Erster Politiker lehnt Genderüberdosis ab – Kahle: Ich bin Fraktionsvorsitzender und kein Fraktionsleitender | Henstedt-Ulzburger

Erster Politiker lehnt Genderüberdosis ab – Kahle: Ich bin Fraktionsvorsitzender und kein Fraktionsleitender

Premiere im virtuellen Ratssaal. Erstmals hat sich dort Widerstand gegen Auswüchse der Gendersprache geregt. „Ich bin kein Fraktionsleitender, ich bin Fraktionsvorsitzender“, erklärte CDU-Politiker Dietmar Kahle in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung mit Blick auf ein Papier der Bürgermeisterin. Darin waren er und alle anderen Fraktionsvorsitzenden als „Fraktionsleitende“ tituliert worden.

Dazu muss man wissen: Die Bürgermeisterin hat die sogenannte geschlechtergerechte Sprache in allen Rathauspublikationen auf die Spitze getrieben, mittlerweise heißen in den Rathauspapieren etwa Fußgänger „zu Fuß Gehende“, oder Radfahrer „Radfahrende“.

Doch wie hat die Bürgermeisterin auf den Kahle-Hinweis reagiert? Hat sie ihre Wortkreation mit guten Argumenten verteidigt oder hat sie Kahle Recht gegeben und zugesagt zukünftig wieder von Fraktionsvorsitzenden statt Fraktionsleitenden zu sprechen?

Die Antwort lautet beide Male nein. Schmidt blieb nach Kahles Hinweis still, sagte kein Wort.

Übrigens: Kahle ist alles andere als ein Hardliner, was sprachliche Veränderungen angeht. Als es vor zweieinhalb Jahren im Ratsaal um den Begriff „Mitarbeitende“ ging, sagte der CDU-Fraktionschef: „Ich kann damit leben.“

cm

30. Mai 2021

34 Kommentare zu "Erster Politiker lehnt Genderüberdosis ab – Kahle: Ich bin Fraktionsvorsitzender und kein Fraktionsleitender"

  1. A.Simader sagt:

    Bravo, Herr Kahle. Man muß dieser Verunglimpfung der deutschen Sprache durch die Linken und speziell der Grünen Einhalt gebieten.

  2. Bernd Utecht sagt:

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Wer hält sich wohl daran?

  3. Wilfried Entlinger sagt:

    Liebe Menschinnen und Sonstige, die sich für intelligent halten. Gibt es keine ernsthaften und wichtigen Probleme mehr?

  4. Bernd Utecht sagt:

    Deutsch ist keine einfache Sprache. Warum muss man es jetzt noch komplizierter machen. Eine neue Beamtensprache brauche ich nicht.

  5. Bernd Utecht sagt:

    Deutsch ist keine einfache Sprache. Warum muss man es jetzt noch komplizierter machen. Eine neue Beamtfensprache brauche ich nicht.

  6. Wilfried Entlinger sagt:

    in meinem ersten Kommentar, war ich ziemlich grob, aber das Thema geht mir mächtig auf den Keks.
    Es gibt Frauen, Männer und wohl unendlich viele Zwischenstufen. Das war so und bleibt so.

    Als Mensch haben wir alle die gleichen Rechte.

    Mir ist auch klar, man muss mehr fordern um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
    Nur, dieses Ziel mit der Keule anzustreben, hat schon in der Vergangenheit gezeigt, das geht so nicht.
    Mit Vernunft und Augenmaß ist mehr zu erreichen.

  7. Rolf Michelsen sagt:

    Wir haben hier in der Gemeinde genügend Probleme, schon seit Jahren und ungelöst.
    Unsere Bgm. sollte sich vorrangig um Lösungen und endlich um Verbesserungen kümmern.
    Nach einem Jahr im Amt ist von ihrem Vorsatz (vor der Wahl): „kein weiter so“ nicht zu merken.
    Außer mit netten Fotos war da ja nichts was sie angeschoben oder gelöst hat – zumindest sehe, lese oder höre ich es nicht. Fertige Objekte in der pressewirksam mit Foto ist Lorbeeren kassieren für Vorleistungen anderer.
    Gendersprache steht auf keinem mir bekannten Parteiprogramm hier im Ort.
    Ihre Kenntnisse in Sachen Schlappmoorbrücke unjüngst in einer Sitzung sehr blamabel – Lösung / Antwort durch Herrn Mohr.
    Ihre öffentlich. Reaktion auf das Thema Grünberger Straße zeugt nicht von Bürgernähe.

