Kostenloses Fotoshooting: Bilder vor allem als Weihnachtsgeschenk für die Großeltern

Bei Kinderfotos heißt die Devise, immer wieder in die Hocke zu gehen
Bei Kinderfotos heißt die Devise, immer wieder in die Hocke zu gehen

Die Aktion sollte um 14 Uhr in der Galerie Sarafand, Schultwiete 2, starten. Und pünktlich strömten ganze Familien, vorwiegend junge Eltern mit ihrem Nachwuchs, in die zum Fotoatelier umdekorierten Räume der Galeristin Angelika Dubber, die diesmal mit einer ganz anderen Art von Kunst und damit auch einer anderen Klientel konfrontiert wurde.

 

Für Fotografin Claudia Schnack konnte es gleich losgehen – sie war sofort in ihrem Element. Dabei kam der Allround-Frau ihr Talent, mit Kindern umzugehen, sehr zugute. Denn manches kleine Model versuchte zunächst, seine Position selbst zu bestimmen, während die stolzen Mamas und Papas etwas entfernt in Stellung gegangen waren und überrascht feststellen mussten, dass ihr Spross den sanften Anweisungen der Fotografin dann doch „gehorchte“. Ob auf einer Decke mit der kleinen Schwester oder allein auf einem Stuhl – immer stimmte der perfekte Blick in die Linse der Kamera. Abgedunkelt und aufgehellt durch einen Leuchtschirm nahmen die Gesichter auch der erwachsenen Fotomodelle ganz neue Konturen an, der Teint erhielt so ein dezent pfirsichfarbenes, frisches Aussehen, das so gar nicht zu dem verregnet-kalten Wintertag passte, das den „Models“ aber ausnehmend gut gefiel.

Keine Berührungsängste bei der Fotografin
Keine Berührungsängste bei der Fotografin

Und so waren in den ersten Stunden ganze Familienverbände mit Kind und Kegel – sogar mit Hund – eingetroffen, die nicht nur Bilder für Oma und Opa wollten, sondern auch für sich und von sich. Wo hatte man schon mal Gelegenheit, so perfekte Fotos zu bekommen, ohne sie teuer bezahlen zu müssen? Denn Profi-Fotografen sind selten geworden, seit es die inflationären Selfies in jeder nur erdenklichen Situation und Position gibt. Es wird fotografiert auf Teufel komm raus – und das nur noch selten mit einem Fotoapparat. Da Handys, Smartphones und Tablets inzwischen überraschend gute Fotos liefern und immer (!) zur Hand ist, kümmert sich kaum mehr einer um Qualität und professionelles Können.

 

Brüderchen und Schwesterchen friedlich vereint auf dem Foto für Oma und Opa
Brüderchen und Schwesterchen friedlich vereint auf dem Foto für Oma und Opa

Ganz anders Claudia Schnack, die überzeugt ist, dass eine Fotografie erst dann gelungen ist, „wenn sie den Betrachter auch emotional berührt“. Bereits 1972 macht sie ihre ersten Gehversuche mit der Kodak Retina ihres Vaters. Ausgerüstet mit einem kleinen Handbelichtungsmesser und Schwarz-Weiß-Rollfilmen brachte sie sich die fotografischen Grundkenntnissse selbst bei. Also eine lupenreine Autodidaktin. Was ihr aber nicht genügte. Sie wollte mehr. Und so entwickelte sie ihre handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten durch die Teilnahme an diversen Foto- und Filmworkshops sowie professionellen Fotokursen immer weiter. Claudia Schnack war und ist Mitglied in Fotogruppen und hat auch mehrfach an Gruppen- und Einzelausstellungen teilgenommen. Heute hat sie sich überwiegend der Digital-Fotografie verschrieben, konzentriert sich auf Architektur- und Landschaftsaufnahmen sowie der Porträt-Fotografie.

Doch damit nicht genug. Claudia Schnack ist Diplom-Betriebswirtin und als Diplom-Sachverständige (DIA) und Immobilienmaklerin selbstständig tätig. Sie lebt heute in Henstedt-Ulzburg.

Gabriele David

5. Dezember 2015

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