Hovorka
Kahlschlag wegen Rewe-Versandfabrik | Henstedt-Ulzburger

Kahlschlag wegen Rewe-Versandfabrik

Rewe braucht Platz: gefällte Bäume so weit das Auge reicht

Rewe braucht Platz: gefällte Bäume so weit das Auge reicht

Gastbeitrag von Britta de Camp-Zang

Die Vorbereitungen für die Bauarbeiten des Rewe-Logistikzentrums sind in vollem Gange. An einer Wiese im Heideweg erhält man einen ersten, für viele Menschen grauenvollen Eindruck, in welchem Umfang hier Natur zerstört wird:

Gefällte Bäume, oftmals mit einem Stammdurchmesser von 80-120 cm, soweit das Auge reicht. Dazu wurde ein Knick auf geschätzt 200 m Länge quasi „abrasiert“. Mit Knickpflege hat dies wohl nichts zu tun, es ist eher anzunehmen, dass hier nie wieder etwas wachsen soll.

Bäume leisten aufgrund ihrer „Wohlfahrtsfunktion“ einen wesentlichen Beitrag zu unserer Lebensqualität. Sie verbessern das Klima, indem sie frischen Sauerstoff produzieren, Staub filtern, Wasser verdunsten und Schatten spenden. Sie dienen einer Vielzahl unterschiedlichster Tierarten als Lebensraum.

Auch Knicks sind Bestandteile unserer Siedlungs- und Kulturlandschaft, sie sind Heimat und Schutzraum vieler Vögel, Kleinsäuger und Insektenarten.

Bäume und Knicks prägen und verschönern das Bild unserer Gemeinde, ohne Bäume wäre das Leben auf unserer Erde nicht möglich – sie tun uns einfach gut!

Es dauert Jahrzehnte, neue Bäume heranwachsen zu lassen. In Zeiten des Klimawandels sollte uns bewusst sein, wie wichtig jeder einzelne Baum, jeder einzelne Meter Knick nicht nur für die Tiere, sondern auch für uns Menschen ist!

Um unsere Gemeinde für den Klimawandel fit zu machen, brauchen wir MEHR Bäume, MEHR Knicks und nicht weniger. Dass kann manchmal in Konflikt mit anderen Zielen stehen. Aber: Wie wichtig sind diese anderen Ziele wirklich für uns? Hätten gute Architekten nicht wenigstens eine andere, weniger radikale Lösung gefunden?

Angesichts des Anblicks auf dem ReWe-Gelände kann es nur folgenden Appell geben: Liebe Gemeindevertreter*innen, bitte geht zukünftig achtsamer mit unserer Natur um! Beschließt neue B-Pläne nur mit neuen, bisher nie dagewesenen, sehr hohen Auflagen bezüglich Umwelt- und Naturschutz! Veranlasst in dieser Hinsicht ebenso die schnellstmögliche Überarbeitung bereits bestehender B-Pläne! Stattet die Verwaltung mit ausreichend Personal aus, damit alle Bauvorhaben in Henstedt-Ulzburg hinsichtlich dieses hohen Anspruchs zukünftig aktiv begleitet und überwacht werden können!

Für die Natur und für uns Menschen! Danke!

H-UN

02. April 2020

32 Kommentare zu "Kahlschlag wegen Rewe-Versandfabrik"

  1. Ina Krause sagt:

    Diesem Appell schließe ich mich vorbehaltlos an.

  2. Britta de Camp-Zang sagt:

    Und wir haben NICHTS dazugelernt:

    Mein Freund der Baum ist tot…
    … er fiel im frühen Morgenrot.
    Bald wächst ein Haus aus Glas und Stein,
    dort wo man ihn hat abgeschlagen.
    Bald werden graue Mauern ragen,
    dort wo er liegt im Sonnenschein.
    Du fielst heut früh, ich kam zu spät,
    Du wirst dich nie im Wind mehr wiegen,
    Du musst gefällt am Wege liegen…
    (Alexandra 1968)

  3. Ein Stammdurchmesser von 0,80 bis 1.20m bedeutet einen Stammumfang von 2,51 bis 3,76m. Unsere Knickschutzverordnung verbietet die Fällung von Überhältern mit einem Umfang von mehr als 2,00m – NORMALERWEISE.
    Ich hoffe, man hat das bei den Auflagen zu den Ausgleichspflanzungen berücksichtigt.

