Bauer hofft auf zweiten Autobahnanschluss bis 2018

Großbaustelle A7, Ende 2018 soll der Abschnitt von Bordesholm bis zur Stadtgrenze Hamburg sechsspurig ausgebaut sein, in der Hansestadt wird wegen der Überdeckelung von Teilbereichen noch deutlich länger gebuddelt
Großbaustelle A7, Ende 2018 soll der Abschnitt von Bordesholm bis zur Stadtgrenze Hamburg sechsspurig ausgebaut sein, in der Hansestadt wird wegen der Überdeckelung von Teilbereichen noch deutlich länger gebuddelt

Das wäre ein dickes Ding. Ein zweiter Autobahnanschluss für die Großgemeinde und das noch in diesem Jahrzehnt. Bürgermeister Bauer hält das für möglich. Er sehe die Chance, dass ein Autobahnanschluss auf Höhe Kaden noch während des laufenden dreispurigen Autobahn-Ausbaus eingefügt werde, sagte Bauer gestern Abend im Ratssaal. Die A7-Verbreiterung vor den Toren Henstedt-Ulzburgs soll bis Ende 2018 fertiggestellt sein. Bauer begründete seine zeitnahe Einschätzung damit, dass die Initiative für eine mögliche Anschlussstelle zwischen Quickborn und Henstedt-Ulzburg von der Landesregierung ausgehe. Der Bürgermeister gestern zu den Ortspolitikern: „Ich bin vor einiger Zeit telefonisch vom Landrat gefragt worden, wie die Position der Gemeinde ist. Hintergrund ist, dass das Land Chancen zur Realisierung sieht.“

Und wie ist die Position der Gemeinde? Noch positiver als bisher schon. 2008 hatte sich das Ortsparlament in einer Resolution für eine A7-Anschlussstelle am Kadener Weg stark gemacht, damals hatte die WHU-Fraktion noch komplett mit dem Kopf geschüttelt, auch Teile der SPD hatten vor acht Jahren eine zweite Henstedt-Ulzburger Autobahnabfahrt am Kadener Weg abgelehnt.Das hat sich geändert.

Mittlerweile wünschen sich alle Fraktionen einen zweiten Autobahnzubringer. Der gestern einstimmig gefasste Beschluss lautet: „Der Umwelt- und Planungsausschuss begrüßt die Wiederaufnahme der Diskussionen um eine weitere Anschlussstelle an die A7 im Bereich Alsveslohe.“

Unterschiedliche Einschätzungen gibt aber über die tatsächlichen Chancen einer zeitnahen Realisierung. Politik-Dino Horst Ostwald, seit 30 Jahren SPD-Gemeindevertreter: Das es eine schnelle Lösung gibt, halte ich für völlig ausgeschlossen, das Ding müsste ja erst einmal im Bundesverkehrswegeplan stehen.“

Christian Meeder

10. Mai 2016

5 thoughts on "Bauer hofft auf zweiten Autobahnanschluss bis 2018"

  1. Handelt es sich möglicherweise nur um ein Mißverständnis? Im Gespräch war doch mal eine eventuell zu schaffende Auf-/Abfahrt für Polizei, Feuerwehr, Straßenmeisterei. Möglicherweise sogar mit Bau einer dortigen kombinierten Anlage mit Gebäuden und Lagerflächen! Die hätte dann zwar eine Hinterland-Anbindung, aber eben keine „öffentliche“.

  2. Wennman eine echte Entlastung für H-U möchte, die wirklich nachhaltig ist, wird man um eine 2.te Autobahnauffahrt in Höhe KADENER WEG nicht herum kommen.
    Und für Alveslohe auch besser, da sie nicht erst nach H-U müssen um auf die A7 zu kommen.

    1. Wer in Alveslohe wohnt fährt meist über Quickborn. Ich kann mir nicht vorstellen das Alveslohe dem Zubringer zustimmt, das wäre meiner Meinung nach auch nicht vernünftig.

  3. Die Ausführungen von Herrn Borchert erscheinen mir logisch und decken sich mit meinen Überlegungen.
    Wenn man tatsächlich für die Region Entlastung bringen will, dann wäre meines Erachtens ein Autobahnanschluss zwischen Quickborn und Schnelsen-Nord sinnvoll. Möglicherweise etwa im Bereich zwischen Hasloh und Norderstedt (Garstedter Weg/Hasloher Weg).
    Aber auch hier stellt sich die Frage, ob das noch in den aktuellen Ausbau sinnvoll und weitestgehehend ohne Mehrkosten untergebracht werden kann. Zusätzlich müssten dann in dem Bereich sicher noch geeignete Zubringer angepasst oder gar neu gebaut werden.

  4. Die Einschätzung von Herrn Ostwald ist realistischer, da die Maßnahme bisher immer abgelehnt wurde und daher nicht im Bundesverkehrswegeplan enthalten ist.
    Einen vordringlichen Bedarf und einen hohen Verkehrswert kann ich aufgrund des Verkehrsstrukturplanes HU und der Untersuchungen der Kreise nicht erkennen.
    Warum Anschluss Kadener Str.-Alveslohe, der für Hamburg-Fahrer zuerst in nördliche Richtung führt und nahe bei der Anschlussstelle HU liegt, und nicht Kadener Weg-Ellerau, der ca. in der Mitte zwischen den Anschlussstellen HU und Quickborn liegt? Alveslohe und Ellerau werden, wenn sie überhaupt zustimmen sollten, natürlich eine Ortsumgehung fordern.
    Eine weitere AS bringt für Ulzburg (Hauptproblem!) gar keine Entlastung, evtl. sogar eine Mehrbelastung, da mehr Verkehr „hereingezogen“ wird. Ulzburg-Süd, Rhen (nur Hamburger Str.) sowie Qui-Heide (Schleichweg zur A7) und Norderstedt (Kohtla-Järve-Str.) würden entlastet werden. Norderstedter Str. und Wilstedter Str.im Bereich Rhen würden nicht entlastet werden, da hier die Fahrten in Richtung der Arbeitsplätze in Norderstedt (Gewerbegebiete) und HH (Airport, City-Nord etc) erfolgen.
    Diese AS hätte spätestens vor 3-4 Jahren in das jetzige A7-Ausbauprogramm eingeplant werden müssen. Jetzt würden doch sehr wesentliche Mehrkosten durch evtl. Abbruch und Neubau der Brücke entstehen, da die Einfädelungs- und Ausfädelungsfahrstreifen eine größere Brückenspannweite erfordern und Lärmschutzwälle sowie Entwässerungsanlagen etc. zu versetzen wären.
    Für die VIA-Solution-Nord wäre diese PPP-Vertragsergänzung innerhalb der 30-jährigen Trägerschaft ein „gefundenes Fressen“ für optimale Gewinnmaximierung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert