Fällung der Linde ausgesprochen und den Bau eines Mehrfamilienhauses befürwortet. Nicht nur ich – sondern speziell die betroffenen Anwohner – haben dies als Kompensationsgeschäft gesehen. Hilfst Du mir, so helfe ich Dir. Verstehe ich Sie jetzt so, dass Sie gegen die Fällung der Linde sind.
    Zur Transparenz : ich konnte mir den Vortrag ihres CDU Kollegen aus Ahrensburg nicht anhören. Wie Sie habe ich ein umfangreiches Schreiben der Kirche, die den Kreisel mit Blick auf die Kita, ältere Kirchenbesucher etc. strikt ablehnt. Die Kirche wird kein Grundstück für einen Kreisel zur Verfügng stellen. Warum berichten Sie darüber nicht ? Warum wird jetzt weiter krampfhaft nach einer „Kreisellösung “ gesucht, die jetzt offensichtlich noch schlechter ausfallen wird, als bisher vorgestellt. Dafür hätte ich gerne eine einfache Erklärung.

  8. Man sein, daß sich der Baudirektor i.R. für den „Kreiselpapst hält. Ich kenne Ahrensburg. Was dort an Kreisverkehr zu finden ist, das ist nicht vergleichbar hier im Ort. Kreisel findet man dort ausschließlich in Seitenstraßen bzw. Wohnstraßen. Im Innenstadtbereich gibt es nicht einen Kreisel dort, z.B. Hamburger Straße. Woldenhorn, Reeshooop,Ostring, Manhagner Allee, verlängerter Ostring – also viel benutzte Verkehrswege.
    Wer den evtl. Kreisel als LKW-Zug aus dem Süden kommend quert, der hat es schwer.
    Die 32 Kollosionspunkte sind an den Haaren herbeigezogen. Auch im Kreisverkehr heißt es erst abbremsen, langsam fahren und dann wieder Gas geben. Was soll daran umweltfreundlicher sein ?
    An der Ampel fährt man gerade aus, bremst ggf. bei Rotlicht und fährt dann wieder an. Mit modernern Start-Stop-Technik der Motoren kein Problem, zumindest bei PKW.
    Ich hege den Verdacht, daß es nur darum geht Bäume zu fälllen und dem Investor bei dem freien Grundstück, daß bebaut werden soll, eine „Sahnestück“ zu bieten.
    Bei dem Thema „Pinnau-Wiesen“ wurden auch im Vorwege der Bürgerbefragung Bäume gefällt um Fakten zu schaffen. Von Aufforstung dort habe ich nichts bemerkt, gehört oder gesehen. Die Anwohner haben sich für „dörflichen Charakter“ ausgesprochen.
    Was ist daran so schwer zu verstehen für die Befürworter des Kreisels ? Nicht vergessen: 2017 im Herbst sind Wahlen……Wie Wähler abstrafen können ist ja inzwischen Thema im ganzen Lande.

  9. Hallo,

    Sehr schön in den Plan eingetragen, der Wanderweg. Sehr beliebt bei Fußgängern, Walkern, Joggern, Radfahrern, Hundegassigehern und auch bei mir und meiner Frau. Alle nutzen natürlich die vorhandene Fußgängerampel über die Kisdorfer Straße. Es kommst schon hier regelmäßig vor, dass das Rotsignal von Kraftfahrern „übersehen“ wird. Bei der gezeigten Lösung findet sich überhaupt kein sicherer Ansatz für die Querung! Wurden die nicht Autofahrer irgendwie vergessen? Auch das mit den acht „Kollisionspunkten“ verstehe ich nicht, es sei denn ein unglücklicher Kontakt mit einem Fußgänger wird nicht als „Kollision“ gewertet.

  10. Grundsätzlich bin ich aus bereits dargelegten Gründen für die Anlage von Kreisverkehren. Aber Frau Honerlah hat Recht, dass dieser Kreiselvorschlag durch die Verschiebung des Kreismittelpunktes Richtung Osten für die Kisdorfer Str. Richtung Süden eine geradlinige Durchfahrt ermöglicht und somit kaum einen Effekt der Geschwindigkeitsdämpfung erzielen wird, da der Verkehr aus der Bürgermeister-Steenbock-Str. nur ca. 20% des Verkehrs aus der Kisdorfer Str. beträgt und Fußgänger gefährdet würden. Außerdem fehlen die Querungshilfen für Fußgänger. Es ist eine „Krampflösung“, die unter Beachtung von Nutzen und Kosten und wesentlich wichtigerer anderer Maßnahmen in der Gemeinde nicht realisiert werden sollte.

