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Vorbereitung für massive Innenverdichtung in der Pommernstraße – Meschede: Bürger brauchen keine Angst haben | Henstedt-Ulzburger
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Vorbereitung für massive Innenverdichtung in der Pommernstraße – Meschede: Bürger brauchen keine Angst haben

Planung Pommernstraße, Quelle Swup GmbH

Planung Pommernstraße, Quelle Swup GmbH

Die Ortsentscheider machen ernst mit  der angestrebten Nachverdichtung in Henstedt. Einstimmig wurde am Dienstag beschlossen, über das Wohnquartier Pommernstraße eine Veränderungssperre zu verhängen. Die Sperre gilt zwei Jahre, in dieser Zeit darf dort überhaupt nicht mehr gebaut werden. Ziel ist allerdings nicht, den derzeitigen Zustand einzufrieren: „Durch die Veränderungssperre wird es möglich, Bauvorhaben, die sich nicht in den Rahmen der voraussichtlichen Planungen einfügen, bis zum Ablauf der Veränderungssperre bzw. bis zur Rechtskraft des Bebauungsplanes zurückzustellen“, beschreibt die Verwaltung die Wirkung der Veränderungssperre. Anschließend könnte dann umso gewaltiger losgebaut werden. Über das, was Verwaltung und Politiker dort gerne hätten, hatten die HU-Nachrichten Anfang April berichtet. „Ortsentscheider liebäugeln mit zehn neuen Wohnblocks in der Pommernstraße“, lautete die Überschrift, von dramatischen Veränderungen für die Wohnsiedlung war im Artikel die Rede. Nicht jeder fand die Berichterstattung übrigens angemessen, Michael Meschede warf den HU-Nachrichten gar Falschberichterstattung vor.  Der CDU-Mann in einem Leserkommentar: „Es ist wieder typisch für die ulzburger Fake News. Man greift sich von 16 Varianten die schlechteste Variante heraus und heizt die Stimmung im Ort ordentlich an. Kein Wort davon, dass es deutlich moderatere Vorschläge des Gutachters gibt. Kein Wort davon, dass die CDU sich für eine deutlich aufgelockerte Bebauung ausgesprochen hat.“

Wie aufgelockert es am Ende tatsächlich werden soll, bleibt abzuwarten,  laut der größten Ratsfraktion muss den Anwohnern der Einfamilienhaussiedlung aber nicht Bange sein. „Wir wollen den Bürgern keine Angst machen“, sagte Meschede am Dienstag im Ratssaal. Die Anfang April vorgestellten Baukonzepte seien nur als „Gedankenanstoß“ zu betrachten.

Meschede ruft den Bürgern quasi zu „Fürchtet Euch nicht“, die Erfahrung zeigt allerdings, dass im Laufe der in der Regel mehrstufigen Bebauungsplanverfahren, die Bauvorhaben oftmals nicht gemäßigter, sondern eher noch mächtiger ausfallen als zunächst vorgestellt. Zuletzt hatten die HU-Nachrichten über die Lindenstraße berichtet, wo auf Betreiben der CDU eine Höhenbegrenzung von 12 Metern aufgehoben wurde, auf die sich die Ortsentscheider wenige Monate zuvor noch fraktionsübergreifend verständigt hatten. Dort sollen nun bis zu 14,5 Meter hohe Wohnblocks gebaut werden dürfen. Und ganz ähnlich verhält es sich auch bei einem Bauvorhaben an der Ecke Kisdorfer/Bürgermeister Steenbock-Straße. Als die HU-Nachrichten vor dreieinhalb Jahren das erste Mal über die angedachte Nachverdichtung unweit der Erlöserkirche berichteten, lautete die Schlagzeile: „Verwaltung will innenverdichten, Bäume schonen.“ Ortsplaner Duda schlug seinerzeit zwar eine kräftige Nachverdichtung an der Ecke vor, sämtliche Großbäume, darunter eine über 100 Jahre alte Linde sollten aber stehenbleiben. Mittlerweile steht fest: Daraus ist nichts geworden. Meschedes CDU, die BFB und die FDP setzten am Dienstag eine größere Ausnutzung des Grundstücks durch, der alte Baumbestand soll weichen.