  4. R. Finsterbusch sagt:

    „Wenn du wirklich glaubst, dass die Umwelt weniger wichtig ist als die Wirtschaft,
    dann versuch mal die Luft anzuhalten, während du dein Geld zählst.“
    (Guy Mc Pherson)

  5. Stephan Holowaty sagt:

    Sehr geehrte Frau de Camp-Zang,
    .
    die Pläne für die Rewe-Ansiedlung sind lange bekannt, einschließlich aller Konsequenzen und auch der hierfür erforderlichen Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen. Bitte tun Sie also nicht so, als ob es diese Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nicht gibt.
    .
    Solche Maßnahmen sind für ALLE Baumaßnahmen erforderlich und zwingend vorgeschrieben. Der Ausgleich erfolgt übrigens immer überproportional. Sorry – ein bisschen Faktenkenntnis hilft wirklich.
    .
    Im Übrigen freue ich mich Tag für Tag mehr darüber, dass Henstedt-Ulzburg die Rewe-Ansiedlung gelungen ist. Viele Menschen auch bei uns im Ort haben derzeit Angst um ihre wirtschaftliche Existenz, ihre Jobs, ihre Einkommen, auch ihre Firmen. Da ist es wirklich gut, hunderte von Arbeitsplätzen bei uns in der Gemeinde anzusiedeln, und das in einer Branche, die vergleichsweise stabil gegenüber der jetzigen Katastrophenlage ist.
    .
    Mag sein, dass Sie sich persönlich um Ihr Einkommen keine Sorgen machen müssen. Aber viele ihrer Nachbarn hängen gerade jetzt direkt davon ab, dass es Arbeitsplätze gibt, dass die Wirtschaft funktioniert.
    .
    Es ist daher definitiv der falsche Zeitpunkt, Stimmung gegen einen der künftig wichtigsten Arbeitgeber unserer Gemeinde zu machen und das, obwohl Ihnen die getroffenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bekannt sein müssten. Oder sind Ihnen die Menschen hier im Ort völlig egal?

    • Benno Colmorgen sagt:

      Sehr geehrter Herr Holowaty,
      ja, laut Gesetz müssen Ausgleichsflächen geschaffen werden; diese sind im Bereich Siebenstücken und südlich Schattredder vorgesehen; also in Bereichen, wo bereits jetzt keine Bebauung vorhanden ist. Die Ersatzpflanzungen für den beseitigten Knick bzw. die gefällten großen Bäume werden erst nach Jahrzehnten eine kompensatorische Funktion haben.
      Die Arbeitsplätze, die in unserem Ort entstehen, sind zum größten Teil besetzt durch Menschen, die zur Zeit noch in der Oststrasse in Norderstedt arbeiten. Möchten Sie denn, daß die alle nach H-U umsiedeln?
      Ich habe leider den Eindruck daß es eher so ist, daß Ihnen die Menschen im Ort völlig egal sind. Wir werden durch REWE eine Menge mehr Verkehr, Lärm und Umweltbelastung bekommen damit die Wirtschaft funktioniert. Die Wirtschaft sollte aber den Menschen dienen und nicht umgekehrt.
      Eine Vergabe der Gewerbegrundstücke an ökologisch besser aufgestellte Betriebe hätte ich mir gewünscht. Ihnen ist bekannt, daß es ein Bürgerbegehren gab; dafür haben sich innerhalb kürzester Zeit ca.2100 Menschen entschieden. Leider ohne ein Umdenken bei Politikern Ihres Schlages zu veranlassen.

  6. Thomas Jäger sagt:

    Herr Holowaty, sie und Ihre Partei haben nichts begriffen.

    • Christoph Abel sagt:

      Moin Herr Jäger,
      ich glaube wir wissen beide nicht was die FDP begriffen oder nicht begriffen hat. Ich würde sowieso davon absehen einer derart große Anzahl an Menschen kollektiv da ein bestimmtes Verständnis oder Unverständnis zu unterstellen. Mal als Anregung: Wenn ich mich recht entsinne war es die Partei von Holowaty, die den Vorschlag eingebracht hat mindestens 100 Hektar Fläche zu erwerben und dort gemeindeseitig einen Wald zu schaffen.
      .
      Ansonsten spricht Herr Holowaty wichtige Aspekte an, die es nicht in den Artikel geschafft haben – zum Beispiel die Ausgleichsflächen.

