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Noch ’n Gutachten: Kann ein Durchbruch von der Bahnhof- zur Lindenstraße den Kirchweg entlasten? | Henstedt-Ulzburger
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Noch ’n Gutachten: Kann ein Durchbruch von der Bahnhof- zur Lindenstraße den Kirchweg entlasten?

Die Bahnhofsstraße

Da fehlt nicht mehr viel: Die Bahnhofstraße endet kurz vor der Lindenstraße   Bild: open street map

Keine Sitzung ohne die Beauftragung von neuen Gutachten. Vergangene Woche hat der Umwelt – und Planungsausschuss ein weiteres Verkehrsgutachten beschlossen. Herausgefunden werden soll, ob die Bahnhofstraße die Verkehrsbelastung des Kirchwegs verringern kann. Dazu müsste die Bahnhofstraße an die Lindenstraße angebunden werden.

Hintergrund: Der Durchstoß von der Bahnhofstraße zur Lindenstraße steht in einem alten Bebauungsplan. Der Eigentümer möchte aber jetzt sein Grundstück an der Lindenstraße vier mit Mehrfamilienhäusern bebauen und statt einer Straße nur eine fußläufige Verbindung zur Lindenstraße akzeptieren, fordert eine entsprechende Änderung der Gemeindepläne.

Im Rahmen einer angedachten Bebauungsplanänderung sollen deswegen jetzt Gutachter ran, bevor die Durchbruchoption „futsch“ ist. Ortsplaner Volker Duda sprach von einer hohen Verkehrsbelastung entlang des Kirchwegs, eine Anbindung der Bahnhofstraße zur Lindenstraße könne zu einer Verkehrsverlagerung führen. Duda zu den Ortspolitikern: „Da hätte ich gerne eine Fachmeinung dazu.“

Bis auf die BFB stimmten alle Fraktionen zu. Damit liegt demnächst ein weiteres, wenn auch kleines Verkehrsgutachten auf den Tischen der Ortspolitiker. Vielleicht ja zeitgleich mit dem mittlerweile berühmt-berüchtigten, mehrere hundert Seiten starken gemeindlichen Verkehrsstrukturkonzept. Dessen Endfassung hatte das Verkehrsplanungsbüro Dresden-Berlin-Consult im Herbst 2014 vorgestellt. Im vergangenen Jahr hatte es dann mehrere ortsteilbezogene Einwohnerversammlungen zum Gutachten gegeben.

Angedacht ist jetzt, dass im März – in einer Sondersitzung des Umwelt- und Planungsausschusses – über zahlreiche Vorschläge des Papiers offen im Ratssaal abgestimmt werden soll.

Christian Meeder
24. Januar 2016

28 Kommentare zu "Noch ’n Gutachten: Kann ein Durchbruch von der Bahnhof- zur Lindenstraße den Kirchweg entlasten?"

  1. Oliver Blau sagt:

    Diese Woche auf einem internationalen Flughafen, Rückflug nach HH: Hinter mir sitzen drei Hamburger, die sich irgendwann darüber unterhielten, wie man am besten aus dem Norden Hamburgs in das Einkaufsgebiet „Media-Markt und toom“ kommt. Die Wege, die beide ausführlichst beschrieben hatten, waren (bis auf die S-H-Straße) ausschließlich Schleichwege. „Vorbei an Klinik“, „von der Hauptstraße gleich wieder runter“, „ab durch das Wohngebiet“, „hinter der Kirche bleiben“ – das hätte ich nicht für möglich gehalten! Dachte, die Schleichwege wären ausschließlich eine Sache der Einheimischen! Die Situation auf „der Hauptstraße“ haben beide als „Sch….e“ beschrieben.

