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Lasterkolonnen ab nach Kisdorf – Gemeinde plant Quetschkreuzung | Henstedt-Ulzburger
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Lasterkolonnen ab nach Kisdorf – Gemeinde plant Quetschkreuzung

Parkende Laster

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Die Lange-Nase-Aktion gegen Kisdorf soll losgehen. Damit unter anderem der zukünftige Rewe-Schwerlastverkehr wie versprochen die Biege Richtung Kisdorf machen kann, beantragt die Verwaltung die Kreuzung Gutenbergstraße/Hamburger Straße/Ulzburger Straße umzubauen. Der Knotenpunkt soll längere bzw. zusätzliche Abbiegespuren verpasst bekommen. Die Ortspolitiker sollen schon am heutigen Montag über den Ausbau entscheiden. Angedacht ist eine Art Quetschkreuzung:  die Kreuzung soll zwar insbesondere für breite LKW-Kolosse ausgebaut werden, die Fahrspuren sollen aber schmaler werden. Im Bauentwurf heißt es:

Die derzeitigen Geradeaus- und Abbiegespuren der L 326, der L 233 und der Gutenbergstraße weisen Regelbreiten zwischen ca. 3,50 m und 4,00 m auf. Mit dem Ausbau werden die Breiten der geplanten Spuren aufgrund der beengten Platzverhältnisse reduziert. Die Geradeausspuren werden mit Breiten von 3,50 m bis 3,75 m angelegt. Die Links- und Rechtsabbiegespuren in der L 3 26 werden mit Breiten von 3,25 m hergestellt. In der L 233 werden die Links- und Rechtsabbiegespuren mit Breiten von 3,50 m hergestellt. Die Breite der Spuren in der Gutenbergstraße betragen 3,50 m.“

Der Knotenpunkt Gutenbergstraße/Hamburger Straße/Ulzburger Straße beim Möbelhaus Hesebeck ist die einzige bestehende Kreuzung, die im Zuge der Ansiedlung des Rewe-Logistikzentrums umgebaut werden soll. Eigentlich war vereinbart worden, sämtliche Kreuzungen auf der Hamburger Straße zu untersuchen, ob sie den zusätzlichen Schwerlastverkehr abwickeln können. Nachdem die Supermarktkette der Gemeinde versprochen hatte, dass für die Rewe-Laster spätestens ab der Hesebeck-Kreuzung  der Weg durch Henstedt-Ulzburg versperrt ist, haben die Ortsentscheider darauf verzichtet. Die Idee ist, dass der Rewe-Schwerlastverkehr spätestens dort abbiegt und in Richtung Kisdorf weiterdieselt.

Die Rewe-Versandfabrik ist noch Zukunftsmusik, bereits angelaufen ist der Betrieb im Netto-Logistikzentrum. Irgendwelche Versprechungen über die Routen des LKW-Verkehrs hat der Discounter nicht abgegeben.

cm

12. November 2018

18 Kommentare zu "Lasterkolonnen ab nach Kisdorf – Gemeinde plant Quetschkreuzung"

  1. Rainer Adlig sagt:

    Ist das „Versprechen“ denn irgendwo manifestiert? Wenn nicht, viel Spaß dabei, wenn wirtschaftliche Interessen später genau diese Versprechen nicht mehr interessieren.

    • Stephan Holowaty sagt:

      Lesen Sie dazu bitte den rechtsverbindlichen städtebaulichen Vertrag zwischen Henstedt-Ulzburg und REWE. Ein Vertrag ist kein Versprechen, sondern ein Vertrag.

      • Rainer Adlig sagt:

        Herzlichen Dank. Ich kenne das Schriftliche nicht, daher fragte ich explizit danach.

    • Michael Kracht sagt:

      Ich denke, dass das Wort „Versprechen“ sehr gut zutrifft und REWE wird sich nicht an den „Vertrag“ halten, den Herr Holowaty hier hoch hält. Es gibt nämlich noch Nachbesserungen in diesem „Vertrag“, die nichtöffentlich sind. Darin enthalten auch die zu erwartenden Strafen bei Verstößen, die lächerlich gering sind. Daher auch, so meine Vermutung, nichtöffentlich. Gerade als Kisdorfer habe ich schon ein Interesse, die ganze Wahrheit zu lesen und nicht nur die öffentliche Version des Städtebaulichen Vertrags.

