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Vier Monate vor der Wahl: Bauer will von der Politik Feedback für zweite Amtszeit | Henstedt-Ulzburger

Vier Monate vor der Wahl: Bauer will von der Politik Feedback für zweite Amtszeit

Bürgermeister Stefan Bauer

Bürgermeister Stefan Bauer

Die SPD hat bereits eine Bewerberin präsentiert, CDU, WHU und Grüne liebäugeln ebenfalls noch mit einem eigenen Kandidaten, jetzt will der Bürgermeister wissen, wie es denn nun um ihn steht. In einem offenen Brief an alle Gemeindevertreter fordert Bauer eine Erklärung zu seiner Kandidatur für eine zweite Amtszeit.  Der Verwaltungschef in dem Schreiben an die Kommunalpolitiker: „In den kommenden Wochen möchte ich die politische Unterstützung meiner beabsichtigten Kandidatur zur Wiederwahl als Bürgermeister Henstedt-Ulzburgs ausloten. Dabei geht es mir auch um Sie und Ihre Haltung zu meiner Zukunft als Bürgermeister Henstedt-Ulzburgs. Meine Bitte um ein aufrichtiges Bekenntnis richte ich an alle Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter.“ Bauer macht in dem Brief aus seiner Erwartung keinen Hehl: dass ihn nämlich zumindest ein Teil der Gemeindevertreter unterstützt. „Ein Mindestmaß an grundsätzlicher Zustimmung halte ich für eine solide und erfolgreiche Amtsführung für essentiell“, so der Bürgermeister. Unklar ist was passiert, wenn er das „Mindestmaß an grundsätzlicher Zustimmung“ nicht bekommt. Zieht er dann seine Kandidatur zurück? „Das wäre wohl zu viel reininterpretiert“, hieß es heute auf Nachfrage aus dem Rathaus.

Der offene Brief des Bürgermeisters im Wortlaut

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich heute in eigener Sache an Sie. In den kommenden Wochen möchte ich die politische Unterstützung meiner beabsichtigten Kandidatur zur Wiederwahl als Bürgermeister Henstedt-Ulzburgs ausloten. Dabei geht es mir auch um Sie und Ihre Haltung zu meiner Zukunft als Bürgermeister Henstedt-Ulzburgs. Meine Bitte um ein aufrichtiges Bekenntnis richte ich an alle Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter.

Zu diesem offensiven Schritt habe ich mich in dem Bewusstsein entschlossen, damit auch ein gewisses Risiko einzugehen; möglicherweise wird das Ergebnis meiner Befragung hinter meiner Erwartung zurückbleiben, einen Teil der Gemeindevertretung als Unterstützerinnen und Unterstützer zu gewinnen. Ein Mindestmaß an grundsätzlicher Zustimmung halte ich für eine solide und erfolgreiche Amtsführung für essentiell – denn bei der Bürgermeisterwahl am 1. März 2020 geht es um das Wohl unserer Gemeinde in den kommenden acht Jahren.

Meine bisherige Amtszeit war die wertvollste und großartigste Zeit meines bisherigen beruflichen Lebens. Gemeinsam haben wir bemerkenswerte Erfolge erarbeitet und zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Dies geschah nicht immer im überfraktionellen Einvernehmen. Themenbezogene Mehrheiten gab es in unterschiedlicher, aber stets pragmatischer Konstellation. Hier eine kleine Auswahl der erreichten Ziele:

– Umsetzung des Eigenbetriebs zur Neuordnung der Kinderbetreuung in Henstedt-Ulzburg

– Schaffung einer großen Anzahl weiterer Kita-Plätze und Lösung der Hort-Problematik
Einführung eines Medienentwicklungskonzepts für die Schulen

– Bis heute: Verhinderung der 380kV-Ostküstenleitung durch unseren Ort
Ansiedlung des REWE-Zentralstandorts sowie weiterer namhafter Unternehmen

– Voranbringen der Verwaltungsreform

– Ausgeglichene und (nun auch) pünktliche Haushalte während meiner bisherigen Amtszeit

Zahlreiche, auch von mir angestoßene Prozesse sind in Bearbeitung. Sehr gern würde ich diese in einer zweiten Amtszeit finalisieren:

– Mehr geförderten Wohnungsbau – bestmöglich mit festen Projekt-Quoten von 30%

– Klimaschutzkonzept mit der Zielsetzung klimafreundliche Gemeinde zu werden

– Verbesserung/Entlastung der verkehrlichen Belastung im Ort

– HU2030+, unser Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept

– Neuausrichtung der Sport- und Bildungslandschaft (Alstergymnasium, Mehrzweckhalle)

– Strukturanpassung in Konsequenz der Organisationsuntersuchung

Rund fünfeinhalb Jahre nach meinem Amtsantritt im Juni 2014 steht unsere wunderbare Gemeinde richtig gut da. Dahinter steht auch mein persönlicher Einsatz, Seite an Seite mit dem starken Team unserer Verwaltung. Während der vergangenen Jahre habe ich meine Führungskompetenz nachhaltig unter Beweis stellen können. Henstedt-Ulzburg habe ich zu jeder Zeit nach innen und außen mit Stolz repräsentiert. Ich fühle mich hier längst zuhause und stecke inhaltlich auch in den komplexen Themen tief drin.

2014 war ich zur Wahl als parteiloser, unabhängiger Kandidat angetreten – ohne Unterstützung aus der Gemeindepolitik. Aus dem Stand war ich bereits im ersten Wahlgang erfolgreich. Aufgrund des kontinuierlichen positiven Feedbacks und der mir entgegengebrachten Sympathie aus der Bevölkerung, insbesondere aus den Vereinen, Verbänden und der Wirtschaft, aber auch aus der Politik, traue ich mir eine Wiederholung des Wahlerfolgs und eine zweite Amtszeit zu.

Zum Ziel meiner ersten Amtszeit hatte ich mir auch die Heilung des seit vielen Jahren schwelenden Konflikts zwischen Politik und Verwaltung gesetzt. Dieses Ziel habe ich leider nur teilweise erreicht. Mein dialogischer Ansatz, zu dem Gesprächsangebote an die Fraktionen und der regelmäßige Austausch mit den Fraktionsvorsitzenden ebenso gehören wie ein jederzeit offenes Ohr gegenüber den Mitgliedern der Gemeindevertretung, hat nicht zu der Verbesserung geführt, die ich mir vorstelle.

Unsere Gemeinde und die kommunale Selbstverwaltung in Henstedt-Ulzburg stehen vor enormen Herausforderungen. Das politische Ringen um die bestmögliche Entwicklung sollte von deutlich mehr Miteinander und weniger Gegeneinander getragen sein.

Meine Vision war, ist und bleibt mit möglichst allen Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern Henstedt-Ulzburg konstruktiv und positiv weiter nach vorn zu bringen. Ob dies möglich ist, möchte ich nun für mich in Erfahrung bringen. Was wünsche ich mir dafür konkret von Ihnen? Gern ein persönliches Bekenntnis, ein Feedback in einem Vier-Augen-Gespräch oder auch ein Votum ihrer Fraktion.

Gegebenenfalls werde ich noch in diesem Jahr die Gemeindevertretung um ein Stimmungsbild zur Unterstützung meiner Kandidatur bitten.
Über Ihre Rückmeldung bis Anfang Dezember würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Stefan Bauer (Bürgermeister)

H-UN

4. November 2019

14 Kommentare zu "Vier Monate vor der Wahl: Bauer will von der Politik Feedback für zweite Amtszeit"

  1. Dirk Barckmann sagt:

    “ …Hier eine kleine Auswahl der erreichten Ziele / Zahlreiche, auch von mir angestoßene Prozesse sind in Bearbeitung. Sehr gern würde ich diese in einer zweiten Amtszeit finalisieren: … Verbesserung/Entlastung der verkehrlichen Belastung im Ort … “ Sie sprechen von Henstedt-Ulzburg, richtig?