  7. Rolf Michelsen sagt:

    Herr Holowaty ! Ihr Ton in Ihrem Beitrag ist einfach unerträglich. Frau de Camp Zang ist Wählerin – aber garantiert nicht für Ihre Partei. Es ärgert sie nur mal wieder, das Bäume verschwinden. An dem Thema Linde in Henstedt haben Sie ja fleißig mitgearbeitet. Um dann hinterher einen Stiftungsbetrag anzubieten.
    Da Sie BWL in Hamburg studiert haben und nun so wirklichkeitsfremd agumentieren ist verwunderlich.
    Vor einigen Wochen musste der Bgm auf Anfrage nach Umsetzung von Beschlüssen von Ausgleichsflächen mit Nichtwissen reagieren. Stand heute 2020 bitte wie ?
    In Ihrem Beitrag erwähnen Sie vorsorglich nicht wo die Ausgleichsfläche füfr REWE sichtbar umgesetzt wurde. Ausgleichsflächen sind vorgeschrieben, sie müssen auch umgesetzt werden. Der „Erfüllungsort interessiert Sie einfach nicht.
    REWE bringt nur einen relativ geringe Steuereinnahmen weil die größeren Summen nach Handelsrecht in die Konzernzentrale gehen.
    Unsere Straßen werden durch die LKWs nicht besser und der Verkehr nicht weniger. Ob jemals hier 900 Bürger einen Arbeitsplatz finden ist zweifelhaft. Das hängt u.a. von den Anfoderungen ab. Sie blenden in Unkenntnis des techn. Fortschrittes aus, daß im Logistikbereich die Arbeiten im Lager immer mehr von Computer und Robotern erledigt werden.
    Es werden Arbeitskräfte hier einpendeln und die Straßen noch mehr auslasten.
    Straßensanierungen finden bzw. fanden hier in den letzten Jahren seitens der Gemeinde nicht statt.
    Ihre Beliebtheit bei den Wählern bei der letzten Kommunalwahl brachte Ihnen den Rang 5 im Wahlkreis 7 ein. So doll ist also Ihre Glaubwürdigkeit nicht bei den Wäblern angekommen.
    Nun ja, über Liste sitzen Sie ja nun im Landtag warm und trocken. Da saßen auch mal die „Piraten“, von denen keiner mehr politisch spricht.
    Warum hier so viele Bürger nach Hamburg und andere Orten pendeln auf allen Verkehrswegen hängt damit zusammen, daß u.a. in Hamburg besser gezahlt wird umd hier die Belastungen für das Eigenheim besser zu schaffen.
    Zugegen, bald ist eine Rezession in Deutschland wirtschaftlich zu erwarten. REWE fängt das aber mit dem Lohnniveau hier nicht auf. Oder glauben Sie im Ernst das Hochschulabsolventen oder Akademiker bei REWE die Paletten schieben ? Oder ide Verteiler-LKW-Züge steuern ?
    In einigen Jahren fahren die Trucks im Konvoi mit einem Leitzug und Folgefahrzeugen. Die Tests sind schon in Spanien gelaufen auf einsamen Autobahnstrecken gut abgesichert.
    Aber noch längst nicht serienreif. Das wird kommen in evtl. 20 Jahren oder kürzer. REWEs Neubau steht aber wesentlich länger und es ist damit zu rechnen, daß hier auf der
    Reserverfläche dann der Home-Lieferservice startet, der jetzt noch soweit möglich in Hamburg-Billstedt stationiert ist und ausliefert. Fahrzeuge sieht man schon heute in Hamburg-Wellingsbüttel.
    Henstedt-Ulzburg war mal Germeinde im Grünen. Das ist vorbei.
    Bleibt abzuwarten, wann dann das nächste Gewerbegebiet Westerwohld angeschoben wird weil Steuern in die Kasse kommen.
    So nebenbei: in Sachen Fa. Link tut sich wohl nichts. Erfolgsmeldungen, sofern möglich, wären längst publiziert worden mit den üblichen Bildern.
    Das hier etwa 2.200 Bürger eine Bürgerinitiative fordern und entscheiden wollten wie in Sachen Pinnau-Wiesen erwähnen Sie vorsorglich nicht. Warum ?
    Übrigens, dort wird immer noch nicht gebaut – es ruht das Thema seit ca. 2015. Sie propagieren doch immer unentwegt Reihenhäuser wie geschnitten Brot. Und zum Thema Schadensersatz des Investors, den u.a. Sie androhten trotz Fachbeartung aus Kiel kam es nie und wird es nie.
    Ansonsonsten ? FDP mit 3 Listenkandidaten im Gemeinderat – keine Empfehlung für Ihre Parteipolitik. Ansonsten – denken Sie mal an die letzten Wahlen in Hamburg und das Thema wie man als FDP-ler sich von einem Herrn Höcke beglückwünschen läßt zur Wahl anstatt Courage zu zeigen und das Amt nicht anzunehmen. Nun ja, halt FDP….