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23. Mai 2019

20 Kommentare zu "Vorbereitung für massive Innenverdichtung in der Pommernstraße – Meschede: Bürger brauchen keine Angst haben"

  1. Uwe Eimers sagt:

    Nachverdichtung ist eine nettere Ausdrucksweise für Zerstörung von Lebensqualität.
    Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, wenn man immer die gleichen wählt, wird sich nie etwas ändern.

  2. Manuel Held sagt:

    Moin,

    den Begriff Innenverdichtung mit dem („Außen“)-Ortsteil Henstedt zusammen zu nennen ist schon echt ambitioniert. Wie wäre es eigentlich mal damit, daß erst einmal das ehemalige Grundstück vom Möbelhaus Hesebeck in der Maurepasstr. und das leere Grundstück neben Textilpfelege Kühl bebaut wird? A macht man sich nicht noch mehr Baustellen auf und B findet dann auch mal eine tatsächliche Innenverdichtung statt; ob die sinnvoll ist, sei mal dahingestellt.
    Daß man bei den ganzen Aktionen mal wieder die Infrastruktur nicht mit betrachtet ist ja schon obligatorisch.

  3. ……..die Lösung liegt wie immer bei einigen Politikern in der Frage wer dort bauen will….. Wunschzettel wie zu Weihnachten werden richtig placiert…..demokratisch frei und christlich.
    Nun ja, Pinnau-Wiesen ist ja gebremst worden. Die Orts-Politik wie bekannt damals beratungsresistent in Sachen Schadensersatz. Nach der Wahl ist immer vor der Wahl.
    So wie ganz oben agiert wird sieht es auch unten aus.
    Bei Abgasen und Umweltwerten erhöht man eben halt dank Doktortiitel in Physik dann entgegen der EU-Nord von 40 auf 50. Und der Schritt Neubau LIndenstraße von 12 auf 14,5 m ist ja minimal. Der Diesel-Fahrer wird also grinsend zu Kasse gebeten….und der Stau auf der Hamburger Straße wird noch größer durch mehr Fahrzeuge.
    Es wurde hier Innenverdichtung zwar beschlossen aber grundsätzlich nicht dazu das Abholzen von alten Bäumen in jedem Falle zu Gunsten des Investors.
    Innenverdichtung geniert neuen Verkehr bei ÖVP-System Anno 1920. Soviel Geist, daß man dann auch die Infrastruktur ausbauen durch neue Straßen muss vermisse ich bei einigen Leuten. Innenverdichtung gibt es auch in Norderstedt und Kaki. Aber es werden neue Straßen gebaut und in HU kommt das nie auf die Tagesordnung – eine Tradition beI CDU und FDP. Ein Schelm wer böses dabei denkt an Sachen Spenden (bundesweit hat ja Daimler schon die Bremse angelegt)……
    An Sonntag ist ja mal Wahl, obwohl Europa-Politik unabhängig von Kommunalpolitik zu sehen ist. Aber wie bei jedem Haus: ganz unten beim“Fundament“ (den Basispolitikern vor Ort) fängt es an……
    Warum werden in der Nachbarschaft neue Straßen erbaut – aus meiner Sicht eine Frage des Geistes und der Perspektive. Zumindesr scheint die CDU aus Mai 2018 nicht viel gelernt zu haben, oder doch ?
    Mich stimmt nur der heutige Beitrag bei der Comedy-Serie RSH Baumann und Clausen heiter – oder wie man private Bauinvestoren umgarnt.

  4. Klaus Worthmann sagt:

    Spätestens in dem Moment, wo ein CDU-Politiker sagt: “ Der Bürger braucht keine Angst haben“, sollten zumindest in Henstedt-Ulzburg alle Alarmglocken angehen. Die CDU hat in der Vergangenheit bereits mehrfach deutlich gezeigt, was sie von einem „Bürgerwillen“ hält bzw. wie sie mit den Meinungen der betroffenen Anwohnern umgehen. Erstaunlicherweise scheint sich die BfB, die sich „Bürger für Bürger“ nennt, mittlerweile der bekannten Vorgehensweise der CDU schnell anzunähern. Ich bin mal gespannt, bei wie vielen der 10 angedachten Wohneinheiten an der Ecke Kisdorfer Straße/Bürgermeister-Steenbock-Straße es sich um sozialen oder sozial geförderten Wohnungsbau handelt und wie viele Wohneinheiten, insbesondere von den Befürwortern, auch tatsächlich eingefordert werden.