  2. Rolf Michelsen sagt:

    Eine alte Volksweis lautet: wer einmal lügt dem glaubtt man nicht. Wer Bürgermeister wird (männlich oder weiblich) entscheidet wohl der Wähler.
    Unser Bgm. ist mit der Aussage bzw. dem Versprechen angetreten: keine Logistik mehr.
    Die Realität sieht anders aus. Mit geistiger Weiterentwicklung hat das nicht zu tun.
    Gefördetet Wohnungsbau Quote 30 % hat er nie erwähnt oder gefordert. Auch keinen Bericht über Gespräche darüber mit evtl. Investoren geführt zu haben. Letzte mir bekannte Quote war „Am Burgwall“ mit 13 %. So haben es die Parteien demokratisch entschieden mit dem Bebaungsplan, nicht der Bgm..
    REWE ist hier kein Zentralstandort sondern nur zentrales Großlager für S-H mit viel Technik bzw. künstlicher Intellegenz. Die wichtigen Steuern landen in der Konzernzentrale dank Mehrumsatz und nicht in H-U. Den Personalbedarf kann H-U nicht komplett stellen. Das erzeugt neue Pendlerströme auf den alten Straßen.
    Unser CDU-Landesvater hat gestern im TV erklärt, daß unser Bundesland mehr Industrie braucht – von Logistik erwähnte er nichts. Das hat unsere örtliche CDU bestimmt weder gehört, gesehen oder verstanden wie wichtig das ist.
    H-U hat nun NETTO und ggf. REWE – je nach Ausgang des Verfahrens.
    Dank der unvollständigen Erstellungt von Unterlagen im Bebauungsplan muss sich nun ein Gericht mit der Thematik befassen. Da fragt man sich doch welche Qulität die Arbeit der örtlichen Beamten unter der Veranrwortung des Bgm. leistet.
    Angetreten ist der Amtsinhaber mit dem Satz: nicht mehr Logistik. Dafür aber das Abwürgen mit allen Rechtsmitteln dank einer fernen Kanzlei in Sachen Bürgerbefragung bzw. Beteiligung an einem Thema, das zu keinem Zeitpunkt in irgendeinem Wahlprogramm stehen konnte.
    Zu behaupten, was so alles in Bearbeitung ist mag ja schön und gut sein. Leistung nach ca. 5 – 6 Jahren zu sehen ist zählt und keine hohlen Phrasen wie „wir werde uns für eine Umehungstraße einsetzen“ – das „funktionierte“ ca. 50 Jahre gut dank Mehrheiten.
    Das Thema KiTa wurde gelöst dank dem Ärger der Eltern und einer Initiave mit Bürgerabstimmung, also nicht vom Bgm.,der das Thema hat schleifen lassen obwohl der die Mängel kannte. Er wurde später „munter“ und aktiv. Warum nicht er selbst samt Stab vorher ?
    Verbesserung und Entlastung des innerörtlichen Verkehrs fand nicht statt genau wie eine überfällige Sanierung und Verbesserung der Rad- und Fußwege. Eine Umgehung ist dank der Mehrheitsverhältnisse inzwischen nicht mehr möglich. Und wenn, dann erst in 40 Jahren – wenn die Verhältniss sich längst geändert haben. Arbeitseifer also wie in Sachen „WilstedterStraße“ – und das als Klinikzufahrt. Verbesserung des ÖPNV keine Aktivitäten. Einige Straßen auf dem Rhen gleichen Verkehrswegen zu Zeiten der ehemaligen DDR – wo heute tolle Straßen außerorts und innerorts incl. Umgehung entstanden.
    Klimaschutz durch Vernichtung von Grünflächen für Neubauten – wie das ? Weg die Linde an der Bgm.-Steenbock-Straßen-Kreuzung, obwohl die Linde bestimmte positive Eigenschaften mit sich trägt und eine Nachpflanzung erst in einigen Jahrzehnten Vorteile bietet – aber wo den hier ?
    Die Ausgleichsflächen wurden – wie hier kürzlich zu lesen war – nicht wie unumgämglich erstellt. Faule Ausrede: Arbeitsüberlastung.
    Die Sanierungt der TG im Rathaus kostete den Steuerzahler ca. € 280.000,00 – vermeidbar gewesen wenn die Rathausmannschafft das nicht „verschlafen“ hätte. Personalkonsequenzen wurden nicht gezogen.
    Bürgerhaushalt von 2013 – umgesetzt wohl kaum etwas. Und das soll mit der neuen Aktion in 2019 nun besser werden ? Wer soll das glauben – also in die Kirche gehen und beten.

  3. Yavuz Kaya sagt:

    Ihr redet hier so, als hätte Stefan Bauer alles alleine entschieden. Er führt doch lediglich das aus, was mehrheitlich von der Gemeindevertretung beschlossen hat. Die Mehrheit entscheidet und der Bürgermeister setzt die Interessen der Mehrheit um. Verurteilen wir hier nicht die Falsche Person ??? Die Gemeindevertreter, die zu der Minderheit bei Entscheidungen gehören, stellen Herrn Bauer an den Pranger??? ich kann nicht glauben , dass Herr Bauer hier von der Gemeindevertretung und der Führung von den Parteien hier geopfert wird und für alles alleine verantwortlich gemacht wird. Ich finde er hat sehr gute Arbeit geleistet bis jetzt. Ich bin seit 20 Jahren in Henstedt Ulzburg tätig schon zu Dornquast Zeiten wurde Über eine Umgehungsstraße gesprochen . Seit mehr als 20 Jahre wird nur geredet und nichts gemacht. Die finanziellen Engpässe entstanden vor Herrn Bauer . Er wird auch dafür Verurteilt . Sorry so etwas geht überhaupt nicht. Wir benehmen uns hier ja wie Herr Oswald , Herr Götsch , Herr Klüver. Den Bürgerneister als 007 zu betiteln , ist Unterste Schublade . Entschuldigt bitte meine Rechtschreibfehler aber ich hoffe , ich bin trotzdem verständlich gewesen.

    • Hans Bergmann sagt:

      Der Bürgermeisterstuhl ist ein Schleudersitz. Als Bgm. Dornquast gemerkt hat, dass der Wind nach der Wahl aus anderer Richtung wehte, hat er sich nach kurzer Denkzeit abgemeldet – in Ehren entlassen, gewissermaßen.
      Bgm. Bauer hat ein ähnliches Problem. Seine Amtszeit muss verlängert werden oder eben nicht. Und natürlich hält man ihm den Spiegel vor, was hat er getan mit Hilfe der ihn stützenden Parteien, was hat er verhindert und was nicht.
      Klar, dass er nun zunächst fragen muss, wer aus den Reihen der Volksvertreter ihn auch zukünftig noch stützen will. Aber auch hier ist nix in Stein gemeißelt und das Volk merkt auch in H.-U., dass mit der „Mehltaupartei“ (kleine Anspielung auf F. Merz) keine Chance auf Veränderung in Sicht ist.
      Und dann gibt es natürlich immer noch die Möglichkeit, dass das Wahlvolk auch nicht vergisst, wer genau Rewe und Co. ins Land geholt hat.
      Und das wäre dann schlecht- ganz schlecht.

    • Christoph Abel sagt:

      Wer stellt denn hier den Bgm an den Pranger? Insbesondere aus der GV? IdR spielt der Bgm bei der Debatte um das Abstimmungsverhalten der GV doch eigentlich gar keine Rolle – und das völlig berechtigt.
      Die Wählergemeinschaften und Parteien können einen Kandidaten unterstützen. Das werden sie sicherlich nicht davon abhängig machen ob der Amtsinhaber Entscheidungen umgesetzt hat die in der GV per Mehrheit an einem vorbeientschieden wurde, sondern von viel relevanteren Fragen: Wie gut ist (subjektiv empfunden) die Arbeit des Bgms? Wie ist die Zusammenarbeit mit Bgm/Verwaltung? Wie ist der Umgang miteinander? Besteht ein Vertrauensverhältnis? Letztendlich: Inwieweit kann ich mir eine harmonische und erfolgreiche Zusammenarbeit für die Zukunft vorstellen?
      Und dann schaut man sich andere Bewerber und potentielle Bewerber an und versucht abzuschätzen ob diese besser oder weniger gut geeignet sind.
      .
      007 würde ich übrigens jederzeit als Bgm wählen. Ein Staatsdiener der weit über das erwartbare Maß für seinen Arbeitgeber in die Bresche springt und dabei schon mehrfach in aussichtsloser Lage einen Sieg davongetragen hat? Klingt jetzt nicht so unsympathisch – aber ist natürlich auch nur eine fiktive Gestalt mit der sich niemand messen muss 😉

  4. Detlef Kleinelsen sagt:

    Lassen Sie es uns einfach mal auf den Punkt bringen: Herr Bauer ist mit großen Erwartungen der Bürger und mangels guter Alternativen ins Amt gekommen. Seine Arbeit wird nun von vielen – freundlich ausgedrückt – mehr und mehr problematisch betrachtet. Das Ergebnis kann m.E. daher nur sein die Parteien oder auch starke Einzelpersönlichkeiten aufzurufen starke Alternativn aufzubauen. Frau Schmidt scheint mir z.B. eine hervorragende Kandidatin zu sein.

