Hundehaufen-Gipfel Montag im Rathaus!

Mit dem fehlenden hauptamtlichen Bürgermeister verhält es sich schon fast so wie mit den Hundehaufen in der Großgemeinde: Beides sind Dauerärgernisse, bei denen dringender Handlungsbedarf besteht. Und irgendwie scheint das so richtig nur die FDP begriffen zu haben: Ohne die Liberalen gäbe es in der nächsten Woche wohl keinen Thormählen-Abwahlantrag, und ohne FDP-Mann Stephan Holowaty würde das gemeindliche Hundehaufen-Problem wohl weiter ausgesessen.

Zur Erinnerung: In der April-Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses weigerten sich sämtliche Gremiumsmitglieder von CDU, SPD, WHU und BFB überhaupt über das Thema zu diskutieren. Ein entsprechender Eil-Antrag Holowatys wurde brüsk zurückgewiesen und gelangte gar nicht erst auf die Tagesordnung des Ausschusses.

Und das, obwohl Baubetriebshofleiter Arnim Steffens im März von Hundefäkalien auf dem Kinderspielplatz im Bürgerpark berichtet hatte, und CDU-Vertreter Dietmar Kahle, promovierter Biologie, daraufhin eindringlich vor den Gefahren des Hundebandwurms warnte. Aber selbst Kahle sagte wie alle anderen Ausschussmitglieder nein zum Hundehaufen-Eilantrag.

Jetzt ist allerdings Schluss mit der Aufschieberitis-Politik: Weil die Politiker noch über die kostspielige Erneuerung von Kirchweg und Heinrich-Sebelien-Straße entscheiden sollen, findet nun doch noch vor den Sommerferien eine Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses statt. Schon am heutigen Montag um 18.30 Uhr im Ratssaal. Und da steht Holowatys „Hund und Mensch“-Antrag nun ganz regulär auf der Tagesordnung.

Christian Meeder

5.5.2013

4 thoughts on "Hundehaufen-Gipfel Montag im Rathaus!"

  1. Da kann man ja mal gespannt sein, was da heute rauskommt. Sicherlich nicht die Rundum-perfekt-Lösung, aber auf jeden Fall eines in Reinform: Der Grad der Bereitschaft, sich des Problems mal ernsthaft und lösungsorientiert anzunehmen bei den einzelnen Parteien.
    Dämlich finde ich das mehrfach gelesene Argument, es sei ja ein schon „ewig“ vorhandenes Problem, also eile es ja nicht/bestehe gar kein Handlungsbedarf.
    So ein Statement kann auch nur einem Politiker einfallen: „Weil wir es schon immer ausgesessen haben, um nicht Stellung beziehen und es sich mit den Hundehaltern verderben zu müssen, können wir es nun auch gleich ganz sein lassen“ heisst das ja im Klartext (nicht zitiert, sondern interpretiert).
    Dann können wir ja Verkehrstote, Korruption und wilde Müllkippen auch als „c’est la vie“ untätig abhaken…
    Für mich ist ein „ewiges Ärgernis“ jedenfalls eines, das umso entschlossener auf Tagesordnung & ToDo-Liste gehört, und nicht anders herum.

  2. Das wird ja doch nichts mit dem Ärgernis Hundehaufen, alle werden darüber diskutieren und es für Übel und Gesundheitsschädlich halten, vielleicht werden noch mehr Behälter mit kostenlosen Tüten aufgestellt, doch ein Bußgeld oder geschlossene Hundeplätze wird es nicht geben, dafür sitzen genug Hundehalter im Ausschuß

    1. Und dann waren da noch die Katzen, die wenig an der Leine und oft in Sandkisten gehen und der gemeine Echinococcus multilocularis, der Bandwurm vom Fuchs, der auf Kinderhöhe Brombeerbüsche etc. kontaminieren kann…usw.

      Kein Platz für Zynismus bei so einem Thema, finde ich auch und man sollte ein gesundes Maß zwischen Kontrolle und Kindererziehung finden. Kontrolle der Hundehalter mit entsprechenden Bußgeldern, wenn sie es nicht schaffen ihre Hunde von Spielplätzen etc. fernzuhalten und ihre Hunde gut zu erziehen, sowie Erziehung der Kinder dahingehend, sich möglichst nicht an den Mund zu fassen und oft die Hände zu waschen, wenn man im Sand gebuddelt hat….

      Das Problem gibt’s leider schon ewig und wer mit seinen Kindern in südliche Länder reist, wird dort auch schon bemerkt haben, dass streunende Katzen und Hunde überall hinkoten und ein Magnet für Kleinkinder sind….da hilft dann wohl nur die Wurmkur fürs Kind um sicherzugehen nach so einem Urlaub!

  3. Zitat:
    „Mit dem fehlenden hauptamtlichen Bürgermeister verhält es sich schon fast so wie mit den Hundehaufen in der Großgemeinde: Beides sind Dauerärgernisse, bei denen dringender Handlungsbedarf besteht.“

    Ein ausgesprochen “ geschmackvoller “ Vergleich.

    Für den neuen Papst Franziskus besteht auch ein dringender Handlungsbedarf, die katholische Kirche in die Neuzeit zu führen.
    Was für manchen Henstedt-Ulzburger konservativen Katholiken ebenfalls ein Ärgernis sein könnte !
    Könnte man diesen Umstand rhetorisch dann ebenfalls mit der causa Thormählen und Hundehaufen in einen Zusammenhang bringen, nur, weil in allen drei Fällen ein Handlungsbedarf besteht ?
    Manche Vergleiche verbieten sich einfach von selbst !

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