  8. Eine kleine links – grüne „Elite“ von Schreiberlingen und Politikern – besonders Politikerinnen , terrorisieren eine ganze Nation mit ihrem Genderunsinn . Leider gibt es viele Beflissenen , wie „unsere“ Bürgermeisterin , die da glauben in das gleiche Horn blasen zu müssen , um damit dem angeblichen Zeitgeist zu huldigen .
    Da lobe ich mir Herrn Kahle und sage vielen Dank .

  9. Dirk Barckmann sagt:

    Heisst es eigentlich noch Bürgermeisterin? Bürgermeisternde? Klärt mich mal jemand auf? 🙂

  10. Dirk Barckmann sagt:

    Nebenbei… Heige Schneider hatte schon vor vieeelen Jahren die Lösung „Ich bin DER WurstfachverkäuferIN“ 😉

  11. Ja , der Helge , genial .
    Nebenbei …. bei der Wahl der hiesigen Bürgermeisterin , habe ich , um bei ihrem bevorzugten Vokabular zu bleiben , damals offensichtlich auf die falsche Stute gesetzt .

  12. Christoph Abel sagt:

    Wo ist den „Fraktionsleitende“ mehr ge“gendert“ als „Fraktionsvorsitzende“? Ich bitte (ernst gemeint) um Aufklärung.
    .
    Ansonsten: Nein, wir haben hier keinen „Genderterror“, Terror ist – zum Glück – etwas gänzlich anderes, man braucht das also nicht unnötig aufzubauschen. Inwieweit unsere Sprache jetzt gerecht oder es auch nicht ist mag (und muss) jeder für sich entscheiden, Freiheit innerhalb unserer Sprache ist eigentlich immer schon eine Möglichkeit gewesen bestimmte Positionen oder Perspektiven implizit auszudrücken, das muss einem im kokreten Einzelfall nicht gefallen, aber man sollte es doch innerhalb normaler Grenzen tolerieren. Übrigens in beide Richtungen.

  13. Kurt Göttsch sagt:

    @ Joachim .. “ bei der Wahl der hiesigen Bürgermeisterin , habe ich , um bei ihrem
    .bevorzugten Vokabular zu bleiben , damals offensichtlich auf die falsche Stute gesetzt“ .
    .
    Man darf und soll Kriik üben, aber manche Wortwahl ist unterirdisch, du alter Hengst oder besser Du alter weißer Mann mit der Angst vor der selbstbewußten “ links-grünen Elite “ – Frauen ..:-( , die auch in der Sprache ihre Rechte einfordern um auf die Gleichjberechtigung hinzuweisen . Manchmal überzogen, aber nach 2000 Jahren Männerwirtschaft zu verzeihen.

    ich verwende bei Frau/Mann immer das *., manche „Auswüchse“ finde ich auch doof.
    Wird sich abschleifen. Wo ist die Toleranz ?

    Es gibt wichtigeres als von „Verunglimpfung der deutschen Sprache „( Simader ) oder von Terrorismus zu sprechen ( “ terrorisieren eine ganze Nation mit ihrem Genderunsinn “ Dultz )
    ..
    Was Terrorismus ist, erlebten gerade die Menschen in Israel .
    Welche Wortwahl wird wegen unterschiedlicher Auslegung/ Bedeutung / Weiterentwicklung von Sprache gewählt?? Intellektuell glatte 6 minus..:-(

    • Dirk Barckmann sagt:

      Vom „Gendersternchen“ hin zum Terrorismus in Israel… Immer wieder sagenhaft, welch Wendung so manche Diskussuion hier nimmt. Respekt, Herr Göttsch!

