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WHU: Das ist unser Problem mit Kandidat Diehr | Henstedt-Ulzburger

WHU: Das ist unser Problem mit Kandidat Diehr

Mitteilung der WHU

Entgegen voreiliger Meldungen in der örtlichen Presse hat sich die WHU auf ihrer Mitgliederversammlung am 3. Januar 2020 mit knapper Mehrheit nicht für eine Nominierung des Bürgermeisterkandidaten Holger Diehr (CDU) entschieden. Die Gründe hierfür sollen im Folgenden beleuchtet werden:

„Die WHU-Fraktion hat Herrn Diehr als offenbar kompetenten Bürgermeisterkandidaten kennengelernt. Sympathisch, authentisch und in Bezug auf Organisation und Struktur von Kommunalverwaltung und Kostenkennzahlen sehr kenntnisreich.“, so die Fraktionsvorsitzende der WHU, Karin Honerlah.

„Doch wird Herr Diehr als Bürgermeister dauerhaft seine Neutralität bewahren und von Entscheidungen zugunsten der CDU-Politik, die sich insbesondere im Bereich der Ortsentwicklung deutlich von den Vorstellungen der WHU unterscheidet, Abstand nehmen können?“, das war die Kernfrage auf der Mitgliederversammlung der WHU am 3. Januar 2020 im Bürgerhaus, nachdem sich Herr Diehr den WHU-Mitgliedern vorgestellt hatte. Schließlich ist Herr Diehr im Kreisvorstand der CDU Rendsburg-Eckernförde und war für seine Partei 10 Jahre in der Stadtvertretung Rendsburg und sieben Jahre im Kreistag tätig.

Im Anschluss an eine intensiv geführte und lange Diskussion entschied sich in geheimer Abstimmung eine knappe Mehrheit (13 zu 11) der WHU-Mitglieder gegen die Nominierung des Herrn Diehr durch die WHU. „Dies war eine rein politische Entscheidung. An der fachlichen Eignung des Herrn Diehr zweifeln wir nicht.“, fasste Wilhelm Dahmen, 1. Vorsitzender der WHU, die Debatte zusammen.

„Ohne seine Parteizugehörigkeit wären sicher deutlich mehr unserer Mitglieder aus vollem Herzen bereit gewesen, Holger Diehr durch die Nominierung zu unterstützen und jetzt hoffen wir, dass es ihm im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister gelingt, mit ALLEN Parteien und Wählergemeinschaften einvernehmlich zusammen zu arbeiten.“, so Verena Grützbach, 2. Vorsitzende der WHU.

Es bleibt spannend, wie alle Bewerber/innen demnächst den Bürger/innen Rede und Antwort stehen. Die Bürgermeisterwahl findet am 1. März 2020 statt.

pm

7. Januar 2019

12 Kommentare zu "WHU: Das ist unser Problem mit Kandidat Diehr"

  1. Benno Colmorgen sagt:

    Wie schön, daß wir Wahlbürger*innen jetzt tatsächlich eine Auswahl treffen können.
    Die Vorstellungstermine in der Gemeinde stehen ja bereits fest, hoffentlich ist die Beteiligung groß!

  2. R. Finsterbusch sagt:

    Bei der BGM-Wahl handelt es sich um eine Wahl durch die BürgerInnen von Henstedt-Ulzburg.
    Das politische Gruppierungen (Parteien / Wählervereinigungen) dazu eine „politische Entscheidung“ getroffen haben, bedeutet, sie haben „lediglich“ für sich entschieden, was für sie die beste Wahl wäre. Da sie eigene – politische – Ziele verfolgen, heißt es aber noch lange nicht, dass diese auch das „Beste“ für Henstedt-Ulzburg bedeuten. Siehe „IGEK“, wo schon heute – zum Teil – den Bürger-Entscheidungen nicht gefolgt wird.
    Ist der Bürger in HU lediglich Statist und zahlendes Gemeinde-Mitglied?
    Lt. FDP-Fraktionschef Klaus-Peter Eberhard wurde viel zu wenig vom bisherigen Bürgermeister umgesetzt. Was er im Einzelnen gemeint hat, wurde nicht näher ausgeführt. Gleiches gilt allerdings auch für die hiesigen politischen Kräfte, die ebenfalls zu wenig umgesetzt haben. Ein Grund dafür, dass HU seit Jahren auf der Stelle tritt und nicht voran kommt. „Ganzheitliche Konzepte“ fehlen und vorhandene Konzepte werden – im wesentlich – nicht angegangen / umgesetzt. Stattdessen gegenseitige „Schuldzuweisungen“.
    Wenn uns die „Eigenständigkeit“ von HU in der jetzigen Konstellation nicht weiter bringt, wäre interessant zu erfahren, wie die BürgerInnen zu einer alternativen Lösung stehen würden (könnte im Zusammenhang z. B. mit „IGEK“ abgeklärt werden).
    Demokratie: „alle Macht geht vom Volke aus“ – In HU stellt sich die die Frage, kehrt sie auch „zum Volke zurück“?