  8. Oliver Blau sagt:

    Ich musste den Artikel zweimal durchlesen, um festzustellen, dass es sich mehr um einen Kommentar und eine Meinungsäusserung handelt, als um einen Bericht.
    @Britta: Für mich toll geschrieben. Zumal Sie auch nicht den polemischen Finger gen Rewe in den Vordergrund stellen, sondern eine System- und Philosophiefrage im Allgemeinen stellen. In Ihrer Meinung wird um die Bäume getrauert, das Bild unterstreicht diese Stimmung. Ich mag den progressiven Ansatz, der ja nicht die Notwendigkeit von Zentrallägern infrage stellt, sondern die Art und Weise, wie sowas umgesetzt wird. Und wie wir, wo nun einmal geschehen ist, was geschehen ist, zukünftige Bauvorhaben einfach besser in Einklang mit der Natur und Menschen bringen können.
    Mit der Situation und den Folgen müssen wir jetzt leben. Ständig weiter zu lamentieren, bringt nichts. Zumal völlig offen ist, wie die tatsächliche Mehrheit der Bürger über das Projekt denkt. Dazu gibt es bisher keine einzige vollumfängliche Erkenntnis, sondern partiell organisierte Umfragen. Für die Lösungsansätze von möglichen Folgen auf den Verkehr muss man seitens aller Beteiligten ehrlich, empfänglich und kooperativ sein, um effiziente und zügige Verbesserungen zu finden.
    Ich frage mich, was mit Holz passiert. In meiner naiven Wunschvorstellung wird das zentral aufbewahrt, getrocknet und verarbeitungsfertig gemacht, um daraus irgendwann etwas zu bauen, was der Allgemeinheit Freude bereitet. Wäre auch ein Zeichen.

  9. Angela Jacob sagt:

    Sehr geehrter Herr Holowaty,
    an keiner Stelle ihres Beitrages tut Frau de Camp-Zang so, als gäbe es keine Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Baumaßnahmen, sondern sie fordert höhere Auflagen bezüglich des Umwelt- und Klimaschutzes.
    Sie als Kommunalpolitiker sollten doch hier den Unterschied erkennen können oder wollten Sie bewusst Frau de Camp-Zang einen Mangel an Fachkenntnis unterstellen?
    Da Sie die zwingend vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen ansprechen:
    Nach meiner Kenntnis sind in Henstedt-Ulzburg noch ca. 120 ha umzusetzen, d.h. es wurden bereits Flächen bebaut, dafür jedoch noch keinen Ausgleich geschaffen. Es wäre schön, wenn Sie sich diesbezüglich einmal aufregen und aktiv werden würden!
    Sie stellen dar, als sei Frau de Camp-Zang gegen die Ansiedlung der REWE-Logistik, an welcher Stelle schreibt sie dies?
    Frau de Camp-Zang fordert gute Architekten für die Planung einzusetzen, die eine weniger radikalere Lösung gefunden hätten. Dies ist auch meine Meinung, denn die Ansiedlung von Gewerbe und der Bau von Wohnungen darf mit den heutigen Kenntnissen über den Klimawandel nicht mehr derart radikale Fällungen von sehr alten und schützenswerten Bäumen mit sich ziehen!
    Es bedarf ein Umdenken in der Planung hin zu Lösungen, die Natur- und Umweltschutz mit den Baumaßnahmen in Einklang bringt.
    Denn, wie Frau de Camp-Zang schreibt, sind Bäume für uns lebensnotwendig!
    Sie, Herr Holowaty schreiben, von hunderten Arbeitsplätzen, die durch den Bau der REWE-Logistik hier in H-U geschaffen werden.
    Meine Frage an Sie als FDP-Politiker: Wie viele Arbeitsplätze werden tatsächlich hier in H-U geschaffen, wenn ein Unternehmen von Norderstedt nach Henstedt-Ulzburg umzieht? Ist es nicht eher so, dass die Belegschaft nun täglich von Norderstedt nach H-U mit dem Auto fährt? Und was bedeutet dies für H-U? Mehr Verkehr auf der Hamburger Straße und damit mehr CO2 für Henstedt-Ulzburg? Ich würde gerne noch von Ihnen wissen, wie es um die Steuereinnahmen für H-U steht, bei einem Unternehmen wie REWE, deren Hauptsitz nicht in H-U ist. Soweit ich weiß, fließen die Steuern in eine andere Stadt, d.h. doch dann folgendes: Wir haben den Umweltschaden durch die Fällung der Bäume, die erhöhte CO2-Belastung durch das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen und damit die höhere Abnutzung der Straßen, dies zieht Reparaturkosten für H-U nach sich.
    Mein Eindruck: Sie verfolgen eine Strategie, die heutige Kenntnisse bewusst ignoriert und außer Acht lässt.

