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Henstedter Wiese soll Bauland werden | Henstedt-Ulzburger
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Henstedter Wiese soll Bauland werden

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Das Nadelöhr zum geplanten Baugebiet. Foto: Klüver

Die Wohnbebauung soll in Henstedt abermals ins Grünland vorrücken. Mit breiter Mehrheit hat der gemeindliche Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, eine Wiese am Wohldweg in Bauland umzuwandeln und einen Bebauungsplan aufzustellen. Als einzige Fraktion stimmte die WHU mit nein. Die HU-Nachrichten hatten im September über den Fall berichtet: „Neues Konzept – Innenverdichtung jetzt auch außerhalb“, lautete vor sechs Monaten die Schlagzeile, weil Ortsplaner Volker Duda betont hatte, dass die Fläche in der Innenentwicklungspotenzialanalyse aufgeführt sei.

Tatsächlich liegt die Fläche aber im Außenbereich – nicht nur beim Blick auf die Karte, sondern ganz konkret auch im baurechtlichen Sinne. Die geplanten Häuser würden “außerhalb des Bebauungszusammenhangs“ liegen, teilte die Segeberger Baubehörde den HU-Nachrichten mit. Wenn die Gemeinde die Wiese zu Bauland machen möchte, gehe das nicht ohne Bebauungsplan. Und genau den will die Gemeinde jetzt aufstellen.

Holger Möckelmann vom Nabu hat dafür kein Verständnis: „Das Plangebiet besteht aus einer über 100 Jahre alten Dauergrünlandfläche, auf der sich seit Bestehen eine Vielzahl von Käfern und Insekten angesiedelt haben. Im Interesse einer intakten Natur und der Tatsache, dass die Gemeinde seit 2017 Mitglied im Bündnis ‚Kommunen für biologische Vielfalt‘ ist, wäre es angebracht, diese Dauergrünlandfläche als Biotop zu erhalten.“

Sechs Gebäude möchte der Eigentümer auf die Wiese setzen, unklar ist noch die Erschließung des Wohngebiets. Die im Bild zu sehende angedachte Zufahrt könnte zu schmal sein,  wenn der Baum dort – wie von den Kommunalpolitikern gewünscht –  stehenbleiben soll.

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26. März 2019

29 Kommentare zu "Henstedter Wiese soll Bauland werden"

  1. Manuel Held sagt:

    Ich bin mal gespannt, ob die alte Schmiede an der Dorfstraße dem neuen Hypothekenhügel zum Opfer fällt. Sollte die Schmiede abgerissen werden, so geht wieder ein Stück Henstedter Geschichte verloren. Dann würde mal wieder genau das Gegenteil von dem Eintreten, was sich die ein oder andere Partei auf die Fahnen geschrieben hat, nämlich den dörflichen Charakter Henstedts zu erhalten. Aber wie so oft schlägt dann Geld wieder Strategie.

    • Geld regiert die Welt (alter Spruch). Mit Ausnahme der WHU haben sowohl die CDU, SPD, FDP und BfB den Plänen zugestimmt – wie immer.
      Etwas Geschichte hier im Ort zu erhalten interessiert die Bau- und Stauparteien schon seit Jahrzehnen nicht mehr. Und mit jedem neuen Haus kommen nicht nur mehr Bewohner sondern auch Autos und Fahrräder auf die Wege und Straßen – ausgelegt für eine Bevölkerung von damals und nicht von heute mit städtischen Charakter.
      Zukunftsdenken für einen großen Teil der Bewohner insbesondere Neubürger findet mit Rücksicht, Bedürfnisse oder Wünsche nicht statt.
      Innerörtliche Verdichtung und dann IGEK – welch ein Gegensatz. Es werden Tatsachen geschaffen und eine Alibi-Aktion der Politik ist „für die Katz“, weil bald überholt.
      In unsere ehemals „Grüne Gemeinde“ ist die Logistik eingezogen. Dort wird verstärkt die künstliche Intellegenz dank 5 G mit Robotern in den Hallen wirken. Die bekommen kein Geld und bringen keine Steuern in die Gemeindekasse.
      Für die Bau- und Stauparteien ist das egal. Versprechen von REWE absolut unrealistisch.
      Der Verkehr rollt über die Straßen und die Roboter durch die Gänge – ohne Personal.
      Die LKWs werden gesteuert von Computern und fahren im Konvoi – HU in 20 Jahren normal.
      Arme nächste und folgende Generationen, was den Parteien offensichtlich egal ist.
      Hauptsache, die Spenden laufen ein……

  2. Dirk Barckmann sagt:

    “ … , so geht wieder ein Stück Henstedter Geschichte verloren. “ Das interessiert hier doch schon lange nicht mehr. Geschichte … Gemeinde 😉 im Grünen 🙂 .. usw usw …

  3. Dirk Barckmann sagt:

    So sollte es aussehen: “ … , so geht wieder ein Stück Henstedter Geschichte verloren. “ Das interessiert hier doch schon lange nicht mehr. ..“ Gemeinde 😉 im Grünen 🙂 .. usw usw …

  4. Stefan Kunze sagt:

    Also ich möchte in einer gesunden grünen Gemeinde leben und nicht in einer veränderten krankmachenden Städte baulichen Dreckschleuder Gemeinde

  5. Sarah Sieghold sagt:

    http://chng.it/yx64DyJcVS
    Ich habe eine Petition gestartet um diesen Bebauungplan zu stoppen – bitte unterzeichnet, wenn ihr für die Umwelt und gegen eine Verdichtung der Grünanlagen und Zerstörung von Tierwelten seid.

  6. Sarah Sieghold sagt:

    Ich habe hierzu auf change.org eine Petition gestartet. Einfach den Suchbegriff Henstedt eingeben und da findet man es auf Anschlag.

    Wer also auch gegen die Bebauung ist kann sich insofern daran beteiligen.

    Ich hatte den Link hier bereits dargestellt, dieser Kommentar wurde jedoch gelöscht.

  7. Alfred Simader sagt:

    Ich werde Sie unterstützen- Henstedt muß den dörflichen Charakter erhalten!

  8. Berlin, heute, Fridays4Future-Demo (10.000 Teilnehmende):
    Greta Thunberg:
    „Wir wollen eine Zukunft, ist das zu viel verlangt? Das ist erst der Anfang vom Anfang“, sagte die 16-Jährige in ihrer Rede am Brandenburger Tor. „Die älteren Generationen haben es nicht geschafft, die größte Krise der Menschheit zu meistern.“ Sie tätschelten den jungen Menschen nur den Kopf und sagten, alles werde gut. „Dabei sollten wir in Panik verfallen.“
    (Spiegel Online, http://m.spiegel.de/lebenundlernen/schule/fridays-for-future-mann-attackiert-offenbar-jungen-redner-in-jena-a-1260386.html)
    —————-
    Nun, so langsam sollten wir mal damit anfangen, dafür zu sorgen, das bei der jungen Generation KEINE Panik aufkommen muß. Wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Wie wärs mit jetzt sofort? Welche Antwort geben wir auf die Frage, ob eine Zukunft zu viel verlangt ist?
    Nun wieder den Außenbereich vollzubauen, klingt für die jungen Leute sicherlich wie: Nein!

  9. Peter Borchert sagt:

    In dem Bericht sind planungsrechtlich unzutreffende Angaben enthalten.

    Die Fläche liegt im Flächennutzungsplan (vorbereitende Bauleitplanung) und ist dort als Bauland ausgewiesen und befindet sich somit nicht im Außenbereich, in dem z.B. nur die Landwirtschaft für eine Bebauung privilegiert ist. Der Kreis hat eine Beurteilung und Bebauung nach §34BauBG (im Zusammenhang bebauter Ortsteile) versagt und somit ein Planungserfordernis festgestellt. Die Gemeinde muss daher einen Bebauungsplan (verbindliche Bauleitplanung) auf der Grundlage des F-planes aufstellen.
    Damit will ich keineswegs eine weitere Entwicklung von Bebaungsplänen in HU befürworten.
    Vielmehr müsste, da bisher keine Konsequenzen aus dem Verkehrsstrukturplan gezogen wurden und der IGEK weder abschließend aufgestellt noch beraten wurde, von der gemeinde ein Stopp aller B-Planverfahren verfügt werden, zumal eine weitere Bebauung im rahmen der Innenverdichtung ohne Planungserfordernis stattfindet.
    In meinem Wohnbereich auf dem Rhen werden laufend alte Einzelhäuser (1WE) auf relativ großen Grundstücken abgebrochen und durch 4 Doppelhaushälften und ein einem Fall noch zzgl. eines Einzelhaues mit 1WE ersetzt. Also eine Verdichtung von 1 zu 5.
    der daraus resultierende motorisierte Individualverkehr (MIV) und der Mehrverkehr aus weiteren Bebauungen in Henstedt belastet zusätzlich die Norderstedter Str. auf dem Rhen mit Grundschule, Gemeinde-Kita, Kirchen-Kita und Kirche und verstärkt wesentlich die Problematik der Anbindung der geplanten Bebauung auf dem Wagenhuber-Gelände.

    Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass zukunftsweisende Grundsatzplanungen wie der Verkehrsstrukturplan und der in Aufstellung befindliche IGEK die Mehrheit in der GV gar nicht interessiert und im „alten Trott“
    weiter stümperhaft an der Zukunft der Gemeinde gebastelt wird.

    • Richtig, heute bei der gemeindeweiten „Aktion Saubere Landschaft“
      wiesen mich auch die Kollegen aus dem Bau- und Planungsausschuss drauf hin: Ist noch Innenbereich. Mea culpa!
      ———-
      Ich berichtige mich:
      Welche Antwort geben wir auf die Frage, ob eine Zukunft zu viel verlangt ist?
      Nun wieder bislang unbebaute Flächen im Innenbereich zu versiegeln, klingt für die jungen Leute sicherlich wie: Nein, nein, nein!!! Zukunft in einer lebenswerten Umwelt? Nicht mehr für Euch. Warum? … hat Herr Borchert ja wieder excellent herausgestellt.

      • Christoph Abel sagt:

        Wollen wir die Kirche nicht ein bißchen im Dorf lassen? Ich bin der festen Überzeugung dass es auch mit der bebauten Henstedter Wiese eine Zukunft gibt – nennen Sie mich dafür gerne einen hoffnungslosen Optimisten.
        :
        Auch der Brückenschlag zu Frau Thunberg ist fragwürdig – um nicht „populistisch“ zu schreiben. Es ist ja nicht so als ob mit der Schaffung von Bauland plötzlich Menschen mit PKW vom Himmel fallen die eine zusätzliche Belastung für die Natur darstellen. Da ziehen Menschen hin die sonst woanders mit ihrem PKW hingezogen wären. Vermutlich sogar mit einer Mehrbelastung, da HU im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden im Hamburger Speckgürtel mit der AKN noch vergleichsweise gut in den ÖPNV eingebunden ist, der wiederrum eine Alternative zum Auto bietet.

        • „Sie tätschelten den jungen Menschen nur den Kopf und sagten, alles werde gut.“… gut getätschelt, Hr. Abel. Nein richtig, es werden wohl nicht mehr PKW vom Himmel fallen, als z.B. Flugtaxis ihre Bahnen über Henstedt-Ulzburg ziehen. Aber Hr. Borchert‘s Eindruck, „dass zukunftsweisende Grundsatzplanungen wie der Verkehrsstrukturplan und der in Aufstellung befindliche IGEK die Mehrheit in der GV gar nicht interessiert und im „alten Trott“ weiter stümperhaft an der Zukunft der Gemeinde gebastelt wird.“ findet darin halt eben eine überzeugende Untermauerung.

          • Christoph Abel sagt:

            Hallo Herr Schneider,

            zunächst einmal sehen Sie offenbar bedeutend älter aus als Sie offenbar sind. Und nein, ich tätschle Ihnen nicht auf den Kopf, ich klopfe Ihnen auf die Finger weil Sie sich als Populist betätigen. Weder geht unsere Zukunft vor die Hunde weil die Henstedter Wiese bebaut wird, noch ist der Schluss „Greta Thunberg kämpft für eine gute Zukunft, ich kämpfe für eine gute Zukunft, folglich ist Greta Thunberg meiner Meinung“ richtig. Fragen Sie gerne Ihren Mathelehrer mal nach Aussagelogik, ich bin mir sicher dass er Ihnen weiterhelfen kann ohne Ihnen dabei auf den Kopf zu tätscheln.

            • Glauben Sie wirklich, die Jugendlichen stehen Freitags auf Marktplätzen, um dann nicht beachtet zu werden?
              Sie kapieren langsam, das die Umweltbedingungen sich in eine Richtung bewegen, die für Leute um die 50 und älter eher schöneres Wetter bedeuten, irgendwann aber zu einer Bürde werden, die Leute wie ich dann aus der Radieschenperspektive bedauern können, jüngere aber selbst erleiden werden müssen. Und das nicht alles getan wird, was man tun könnte! Vieles davon können Freizeitpolitiker wie wir nicht beeinflussen, aber da wo wir es könnten, ist dann doch wieder Stau&Bau angesagt. Populismus ist derzeit nicht mal für Populisten nötig, stehen doch überhaupt keine Wahlen an. Aber den Finger in die Wunde legen ist sehr wohl angezeigt, wo immer sich welche auftun..
              ———
              Aber auch jeder selbst kann was tun: ÖPNV verstärkt nutzen, Palmfett- oder Öl-Produkte boykottieren und keine Abfälle ins Gebüsch werfen. Wir haben Samstag bei der Müllsammelaktion nur an der Oberfläche gekratzt und säckeweise Müll aus den Grünflächen geklaubt. Dabei zeigen sich Schwerpunkte: Zigarettenkippen, Sylvesterraketenteile, Hundekotbeutel (ja, der Köttel soll in den Beutel, aber der Beutel dann auch in einen öffentlichen! Mülleimer; bis dahin muss man den Beutel eben tragen). Und mitunter noch geschnürte Wochenzeitungen. Einige Austräger kassieren gern den Aushilfslohn, drücken sich dann aber um das Ableisten des Austragedienstes. Nach meiner Beobachtung sind dies häufig Jugendliche. Einen Teil des Protestes kann man also auch IM Klassenzimmer adressieren.
              ——
              Dennoch finde ich die Initiative Fridays4Future berechtigt und wertvoll genug, als Erwachsene endlich mehr zu tun. Besonders, wenn man als Entscheidungsträger mit etwas größerer Reichweite unterwegs ist.

              • Christoph Abel sagt:

                Hallo Herr Schneider,
                ich bin ein bißchen irritiert: Sie antworten auf meinen Beitrag, gehen aber nicht ernsthaft darauf ein. Wir diskutieren hier über über die Henstedter Wiese und den desaströsen Effekt auf Klima und Zukunft den deren Bebauung Ihrer Ansicht nach hätte und dessen Beweis Sie noch liefern werden.
                :
                Ich habe nichts gegen FFF, im Gegenteil Engagement für die Umwelt ist ausgesprochen wichtig und eine breite Akzeptanz sorgt dafür dass die Politik weitreichendere Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz durchsetzen kann.
                Natürlich finde ich das Schwänzen unangemessen, aber ich gestehe Jugendlichen ein gewisses Maß an unangemessenem Verhalten zu, mehr Probleme habe ich ehrlich gesagt mit Erwachsenen die erklären dass das Schwänzen schon in Ordnung geht. Aber das betrifft FFF nur am Rande

        • H. Sazmann sagt:

          Moin Herr Abel!

          Es gibt einiges an Forschung zu solchen Mobilitätsentscheidungen.

          „Da ziehen Menschen hin die sonst woanders mit ihrem PKW hingezogen wären.“

          Es gibt eine Wechselwirkung zwischen der Anbindung des Wohnstandortes und dem PKW-Besitz: Menschen, die ohnehin PKW-affin sind, also gern Auto fahren und das auch bislang häufig tun, ziehen eher in Randlagen. Aber Randlagen verstärken die PKW-Verbreitung auch nochmals.

          „Vermutlich sogar mit einer Mehrbelastung, da HU im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden im Hamburger Speckgürtel mit der AKN noch vergleichsweise gut in den ÖPNV eingebunden ist, der wiederrum eine Alternative zum Auto bietet.“

          Die AKN hält 2,5 Kilometer entfernt vom Baugebiet. Die nächste Bushaltestelle, zu der auch nach 17.00 Uhr noch ein Bus vom Bahnhof fährt, ist fast einen Kilometer Fußweg entfernt. Die Rad-Infrastruktur aus diesem Teil Henstedts zum Bahnhof ist leider noch immer auf sehr dörflichem Stand und kaum geeignet, Wahlfreie zu überzeugen.

          Kurz: Nein, dieses Baugebiet an diesem Standort wird bei der heute gegebenen Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur im Henstedter Süden ein Autoviertel. Alles andere sind Träumereien. Kein Menschen fährt jeden Tag zur Arbeit 2,5 Kilometer über die abbruchreifen handtuchbreiten H-U-Holper-Radwege zum Bahnhof, um weitere 50 Minuten mit Umstiegen im ÖPNV zu hängen. Oder läuft gar 10 Minuten zu Fuß zur nächsten Bushaltestelle, wo nach 8.30 Uhr nur alle 40 Minuten ein Bus kommt.

          • Christoph Abel sagt:

            Hallo Herr Sazmann,
            Sie haben sicherlich Recht damit dass Menschen die zum Individualverkehr neigen eine größere Affinität zum Land haben und umgekehrt. Daraus aber eine entsprechende eindeutige Verteilung abzuleiten würde erfordern dass dies der einzige relevante Aspekt ist und die Menschen ansonsten ihren Wohnort völlig frei wählen können – Das ist nicht der Fall. Wohnraum in Metropolen ist teuer, häufig ohne die Möglichkeit eines eigenen Gartens und darüber hinaus auch erschwert zugänglich. Wir haben also auch im Speckgürtel Menschen die den ÖPNV schätzen. Und das sind Leute die dann ggf mit Bus, Fahrrad oder auch PKW zum nächsten Bahnhof fahren und von dort in die Stadt pendeln. Und wenn man 2,5km mit dem Auto fährt um dort in die Bahn zu steigen ist das besser als wenn man noch weiter auf’s Land zieht und 5 oder 10km bis zum Bahnhof braucht. Oder gleich feststellt dass sich die Bahn nicht lohnt und direkt mit dem PKW in die Stadt fährt.
            Im Endeffekt wird die Klimabelastung durch diese Menschen in keinem Fall geringer wenn man sie weiter von der Bahn (oder auch grundsätzlich Hamburg – denn das ist ja das häufigste Ziel der Pendler) ansiedelt. Die Diskussion um die Henstedter Wiese hat nicht viel mit dem Klima zu tun.

            • H. Sazmann sagt:

              Moin Herr Abel,

              vorweg: die Verbindung zwischen „Land“ und „Auto“ kommt nicht von mir. Es ist richtig, dass es in städtischen Gebieten eher ohne Auto geht, aber das ist keine zwangsläufige Folge.

              „Wir haben also auch im Speckgürtel Menschen die den ÖPNV schätzen. Und das sind Leute die dann ggf mit Bus, Fahrrad oder auch PKW zum nächsten Bahnhof fahren und von dort in die Stadt pendeln“

              Das Henstedter Baugebiet ist für ÖPNV-Pendler nach Hamburg-Innenstadt eine Z-Lage zu A-Preisen. Weil der Preis für das Grundstück sich nicht an der miesen ÖV-Anbindung orientiert, sondern der recht kurzen Fahrzeit per Auto. Was erwarten Sie dort für eine Bewohnerschaft?

              Von der Henstedter Wiese in die Hamburger Innenstadt dauert’s 80 Minuten Tür zu Tür. Mit 2-3 Umstiegen und langen Fußwegen. Wie viele Menschen kennen Sie, die sich das antun wollen?

              In Mecklenburg-Vorpommern gibt es Käffer wie Schwanheide (800 Einw.), da bekommen Sie für einen Bruchteil der Henstedter Grundstückspreise eine Immobilie in fußläufiger Entfernung zum Bahnhof. Und vom Bahnhof fährt der RegionalExpress in 40 Minuten durch bis zum Hauptbahnhof in die Innenstadt.

              • H. Sazmann sagt:

                PS:
                Wenn es eine bessere ÖPNV-Anbindung sein soll, gucken Sie doch mal hier:
                https://www.buechen.de/wohnen/wohnraum/bauland/

                Von Büchen aus braucht man 31 Minuten mit dem RE in die Hamburger Innenstadt, nach Lüneburg sind es 23 Minuten und nach Lübeck 43 Minuten. Umsteigefrei. Dazu halten alle zwei Stunden EuroCity und ICE-Züge nach Berlin (1.40 h Fahrzeit).

                Was bietet die Henstedter Wiese im Vergleich?

                • Christoph Abel sagt:

                  Hallo Herr Sazmann,
                  ganz konkret kenne ich einen Menschen der sich das antun würde: Mich 🙂 (ich habe allerdings auch niemanden sonst dazu derart spezifisch befragt)
                  :
                  Ich habe tatsächlich die Suche nach einem möglichen Bauplatz im Raum Henstedt Ulzburg bereits hinter mir und ehrlich gesagt gab es Zeiten bei denen mir die Henstedter Wiese sehr attraktiv vorgekommen wäre – zumal ich die Ecke tatsächlich ziemlich schick finde
                  Warum Henstedt-Ulzburg? Weil ich hier großgeworden bin und – das ist hier offenkundig eine Außenseitermeinung – diesen Ort ausgesprochen schätze. Darüber hinaus sind sowohl Eltern als auch Schwiegereltern vor Ort, was für uns und unsere Kinder einen deutlichen Zugewinn an Lebensqualität darstellt.
                  :
                  Zum ÖPNV: Ich werde mit dem Ende meiner Elternzeit wieder mit der AKN in die Innenstadt pendeln und dabei eine gute Stunde unterwegs sein. Der Zeitaufwand ist natürlich störend, zumal ich mit dem KfZ eine halbe Stunde weniger brauche – Andererseits freue ich mich darauf endlich mal wieder zum Lesen zu kommen 🙂

                  • H. Sazmann sagt:

                    Moin Herr Abel,

                    H-U hat viele schöne Ecken und seine Vorzüge. Wenn dann noch Familie in der Nähe dazukommt – prima!

                    Zum ÖPNV:
                    Vom Bahnhof aus habe ich das auch gemacht. Und die 60 Minuten Fahrzeit plus Umsteigen waren störend. Dagegen stand der gute Takt und die Rund-um-die-Uhr-Anbindung, die andere Orte im Umland nicht haben. Das alles hat aber die Henstedter Wiese auch nicht. Die nächste Bushaltestelle 10 Minuten Fußweg weg, der Takt schlecht wie vor 30 Jahren. Und dazu weitere 20 Minuten mehr Fahrzeit nach Hamburg als vom Bahnhof aus. Ich nehme gerne die Bahn, auch wenn’s länger dauert und unbequemer ist. Aber von der Henstedter Wiese nach Hamburg pendeln? 160 Minuten unterwegs pro Tag? 40-Minuten-Takt? Ich würde mir bei erster Gelegenheit ein Auto kaufen oder umziehen.

                    • Jan Kirmse sagt:

                      Da es hier ja eine Seltenheit ist: immer wieder schön, zwei Menschen einfach mal diskutieren zu sehen, ohne Beleidigungen, Diffamierungen usw.

  10. Was ist der Unterschied zwischen den Ergebnissen vom IGEK (auf die wir Wähler noch eine Weile wartren dürfen) und div. Gutachten ? Relativ gering.
    Beide Akten sind umfangreich, politisch im Ergenbnis nicht gewollt weil keine Bestätigung der mehrheitlichen Parteistrategien, werden irgendwann mal gelesen, auf die Seite gelegt, vertagt und gewartet, bis die Fakten überholt sind in den Unterlagen – dann ab ins Alt-Papier-Archiv auf dem Dachboden zu den anderen teuren Unterlagen.
    Viel Arbeit, Papier, Personalkosten – für weniger als nix im sichtbaren Resulat .
    Also nach der Devise: merkeln wir mal weiter.
    Ergebnissen, die nicht passen in das Bild der Bau- und Stau-Parteien, mit denen macht man am Besten wie immer: nichts. Siehe „Abwehr“-Aktion Usedomer Straße vom Ordnungsamt lt. Schriftverkehr.
    Frei nach dem Motto: außer Spesen nichts gewesen.
    Nun ja, wir sind Gemeinde äääh Dorf….ehrenamtliche Politiker mit Haupterwerb (wie in Hamburg – aber da gibt es ja sicht- und hörbare Veränderungen).
    Das waren hier noch Zeiten als bis nachts umd 2 Uhr „getagt“ wurde…..schön einfach und sorglos. Die verdammten neuen Zeiten mit dem Internet und Co……

  11. Henning Siemund sagt:

    Bevor man weiteres, wertvolles Grün in unserer Gemeinde zerstört, sollte man zunächst die gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen für zurückliegende Eingriffe in Natur und Umwelt umsetzen, so meine Ansicht. Wie es in unserer Gemeinde um diese Maßnahmen steht, offenbart ein Blick in das Ausgleichsflächenkataster aus dem Jahre 2018. Für Interessierte hier der Link:

    https://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/___tmp/tmp/45081036114447138/114447138/00085747/47-Anlagen/01/20180228135301371.pdf

    Die zahlreichen roten bzw. blauen Felder (umgesetzt bzw. teilweise umgesetzt) in der tabellarischen Übersicht zeigen deutlich, dass man es mit den Ausgleichsmaßnahmen in unserer Gemeinde nicht ganz so genau nimmt. Solange sich an dieser Situation nichts ändert, sehe ich mich als Gemeindevertreter der WHU gezwungen, weiteren Bauvorhaben, die mit Eingriffen in die Natur einhergehen, nicht zuzustimmen, weil ich nicht davon ausgehen kann, dass diese Eingriffe hinterher auch ordnungsgemäß kompensiert werden.

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