    • Stefan Kubath sagt:

      Ich stimme Ihnen hier voll zu. Nach einer Amtszeit wird ein Resumee gezogen und Erfolge und Mißerfolge abgewogen- so wie es auch bei den anderen Wahlen (z.B Kommunalwahl) passiert. Demokratie lebt zum Glück davaon, dass die Wähler entscheiden können. Wenn dann eine Auswahl an geeigneten Kandidaten besteht- jetzt scheinen zumindest schon einmal 2 zur Wahl zu stehen- dann hat der Wähler das letzte Wort. Gut so.

  5. Manuel Held sagt:

    Kritik zu üben ist immer sehr einfach; wer Ortpolitik als BGM macht, macht wohl auch nicht alles richtig und vor allem nicht alles auf einmal – ein Haar in der Suppe findet man immer.

    Alle Leser und Schreiber der Kommentare sollten mal darüber nachdenken, ob sie es unter den momentanen Bedingungen besser machen bzw. gemacht hätten.

    • Rolf Michelsen sagt:

      Wer Bürgermeister sein will muss ein Profi sein und die Materie kennen. Richtig ist, das die Gemeindevertreter – nach Mehrheiten – entscheiden.
      Die Wähler haben damals gegen den „Parteiklüngel“ gestimmt und eine Verbesserung erwartet. Das Argument „nicht mehr Logistik“ war einer von einigen Punkten.
      Wer sozialen Wohnungsbau will, der muss Kontakte knüpfen und Vorschläge bringen. In Norderstedt hat man es versucht mit dem Bündnis für sozialen Wohnungsbau – leider nicht so gelaufen wie von der neuen Obgm. gewollt. Aber immerhin ging die Initiative vom Stuhl des Verwaltungschefs aus.
      Aber der Alltag muss stimmen, dazu gehören u.a. die hier maroden Fuß- und Radwege.
      Das hat mit der Gemeindevertretung und Abstimmungen nichts zu tun. Auch mit dem Thema „KiTa“ hatte der Bgm. kein Glück, nur interne Orga-Probleme. Das hätte er mit einer motivierten Mannschaft ohne Bürgerinitiative m.E. lösen können und müssen.
      Wer hier im Gemeinderat neue große Projekte anschieben will, der sollte so seriös sein und die Finanzierungslösung mitbringen. Luftschlösser wie im Bürgerhaushalt 2013 und ggf. 2019 in neuer Auflage bringen nicht weiter.
      Das Thema Bürgerpark-Neugestaltunt ist sehr schön. Aber wie soll das finanziert werden so neben dem großen Projekt des Alstergymnasiums ? Hier kann und darf sich der Bgm. durchaus einschalten und mal die Frage an der Plenum stellen.

  6. Harald Witte sagt:

    Hand auf´s Herz.
    Es ist für mich zumindest die moralische Pflicht eines Bürgermeisters, die Bürger zu informieren und tranzparenz zu zeigen.
    Hätte man damit vielleicht eine Bürgerinitiative(REWE) menschlicher abwenden können?
    Ein Bürgermeister sollte in erster Linie den Bürgern verpflichtet sein, denn die sind es, die ihn wählen und ihr Vertrauen aussprechen sollen und wollen.
    Wie Sie im Fall REWE selbst gemerkt haben, vertreten Parteien immer nur ihre eigenen Interessen. Und wie wir gesehen haben, meistens am Bürgerwillen vorbei.
    Viele Bürger, so auch ich, hatten die Hoffnung, durch einen parteilosen Bürgermeister mehr transparenz und Bürgernähe zu Erfahren.
    Mit Ihrem Schreiben an die Parteien(nicht an die Bürger) gerichtet, zeigt mir leider Ihre Prioritäten.
    Bin mir aber sicher, ein neuer Bürgermeister wird nichts besser machen, schon gar nicht wenn er/sie Parteiabhängig ist.

    • H. Sazmann sagt:

      „Mit Ihrem Schreiben an die Parteien(nicht an die Bürger) gerichtet, zeigt mir leider Ihre Prioritäten.“

      Lesen Sie Herrn Bauers Brief. Er schreibt nun wirklich sehr deutlich, dass er wissen möchte, ob er aus der Gemeindevertretung Unterstützung zu erwarten hat. Das begründet er auch: „Ein Mindestmaß an grundsätzlicher Zustimmung halte ich für eine solide und erfolgreiche Amtsführung für essentiell“.

