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Wegen Supergutachten – Rathaus soll zweiten Duda bekommen! | Henstedt-Ulzburger

Wegen Supergutachten – Rathaus soll zweiten Duda bekommen!

Ortsplaner Volker Duda könnte Unterstützung bekommen. Das Rathaus möchte einen zweiten Fachmann für Ortsgestaltung einstellen. Das geht aus einem Verwaltungspapier hervor, das am Montag auf den Tischen der Kommunalpolitiker im Ratssaal liegt. Hintergrund für die angedachte Verstärkung im Bauamt ist das geplante Stadtentwicklungskonzept, bisher ISEK genannt,  dass die Gemeinde konzipieren will.

In dem Rathauspapier heißt es: „Für die sach- und zeitgerechte Bearbeitung des IGEK ist zusätzliches Personal innerhalb der Verwaltung zwingend erforderlich. Aufgrund der zu erwartenden Aufgabenstellungen mit Arbeitskreisen, Themenrunden und der Aufbereitung von Bürgerinformationsveranstaltungen ist ein Arbeitsplatz für einen Stadtplaner und eine Verwaltungsstelle neu einzurichten. Ohne dieses zusätzliche Personal ist die Durchführung des Prozesses nicht möglich.“

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein: statt ISEK ist von einem IGEK die Rede. Die Rathauserklärung dafür: „Um Missverständnisse vorzubeugen, verwendet die Verwaltung zukünftig den Begriff integriertes Gemeindeentwicklungskonzept (IGEK) anstatt integriertes Stadtentwicklungskonzept.“

ISEK oder IGEK, die HU-Nachrrichten hatten das Stadtentwicklungskonzept zuletzt kurzerhand Supergutachten getauft. Hintergrund dafür: Ein Ziel des möglichen Henstedt-Ulzburger Stadtentwicklungskonzeptes ist, die zahlreichen schon bisher eingekauften Gutachten der jüngeren Vergangenheit zu einem großen Ganzen zusammenzufügen. Die Gemeinde hatte bei externen Beratern und Experten teure Expertisen etwa zum Verkehr, zur Wohnungsmarktentwicklung oder auch zu Reitwegen in Auftrag gegeben.

Und wie es der Zufall will, könnte demnächst gleich noch ein weiteres Gutachten hinzukommen: In der Sitzung am Montag wird zwar zunächst über das angestrebte Supergutachten beraten, ganz am Ende der Tagesordnung gibt es aber dann noch einen Antrag der SPD, wonach die Sozialdemokraten ein integriertes Klimaschutzkonzept, kurz IKK, für die Großgemeinde fordern. Die Verwaltung schlägt vor, dass ein externes Fachbüro so ein Klimaschutzkonzept ausarbeiten könnte.

Christian Meeder

8.Mai 2016

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