    • M. Dupski-Wendt sagt:

      Sehr geehrte Frau Jacob,
      zur Belegschaft ist zu sagen, dass jetzt ein Teil der Beschäftigten aus Henstedt-Ulzburg in die Oststrasse zur Arbeit fährt. Später werden dann Menschen aus Norderstedt nach Henstedt-Ulzburg fahren. Die meisten werden m.E. die Autobahn nutzen und nicht durch den Ort fahren.

  10. F. Lücke sagt:

    Die nächste Gemeinde-Wahl kommt bestimmt. Hoffentlich erinnern sich die Wähler dann an diese umweltverachtende Politik.

    • M.Voß sagt:

      Rewe hin oder her,

      Ich verstehe dieses ständige gejammer hier nicht.

      Einkaufen wollen und müssen wir doch alle.

      • Rolf Michelsen sagt:

        Werkseinkauf bei REWE mit Sonderkonditionen sind nicht bekannt. Und auch ohne Großlager klappt die Versorgung, sogar in diesen schwierigen Zeiten.
        Wir haben 2 x REWE sowie zusätzlich 1 x separat Getänkemarkt auf dem Rhen.

        • M. Dupski-Wendt sagt:

          Sehr geehrter Herr Michelsen,
          die Versorgung klappt, weil die vorhandenen Läger (egal welche Kette) über Limit arbeiten. Fragen Sie gern mal nach, wie hoch die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter dort derzeit ist. Und auch die Lkw-Fahrer arbeiten viel mehr als sonst. Das wird nur auf Dauer nicht funktionieren.

  11. Julia Schwan sagt:

    Haben Sie alle keine andere Sorgen?

    • Benno Colmorgen sagt:

      Doch, Frau Schwan; aber die Sorge um die Umwelt dürfen wir doch auch noch äußern?

  12. R. Finsterbusch sagt:

    Sehr geehrter Herr Holowaty,
    Ihr Kommentar ist m. E. völlig unangebracht, einfach daneben.
    Wie kommen Sie dazu einer engagierten Mitbürgerin zu „unterstellen“, ihr wären die Menschen im Ort völlig egal. Genau das Gegenteil zeigt sie durch Ihren Appell an die Kommunalpolitik.
    Zu dem schreiben Sie m. E. zu REWE „wider besseren Wissens“ (sh. „Gutachten GGR“ und dessen Zustandekommen). Leider sind sie da nicht der einzige Kommunalpolitiker. Man weiß schon, warum man keinen Bürgerentscheid wollte. Dann hätte man „Farbe“ bekennen müssen, anstatt den BürgerInnen etwas „vorzugaukeln“ (Standort, Arbeitsplätze, Verkehr, nicht eingehaltene Zusage / Absichtserklärung etc.).
    Sicher hat REWE auch Vorzüge, die überwiegen für mich aber nicht.

  13. Maren Luner sagt:

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet,der letzte Fisch gefangen, der letzte Fluss vergiftet ist,
    werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann!“
    Und diese Weissagung ist aktuell bis heute, wir haben leider nichts dazugelernt..

    • Ina Krause sagt:

      Ich würde es gern differenzierter betrachten wollen: einige haben viel dazugelernt, andere hingegen nicht oder sie wollen nicht.

    • Christoph Abel sagt:

      Diese „Weissagung“ stammt allen Indizien zufolge aus den 1970ern.
      .
      Am Ende des Tages ist es irgendwie immer das Gleiche: Wir wollen Strom aber keine Kraftwerke, Supermärkte aber keine Logistik, Bäume aber keinen ständigen Schattenwurf auf Garten/Haus. Ich bin da kaum anders: Ich hätte auch gerne Gehalt ohne Arbeit – sowas ist menschlich 🙂
      .
      Über die REWE-Ansiedlung kann man streiten. Und es wurde viel darüber gestritten ob diese Ansiedlung vorteilhaft für unsere Gemeinde ist. Unstrittig ist aber dass unser Versorgungsnetz grundsätzlich derartige Logistik braucht, wenn sie nicht in unserer Gemeinde entsteht, dann anderswo. Und ja, es werden Bäume gefällt und Grünflächen verschwinden. Im Gegenzug entstehen Ausgleichsflächen die den Wegfall kompensieren. Anfangs kompensieren sie natürlich nicht in vollem Maße, später kompensieren sie über. Das ist so gewollt. Weil man dazulernt. Parallel dazu wächst die bestehende Biomasse ganz natürlich weiter.
      Ich halte es für absolut angebracht bei Eingriffen in die Natur genau hinzuschauen, aber glaubt irgendjemand hier dass er irgendeiner Sache dient, wenn er andere persönlich angeht? Das ist doch nichts als ein Auskotzen an einer digitalen Toilettenwand.

  14. Claudia Reitzug sagt:

    Dem Beitrag von Britta de Camp-Zang kann ich voll und ganz zustimmen: Der Anblick der massenhaft gefällten alten Bäume und die Aussicht auf das Rewe-Logistik-Zentrum sind deprimierend. Warum muss diese Gemeinde, die sich „Gemeinde im Grünen“ nennt beim Wettlauf um den größten Flächenfraß so voranpreschen?
    Täglich werden bundesweit 58 Hektar als Siedlungs,- Gewerbe- und Verkehrsflächen neu ausgewiesen ( und das obwohl die Bundesregierung den Flächenverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar begrenzen wollte und für 2050 das Fernziel von netto null anstrebt). Damit gehen im Durchschnitt mehr als 80 Fußballfelder jeden Tag als Flächen verloren! Und das in einem Land, das ohnehin kaum noch unberührte Flächen aufweist. Je mehr Flächen versiegelt werden um so mehr Bio-Diversität geht uns leider verloren.
    Auch in meiner Wohnumgebung in Ulzburg-Süd ist dies nicht zu übersehen: Eine neue Kindertagesstätte mit vielen gefällten Bäumen, 2 große Supermarktneubauten, die völlig unnötig sind mit riesigen Parkplatzflächen und somit jede Menge versiegelte Oberflächen. Dieser Ort wird als Wohnort zunehmend unattraktiv.
    Wir brauchen endlich Politiker, die innehalten und denken, bevor die Bagger kommen!
    Und wir müssen alle unseren Lebensstil und unseren Konsum herunterschrauben.

    • Rolf Michelsen sagt:

      Die neue „Ausgleichsfläche“ in Henstedt „Am Wischof“ ist, wenn man auf den Ortsplan sieht, kein echter Ausgleich für den Bereich Logistik.
      Die Fa. Link hat(te ?) ein Problem hier eine geeignete Gewerbefläche zu bekommen bzw. kein Angebot seitens der Gemeinde. Oder ist das nicht mehr aktuell ? Eine Erfolgsmeldung mit Foto steht wohl noch aus. Wäre aber notwendig und schön.
      Eine Firmenzentrale und vielschichtige Arbeitsplätze.
      Und wo entsteht das nächte Gewerbegebiet hier ? Wann wird das Thema Westerwohld wieder uf den Tisch gepackt ?
      Große Flächen für neue Techniken mit Hinblick auf 5G und KI – die Zukunft findet hier wohl nicht bedeutend statt. Ob das ggf. neue Unternehmen mit Firmenzentrale aus dem Sektort „Mittelstand“ bringen….. das warten wir ab, bis wir alle Corona möglichst heil überstanden haben.
      Die Straßenausbaugebühren wurden mit viel „Getöse“ abgeschafft mit HInblick auf die überfällig Sanierung der Wilstedter Straße. Doch seit ca. 10 Jahren passierte da nichts.
      Das scheint hier weder Parteien noch Verwaltung irgendwie zu interessieren.
      Na, denn….. weiter die nächsten 10 Jahre „merkeln“…..

  15. Reinhard Föh sagt:

    Im Moment ist wohl weniger der ( geschehene ) Rewe-Kahlschlag in Henstedt-Ulzburg von aktueller Bedeutung als die in jeder Hinsicht akute Frage nach z.B. aktuellen Intensivbettenzahl in unserer Orts- Paracelsus Klinik.
    Ist der allseits geforderte Aufwuchs dieser speziellen Behandlungsbetten vollzogen, und wird die Zahl für unsere sh Großstadt-Bewohnerzahl als angemessen angesehen werden können ?!