      • Rolf Michelsen sagt:

        …..bevor hier irgend ein Mensch einen Vertrag hochhält – bitte erst mal schlau machen, was das EU-Recht dazu sagt.
        Internationales Recht geht auch hier vor Landesrecht, in jeglicher Beziehung.
        Wer will den Sub-Transporteure kontrollieren, die ja wohl auch demnächst NETTO anlaufen ? Wer kontrolliert den REWE ? Etwas unsere überlastete Verwaltung ?
        Der Vertrag ist nur ein Alibi für die Befürworter und Sand in den Augen der Wähler.

  2. Jens Daberkow sagt:

    Auch wir vom ADFC sehen diese Kreuzung schon heute als besten Beweis dafür das Radverkehr in der Vergangenheit unerwünscht war.
    Wie lässt es sich sonst erklären das man von Kisdorf kommend 3 x (in Worten Drei mal) die Fahrbahn queren muss um Richtung Kaltenkirchen zu kommen und jedes mal auf grün warten muss?

    Hier MUSS dringend der Radverkehr mit eingebunden werden in die Planung.

    Aufstellflächen auf der Fahrbahn und Fahrradampeln die vor dem KFZ Verkehr geschaltet werden um aus dem Gefahrenbereich abbiegender LKWs zukommen sind eine Möglichkeit die Situation zu optimieren.

    • Dirk Barckmann sagt:

      Erlauben Sie mir die Frage … Aus Kisdorf kommend? Warum nehmen Sie nicht gleich die Kaltenkirchener Strasse / Kisdorfer Weg? Immer geradeaus und gut. Keine Ampeln, einfach draufzu.

    • Dirk Barckmann sagt:

      So sollte es aussehen, sorry:

      “ … Wie lässt es sich sonst erklären das man von Kisdorf kommend 3 x (in Worten Drei mal) die Fahrbahn queren muss um Richtung Kaltenkirchen zu kommen und jedes mal auf grün warten muss? … “

      Erlauben Sie mir die Frage … Aus Kisdorf kommend? Warum nehmen Sie nicht gleich die Kaltenkirchener Strasse / Kisdorfer Weg? Immer geradeaus und gut. Keine Ampeln, einfach draufzu.

      • Jens Daberkow sagt:

        wäre kontraproduktiv ein so großen Umweg zu fahren

        • Jens Daberkow sagt:

          das gleiche gilt auch um in das Gewerbegebiet zu kommen

        • Christoph Abel sagt:

          Hallo Herr Daberkow,
          ich habe mir das mal auf der Karte angesehen, ich sehe kaum Varianten in denen es auf dem Weg von Kisdorf nach Kaki einen großen Umweg bedeutet Kisdorf Feld zu meiden. Was hatten Sie da im Blick?

          • Dirk Barckmann sagt:

            Yepp … Gehe ich von Kreuzung Autohaus Wessel bis Bahnhof Kaki aus bin ich sogar schneller (lt. Google Maps) 🙂

  3. Dieter Heinsohn sagt:

    Auch wenn es eigentlich nicht hier hin passt. Aber wieso war der Radverkehr in Henstedt-Ulzburg in der Vergangenheit unerwünscht?
    Ich glaube nicht, daß sich in der hieran in der Zukunft etwas ändern wird.
    Meine Beobachtungen in dieser Gemeinde lassen keinen anderen Schluß mehr zu!

  4. Schroeder sagt:

    Und warum genau muss kisdorf unter der Entscheidung von henstedt ulzburg leiden?
    Die Stadt HU hat dem Bau zugestimmt und Kisdorf hat da jetzt mitzuspielen? Grade weil es bei der Wessel-Kreuzung grundsätzlich Stau ist, kommt es natürlich gut wenn da noch ein paar LKWs durchfahren UND weil die Straßen grade an der Wessel-Kreuzung so schön breit sind. Aber ist natürlich wichtig, das die Kreuzung in HU umgebaut werden. Echt klasse!