  3. Christoph Abel sagt:

    Hallo Herr Finsterbusch,
    Sie haben Recht, was die Parteien/Wählergemeinschaften für das Beste halten muss nicht zwangsläufig das Beste für HU sein. Das gilt aber eigentlich auch alle anderen Gruppen und auch Individuen
    Ansonsten kann ich Sie beruhigen, in Henstedt Ulzburg sind Bürger keine Statisten, Mandatsträger stammen aus dem Kreis der Bürger und werden per Wahl durch die Bürger legtimiert. Weniger Statist geht kaum.

    Zu Ihrem letzten Satz: Der Artikel 20 sieht etwas anders aus, aber der gilt in HU weiterhin. Wäre dies nicht der Fall und könnten Sie auf keinem anderen Weg Abhilfe schaffen, würde Ihnen nach Artikel 20(4) das Recht auf Widerstand zustehen. Aber bitte holen Sie sachkundigen Rat ein bevor Sie diesbezüglich tätig werden 🙂

  4. Reinhard Föh sagt:

    Mitten in der Passage des Wahlverfahrens für den neuen BGM Henstedt-Ulzburgs könnte die öffentliche Kritik an den hier genannten örtlichen „politischen Kräften“(Finsterbusch) durchaus noch harsch ausfallen (, wobei möglicherweise sogar „Die Grünen“ auch noch mit einzuschließen wären ). Also, Herr Finsterbusch, fangen Sie doch mal an, ihre Kritik zu spezifizieren !

  5. R. Finsterbusch sagt:

    Sehr geehrter Herr Föh,
    „Lt. FDP-Fraktionschef Klaus-Peter Eberhard wurde viel zu wenig vom bisherigen Bürgermeister umgesetzt. Was er im Einzelnen gemeint hat, wurde nicht näher ausgeführt. Gleiches gilt allerdings auch für die hiesigen politischen Kräfte, die ebenfalls zu wenig umgesetzt haben. Ein Grund dafür, dass HU seit Jahren auf der Stelle tritt und nicht voran kommt. „Ganzheitliche Konzepte“ fehlen und vorhandene Konzepte werden – im wesentlich – nicht angegangen / umgesetzt. Stattdessen gegenseitige „Schuldzuweisungen“.
    – – –
    Die BGM-Kandidaten wissen also, was sie erwartet bzw. worauf sie sich einstellen sollten.
    – – –
    Mit Ihrer Kritik, sehr geehrter Herr Föh, kann ich leben, obwohl ich sie nicht nachvollziehen kann.
    Die Kommunalaufsicht sagte mir einmal, dass Henstedt-Ulzburg die meisten Bürgerinitiativen in Schleswig-Holstein hat und dass das – auch – auf eine Unzufriedenheit der BürgerInnen mit der hiesigen Kommunalpolitik schließen lässt. – Spiegelte sich im übrigen auch gestern beim Zusammentreffen verschiedener Bürgerinitiativen mit dem BGM-Kandidaten, Herrn Diehr, so wieder.
    In verschiedenen Statements habe ich über die Jahre z. B. die Umsetzung des „Verkehrsstrukturkonzeptes“ angemahnt und auch Beispiele dazu genannt. Das können Sie – bei Interesse – auf der HUN-Seite nachlesen. – Und wie schrieb auch jüngst ein Gemeindevertreter sinngemäß „Seien wir doch mal ehrlich, wir haben nicht viel umgesetzt“. Das spricht für sich. Ansonsten empfiehlt es sich, einmal einen Abgleich … Empfehlungen aus dem „Verkehrsstrukturkonzept“ und dem tatsächlich umgesetzten vorzunehmen. Das dürften Sie alleine hinbekommen, auch ohne meine Hilfe.
    Sie, sehr geehrter Herr Föh, fragten am 29.08.2018 hier z. B. im Zusammenhang zum „IGEK“ … „Wo ist das politische Konzept“. Und haben Sie darauf eine Antwort bekommen? Dann berichten Sie doch auch einmal.
    Mit freundlichem Gruß
    Ronald Finsterbusch