  2. Stefan Schneider sagt:

    Das klappt bestimmt: Dann leben die Anwohner dort, die ein Reihenhaus in einem reinen Wohngebiet gekauft haben, in Saus & Braus. Lindenstrasse ab und rein in den Kirchweg… schon dicht? Dann Plan C in die Bahnhofstraße, grandios.
    Als die Hamburger neu asphaltiert wurde, hatte die Usedomer u.a. die Umleitung, sah hier aus wie zur Rushhour an der Sechslingspforte in HH.

  3. Stefan Werner sagt:

    Es ist schon eigenartig in dieser Gemeinde, dass, um die Hamburger Straße zu entlasten, nun die reinen Wohngebiete drumherum bluten sollen. Stets freie Fahrt für freie Bürger? Die Bahnhofstraße ist ein Gebiet mit vielen Reihenhäusern, in denen junge Familien wohnen. Es ist schon verwunderlich, dass diese Straße nicht bereits jetzt verkehrsberuhigt ist, angesichts der Wohnsituation dort. Darüber hinaus würde das ansteigende Verkehrsaufkommen in diesem Bereich viel mehr Menschen betreffen, als im Kirchweg, wo ausschließlich Einzelhausbebauung vorherrscht.

  4. Helmut Wrage sagt:

    Auf diesem Stück ist der Kirchweg normal nicht staugefährdet. Wichtig finde die Verbesserung der Parkplatzsituation in der Lindenstraße, hierdurch enstehen die Behinderungen.
    Wenn hier neue Wohnung gebaut werden sollen bitte mit der Auflage möglichst 2 Parkplätze pro Wohnung.

  5. Stefan Schneider sagt:

    Sollten wir nicht im Gegenteil den Verkehr bewusst auf der Hamburger konzentrieren, aber auch Alternativen anbieten (Bus/Radwege/AKN-Anbindung derselben/Verknüpfung von Strassen verbessern, die zur Aufnahme nicht-lokalen Verkehrs gedacht sind)?
    Das Verkehrsaufkommen nun in die Wohngebiete umzuverteilen, statt es zu bypassen und/oder zu verringern, kann doch nun nicht die Lösung sein ?!?

  6. Norbert Wollweber sagt:

    Naja…, „Entwicklung“ heißt doch z.Zt. „mehr Häuser/Wohnungen“, also im weitesten Sinne Verdichtung, da das Gemeindegebiet flächenmässig ja begrenzt ist. Weniger Wohnungen/Häuser, quasi Baustopp, bedeutet aber Preissteigerung (Miete/Kaufpreis). Sozialer Wohnungsbau ist ja auch nur zeitbegrenzt preisgebunden.
    Die Forderung nach mehr Parkraum auf privatem Gelände ist aber nur eine Seite der Medaille…
    Mehr „zwangsweise“ privat zu schaffender Parkraum erzeugt ja auch mehr Verkehr, denn niemand kauft Autos um sie auf seinem privaten Parkplatz vermodern zu lassen! Andersrum könnte aber ein Lied daraus werden:
    Verzicht auf zwangsweise Schaffung privaten Parkraumes! Würde bestimmt wirtschaftlich angenommen.werden, da Wohnflächen lukrativer als Stellflächen sind. Damit einhergehend aber auch absolutes Halteverbot in reinen Wohngebieten bei gleichzeitiger Schaffung von einigen wenigen Anwohnerparkplätzen mit Berechtigungsscheinen, sowie ein paar Kurzzeit-Ladezonen.
    Sehen Sie sich mal das „Hochverdichtungsgebiet“ Lübecker Altstadt an! Dort entspricht die Anzahl der Anwohnerparkflächen bei weitem nicht den ausgegebenen Berechtigungsscheinen! „Feste“ Parkplätze gibt es nicht im öffentlichen Raum.Trotzdem sind die Wohnungen hochbegehrt, stehen mitnichten leer! Die Bewohner müssen sich halt mit der Situation arrangieren und tun es. Entweder verzichten sie auf Autos oder haben weit entfernte Stellflächen ausserhalb des Gebietes.
    .
    Noch mehr Verkehr auf die Hamburger Straße zu „verdichten“, kann nicht die Lösung sein, denn Stau läßt sich nicht verdichten, höchstens verlängern…
    Die logische Folge sind dann eben Schleichwege. Die sind weithin bekannt und werden auch zunehmend genutzt! Laut Verkehrsgutachten aber nicht überwiegend von Durchgangsverkehr, sondern „hausgemacht“, also Innerortsverkehr…
    Neubürger würden/müßten sich bewußt bei Zuzug für so ein geändertes Konzept entscheiden.