  5. Manuel Held sagt:

    Der Bürger braucht keine Angst haben:

    ähnliche Sätze:

    „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.“ (Walter Ulbricht)
    „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort“ (Uwe Barschel)

    • A. Grimm sagt:

      Hallo Herr Held, da kann ich auch noch einen beisteuern:

      „Motor unserer Region ist der Mittelstand. Es sind nicht die großen Konzerne, eher die klein- und mittelständischen Unternehmen, die das Bild unserer Gemeinde prägen – und nach meiner Auffassung soll es auch so bleiben; dies nachhaltig zu erhalten und zu fördern, ist mein Anliegen.“
      Entnommen der Homepage eines Herrn Stefan Bauer im Rahmen der Kandidatur zum Bürgermeister.

      • Stefan Schneider sagt:

        Das hat ja dann hervorragend geklappt: http://rewe-hu.de/projekt/
        —–
        Wird ja auch wirklich nur eine schnuckelige kleine Halle… bummelige knapp 200 Ladebuchten… wer bei der Wahl 2020 nochmal über SOLL und IST nachdenken möchte, kann sich immerhin erstmal mit der Netto-Halle behelfen. Die ist zwar deutlich kleiner, hilft aber schon mal dabei, sich zu überlegen: Habe ich bekommen, was ich gewählt hatte?

      • ….nun ja, später wurde das ja von ihm so umschrieben: „……weiterentwickelt…..“. Fragt sich nur in welche Richtung – aber in jedem Fall gegen ca. 2.200 Bürger, die darüber abstimmen wollten…….also nicht für sondern gegen Mittelstand aber für ferne Konzerne, die davon profitieren. Keine Arbeitsplätze für Arbeitnehmer, die für ihren qualifizierten Job über dem Niveau eines Lagerarbeiters in der Logistik nach Hamburg fahren mit erheblichem Zeitaufwand – was Stress bedeuter auf den Wegen dorthin und zurück.
        Die BfB hat sich von einer Partei „Bürger für Bürger“ nach meiner Meinung zu einem „Reservekanister im Tank der CDU“ entwickelt….
        Deren Mitglieder, einst im Zeichen der WHU in die Politik getreten – also für eine Partei für örtliche Interessen, agiert völlig konträr für Nachverdichung, Staus auf den Straßen, keine Initiativen für Sanierung von Fuß- oder Radwegen, Verbesserung der Infrastruktur oder ÖPNV.
        Die Versprechung über Jahrzehnte der CDU „wir werden uns für eine Umgehungstraße einsetzen“ hat gezeigt, wofür diese Partei steht – nur für die Investoren und deren Vorteil – da wurden sämtlich Trassen für neue Straßen freudestahlend zugebaut.
        Versprechen der CDU samt Gefolge FDP vertraue ich so wie jedem Teppichhändler auf einem orientalischen Markt.
        Auch das Thema „Bürgerbus“ hat man wieder schnell versenkt weil sowie ohne Chancen auf Umsetzung mangels Steuereinnahmen.
        Chancen hier neue Unternehmen mit Sitz im Ort aus dem Bereich der neuen Techniken gute und große Flächen anzubieten sind vorbeit. Oder wann dürfen wir mit der Umsetzung Erweiterung Gewerbe Westerwohld (wie bereits von Herrn Duda schon mal angeregt) rechnen…..natürlich auch ohne Ausbau Infrastruktur. Dafür ist kein Geld da……

  6. Andrea Christiansen sagt:

    Ich bin zutiefst schockiert über die Machenschafften der Ortspolitiker.
    Der Kreisel wurde so lange immer wieder vorgelegt – trotz mehrfacher Ablehnung- bis er nun durchgewunken wird, um das Eckgrundstück, dann lindenfrei, zu bebauen. Es werden noch mehr PKW die Bürgerm.-Steenbockstr. zuparken.

