FROGS verlieren erstes Pflichtspiel gegen Zweitligisten

Drittliga-Handballer des SV Henstedt-Ulzburg müssen dem SC DHfK Leipzig nach einem durchwachsenen Auftritt zum verdienten 29:23 (14:8)- -Pokal-Sieg gratulieren. Frogs verpassen eine durchaus mögliche Sensation durch eine katastrophale Chancenverwertung in einer schwachen ersten Halbzeit.

Nach gutem Beginn und einer 5:4 Führung gegen nervöse Gastgeber führten die Gäste in der ehrwürdigen Leipziger Ernst Grube Halle der sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität nach zehn Minuten mit 5:4. Der Vorsprung hätte deutlich höher sein können, doch schon in dieser Phase offenbarten die Frogs eine große Schwäche im Ausnutzen bester Wurfmöglichkeiten. Gabor Pulay im Leipziger Tor wurde zum Weltmeister geworfen und entschärfte reihenweise Möglichkeiten der SVHU-Angreifer, die frei vor dem gegnerischen Tor auftauchten.

Als dann der Leipziger Abwehrstratege Bastian Roschek eine Zeitstrafe erhielt, „bestraften“ die Messestädter die Frogs nach zwei eklatanten Ballverlusten mit zwei Gegentoren in Unterzahl zum 7:5 für die Gastgeber. Der Knackpunkt im SVHU-Spiel, das fortan bis zur Halbzeitpause noch fehlerhafter in den Offensiv-Bemühungen ablief. Bis zum Pausenpfiff setzten sich die Leipziger scheinbar mühelos über 8:5 und 12:7 auf 14:8 ab, weil die SVHU-Akteure „gar nicht mehr wussten, wo das Leipziger Tor stand“.

In der Halbzeitpause stellte das Trainer-Duo Tobias Skerka und Amen Gafsi die Frogs neu ein. Die Gäste leisteten fortan mehr Gegenwehr, brachten zwar immer noch keine Konstanz in ihr Spiel, zeigten den 600 Zuschauern aber nun zumindest phasenweise attraktiven Handball. Die Abwehr mit dem guten Jan Peveling zwischen den Pfosten stand besser und im Angriff wussten Kapitän Nico Kibat (7/3) und Kreisläufer Lars Uwe Lang (5) mit einer hundertprozentigen Ausbeute zu gefallen. Der SVHU kam langsam aber sicher an die führenden Leipziger heran und war beim Stand von 21:25 fünf Minuten vor dem Ende sogar noch einmal in Schlagdistanz. Erneut ein vergebener freier Ball aus sechs Metern besiegelte dann die Niederlage, die man unter dem Strich einer unzureichenden Defensivleistung zuschreiben muss. Mit der Leistung am eigenen Kreis und dem Auftreten der beiden eingesetzten Keeper Stephan Hampel und Jan Peveling konnte Trainer Tobias Skerka durchaus zufrieden sein, auch wenn einige individuelle Patzer Leipziger Gegentreffer begünstigten. „Wir haben das Spiel ganz klar im Angriff verloren. Mehr als 30 Fehlwürfe, darunter mehr als ein Dutzend Chancen frei von sechs Metern sind indiskutabel“, so der Coach. Da noch mehr als ein Dutzend Fehlpässe und technische Fehler hinzu kamen, waren die Grundvoraussetzungen für einen Überraschungs-Coup beim ambitionierten Zweitligisten nicht mehr gegeben, auch wenn sich die Frogs kämpferisch einwandfrei präsentierte. „Vielleicht war das nach einer wirklich guten Vorbereitung zur rechten Zeit ein Warnschuss für die Mannschaft, dass man in jede Partie mit hundertprozentiger Konzentration gehen muss. Das fängt schon in den Trainingseinheiten vor dem Wettkampf an“, mahnt Skerka seine Crew vor dem Punktspielauftakt am kommenden Wochenende.

SV Henstedt-Ulzburg: Stephan Hampel (1.-30.Minute – 4 Paraden), Jan Peveling (31.-60. Minute- 9 Paraden und ein Siebenmeter) – Lars Bastian (1), Florian Bitterlich (1), Nico Kibat (7/3) Lasse Kohnagel (1), Lars-Uwe Lang (5), Matthias Karbowski, Tim Völzke (3), Malte Voigt, Jens Thöneböhn (2), Renke Bitter (2), Christoph Wischniewski (1).

Joachim Jakstat

25.8.2013

 

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