    • jens Daberkow sagt:

      und doch lässt sich der Verkehr verdichten ähnlich wie Wohngebiete einfach die Straßen mehrstöckig bauen am Ende kommt ein Staffelgeschoss Radweg 😉

  7. Martin Becker sagt:

    Bis heute ist mir unklar, warum „Wohnstraßen“ eine Durchgangsstraße wie die Hamburger Str. entlasten sollen…? Wenn ich mich richtig erinnere, ist der größte Teil des Verkehrs auf der Hamburger Str. innerörtlich verursacht. Ich weiß wann ich besser nicht über die Hamburger fahren sollte und richte mich danach oder nehme dankbar entgegen was mir der Verkehr gibt. Im Zweifel muß ich halt meinen Hintern früher aus dem Bett schwingen und wenn es nicht anders geht dann ist das halt so. Als alter Hamburger kenne ich freie Straßen eh nicht so recht.

    Wir sollten keinen Verkehr im Ort räumlich verlagern, sondern wie hier auch schon geschrieben wurde, den Verkehr konsequenter kanalisieren und gleichzeitig bereits vorhandene Alternativen zum Auto stärken. Ich wohne in Ulzburg Süd – unweit der AKN Station und nutze mehr und mehr diese auch für den Weg zum CCU und in das Gewerbegebiet. Kann man vielleicht eine weitere Station am/im Gewerbegebiet realisieren, vielleicht sogar mit P+R, um Berufsverkehr aus dem Norden abzufangen? Ein höhere Taktung? Wie kann man die AKN besser nutzen wenn man nicht neben einer Station wohnt? Geben wir doch lieber Geld dafür aus das zu untersuchen und zu realisieren.

    Bei geeignetem Wetter nehm ich innerorts auch gern das Fahrrad, aber bitte malt mir keinen Fahrradstreifen auf die Straße, als Radfahrer habe ich vor den Dingern angst… .

  8. Jens Daberkow sagt:

    Die Kommentare gehen glaube in die falsche Richtung.So wie Ich es verstanden habe geht die Tendenz in Richtung geschlossen.Nur ein Durchstich für Fußgänger und Radfahrer.

    Es würde auch nichts ändern auf den Kirchweg müssen ja doch alle entweder Bahnhofstraße oder Birkenweg.

  9. Bei aller Diskussion bleibt hoffentlich im Blick,dass das Gebiet Kirchweg, Lindenstraße Bahnhofstraße stark frequentierte Wege der Schüler beinhaltet. Da sind die kleinen Grundschüler, die relativ unerfahren dann mit noch erhöhtem Verkehrsaufkommen klar kommen müssen, als auch die Schüler , die Richtung weiterführende Schulen auf die östliche Seite der Hamburger Str. müssen. Schon jetzt ist der Weg durch die Bahnhofstraße im Bereich Anlieferung CCU für Radfahrer als auch für Fußgänger sehr gefährlich geworden. Der Anlieferverkehr als auch der normale Autoverkehr bedrängt dort fahrende Radfahrer. Begegnen sich zwei Anlieferfahrzeuge in diesem Bereich, wird auch gern der Fußweg als Straße mitbenutzt. Die versprochene Verbreiterung durch Verzicht auf Grundstücksfläche beim Mankebau scheint augenscheinlich ja wohl auch vom Tisch zu sein, zumindest wenn man die gesetzte Linie der Bürgersteigkante im Baustellenbereich betrachtet.

  10. Harald Witte sagt:

    und schon wieder ein Gutachten!!!!
    Ist der Steuerzahler ne Melkkuh?
    Hat H-U sooo viel Geld?

    Schaut doch einfach mal auf den Plan.
    Die einzige sinnvolle Lösung ist:
    Verlängerung des Bahnbogen bis Lohekamp/Lindenstraße und weiter bis Schulstraße/Westerwohlder Str. und dann weiter bis Kadener Chaussee/Usedomer Str.
    So kann man das ganze Gebiet umfahren, aber auch in die Siedlungen ein und ausfahren.
    Der Kirchweg und die HH-Str. wären somit nachhaltig entlastet ohne mehr Verkehr in die Siedlungen zu bringen.

    • Dirk Meissner sagt:

      Moinsen auch, hätte ne kleine Verbesserung; vom Bahnbogen direkt an die Westerwohlder Str. , sonst geht der Verkehr wieder durch ein Wohngebiet… und dann weiter zur Kadener Chaussee, wenn geht !

  11. Kurt Göttsch sagt:

    Wir sprechen über den B-Plan 100, der seit dem Januar 1998 als Satzung gilt.
    Darin ist eine Straße als Verlängerung der Bahnhofstraße zur Lindenstraße vorgesehen.
    http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/___tmp/tmp/45081036748147024/748147024/dokumente/Bauleitplanung/Bebauungspl%E4ne/100_Kammerloh-Ostteil/100_00%20Kammerloh%20Ostteil.jpg

    Er beinhaltet auch ein Baufenster auf einem hinteren Grundstücksfläche / Lindenstraße als sog. Pfeifengrundstück mit Erschließung zur Lindenstraße.
    Eine Höhenbegrenzung sieht der B-Plan nicht vor.
    Parkplatzfragen sind auch nicht geregelt.
    Diese geplante Straße kann nicht umgesetzt werden, weil der Eigentümer dieses Grundstücks- nicht identisch mit dem Eigentümer des Baugrundstücks – dafür sein Grundstück nicht hergibt.
    Enteignungen sind in H-U ( bisher ) tabu. Soweit so gut.
    Jetzt will ein Bauträger auf dem Nachbargrundstück ein massiv vergrößertes Baufeld durchboxen.
    Die WHU hat sich dagegen ausgesprochen.Unser Ziel ist es dennoch eine B-Planänderung zu beschließen.
    Wir wollen den bisherigen nUmfang des Baufenster des Ursprungsplans erhalten, die bisherige Straße (gem. Plan) soll in einem Fuß- und Radweg umgewandelt werden.
    Wir wollen eine Höhenbegrenzung des Gebäudes festsetzen.
    Wir wollen zwei Stellplätze je Wohneinheit verankern.
    Die Grundstückerschließung des Baufensters soll auch nicht – wie gewünscht – als Fortsetzung der Bahnhofstraße erfolgen. Das würde – wie eine Straße – eine zusätzliche Belastung der uralten Eiche bedeuten., der schleichende Verfall würde beginnen.
    Die Zufahrt soll wie im Ursprungsplan über die Lindenstraße erfolgen, ggf. auch als Anbindung an den Kirchweg.
    Die CDU-Fraktion spricht sich ebenfalls gegen die beantragte Erweiterung des Baufensters aus.
    Im Hinblick auf die verkehrliche Erschließung des Grundstücks über die Bahnhofstraße haben wir keine Gemeinsamkeit, wohl aber bei der Ablehnung einer Straßenführung zur Lindenstraße. Beide Fraktionen sind für eine Herstellung der fußläufigen Anbindung der Bahnhofstraße an die Lindenstraße ( incl.Radweg ) .

    Fazit: wenn die CDU zu ihrer Meinung steht, wird es mit deren 4 Neinstimmen und den 2 Neinstimmen der WHU im Ausschuss keine Mehrheit im 11er Rat für eine Straßenanbindung der Bahnhofstraße an die Lindenstraße geben.

    • Jan Kirmse sagt:

      Herr Göttsch, wenn Sie sagen, daß es im Ausschuß eh keine Mehrheit geben würde, warum wurde dann (laut Artikel auch von Ihrer Fraktion) überhaupt für ein Gutachten gestimmt? Hätte man sich das dann nicht sparen können? Gibt es überhaupt konkrete Andeutungen, was die Anbindung der Bahnhofstr an die Lindenstr bringen soll? Diejenigen, die momentan im Sackgassenteil der Bahnhofstr wohnen, hätten eine bessere Anbindung an die Hamburger Straße, für alle anderen Autofahrer kann ich überhaupt keinen Vorteil erkennen, egal von wo man kommt und wo man hin möchte. Die eigentliche interessante Information wäre also, was Herr Duda sich vorstellt, aber davon steht nirgends etwas. Obwohl es die Information scheinbar gibt, sonst hätten doch nicht (fast) alle Fraktionen für ein Gutachten gestimmt. Wobei ja auch die Frage offen bleibt: ist mit „Expertenmeinung“ überhaupt ein Gutachten gemeint, oder geht es nur um Peanuts im Tagesgeschäft, was nur keiner so ausdrücken möchte, weil es dann nicht dramatisch genug klingt und keine Meldung wert wäre?

  12. R. Finsterbusch sagt:

    Noch ein weiteres, zu den bereits vorhandenen – unerledigten – Gutachten?

    Im Hauptausschuss hat man erst unlängst bemängelt, dass die Verwaltung bislang immer noch nicht eine Aufgaben- und Projektliste vorgelegt hat. Und was ist mit den Ausschüssen selbst? Hat man hier eine Prioritätenliste über die dringendsten zu treffenden Entscheidungen erstellt? Stattdessen beklagt man, dass man eine Reihe von Aufgaben nicht mehr im Blick hat. Ein guter Player verliert nie die Übersicht, er behält das Wesentliche im Auge.

    Statt sich immer neuen Projekte zu widmen, sollte man erst einmal die vorhanden abarbeiten. Es besteht ein nicht unerheblicher Entscheidungsstau – und das nicht erst seit gestern! Das Ziel sollte es sein, die Situation zu verbessern und nicht zu verschärfen.

    Die Frage ist es auch, ob es nicht kontraproduktiv ist, die Verwaltung mit immer neuen Prüfungsaufgaben zu überschütten, wenn man schon bei den vorhandenen nicht nachkommt? Bei einem vollen Wasserglas gießt man doch auch nicht weiteres Wasser nach. Oder?

    Und zum Schluss noch eine Weisheit – die nicht von mir stammt: „Es ist überzeugender etwas selbst zu erarbeiten, als dieses anderen zu überlassen.“ Vielleicht wird dadurch ja der eine oder der andere – an die Verwaltung gerichtete – Prüfungsauftrag nicht mehr erforderlich.

    • K. Honerlah sagt:

      Moin Herr Finsterbusch,
      die im Hauptausschuss angesprochene, überfällige Prioritätenliste wurde zuvor entsprechend der jeweiligen Zuständigkeit in den Fachausschüssen beraten und mit Prioritäten versehen. Diese Liste wollte der Bürgermeister lediglich in Gänze priorisieren und uns dann vorstellen, was leider seit September nicht erfolgt st. In einem Punkt können Sie aber sicher sein: Alle Fraktionen wollen die Abarbeitung der offenen Punkte!
      Jedoch kann die Politik Ihren im letzten Satz geäußerten Wunsch nicht erfüllen. Z.B. steht Einführung der Doppik (kaufmännische Buchführung) zwar ganz oben auf der Prio-Liste. Dies muss aber von der Verwaltung vorbereitet und umgesetzt werden. Wir können (außer bei der Bereitstellung von €€ und Personal) nicht tätig werden.

  13. Kurt Göttsch sagt:

    Herr Kirmse, die WHU Fraktion hat nicht für ein Gutachten gestimmt, sondern – wie beschrieben – für einen Aufstellungsbeschluss gestimmt , um bestimmte Ziele mit einer Neuordnung des B-Plans zu erreichen.
    Der Beschluss lautet :
    Der Bebauungsplan Nr. 100 „Kammerloh-Ostteil“ für das Gebiet – nördlich der Bebauung an der Lindenstraße – westlich der Bebauung an der Bahnhofstraße Hausnummern 114-124 – südlich des Kinderspielplatzes Bahnhofstraße – soll wie folgt geändert werden:
    – Ausweisung eines Mischgebietes entsprechend dem Flächennutzungsplan der Gemeinde Henstedt-Ulzburg
    – Ausweisung von Baugrenzen
    – Festsetzung von Gebäudehöhen und Geschossigkeiten zur städtebaulichen Gestaltung des Plangebietes
    – Festsetzung von Grünflächen und erhaltenswerten Baumbestand
    – Untersuchung der verkehrlichen Erschließungsmöglichkeiten
    – Änderung der Verkehrs- und Stellplatzflächen
    – eine artenschutzrechtliche Betrachtung des Eingriffs gemäß § 44 (5) Bundesnatur-schutzgesetz sowie die Abschätzung relevanter Artenvorkommen anhand ihrer Lebensraumansprüche auf der Grundlage der bedeutsamen Biotop- und Habitatstrukturen im Plangebiet unter besonderer Berücksichtigung der vorhandenen Bäume und
    – Erstellung eines Umweltberichtes
    Wie Herr Duda als Verantwortlicher in der Verwaltung das Thema “ Untersuchung der verkehrlichen Erschließungsmöglichkeiten “ angeht, ist erst einmal seine Sache. Das er hier Klärungsbedarfv sah / sieht, ist aus seiner Sicht verständlich. Ob das “ ‘n Gutachten “ wird oder nicht ? Auch die artenschutzrechtliche Betrachtung und der Umweltbericht sind dann sicher Gutachten.
    Das Baurecht sieht bestimmte zwingende Aktivitäten vor. Einige wissen es offensichtlich nicht.

  14. Torsten Reimers sagt:

    Manchmal denke ich, dass hier Berichte abgedruckt werden, die eigentlich für eine Meldung am 01.04. gedacht sind („April April“). Die Bahnhofstraße ist in der Hauptverkehrszeit jetzt schon überlastet! Dort kommt nämlich ein großer Teils des Durchgangsverkehrs von oder nach Pinneberg / Alveslohe / Quickborn durch; incl. derjenigen, die keinen Umweg fahren wollen und daher nicht die BAB-Ausfahrt Henstedt-Ulzburg nehmen, sondern Quickborn. Wir können davon ein Lied singen, weil wir in der Bahnhofstraße wohnen und die Ausfahrt aus unserer Parklücke ist zu den Hauptverkehrszeiten immer ein Abenteuer, denn ca. 90% der Autofahrer vergessen, dass es sich hier um ein Wohngebiet mit Tempo 30 Zone handelt.

  15. R. Finsterbusch sagt:

    Hallo Frau Honerlah,

    liegt es einzig allein an der Verwaltung, dass in HU so viele ungelöste Probleme noch offen sind?
    Wie hieß es doch bei Goehte: Die Botschaft hör‘ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
    Alle Fraktionen wollen die Abarbeitung der offenen Punkte! Sicher, aber doch nicht (immer) mit den gleichen Lösungsvorschlägen, oder woran ist dann z. B. eine Umgehungsstraße seinerzeit gescheitert? Die Auswirkungen waren doch vorhersehbar und hat man diese nicht – anstatt sich zu verständigen – trotzdem billigend in Kauf genommen? Auf weitere offene Punkte könnte mann dann eingehen, wenn eine“ Prioritätenliste“ vorliegt. Nur noch ein Beispiel aus den vergangenen Wochen: „Verwaltung legt Geschwindigkeitmessungen vor: In Spielstraßen wird viel zu schnell gefahren“. Da wird ein Gemeindevertreter des U+P-Ausschusses mit den Worten zitiert: „Wir haben ein Problem bei den Spielstraßen und können das nicht so weiterlaufen lassen.” Und welche konkreten Maßnahmen beschließt der Ausschuss, außer den Bürgermeister zum Handeln aufzufordern? Wie z. B. Norderstedt es im Moorweg gelöst hat, hatte ich in der letzten U+P-Ausschuss-Sitzung aufgezeigt. Dazu brauche ich z. B. keinen Prüfungsauftrag, das kann man auch selber erarbeiten; warum nicht auch die Politik? Mein Vergleich mit dem Wasserglas kam nicht von ungefähr. Ich hatte da den Bürgerhaushalt im Blick. Viele gute Vorschläge, die – nach meiner und auch anderer Meinung – nur deshalb abgelehnt wurden, weil diese zusätzliche Arbeiten für die Verwaltung bedeutet hätten. Dazu hat „Dale Carnegie“ die Ursachen, Auswirkungen und möglichen Lösungen m. E. gut aufgezeigt.

  16. Harald Witte sagt:

    Es ist schon bemerkenswert, das alle am Problem rumdoktern, anstatt die Lösung zu diskutieren.
    Mir erschließt sich der Verdacht, das allen das Problem wichtiger ist.

    Mein Vorschlag wäre, nicht mehr Klugschnacken, sondern Gedanken machen!

  17. R. Finsterbusch sagt:

    Hallo Herr Göttsch,
    Sie schreiben mich unter dem Artikel „Rathaus bekräftigt: Müllkippe kein Problem für neues Naturschutzgebiet an der Alsterquelle“ wie folgt an:

    @ Herr Finsterbusch , Ihren in den Sitzungen von Ihnen vorgetragenen Frust über ( Ihre ) Vorschläge, die verhallen, kann ich zum Teil nachvollziehen.
    Was sollen die ehrenamtlichen Politiker noch machen, wenn wir schon das Geschwindigkeitsproblem in Spielstraßen erkannt haben und den Bürgermeister zum Handeln auffordern?
    Sollen wir jetzt selbst unsere Kombis mit Aufpflasterungen, Schwellen und Blumentrögen beladen und damit die Spielstraßen versehen?
    Oder wie verstehe ich Ihren Hinweis „Dazu brauche ich z. B. keinen Prüfungsauftrag, das kann man auch selber erarbeiten; warum nicht auch die Politik?“
    Das ist nicht unser Job und wir sind auch rechtlich daran gehindert, “Eigeninitiative” zu ergreifen. So etwas muss ggf. der Bürgermeister anordnen.
    Zu Ihrer Frage „ Welche konkreten Maßnahmen beschließt der Ausschuss (zu Spielstraßen ) ?
    Wir haben in Abstimmung mit einigen Bürgerinnen und Bürgern der Straße „Am Burgwall“ einen Antrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für die nächste UPA Sitzung gestellt. Der Antrag wird ab Freitag im Netz zu lesen sein.
    Mal sehen, was die Verwaltung und die politische Mehrheit dazu sagen.
    Wir konnten es natürlich nicht verhindern, dass die Verwaltung „ in das ( nach Ihrer Meinung ) volle Glas“ noch ein Schlückchen nachgeschüttet bekommt.
    Ich hoffe, Sie sind deswegen nicht enttäuscht ? 🙂

    Antworten wollten Sie wahrscheinlich auf meinen Beitrag unter „Noch ‘n Gutachten: Kann ein Durchbruch von der Bahnhof- zur Lindenstraße den Kirchweg entlasten?“ Darum antworte ich Ihnen auch hier

  18. Kurt Göttsch sagt:

    Sorry, mein Post sollte natürlich hier abgedruckt werden.