    Der Kreisel, eine ggf. nicht zulässige ( muss geprüpft werden) Vorratsplanung, kann unter den aktuellen Vorraussetzungen gar nicht gebaut werden und wäre eine extreme Gefährdung der Kinder und der älteren Menschen, die dort die Straße queren.

    Es wird gegen das Gemeinwohl und zugunsten eines Investors entschieden, der ein Freund von einem CDU Mitentscheider sein soll, wie mir erzählt wurde.

    Was soll ich mir dabei denken?

    Die Linde ist extrem wichtig als Nahrung für (u.a. meine) Bienen hier im Ort.
    Die Doppelzüngigkeit der Ortsentscheider ist wirklich unbeschreiblich. Halbgare Insektenzählaktionen durchführen, Insektenschutz propagieren und dem entgegen handeln.

    Ich kann für die nächsten Wahlen hier im Ort allen Mitbürgern nur raten, Wort und Tat genau zu vergleichen.
    Das virale Video zur CDU trifft es auch hier.

    • Dietmar Kahle sagt:

      Hallo Frau Christiansen,
      Darf ich fragen, wer der CDU-Mitentscheider und wer der Investor sein soll, die befreundet sein sollen? Und wer festlegt, was das Gemeinwohl ist? Sie? Ich? Die üblichen Kommentatoren hier? Herr Meeder?
      Die Mehrheit der Gemeindevertretung hat so entschieden. Gehen Sie davon aus, dass BfB und FDP dies sicher nicht getan haben, um angebliche Freundschaften zu angeblichen CDU-Kommunalpolitikern zu unterstützen.
      Durchgewunken wurde da gar nichts, sondern hart in der Sache diskutiert und dann abgestimmt. Das ist das Wesen der Kommunalpolitik und ebenso, dass die Entscheidungen nicht immer allen gefallen.

      • G. Willsch sagt:

        Es geht nicht darum, wer hier üblicherweise kommentiert, wer mit wem befreundet ist, Mehrheiten mit demokratischem Heiligenschein oder was man noch so aus der Versenkung herausholen könnte. Es geht um Vernunft, Logik und Weitsicht.
        Aber solange die Demokratie von Bürokratie und Parteiproporz abhäng ist, hat die Vernunft keinen Zugang zur Demokratie.
        Dieser, seit über 20 Jahren bundesweit erfolgreich praktizierte Ausschluss, findet nun seinen Widerstand in der nächsten Generation, die ihren Unmut über Medien wie z.B. youtube Luft macht.
        Ich kann nur an die politische Vernunft ALLER appellieren, ab sofort Entscheidung mit Weitsicht, Vernunft und Weisheit zu treffen. Denn … weniger ist mehr 😉

      • Bernd Utecht sagt:

        Durchgewunken wurde hier nichts. Es wurde die Gelegenheit genutzt, als durch fehlende Gemeindevertreter die Mehrheiten für die Befürworter günstig waren. Die Bevölkerung und die Mehrheit der Gemeindevertreter sind dagegen. Die BfB (Bürger für Bürger) und die CDU werden bestimmt dafür sorgen, dass hier nicht nur Wohnungen für eine besondere Schicht gebaut werden. Wir brauchen in Henstedt-Ulzburg bezahlbaren Wohnraum. Wenn die Linde gefällt wird, muss es schon lohnen, für die Bürger mit geringerem Wohnraum zu schaffen. Oder sind die Befürworter anderer Meinung?

        • klaus worthmann sagt:

          Moin Bernd. Soweit mir bekannt ist, wird nicht eine der zehn angedachten Wohneinheiten für den sozialen Wohnraum zur Verfügung stehen. Hauptsache die Linde kommt weg und der Weg ist frei für die Gewinnmaximierung des Eigentümers/Investors. Das dieses gegen den Willen der Anwohner ist und ansonsten der Gemeinde Henstedt-Ulzburg auch nichts Positives bringt, ist ja nichts Neues. Der Kreiselbau wird schon alleine aufgrund der fehlenden Nebenflächen nicht durchführbar sein. Leider ist es dann für den geschützten Baum zu spät. Du erinnerst Dich an den Slogan einer christlichen Partei nach der letzten Wahl: „Wir haben verstanden?“ Zumindest in Henstedt-Ulzburg wage ich dieses mal zu bezweifeln und welche Bürger die „Bürger für Bürger“-Fraktion in dieser Sache vertreten will, erschließt sich mir nicht. Die Anwohner und große Teile der Henstedter Bevölkerung jedenfalls nicht. Da Herr Eberhard die Aussage: „Mit der Linde kann man die Welt nicht retten“, getroffen haben soll, behaupte ich jetzt Mal, dass mit dem Bau von 10 Wohneinheiten anstatt 6-8 die Wohnungsnot auch nicht gelindert wird.
          Lass uns doch mal abwarten, wie viele sozial geförderte Wohneinheiten von den Befürwortern von den Eigentümern/Investoren abverlangt werden?