  14. Hallo Kurt , ich habe mich sehr über Deine Zuschrift amüsiert .
    Terror nehme ich zurück . Mit „Stute“ wollte ich nur auf den Genderismus und seine Auswüchse hinweisen .
    Ich habe nichts gegen selbstbewusste Frauen , ganz im Gegenteil .

    Bei den Grünen gibt es allerdings eine selbstbewusste Dame, die offenbar jeden Cent mitnimmt .
    Ihr habe ich die Drei Cent Oper gewidmet .
    Und der Haifisch , der hat Zähne
    Und die trägt er im Gesicht
    Und die Baerbock hat ein Messer
    Doch das Messer sah man nicht

    Und nun ist es rausgekommen
    Und sie steht im grellen Licht
    Und die nächste Wahl wird kommen
    Doch Kanzlerin wird sie so nicht

  15. Kurt Göttsch sagt:

    Sorry Joachim, auch dieses „Gedicht“ ist lächerlich und grenzwertig. Frau B. hat ein versteuertes Einkommen von der eigenen Partei nicht beim Bund angemeldet . Finde ich auch nicht ok. Das anschl. diverse CDU Abgeordnete auch ihre Fehler erkannt und nachgemeldet haben : unwichtig . Ist aus der Nichtmeldung von Fr. B. ein Interessenkonflikt zu konstruieren ( wie es das Gesetz ausschließen will) oder ein Messerattentat ? Was ist denn mit den Maskendeal oder den neuen Skandal um die Coronatests, vom der Autobahnmaut oder von P. Amthor will ich gar nicht reden. Ok, Fehler hat Frau B. gemacht, Andere waren krimenell unterwegs. Das ist Dir wohl egal ?

  16. „Messerattentat“ Dir fehlt ganz schwer das Gefühl für das Sinnbildliche , Dein Problem .

  17. Thomas Joost sagt:

    Herr Dultz,
    es gibt halt Mitmenschen, die können es nicht verstehen, daher haben Sie doch Verständnis😀
    Diese können auch keine Probleme lösen, da sie selber das Problem sind….

  18. Benno Colmorgen sagt:

    Seit Jahrhunderten werden Frauen benachteiligt, früher auch gerne als Hexe verbrannt.
    Bis in die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts waren sie dem Willen Ihres Ehemannes unterworfen.
    Auch heute tragen sie die Hauptlasten aus Kindererziehung, Haushalt und gleichzeitiger Berufstätigkeit.
    Auf dem Weg zu einer echten Gleichberechtigung (nicht: Bevorzugung) spielt Sprache eine große Rolle. Das wissen die Herrschenden. So bot z. B. der „Entsorgungspark“ ein idyllisches Bild einer letzendlich normalen Müllkippe.
    Daher bitte Ende mit der Selbstbemitleidung der Männer, oder sind wir wirklich so unflexibel?