  16. Britta de Camp-Zang sagt:

    Sehr geehrter Herr Holowaty,
    mir ist es wichtig, mich anderen Menschen gegenüber wertschätzend zu verhalten und ich bitte darum, ebenso behandelt zu werden. Wir haben die Wahl, ob und wie wir etwas tun, müssen für unser Handeln oder Nicht-Handeln aber jederzeit auch die Verantwortung übernehmen können.
    Leider haben Sie das Ansinnen meines Gastbeitrages missverstanden.
    1. Natürlich sind die Pläne für die REWE-Ansiedlung, einschließlich ihrer Konsequenzen, wie Sie es nennen, schon lange bekannt und übrigens auch beschlossene Sache. An welcher Stelle meines Beitrages kritisiere ich diesen Umstand?
    2. Habe ich geschrieben, dass es Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen nicht gibt? Nein, aber ich habe eindringlich darauf hingewiesen, dass es JAHRZEHNTE dauern wird, bis neue Bäume herangewachsen sind.
    Ebenso lang – also Jahrzehnte – wird es dauern, bis Neupflanzungen das kompensieren, was ein großer, an Jahren alter Baum für uns und unsere Umwelt bis zu seiner Fällung geleistet hat. Letzteres hatte ich nicht geschrieben, trifft auf Ausgleichsmaßnahmen i.d.R. jedoch zu und ich nahm an, dies ließe sich schlussfolgern.
    3. „Sorry – ein bisschen Faktenkenntnis (zu den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen der REWE-Ansiedlung) hilft wirklich.“ In Teil B zur Planzeichnung aus dem öffentlich zugänglichen B-Plan 146 werden lediglich die Ausgleichsflächen aufgeführt. Danke an Herrn Colmorgen, er hat diese Flächen ja bereits benannt.
    Wie die Ausgleichsmaßnahmen jedoch genau aussehen, wurde anscheinend im nicht öffentlich zugänglichen städtebaulichen Vertrag vereinbart. Sie schreiben von einem „überproportionalen“ Ausgleich, den REWE anpflanzen lassen / schaffen wird. Bitte lassen Sie mich an Ihrer Faktenkenntnis teilhaben: Wie sieht der vereinbarte, überproportionale Ausgleich für jeweils einen in Jahrzehnten gewachsenen, inzwischen gefällten Baum aus? In wie vielen Jahren wird die Fällung durch diese Ausgleichsmaßnahme messbar kompensiert, wann gleicht sie die Fällung überproportional aus? Wann erfolgt diese Ausgleichsmaßnahme?

    In der Corona-Krise verlassen wir uns alle auf wissenschaftliche Aussagen und Handlungsvorschläge, umgesetzt werden sie von der Politik. Es zeigt sich: Das ist richtig!
    Wenn es aber um das Fällen alter, für uns lebenswichtiger Bäume geht, werden wissenschaftliche Mahnrufe hinsichtlich eines Umdenkens hin zu Vereinbarkeit von Baumaßnahmen mit größtmöglichem Schutz der vorhandenen Natur leider noch immer überhört.
    Mein Gastbeitrag zielte nicht darauf ab, wie Sie schreiben, Stimmung gegen irgendjemanden zu machen. Er war als ehrlicher Aufruf an die Politik gedacht, dem Natur- und Klimaschutz bei allen zukünftigen Entscheidungen in unserer Gemeinde oberste Priorität einzuräumen – eben, weil mir Natur und Menschen nicht egal sind!

    ***
    Für alle Interessierten hier ein LINK zu den Ausgleichsflächen in HU, den ich bei meiner Recherche gefunden habe (Stand Juli 2019):
    https://fragdenstaat.de/anfrage/ausgleichsflachenkataster-2/435182/anhang/TabellenbersichtAusgleichsflchen.pdf

    • Rolf Michelsen sagt:

      Ja, die FDP und der Umweltschutz und Klimawandel. In der Anfangszeit der Bewegung und „Fridays for Future“ traf sich Christian Lindner medienbegleitet mit Schülern der oberen Jahrgänge und Aktiven zu dem Thema. Sei Aussage am Anfang: Den Umweltschutz soll man den Fachleuten überlassen. Er hatte recht. Die Jugend hatte sich mit dem Thema beschäftigt, wußte mehr als er, wollte mehr und ging wochenlang auf die Straße. Sie haben ihm quasi das Zepter aus der Hand genommen. Die Jugend verstand davon mehr als er….. Fazit: klar.
      Die Idee des Klimawaldes der FDP in Götzberg – einem starken CDU–Gebiet – wird sich wohl kaum je verwirklichen lassen. Im CDU-Gebiet was von der FDP klappte noch nie.