  5. Andre Kulis sagt:

    Vieleicht sollten Verkehrsplaner auch mal die LKW Fahrer um Rat und Tat fragen! Es gibt so viele Sachen worauf man achten soll, wenn geplant wird. Die wissen wie weit man ausholen muss beim abbiegen[ OK einige nicht]. Aber wir brauchen so Gott es will eine Umgehungsstraße [nicht nur wegen den LKWs]. Hamburger Straße ist auch ohne Netto und Rewe überlastet. Darüber sollte echt mal nachgedacht werden.
    MfG Andre Kulis

  6. Westermann sagt:

    Da hat Herr kulis absolut Recht! Hinzu kommt auch, dass nur rewe lkw sich von der ortsdurchfahrt ausschließen. sollte es andere wirtschaftliche Interessen geben, die eine Durchfahrt durch den Ort attraktiv machen, werden eben andere Speditionen beauftragt oder eben eine eigene kleine Firma gegründet, in dessen Auftrag die lkw dann fahren… Und ausserdem steht nicht zwangsläufig Rewe auf den LKW… Wer soll somit dieses „versprechen“ prüfen. Spätestens wenn nach 2-3jahren der Fokus vom Thema weg ist, werden die lkw auch die Route durch den Ort nehmen… Wo kein Kläger, da kein Richter… Soweit ich weiß, wurde der Betrag über die vereinbarten strafen vor der Veröffentlichung geschwärzt. Ich denke, das dies nur eine maginale, symbolische Strafe ist. Zudem lässt der Vertrag große Lücken wie z. B. Ausnahme bei Stau auf der a7. Aber ab wann ist denn Stau? Bei 40kmh? Oder wenn man steht??? Wie lange muss die standzeit dann sein? Wer kann kontrollieren, ob es im Falle dessen wirklich einen Stau gab??? Dieser Vertrag ist nur Augenwischerei Politik fürs Volk!

    • Harald Witte sagt:

      ich stimme ihnen da zu 100% zu.
      In H-U wurde noch nie Politik für die Bürger gemacht.
      Jedenfalls nicht in den letzten 30 Jahren, in denen ich in H-U ansässig bin.
      Immer wenn die Bürger einwände haben, heißt es labidar, es geht schließlich um Arbeitsplätze.
      Und es gibt dann tatsächlich genug Leute,die sich damit erpressen lassen.
      Dabei sieht keiner, das H-U durch die Schaffung von Industriearbeitsplätzen, die meist unterbezahlt sind, immer weiter in die Schuldenfalle gerät.
      Der immer wieder propagierte Wachstum ist in Wirklichkeit eine Schuldenfalle.
      H-U war vor 30Jahren die reichste Gemeinde in Schleswig-Holstein und heute kann die Gemeinde nichts mehr beschicken, weil zum Einen der Schuldenberg zu hoch geworden ist und zum Anderen die Verwaltung das dringend benötigte Geld sinnlos für „Planungen“ verballert.

  7. R. Finsterbusch sagt:

    Kommentar: „Lesen Sie dazu bitte den rechtsverbindlichen städtebaulichen Vertrag zwischen Henstedt-Ulzburg und REWE.“

    Frage: = Ist dieser denn der Öffentlichkeit zugänglich? Dann bitte den Link dazu auch geben.

    – – –

    Kommentar: „Ein Vertrag ist kein Versprechen, sondern ein Vertrag.“ = ???

    Anmerkung dazu: = Das Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) – § 780 Schuldversprechen:
    „Zur Gültigkeit eines Vertrags, durch den eine Leistung in der Weise VERSPROCHEN wird, dass das Versprechen die Verpflichtung selbständig begründen soll (Schuldversprechen), ist, soweit nicht eine andere Form vorgeschrieben ist, schriftliche Erteilung des Versprechens erforderlich.“

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