  19. G. Willsch sagt:

    Unter dem Oberbegriff ‚Gleichberechtigung‘ sollten effektivere Mittel ins Feld geführt, um eine unausgeglichene Situation zwischen Frau und Mann zu einer ausgeglichenen zu formen.
    Wer nun aber meint, durch sprachliche Veränderungen eine augenscheinlich ausgeglichene Situation zu schaffen, ist sich nicht darüber im Klaren, dass somit künstlich an anderer Stelle eine Unausgeglichenheit geschaffen wird.
    Da ich es im konkreten Fall mit den Worten von Herrn Utecht halte, bin ich der Meinung, dass es sich hierbei entweder nur um einen verspäteten Aprilscherz handelt, oder künstlich Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten werden sollen.
    .
    Generell findet hier jedoch etwas sehr Bedenkliches statt:
    die Spaltung der Gesellschaft über einen veränderten Wortschatz. Ja sogar die Schaffung eines sprachlichen Codes, der durch dessen Nutzung oder Nichtnutzung auch erkennen lässt, wer politisch in welcher Ecke steht.
    Doch das Entscheidendste dabei wird sein, dass die Deutsche Sprache durch künstliches Aufblähen zu einer so sehr unverständlichen Sprache wird, dass eines Tages automatisch auf eine verständlichere Sprache ausgewichen wird. Das würde im Schlimmsten Fall sogar die langfristige Abschaffung der Deutschen Sprache bedeuten.
    .
    Mein Fazit zu grundlegenden Veränderungen in der hiesigen Verwaltungssprache ist aber zunächst Folgendes:
    Bekomme ich in Zukunft ein Schreiben aus der Gemeindeverwaltung, dass ich nicht verstehe, wird dieses mit dem Vermerk „Unverständlich – bitte den Sachverhalt verständlich formulieren“ an die Gemeinde zurückgeschickt.
    So zu verfahren, empfehle ich auch allen anderen Einwohnern dieser Gemeinde.
    .
    Abschließend zum Kommentar von Herrn Colmorgen:
    In den Zeiten der Hexenverfolgung wurden lediglich in Mitteleuropa überwiegend Frauen hingerichtet. Gleichauf gehörte aber auch mehrheitlich die Gruppe der Frauen in Mitteleuropa zu den Denunzianten, sprich den Anstiftern. So kann mal also getrost davon sprechen, dass sich Frauen hier untereinander bekämpft haben.
    In Nordeuropa waren hingegen Männer stärker von der Hexenverfolgung betroffen.
    *Quelle: Wikipedia

    • Jan Kirmse sagt:

      Hallo Herr Willsch,
      ich möchte nur gerne anmerken, daß man zumindest an der Nichtnutzung mitnichten erkennen kann, in welcher politischen Ecke jemand steht.

    • Gerd Clasen sagt:

      Sehr geehrter Herr Willsch,

      wenn man empörten Aufschreie über einen angeblichen Genderterrorismus, der die Grundfeste, ja sogar Existenz der deutschen Sprache bedrohe, betrachtet, so kann ich Herrn Colmorgens Hinweis auf die Hexenverfolgung in der Vergangenheit durchaus nachvollziehen, mir würden auch noch weitere Parallelen in der jüngeren Vergangenheit einfallen.
      Sie meinten Herrn Colmorgens Hinweis sei unangebracht und verwiesen dabei auf den Artikel von Wikipedia zum Thema „Hexenverfolgung“ . Anscheinend trugen Ihrer Meinung nach den Frauen als die „eigentlichen Täter“ selbst schuld daran, dass sie Opfer der Hexenverfolgung wurden. Bedauerlich finde ich, dass Sie wohl nur den ersten Absatz des Beitrags bei Wikipedia gelesen haben. Ich möchte jetzt keine Debatte über historische Ereignisse oder Weltbilder beginnen, aber ein paar Klarstellungen erscheinen mir notwendig.
      Tatsächlich kam es zu einer großen Zahl von „Denunziationen von Frauen durch andere Frauen“. Dies lag jedoch in allererster Linie daran, dass während der Prozesse unter Folter „Geständnisse“ und die Nennung von weiteren „Mitschuldigen“ erzwungen wurden. Nach den damaligen Vorstellungen der Hexenverfolger trafen sich die sogenannten „Hexen“ regelmäßig zum „Hexensabbat“. Also mussten die anderen daran teilnehmenden „Hexen“ ebenfalls verurteilt werden. Für deren Anklage brauchte man weitere Namen, die unter Anwendung grauenhafter Foltermethoden von den angeklagten „Hexen“ erpresst wurden. So entwickelten regelrechte Hotspots der Hexenverfolgung, in denen auf jede Verurteilung einer „Hexe“ neue Anklagen wegen „Hexerei“ folgten. Ein norddeutsches Beispiel dafür war die Kleinstadt Lemgo mit damals etwa 2000 EinwohnerInnen. Dort wurden in der zweiten Hälfte des 17. Jhs. etwa 200 bis 300 Hexenprozesse abgehalten, deren Opfer zu etwa 80% Frauen waren. Die Gerichtsakten sind zum großen Teil erhalten.
      Über den Wert der unter Folter erpressten Aussagen müssen wir uns sicher nicht weiter unterhalten.