  7. Reinhard Föh sagt:

    Der blog sollte endlich einmal mit dem völlig albernen Schnack “ die Ortsentscheider“ aufhören.
    Das hebt nämlich völlig die Frage auf, welche von den Bürgern beauftragte Person in einer konkreten Situation eine möglicherweise sogar noch schnelle Entscheidung zu treffen hätte und es nicht tut.
    In Bezug auf das heutige (!) konkrete, vollständige Zuparken u. ( unzulässiger …Verdichtung, um hier nochmals an den Artikel anzuknüpfen) vom Radweg und Gehweg vor Kirchweg 74 (alter lidl) ist zuständig : Herr Bürgermeister Stefan Bauer.
    Er hat in dieser konkreten Sache seit vielen Monaten nichts Wirksames getan oder äußerlich für uns sichtbar eingeleitet, um die erhebliche Gefahrensituation für uns und insbes. : Kinder zu entschärfen.
    In einem Fall wie heute ( auch gestern ) wäre Abschleppen des 40 tonners nicht nur zulässig sondern sogar geboten. s. z.B. 0VG NRW Az.5 A 954/10

  8. Bernd Packulat sagt:

    Seit 2013 / 2017 gilt das „Baugesetzbuch in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017

    https://www.gesetze-im-internet.de/bbaug/BJNR003410960.html

    Nachzulesen im Internet: „Baugesetzbuch in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634)“

    Im § 1 steht, die städtebauliche Entwicklung soll vorrangig durch Maßnahmen der Innenentwicklung erfolgen.
    § 1a erläutert die Notwendigkeit der Innenverdichtung aus Gründen des sparsamen Umgangs mit Grund und Boden im Sinne des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes.

    Die Gemeindeverwaltung hat nach Aufforderung durch die Landesregierung im Sinne des BauGB in den letzten Jahren eine Innenentwicklungsanalyse erstellen lassen (müssen), die den Bewohnern von HU vorgestellt und in den Gremien der Gemeindevertretung diskutiert und bestätigt wurde.

    Insofern kann ich die Kritik der Bürger an Gemeindeverwaltung und Gemeindevertretung wegen Umsetzung von Innenverdichtungsmaßnahmen in den B-Plänen nicht nachvollziehen.

    • K. Honerlah sagt:

      Hallo Herr Packulat,
      richtigerweise spricht das BauGB von Innenentwicklung. Sie sprechen im nächsten Satz dahingehend schon von Innenverdichtung und treffen wahrscheinlich damit genau den Nerv der Menschen, denen das Maß der baulichen Entwicklung in Henstedt-Ulzburg als zu intensiv und betonhaltig erscheint. Diese häufig anzutreffende Innen-Betonierung (ob aufm Rhen, in Ulzburg-Süd oder in Ulzburg) wird von den Bürgern nicht gewollt, wird aber mehrheitlich von der Politik ermöglicht. Mit Entscheidungen wie jüngst in der Lindenstraße (14,5 Meter hohe Bebauung auch in hinterer Baureihe!) wird häufig eine höhere Nutzungsintensität der hiesigen Grundstücke bewirkt als z.B. in zentrale Lage Norderstedts. Wer sich aktuell die Neubauten z.B. an der Moorbekstraße anschaut, sieht moderate Baukörper, die nicht direkt an der Straße stehen (wie in HU) und genügend Grün- und Freifläche bei 2- bis 3-geschossiger Bebauung bieten (in HU gern mindestens 3-geschossig).
      Es fehlt in H-U an einem vernünftigen Maß der Bau-Dinge!
      Jeder Investor versucht sein Glück zunächst im Rathaus und dann bei den Fraktionen der Politik. Mangels eines Maßstabs, der sowohl baulich als angemessen als auch städtbaulich als sinnvoll anerkannt ist, treten Glücksritter bei Bauprojekten in Aktion und haben häufig genug Erfolg bei der Umsetzung ihrer für die Grundstücke jeweils zu üppigen Projekte (Beispiele liefere ich gern, die Planung am Standort der Henstedter Linde gehört genau in dieses Schema).
      Ich kann die Gemeindepolitiker und auch die hauptamtliche Verwaltung, die die städtplanerische Expertise besitzen sollte, nur ermuntern, sich per Pedes, E-Bike oder notfalls per SUV in die Nachbarorte mit entsprechend qualitativ guter Bebauungsplanung zu begeben und die dortige städtebauliche Atmosphäre zu erschnuppern.

      • Jawohl, genau auf den Punkt getroffen: es heißt im Gesetz „Innenentwicklung“, nicht unbedingt auch Innenverdichtung – mit einem Fuß- und Radweg (demnächst noch dazu auch mit E-Scootern) von ca. 1,5 m Breite. Entwicklung beinhaltet Straßen, Radweg und Fußwege sowie auch Grünflächen im Ort und nicht fadenscheinig aber nach Gesetzt auf Ausgleichsflächen außerhalb des Ortes verlagern, wo sie nicht genutzt werden können. Rechtlich zulässig ist es auch diese Flächen auf Nachbargebiete zu verlagern mit deren Einverständnis.
        Wozu wurde eigentlich das IGEK mit den Bürgern durchgeführt, wenn jetzt Tatsachen beschlossen oder bereits umgesetzt werden ? Dann war die Aktion wohl nicht nur teuer, personalaufwendig, zeitraubend und im Fazit völlig überflüssig.
        Die Vorgeschichte vom „Bürgerhaushalt“, wo fast nie etwas erfolgte aufgrund von Anregungen hat klar gezeigt was die politische Mehrheit hier will.
        Es wäre ja mal nett und vor allem auch mutig gewesen die Bürger zu fragen, punktuell, ob man weiterhin mit der dichteren, höheren und stärkeren Bebauung einverstanden ist oder nicht.
        Halt: in Sachen REWE gab es ja eine CDU-Unterschriften-Aktion – mit rund 500 Namen, nur nicht alle aus dem Ort. Etwas wenig für so ein großes Objekt…..und auch nicht publikumswirksam bekannt gemacht, weil wohl zu blamabel.
        Das Thema dichtere Bebauung scheut man wie der Teufel das Weihwaser man mit dem Argument: wir sind ja schließlich gewählt. Ich kann mich nicht erinnern, daß in irgendeinem Parteiprogramm stand: Innenverdichtung heißt höher. In keinem Parteiprogramm standt: Logistik en gros – zu Lasten von großen Grünflächen und der Umwelt ab Kleinlebewesen aller Art.
        Auch als Bgm. im Wahlkampfmodus, wie hier zu lesen war: ….“Mittelstand“ ist der Motor der Wirtschaft – auch hier. Nun ja, man kann das ja mit weiterentwickeln „verkaufen“, für mich ist das schlichtweg gelogen und betrogen. Aber das ist ja wohl Ansichtssache – mal sehen was passiert, wenn der Wähler mal wieder das Wort hat. Vergessen werden die Bürger das bis zu seiner evtl. Wiederwahl bestimmt nicht.
        Das Thema „Linden“ Kreuzung Bgm.-Steenbock-Straße lief schon vor der Wahl Mai 2018 – lautstark propagiert von FDP und CDU (dank Herr ex-GVler Müller). Die Personen wechselten. Ein Kreiselpapst trat auf CDU-Wunsch an aus Ahrensburg, wo es nur einen Kreisel in einem ruhigen Wohngebiet mit langer gerader Straße abseits vom Zentrum und ohne großes Verkehrsaufkommen.
        Mai 2018 – „…..politischer Baucklatscher der CDU….“ und erhebliche Mandatsverluste. Nun ja, Fridays for Future gab es da noch nicht, aber dafür heute.
        Die hiesige CDU „merkelt“ weiter….. aber die Jugend vermisst hier eine „Weiterentwicklung“ in Sachen Job und Freizeit. Nicht jeder Abiturient will in die Logistik oder als dringend gesuchter Trucker sein Geld verdienen.
        Egal oder Kaki oder Norderstedt: in Sachen Ortsentwicklung ist H-U im Abseits.
        Da werden neue Straßen gebaut zusammen mit neuen Wohnbauten. Nicht nur da gibt es Festplätze oder Straßensperrungen bei punktuellen Großveranstaltungen. HU hat seine dörfliche Belustigungsfläche für kleine Dörfer vor dem CCU, und ab und zu mal was rund um das Bürgerhaus. Jahrmarkt oder Zirkus etc allerdings nicht.
        H-U hat keine eigene kommunale Weihnachtsbelichtung mehr – verkauft an E-ON Hanse. In Kaki und Norderstedt gibt es das noch – hier machen es einzelne EH zur Belebung.
        Wie schön, daß HU keine Stadt ist…..sondern nur Dorf – wäre auch blamabel. Wie in den Medien zu lesen ist weht für CDU, SPD etc. der Wind von vorne. Wer bei der großen Wahl Partei 1 wählt bleibt auch bei der kleineren Wahl bei Partei 1 und wechselt nicht zur Partei 2 oder 3 – ggf. nur kommunale Vereinigungen.
        Heute ist Wahltag, bin gespannt auf die Ergebnisse in D und den anderen Ländern.

    • G. Willsch sagt:

      Ob Außen-, Innen-, oder Sonstwie -Verdichtung ist völlig egal. Es geht um Sinn oder Unsinn – also um Logik, Vernunft und Weitsicht.
      Insofern kann ich die Kritik der von Ihnen so sehr gescholtenen Bürger sehr wohl nachvollziehen. Ganz besonders die Kritik der jungen Generation, die sich um Ihre Zukunft zur recht Sorgen macht!

      • Ob man wegen einer unliebsamen Entscheidung nun gleich „Die Zerstörung der CDU“ postulieren sollte (https://youtu.be/4Y1lZQsyuSQ), kann man hinterfragen. Zumal der Titel für dieses Video auch bedeuten könnte: Was die CDU so alles zerstört. Es verdeckt aber, das auch andere Parteien kritisiert werden und hält viele sicherlich auch davon ab, sich das mal anzusehen und zu überlegen, ob die Kritikpunkte berechtigt sind (den Jugendslang kann man ja gedanklich ausblenden, wenn man dafür zu alt ist).
        Andere haben genau das getan, und es handelt sich um Leute, die man nicht ignorieren kann: https://youtu.be/tNZXy6hfvhM oder auch https://youtu.be/3X9xMc9DFOw .
        ——-
        Wir sehen wenige Aktive unter 40 sowohl bei Pulse of Europe als auch in der Kommunalpolitik. Aber hier könnten die jungen Mitbürger ansetzen. Protest ist richtig und wichtig, mit anpacken dann der notwendige nächste Schritt. Hier der Kalender der WHU: https://w-h-u.de/kalender ; bei den Fraktionssitzungen einfach mal reinschnuppern. Wenn dafür wenig Zeit übrig ist: Willkommen im Club, geht uns allen so, klappt aber trotzdem.
        ——-
        Sonntag ist Europawahl, nehmt bitte reichlich teil, die jeweils „anderen“ tun es ganz sicher. Öffnungszeiten der Wahllokale: 8-18Uhr. Bei dieser Gelegenheit herzlichen Dank an viele Geschäftsleute für den Aushang der Plakate von Pulse of Europe, derzeit vielfach zu sehen sind. Mit vereinten Kräften schaffen wir eine achtbare Wahlbeteiligung. Wir werden als Bürger in Brüssel nur ernst genommen, wenn wir UNSER Parlament ernst nehmen!

        • Hallo Herr Schneider, vielen Dank für Ihre Links, super.

          Rezo und Co lassen mich hoffen.

          Wenn ich dagegen Amthor, Ziemiak und den Kevin sehe, na ja.

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