  19. R. Finsterbusch sagt:

    Herr Göttsch,
    aus Ihrem Beitrag könnte man den Eindruck gewinnen, dass
    die Gemeindevertretung ein zahnloser Tiger ist, Probleme mit der Nahrungs-findung/lösung hat, auf die Fütterung durch andere (Verwaltung) angewiesen ist. Und, da die Fütterung derzeit nicht ausreichen erfolgt, man jetzt am Tropf hängt. Und sollte die Fütterung gar ganz ausbleiben, man vom Aussterben bedroht ist.

  20. R. Finsterbusch sagt:

    Herr Göttsch,
    in einem zweiten Beitrag möchte ich Ihnen auch antworten, was mich enttäuscht:

    A) Fragen, die man im Ausschuss stellt, werden nur vom Bürgermeister/Verwaltung beantwortet. Die Gemeindevertreter/innen schweigen. Also könnte man auch sagen, wie es unter Kaufleuten ist, wer schweigt, stimmt den Ausführungen des Bürgermeisters / Verwaltung – wie immer sie auch ausfallen – zu.

    B) Wenn man den Bürgerwünschen, wie z. B . „mehr Verkehrssicherheit für Kinder“ – trotz großer Zustimmung im Bürgerhaushalt – nicht folgt und wie die Verwaltung (derzeit) keinen Handlungsbedarf sieht.

    C) die leeren Worthülsen, wie: „Wir müssen das verloren gegangene Vertrauen der Bürger zurückgewinnen“ oder “ Wir müssen die Bürger in Entscheidungen mit einbeziehen“

    Und last but not least:

    Bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen in den Spielstraßen verlangt keiner, dass sie selbst Hand anlegen. Wo aber sehen Sie rechtliche Hinderungsgründe im Ausschuss selbst Lösungsmöglichkeiten zu beschließen und diese dann der Verwaltung zwecks Umsetzung zu übermitteln?

    Und noch zur Klarstellung. Ich hatte in meinem Beitrag geschrieben: „Die Frage ist es auch, ob es nicht kontraproduktiv ist, die Verwaltung mit immer neuen Prüfungsaufgaben zu überschütten, wenn man schon bei den vorhandenen nicht nachkommt? Bei einem vollen Wasserglas gießt man doch auch nicht weiteres Wasser nach. Oder?“ Das basiert auf dem HU-Artikel „Scharfe Kritik des Hauptausschusses an Bürgermeister Bauer“, der hier wie folgt zitiert wird:“Es gebe kaum eine Ausschusssitzung, in der die Verwaltung nicht neue Aufträge erhalte“.

  21. Peter Borchert sagt:

    Hallo Herr Finsterbusch, dass Ihre Fragen nur vom Bürgermeister beantwortet werden, liegt daran, dass Sie nicht gezielt die eine oder andere Fraktion oder alle Fraktionen oder einzelne Ausschussmitglieder zur Beantwortung aufgefordert/gebeten haben. Ich habe das bereits mehrfach entsprechend unproblematisch gehandhabt.

  22. R. Finsterbusch sagt:

    Hallo Herr Borchert,
    wenn ich nur eine Antwort auf meine Fragen vom Bürgermeister oder der Verwaltung erhalten möchte, dann gehe ich bestimmt nicht in eine Ausschusssitzung! Als ich die gesamten Gemeindevertreter/innen angesprochen habe, haben diese auch nicht geantwortet. Ebenfalls hat auch ein von mir zitierter Gemeindevertreter nicht geantwortet. Insofern läuft Ihre Kommentierung völlig ins LEERE! Sie antworten doch auch, ohne dass ich Sie gefragt habe.

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