      Die „Anstifter“, also die kirchlichen Protagonisten der Hexenverfolgung, von Thomes von Aquin bis Clavin und Martin Luther, der Autor des Hexenhammers, die Hexenrichter, Scharfrichter und Folterknechte, die an jeder Hinrichtung verdienten, und die vielen anderen Profiteure aus Wirtschaft, Medizin, Kirche und Adel waren übrigens alles Männer.

      • Christoph Abel sagt:

        Moin Herr Clasen,
        Sie scheinen den Artikel auch eher überflogen zu haben wenn Sie sich bei den „Anstiftern“ an den kirchlichen Vertretern festbeißen, während im Artikel festgestellt wird dass die Hexenverfolgung in erster Linie ein staatliches und kein kirchliches Unterfangen war.
        Dass die Profiteure ausschließlich Männer waren halte ich für ausgesprochen gewagt, schließlich war jeder Denunziant im Falle einer Verurteilung direkter Profiteur. Ich denke nicht dass Sie hier die These aufstellen möchten dass nur Männer aus Gier oder Missgunst denunziert haben.
        .
        btw: „Anscheinend trugen Ihrer Meinung nach den Frauen als die „eigentlichen Täter“ selbst schuld daran, dass sie Opfer der Hexenverfolgung wurden. “
        .
        Das ist übrigens eine unangemessene Unterstellung, Herr Willsch verweist auf diesen Umstand weil er infrage stellt dass es sich bei der Hexenverfolgung um eine gezielte Maßnahme von Männern gegen Frauen gehandelt habe. Sie wenden ein dass es sich bei der Mehrzahl dieser Denunziationen um erpresste Denunziationen gehandelt hat. Wer von Ihnen Recht hat kann ich nicht einschätzen.
        Grundsätzlich ist Ihr Schluss aber unangemessen: „Die Frauen“ sind (ebenso wie „die Männer“) keine homogene Gruppe mit gemeinsamen Zielen und Interessen. Eine Frau die der Hexerei beschuldigt wird ist nicht weniger ein Opfer wenn sie von einer anderen Frau denunziert wurde, genauso wie heute ein Mann nicht weniger ein Opfer ist wenn er von einm anderen Mann ermordet wird. „Das tun die sich ja selbst an“ ist ein zeitloses aber weiterhin ausgesprochen schlechtes Argument um irgendetwas zu entschuldigen – am Ende des Tages geht es um das Leid das dem Opfer widerfahren ist.
        .
        PS: So sehr ich geschichtliche Exkurse auch dann unterhaltsam finde wenn sie massiv ab vom Thema gehen: Bin ich wirklich der Einzige der sich fragt warum „Fraktionsleitende“ genderneutraler als „Fraktionsvorsitzende“ sein soll?

        • Jan Kirmse sagt:

          Nein, sind Sie nicht, mich würde es auch interessieren. Bei „zu Fuß Gehende“ oder „Radfahrende“ ist es klar, aber da „Fraktionsleitende“ und „Fraktionsvorsitzende“ die gleiche Endung haben, kann ich da auch keinen Unterschied zwischen beiden erkennen. Der/die Leitende, der/die Vorsitzende, beides neutral.

          • Jan Kirmse sagt:

            Und so absurd es eventuell klingt, frage ich mich gerade, ob es „problematisch“ ist, daß ich „der/die“ geschrieben habe und nicht „die/der“. Entspricht der Reihenfolge die ich zu Schulzeiten gelernt und mir nie Gedanken darüber gemacht habe, daß „der“ zuerst kommt und warum das so ist und ob irgendwer das ungerecht finden könnte. Ich verstehe durchaus den Beweggrund der Genderei und auch, daß man mir als „den Privilegierten“ die Kompetenz der Beurteilung abspricht, dennoch ist meine Meinung, daß es in erster Linie übertriebene political correctness ist. Soll man nach Jahrhunderten von „die männliche Form inkludiert die Frauen“ halt auf die weibliche Form wechseln, die dann ab sofort halt die Männer inkludiert, aber doch nicht so einen umständlichen Eiertanz!