  17. Sandra Ebsen sagt:

    Ich möchte mich dem Appell ebenfalls vorbehaltlos anschließen. Da der Artikel infolge der teils peinlich persönlichen Kommentare ggf. etwas in den Hintergrund gerückt ist, und weil er so treffend ist an dieser Stelle nochmal:
    „Liebe Gemeindevertreter*innen, bitte geht zukünftig achtsamer mit unserer Natur um! Beschließt neue B-Pläne nur mit neuen, bisher nie dagewesenen, sehr hohen Auflagen bezüglich Umwelt- und Naturschutz! Veranlasst in dieser Hinsicht ebenso die schnellstmögliche Überarbeitung bereits bestehender B-Pläne! Stattet die Verwaltung mit ausreichend Personal aus, damit alle Bauvorhaben in Henstedt-Ulzburg hinsichtlich dieses hohen Anspruchs zukünftig aktiv begleitet und überwacht werden können!

    Für die Natur und für uns Menschen! Danke!“

    Klimawald, Flächenentsiegelung sind Vorschläge, die in letzter Zeit genannt wurden. Wünschenswert wäre, wenn diese Vorschläge ernst zu nehmen sind und umgesetzt werden, nicht nur genutzt werden, um in die Presse zu kommen, oder in Form von Gutachten in der Schublade landen. Gerade in Zeiten von Corona wird deutlich, wie wichtig es ist, politische Entscheidungen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten. Ich wünsche mir, dass die zukünftig umso stärker auch für den Erhalt und die Verbesserung unserer Umwelt gilt.

    • Thomas Joost sagt:

      Denken Sie bitte auch daran, Ihre Einfahrt zu begrünen , da bei Anpassung der Bebauungspläne es sein kann, das bei Ihnen und vielen mehr die GRZ2 dann überschritten wird……..

  18. Rudi Lüdtke sagt:

    Es ist schon Merkwürdig: Über die Netto-Versandfabrik habe ich hier noch nichts gelesen. Sie ist schon im Betrieb und auch für diese Firma mussten Bäume weichen. Rewe hat den Fehler begangen die Bürger mit Einzubeziehen. Das hat zu grotesken Aussagen hier und im Rat geführt. Persönliche Anfeindungen waren einmal das Markenzeichen von Uwe Rohlfing (SPD) und ich hatte gehofft, mit seinem Abgang sind sie Geschichte. Fehlanzeige! Einer ganzen Partei etwas zu Unterstellen ist ja so einfach wenn man nicht den Menschen ins Gesicht sehen muss.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kreuzung Hamburger Straße/Am Bahnbogen ist gefährlichster Knotenpunkt

Kreuzung Hamburger Straße/Am Bahnbogen ist gefährlichster Knotenpunkt

26. Mai 2020

Kreuzung Hamburger Str./Bahnbogen Miese Auszeichnung für die Kreuzung Hamburger Straße/Am Bahnbo[...]

Stabwechsel: Bauer bekommt Zigarre, Schmidt einen Birnenbaum

Stabwechsel: Bauer bekommt Zigarre, Schmidt einen Birnenbaum

21. Mai 2020

Schmidt spricht den Eid, rechts Bürgervorsteher Danielski Tag der Geschenke am Dienstag im Bürge[...]

Gemeinde kauft acht Reihenhäuser im Beckersbergring, will noch vier weitere

Gemeinde kauft acht Reihenhäuser im Beckersbergring, will noch vier weitere

20. Mai 2020

Mitteilung aus dem Rathaus Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg erwirbt acht Reihenhäuser im Becker[...]

Neue 14 Meter-Blocks in der Lindenstraße: Göttsch prangert Extrawurst für Manke an -  Iversen: Nö, das ist ein guter städtebaulicher Hochpunkt

Neue 14 Meter-Blocks in der Lindenstraße: Göttsch prangert Extrawurst für Manke an - Iversen: Nö, das ist ein guter städtebaulicher Hochpunkt

19. Mai 2020

Die gestrichelte Linie zeigt das neue Nachverdichtungsareal mit den verschiedenen Gebäude-Maxim[...]

Kreis droht mit Bußgeldern zu Himmelfahrt

Kreis droht mit Bußgeldern zu Himmelfahrt

18. Mai 2020

Mitteilung der Segeberger Kreisverwaltung Party am See mit dem Bollerwagen? In Zeiten von Corona[...]