    • K. Honerlah sagt:

      Lieber Ronald,
      das von dir als Kritikpunkt an der Politik zitierte Verkehrsstrukturkonzept wurde von der Kommunalpolitik beschlossen. Die Priorisierung der Maßnahmen wurde vorgenommen. Für die Umsetzung der Beschlüsse ist die Verwaltung zuständig. Oft genug wurde in den Ausschüssen sowie bei der Verwaltungsleitung nachgefragt und es wurde den Kommunalpolitikern mitgeteilt, die Verwaltung sei dazu aus unterscheidlichen Gründen (Zeit/Personal) noch nicht imstande gewesen und würde Umsetzungsvorschläge erarbeiten. Für die einzelnen Ortsteile wurden schließlich teilweise Arbeitskreissitzungen von der Verwaltung mit der Politik einberufen, in den wir dann zu hören bekamen, man wolle sich statt der vielen kleinen Themen jetzt um örtliche Fahrradrouten, den ÖPNV inkl. Bushaltestellen kümmern. Von Umsetzung kann man demnach nicht wirklich sprechen. Aber dies ist auch nicht Aufgabe der Kommunalpolitik, siehe oben.

  6. Oliver Blau sagt:

    Das liest sich alles aufschlussreich. Den Ausführungen von Herrn Finsterbusch zu folgen, ist eine Herausforderung. Daraus einen Rückschluss zu ziehen, mir persönlich zudem kaum möglich. Frau Hohnerlah hingegen deutet an, wieviel Komplexität in den scheinbar einfachsten Sach- und Arbeitsthemen steckt, und wie schlecht abgestimmt (vielleicht sogar schlimmer) die weitere Umsetzung läuft. Beide sind aktiv in der Gemeindepolitik. In einem Politikgebilde, dass weit zerstreut ist. 6 Parteien, in denen unterschiedlichste Fraktionstreue gelebt wird, eine große Anzahl Bürgerinitiativen, und ein Bürgermeister als Vorsteher der Verwaltung einer großen Flächengemeinde, der sich als Seiteneinsteiger einer unvorhersehbaren Herausforderung gestellt hat. Da ist das Potenzial des Scheiterns für die Umsetzung von bürgerrelevanten Themen einfach riesig. Kann man das überhaupt noch einfangen? Oder positiv gefragt: Ist auf diesem kargen Nährboden nicht doch überraschend viel bewegt worden? Ich würde beides mit „Ja“ beantworten wollen. Grundvoraussetzung für einen reichhaltigen und nährstoffreichen Boden ist dann allerdings, dass die örtliche Politik mit dem Einstand des/der neuen BGMs auch eine Art Neustart durchführt. Sonst wird das nix!

  7. Britta de Camp-Zang sagt:

    Ich möchte den durch Herrn Blau angeregten Neustart noch etwas erweitern:
    Auch ich war anwesend als Herr Diehr sich einer Einladung folgend am vergangenen Montag Mitglieder*innen verschiedener BI’s, Anwohner*innen-Arbeitskreise und sozialer Bewegungen Henstedt-Ulzburgs vorstellte und mehr als zwei Stunden lang unterschiedlichste Fragen beantwortete. Sehr deutlich wurde, dass Teile der Bürgerschaft daran zweifeln, ob sie Verwaltung und Politik überhaupt noch vertrauen können. Dazu beigetragen hat sicherlich auch das offensichtlich immer wieder zutage tretende fehlende Vertrauen zwischen Politik und Verwaltung, sowie der nicht von Vertrauen zeugende Umgang einiger Politiker*innen Henstedt-Ulzburgs untereinander.
    Das Vertrauen auf Ehrlichkeit sowie auf gegenseitige Achtung und Anerkennung unterschiedlicher Meinungen ist jedoch die unerlässliche Basis für eine gute Entwicklung unserer Gemeinde. Auch mehr Gruppierungen / Fraktionen in einer zukünftigen Gemeindevertretung sind in einer Demokratie doch nicht, wie in dieser Diskussionsrunde „befürchtet“, hinderlich: Wenn das angesprochene Vertrauen und die angesprochenen Ehrlichkeit im Umgang miteinander vorhanden sind, wenn das gemeinsame Ziel – eine Ortsentwicklung zum Wohl aller hier lebenden Bürger*innen – wieder oberste Priorität hat (und nicht Machtansprüche/-interessen sowie persönliche Befindlichkeiten und Interessen in den Vordergrund treten), dann wird es auch in Henstedt-Ulzburg für alle wieder spürbar vorangehen. Es braucht also ein Aufeinanderzugehen aller Seiten!
    Im Vorfeld dieser Wahl gibt es auf politischer Seite jedoch bereits wieder ein solches Gerangel, dass das Misstrauen in der Bürgerschaft nur weiter geschürt wird, weil man(n) / frau sich die Frage stellt, was wohl „dahinter steckt“, wenn sich Parteien teilweise vehement für eine/n Kandidaten/Kandidatin einsetzen oder Amtsinhaber davon sprechen, dass sie bereits wüssten, wen sie wählen (und in dem entsprechenden Artikel gleich die Info mitgeliefert wird, zu welchem Sympathiesantenkreis dieser Amtsinhaber zählt…). Da muss die Frage erlaubt sein, ob darauf gehofft wird, dass es – wie so oft – am Ende etwa wieder heißen soll: VOR der Wahl ist nicht NACH der Wahl – den Wähler*innen also möglichst viel zugesichert, dann jedoch nur wenig davon eingehalten wird?!
    Der/Die zukünftige Bürgermeister*in von Henstedt-Ulzburg MUSS über Einzel- und Parteiinteressen stehen und um den GERECHTEN AUSGLEICH der verschiedenen Positionen bemüht sein! Es wäre wünschenswert, wenn sich alle Fraktionen zur Anerkennung dieser NEUTRALITÄT im Vorfeld der Wahlen noch einmal ausdrücklich bekennen, dazu dann auch nach der Wahl stehen (!), und allen Kandidat*innen für den Fall ihrer Wahl eine gute Zusammenarbeit zusichern.
    Meine Bitte an alle Bürger*innen (nicht nur an die Wahlberechtigten – ich denke da auch an junge Menschen, die ganz bestimmt wichtige, ihre Zukunft betreffende Fragen haben): Nutzen Sie die öffentlichen, hoffentlich FAIR geführten Vorstellungsrunden, stellen Sie den Kandidat*innen reichlich Fragen und entscheiden Sie erst danach ganz persönlich für sich, wem Sie diese sicherlich nicht ganz einfache Aufgabe zutrauen und wem Sie am Wahltag (01. März 2020) Ihr Vertrauen schenken.

    Öffentliche Vorstellungsrunde der Kandidat*innen:
    Mittwoch, 22.01.2020, 19.30 Uhr Gemeinschaftsschule Rhen
    Donnerstag, 06.02.2020, 19.30 Uhr Lütte School
    Mittwoch 19.02.2020, 19.30 Uhr Bürgerhaus

    • K. Honerlah sagt:

      Moin Britta,
      deine nachfolgend zitierteren Sätze bringen mich zu einem Kommentar:
      „Wenn das angesprochene Vertrauen und die angesprochene Ehrlichkeit im Umgang miteinander vorhanden sind, wenn das gemeinsame Ziel – eine Ortsentwicklung zum Wohl aller hier lebenden Bürger*innen – wieder oberste Priorität hat (und nicht Machtansprüche/-interessen sowie persönliche Befindlichkeiten und Interessen in den Vordergrund treten), dann wird es auch in Henstedt-Ulzburg für alle wieder spürbar vorangehen.“
      Bei allem vertrauensvollen und ehrlichen Umgang miteinander haben die unterschiedlichen Fraktionen nun mal unterschiedliche Ziele. Gerade in der Ortsentwicklung zeigen sich unterschiedliche Ausrichtungen. Da soll der Siedlungsdruck von Hamburg aufgefangen werden, neue Baugebiete und Straßen sollen entstehen obwohl die Verkehrsprobleme bereits jetzt mehr als deutlich sind. Innenentwicklung wird zur Verdichtung, wo auch noch in hinterliegender Baureihe 14,5 m hoch gebaut werden soll. Die dies idR befürwortenden Fraktionen verfügen derzeit über die knappe Mehrheit in der Gemeindevertretung. Drei andere Fraktionen werden ihre Standpunkte nicht aufgeben, sich aber dem Mehrheitsvotum fügen müssen. Das ist Realität und Ehrlichkeit in der Politik.
      Die auch von Ronald Finsterbusch beschriebenen viele Bürgerinitiativen in HU sind nicht ein Zeugnis von Misstrauen gegen Verwaltung und/oder Politik, sondern vielmehr Ausdruck des Missfallens gegen angekündigte bzw. getroffene Entscheidungen. Allen voran war es die Initiative Stopp Beckershof, die sich gegen die Pläne der politischen Mehrheit zur Bebauung eines riesigen Areals stellte und damit die Mehrheitsverhältnisse in der Kommunalwahl kippte. Auch der Bürgerentscheid Pinnauwiesen zeigte deutlich, dass das „Vorankommen“ in HU nicht in zusätzlichen Neubausiedlungen gesehen wird, zumindest nicht von einem Großteil der Bevölkerung.
      Ähnlich zu sehen ist dies derzeit bei der Diskussion um die Querspange. Einer Verkehrsidee mit deutlichem Griff in eigentlich von Bebauung freizuhaltenden Naturräumen und sicherlich weiter folgendem Wohungsbau über das derzeitig geplante Niveau hinaus. Auch das wollen die Bürger nicht, sonst gäbe es die BI nicht, die 2000 Unterschriften gesamelt hat. Eine Unzufriedenheit der Bürger mit den Fraktionen, die dies befürworten, ist vorhanden. Dies gleichzusetzen mit genereller Unzufriedenheit oder Misstrauen ist zu wenig differenziert betrachtet.
      Solange es gegensätzliche Positionen zu Sachthemen gibt, endet der politische Diskurs in einem Mehrheitsergebnis. Völlig normal, fast überall.
      Fraktionsübergreifende Zusammenarbeit gibt es selbstverständlich auch in HU in ganz unterschiedlichen Konstellationen zu diversen Sachthemen; meist sachlich, wertschätzend und kollegial, wie fast überall.

      • Oliver Blau sagt:

        @Frau Hohnerlah: Es gibt eine Art „Chatting in squares“ in HU, man kann es auch Straßenklatsch nennen. Wenn man lange in HU lebt, hält man viel davon ab. Das, was ich dabei erlebe, deckt sich nicht mit Ihren Ausführungen. Nun kann man die Gespräche von mir mit meinen Bekannten sicherlich nicht als repräsentativ heranziehen. Aber sie passen zu vielen Kommentare in sozialen Netzwerken. So ganz kann das kein Wahrnehmungsfehler sein, der in indifferentem Betrachten verwurzelt ist. Wir haben hier bereits 6 Parteien, wobei die in anderen Orten vertretenen Linken und AfD noch nicht einmal vertreten sind. Das spricht für alles andere, als fraktionsübergreifende Einigkeit, einzelne Sachfragen vielleicht ausgenommen. Und wenn so viele Bürger Initiativen gründen, dann sehe ich sehr wohl darin ein fehlendes Vertrauen in die Politik. Die Menschen wissen nämlich gar nicht mehr, an welche Partei(ein) sie sich für eine wirkungsvolle Durchsetzung ihrer Interessen wenden sollen!
        Übrigens: Trotz meiner Meinungsverschiedenheit möchte ich ihnen für ihre sachlich sehr gut verfassten Kommentare danken. Das nenne ich in jedem Fall einen gelebten Kommunikationswillen mit uns, den Bürgern. Bei manch anderer Partei/Politiker sieht man davon gar nichts, und nirgendwo.

        • Christoph Abel sagt:

          Es gibt keine allgemeine fraktionsübergreifende Einigkeit – Das hat auch niemand behauptet. Eine unterschiedliche Meinung legt aber nicht zwangsläufig nahe dass es keine konstruktive Zusammenarbeit gäbe.
          .
          Den Punkt mit den Bürgeinitiativen verstehe ich nicht ganz. Wenn die Bürger niemanden finden der ihre Meinung vertritt obwohl wir sechs Fraktionen haben die – wie sie schreiben – alle idR unterschiedlicher Meinung sind, haben wir dann zuviele oder zu wenige unterschiedliche Meinungen zur Auswahl? Der Punkt spräche dafür, dass wir unbedingt noch weitere Fraktionen brauchen.
          .
          Zum Kommunikationswilen: Haben Sie tatsächlich einmal Gemeindevertreter angesprochen und sind abgewiesen worden?

  8. Rolf Michelsen sagt:

    Hier im Ort liegt viel zu viel im argen. Wir haben ein Gymnasium, wo gute und auch konstant viele Abschlüsse erreicht werden. Doch diese jungen Menschen wollen auch lernen, entweder im Studium oder in der Ausbildng. Studium je nach Fach und Möglichkeit, nah oder fern.
    Und qualifizierte und anspruchsvolle Ausbildungsplätze sind hier selten. Es werden also Pendler gen Hamburg „produziert“. Je nach Zielort auf ÖPNV und wenn es schwerpunkt-mässig mehr nach Ost oder West geht mit dem Auto. Die S-H-Straße ist überlastet, was hier einige Politiker nicht sehen wollen. Was in Norderstedt / Stonsdorf abbiegt gen Osten und Westen kommt ist enorm.
    Bis zum Ochsenzoll sind es alleine ca. 15 km – und dann geht es weiter. Aber bestimmt nicht ganzjährig mit dem Rad.
    Mit Logistik und Auslieferungslägern mit fernen Zentralen und mit zunehmend computer-gesteuerten Arbeitsgeräten ist es keinesrfalls geregelt junge Menschen mit Abitur hier einen Arbeitsplatz zu bieten. Autonomes fahren wird kommen, wann auch immer. Früher als einige Denken. Logistikläger stehen min. 50 Jahre.
    Wo bleibt dann der Wohnraum für junge Menschen, die hier aufgewachsen sind und zur Schule gingen ? Bei dem Mietpreis-Niveau reines Glücksspiel.
    Im neuen Arbeitsmarktbericht aus Nürnberg steht, daß der Bedarf an Arbeitsplätzen in der Logistik sind. Das wissen hier scheinbar einige Politiker nicht.
    Altersarmut und „Die Tafel“ sind hier gegenwärtig. Genau wie Hartz IV und Frührentner sowie Menschen aus der Dienstleistungsbranche mit niedrigen Einkommen.
    Der Ruf „Reihenhäuser gehen hier wie geschnitten Brot“ ist doch geradezu eine Argumentation aus dem letzten Jahrhundert.
    Neue Baugebiete erzeuten zwangsläufig vielschichtigen Indididuealverkehr. Das begreifen hier eine Altvorderen wohl nie. Man kann es auch Starrsinn nennen.
    Die Straßen sind teils sehr marode und völlig überlastet. Und die Verkehrsmengen auch durch die Durchpendler werden immer mehr.
    Eine Quote für Sozialwohnungen, der Bedarf wurde hier vom Bgm. mit 500 beziffert wird bewußt von drei Parteien ignoriert.
    Die Gemeindevertreter sollten die Wünsche der Anwohner berücksichtigen aber nicht die Wünsche der Menschen, die hier für fast jeden Preis sich ein Heim zulegen (können dank Einkommmen).
    ÖPN sind auf dem Niveau von vor ca. 30 Jahren und mehr. Die EBOE / A 2 gibt es gen OD nicht mehr. Nun rollen da Diesel-Busse zu unattraktiven Zeiten. Die Klinik per Bus – schlimmer als im hintersten Bayern.
    Es war hier schon zu lesen: nicht immer neue Baugebiete erschliessen sonderrn erst einmal alles abarbeiten. Die Hand heben für neue Wohngebiete – da geht in Sekunden hier durch den Gemeinderat. Die Verwaltung braucht zur Umsetzung Jahre…..
    Ich kenne hier keinen Bürger, der neue Wohnungen will – nur Politiker, die es durchsetzenh wollen.
    Es wird durchaus damit zu rechnen sein, daß hier noch 1 – 2 Parteien dazukommen.
    Umweltschutz und Erhaltung von Grünflächen – für die Bau- und Stauparteien ein Thema, daß man zu gerne meidet.
    Immer mehr Flächen hin H-U werden versiegelt. Die Folgen sind bekannt, oder sollten es sein.
    H-U -quo vadis !

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