            • Jan Kirmse sagt:

              Und selbst der Beitrag war nicht korrekt, da es darin nur um männlich und weiblich geht. Dabei ist es mir völlig egal, wie irgendwer sein Geschlecht definiert. Ob man das toleriert ist wohl eher eine Frage der Erziehung, spätestens aber der persönlichen Einstellung. Ich denke nicht, daß ein verkomplizieren der Sprache (und das ausgerechnet in einer Zeit, in der alles eher ein- bzw abgekürzt wird) da großartig etwas verändern wird. Aber genau das sehen die Befürworter eben anders.

  20. Peter Arndt sagt:

    Wenn man es tatsächlich geschafft hat, alle Kommentare zu lesen, ist man schnell geneigt eine Überschrift für diesen Kommentarbereich zu formulieren:
    Alte weiße Männer vereint in der Angst um Entmännlichung!

    Wer behauptet, Sprache ändert nichts oder ist gar ohne Einfluss auf unser aller tun und handeln, ist sich der Macht des Wortes nicht bewußt …und dass, obwohl gerade hier mittels Worten versucht hat, eine Meinung in die Welt zutragen – sicher auch in der Absicht, eben diese Welt von der Richtigkeit dieser Worte zu überzeugen und das Handeln der Lesenden zu beeinflussen.
    Schon irgendwie paradox, oder?

  21. Thomas Joost sagt:

    Wir sollten nur die weiblichen Mitglieder unserer Gesellschaft abstimmen lassen…ich könnte mir vorstellen, das es 80% egal ist….lasst die Demokratie leben….übrigens: meiner Frau geht das gegendere auf den Keks….ich bin der Chef und sie der Boss…und was der Boss sagt, wird vom Chef umgesetzt….also nix mit großer Diskriminierung…aber vielleicht lebe ich ja in der Zukunft…..wir haben aber auch Probleme 😂

  22. Es ist doch gut zu wissen, dass unsere Bürgermeisterin nicht nur auf der Höhe eines kulturellen Niveaus ist sondern auch eine Vertreterin „Speersptitze Gendersternchen“ ist.
    Gemeindeführungskraft: ich danke für die überflüssige Unterhaltung.

  23. Rolf Michelsen sagt:

    ….wer sonst keine Sorgen oder Arbeit hat, der macht sich welche….alte Volksweisheit.
    Gendern ist doch herrlich für die Bürokratie.
    Wenn ich daran denke wieviele Gesetztestexte, Tätigkeits- und Stellentitel in Unternehmen, Vereinen, Satzungen geändet werden müssen in div. Unrterlagen….welch ein Betätigungsfeld für die Bürokratie.
    Gleichberechtigung ist prima. Aber die Damenwelt schätzt es sehr wenn man(n) ihr in den Mantel hilft, den Wagenschlag öffnet, das Gepäck / Einkauf trägt, beim Durchlaufen von Treppenhäusern vor bzw. sichernd hinter ihr geht……
    Umgekehrt nur in Ausnahmefällen.
    Warum sich die Zunge „verknoten“ beim Gendern wenn die Handlungen dazu unverändert bleiben ?
    Wäre doch toll wenn sich auf dem Stuhl der Bürgermeisterin mal was tun würde in Sachen Einhaltung von Sozialwohungunsbau-Quoten….
    Davon ist im Kirchweg bei den drei großen Neubauten nichts bekannt, Dammstücken dto.
    Bevor man gendert sollte man in der Lage sein sich den wesentlichen Problemen und Sorgen zu widmen und nicht mit Nebenplätzen Zeit zu vergeuden sondern endlich mal min. 1 Problem lösen. Fängt mit Sanierung der Fuß- und Radwege an…..
    Wer sich nur Nebensachen kümmert ist wohl kaum in der Lage echte Probleme zu lösen.

  24. Thomas Joost sagt:

    Wir sind zwar oft nicht einer Meinung, hier gibt es 👍👍👍…

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