      Dass eine Zustimmung der Bürger ebenso nötig ist, versteht sich von selbst.

      Dass Herr Bauer klug genug ist, erst in der GV seine Unterstützung abzuklären, bevor er zur Wahl antritt – und nicht umgekehrt – möchten Sie ihm hoffentlich nicht vorwerfen.

  7. Oliver Blau sagt:

    Ich kann nicht annähernd abschätzen, inwieweit die Arbeit eines Bürgermeisters durch Sachzwänge bestimmt wird. Aber ich nehme an, dass übergeordnete Gesetze, Verordnungen und Pflichten / verschiedenste Parteien-, Vereins- und Personeninteressen / festgefahrene Prozesse in der Verwaltung / nahregionale Koordinationen etc. am Ende nicht ganz viel Spielraum für echte Kursänderungen lassen. Abgesehen von den finanziellen Möglichkeiten. Insofern traue ich mir auch nicht zu, die Arbeit des Bürgermeisters präzise bewerten zu können. Ich habe einige Statements verfolgt, und man sieht ihn auch hin und wieder. Wer mehr Zeit und Muße hat als ich, erlebte ihn sicherlich auch schon häufiger bei Infoveranstaltungen etc. Ich mache mir also ein Bild aus wenigen verwertbaren Teilen. Genauso wenig kann ich beurteilen, ob andere Kandidaten denn nun besser passen. Am Ende bleiben aber ein paar Gesichtspunkte übrig, die man in die eigene Wahl einbeziehen müsste: Wie lange braucht es für jedweden Kandidaten, sich in die komplexe Thematik eines Bürgermeisteramtes einzuarbeiten? Recht lange, nehme ich an. Bringt es uns in Sachfragen voran, wenn eine neue Person das Bürgermeisteramt besetzt? Das ist abhängig von dem Mehrnutzen des Kandidaten in der Sachkenntnis, seiner Qualifikation, seiner Unterstützung der gesamten Gemeinde usw. Gibt es irgendwas, dass mein Leben in der Gemeinde beeinträchtigt hat und ausschließlich auf die Arbeit des Bürgermeisters zurückzuführen ist? Glaube ich nicht.
    Am Ende bleibt also vor allem ein subjektives Gefühl, das vor allem durch Sympathien bestimmt wird. Und als überzeugter Wertschätzer demokratischer Werte freue ich mich über Wahlmöglichkeiten, sprich Alternativen. Insofern immer ran mit neuen Kandidaten. Das führt aber per se nicht dazu, automatisch alle Alternativen höher zu bewerten, als den bestehenden Amtsinhaber.
    Ich würde mir sehr wünschen, dass alle Teilnehmer an der Wahl sich sehr gut überlegen, was sie tun, und Floskeln sowie Wandschmierereien möglichst außer Betracht lassen. Und auch parteipolitische Ausrichtungen.

    • Nicole Kornath sagt:

      Herr Blau,

      ich schätze Ihre wertfreien und sachlichen Beiträge, besser kann man es nicht ausdrücken.
      Ich kann das nicht so gut…..

      Niemand scheint sich zu fragen, wer hier letztendlich die Entscheidungen trifft. Der Bürger sieht nur, was ihm nicht gefällt. Was gefällt wird nicht geschätzt, sondern als gegeben hingenommen. Ich möchte nicht mit Herrn Bauer tauschen, umsetzen müssen, was die Gemeindeverwaltung beschließt und dafür ständig angeprangert zu werden, da die Meinungen ja nun mal auseinander gehen. Demokratie eben. Gern würde ich Herrn Bauer die Möglichkeit geben, in einer weiteren parteilosen Amtszeit zu versuchen, die jahrzehntelang verwurschtelten Stränge hier zu entwirren. Eine Amtszeit reicht da sicherlich nicht.

      Sie sehen, Herr Blau, Ihre Neutralität ist mir leider nicht in die Wiege gelegt worden. Ich freue mich auf weitere Beiträge Ihrerseits.

  8. Hallo Frau Komath, die besten Beiträge , mit denen ich mich immer identifizieren kann , kommen von Herrn Blau.
    Leider kann ich mich nicht so elegant ausdrücken wie er.

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