  11. Gegen einen Kreisel ist grundprinizipiell aus Verkehrsführungssicht nichts einzuwenden, auch nicht an der Stelle. An einer Ampel zu wohnen, ist für direkte Anwohner auch keine erfreuliche Situation. Ich kenne die Kreuzung in- und auswendig, warum diese dermaßen priorisiert wird, bleibt mir in Anbetracht anderer verkehrstechnischer Probleme im Ort ein Rätsel. Ein Kreisel ändert nichts an den Problemen, die anderswo im Ort zunehmend auftreten, und offenbar ungelöst bleiben.
    Das aber gleichzeitig über die Bebauung des Eckgrundstücks an der Kreuzung entschieden wird, ist bekanntlich kein Zufall.
    Die Linde auf dem Grundstück zeichnet den Ortsteil Henstedt aus, genauso, wie die vielen anderen wunderbaren Bäume im Ortsteil. Wenn der jetzt „weggefiedelt“ wird, könnte man es mit jedem anderen Baum ja auch machen. Da müssten nur die richtigen Interessen hinter, und los geht’s? Einem Kreisel würde ich als Bewohner dieses Ortes noch zustimmen können, aber nicht zulasten dessen, was diesem Ort sein hübsches Gesicht gibt. Weil es eigentlich auch nichts miteinander zu tun hat.
    Die Vehemenz, mit der hier Interessen vertreten werden, stimmt nachdenklich.

    1. Moin, Herr Blau,
      ich stimme Ihnen wirklich zu. Auch Ihren „grundprinzipiellen“ Ansichten zum Kreisel.
      Hier allerdings aus Platzgründen einen Minikreisel ohne ausreichende Fußgängerquerungen und Radfahrstreifen vorzusehen….. geht gar nicht. Zudem soll der Bus den Kreisel nicht passieren können, ohne mit dem Chassis über dern Gehweg oder mit den Schnauze auf die Gegenfahrbahn zu ragen, so hörte man in der Veranstaltung. Die sogenannte Schleppkurve sei an der Bgm-Steenbock-Straße problematisch. (Der Bus könne die Kurve aber besser nehmen, wenn er einmal komplett um den Kreisel herumfahre. Berühmtheit wird uns damit sicherlich zuteil.) Eine Verknüpfung/Kopplung von Grundstücksabgabe und Fällgenehmigung der Linde, stimmt in der Tat sogar mehr als nachdenklich.

      1. Hallo Frau Honerlah,
        Es wurde ausdrücklich kein Minikreisel empfohlen, sondern ein kleiner Kreisel. Genauso wie diese Behauptung von Ihnen falsch ist, Genauso entbehrt die Behauptung von Ihnen, es gäbe eine Koppelung der Grundstücksabgabe mit der Fällung der Linde, jeglicher Grundlage. Aber Behauptungen lassen sich eben immer schnell aufstellen…

  12. Dann wird sich die Angabe der LKW-Bewegungen im „ein- bis niedrigen zwiestelligen Bereich“ wohl auf den veränderten stündlichen Verkehr beziehen. Wenn großflächige Zentrallager für Discounter errichtet werden, lässt sich die Verkehrserzeugung durch sie anhand der Netto-Baulandfläche, der Hallenfläche etc. berechnen. Hierzu stehen den Wissbegierigen Dissertationen sowie Berechnungsprogramme zur Verfügung. Bei Ansiedlung von Netto und REWE würden rund 4000 LKW-Fahrten täglich erzeugt werden und die in einem sternförmigen Umkreis von 150 km entfernten Discounter beliefern. Kisdorf und Henstedt werden also trotz der sicherlich häufig genutzten Autobahn von diesen 4000 LKW-Fahrten täglich einen erheblich wahrnehmbaren Teil Schwerlastverkehr abbekommen.
    Auf der Skizze ist ziemlich gut erkennbar, dass die LKW auf der Kisdorfer Straße gut gradedurch düsen können. Eigentlich auch ein NOGO laut s-h Straßenverkehrsbehörde.

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